Harry Schloßmacher

"Mutter Natur" kann ganz schön brutal sein!


VORWORT:

Die Natur ist eine solch' gigantische Ideen- und Aktionsmaschinerie wie
unendliche Entstehungs- und Verwerfungsgeschichte, daß wir bislang noch
nicht sagen können, welches Ziel (Ziele?) sie letztlich verfolgt. Nur eines
wäre zu befürchten bzw. zu beachten: Daß die Natur viel mehr gattungs- als
individuumsorient ist ! Für eine bessere Gen-Aufmischung der Art zum Beispiel,
haben wir SEX - aber dafür bezahlen wir den höchsten Preis: unser Leben !!!
Auch ein wichtiger Grund, warum sich der Einzelne auf "Mutter Natur" nicht mehr
verlassen kann und sollte. Wollen wir eines Tages zumindest potentiell
ewig leben, dann müssen wir ihr einfach biologisch-technisch gewaltig ins
Handwerk pfuschen...
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Einerseits haben wir der Natur viel zu verdanken:

- Schöne Landschaften, herrliche Wälder und Seen, prächtige Wiesen, farbreiche Blumen
- friedliche und oft nett anzuschauende Tiere
- Sonne, Mond und Sterne
- Nahrungsquellen
- Rohstoffe
- zutiefst beglückende und ekstatische Orgasmen
- Und dergleichen vieles mehr
- Nicht zuletzt sind auch wir und insbesondere der Hort unserer Individualität - das Gehirn - Kinder der
Natur!


Andererseits:

- gibt es zum Beispiel heimtückische Wasserstrudel, die vielen schon zum Verhängnis wurden

- gefährliche und potthässliche Tiere wie Hyänen und Piranhas,
die sich nicht scheuen, andere Tiere (gelegentlich auch Menschen) bei lebendigem Leibe zu "verspeisen"! (Wobei nicht verschwiegen werden soll, dass auch Menschen nicht immer zimperlich mit anderen Kreaturen umgehen)

- Des weiteren gibt es unzählige Viren, die aufgrund ihrer Mikrokleinheit und Cleverness
unzähligen Menschen wie Tieren Gesundheit und Leben kosteten wie kosten. Viren sind
womöglich die effektgrößten und brutalsten Killer der Schöpfung überhaupt!

- Es gibt Hunderte von Krankheiten, die den Menschen tagaus tagein bedrohen. Ob langwierige wie Krebs und Aids oder der hinterhältige Sekunden-Herztod: alles "Mutter Natur"!

- Auch die zahlreichen Naturkatastrophen, die wir bereits auf Erden kennen, sind nicht von Pappe. Erdbeben, Überschwemmungen (z.T. schon menschenverursacht, wo alles zubetoniert wurde), Orkane u.ä., glühendes Magma speiende Vulkane, Schneelawinen, riesige Waldbrände durch
Blitzeinschlag - wie überhaupt Brände, Verletzte und Tote durch Blitze; etc..

- Doch erst die kosmischen Naturkatastrophen stellen jedes andere Tötungs- und Vernichtungspotential in den Schatten:
Da bereits in den meisten Galaxienkernen Supergigantische Schwarze Löcher wüten, dürfte
ihre Anzahl kosmosweit in die Milliarden gehen! Überall dort werden in unvorstellbarem
Ausmaß Sonnen, deren Planetensysteme und Bevölkerungen vernichtet. Selbst
'harmlosere' kosmische Naturereignisse wie -Katastrophen überbieten an Zerstörung alles, was auf der
Erde je passierte und geschieht: Super Novae, Novae, Rote Riesen, etc..


Will sagen:
Natur, das ist eine mehrschneidige Angelegenheit mit vielen positiven wie negativen
Aspekten und Verästelungen. Natur produziert viel Angenehmes, sehr Schönes, aber auch
enorm Hässliches, äußerst Brutales. Da gibt es eine berechenbare Ordnung durch die
Naturgesetze, aber auch Chaos (Z.B. der Wetterentwicklung). Nur ein Narr kann bei diesen
Fakten also behaupten: Alles, was von "Mutter Natur" kommt ist gut und schön und sinnvoll. Und
nichts und niemand dürfe ihr zu irgendeiner Zeit ins Handwerk pfuschen.
Bei dieser Konsequenz müßten alle Arztpraxen, Krankenhäuser, Feuerwehren, Talsperren,
etc., sofort geschlossen bzw. aufgelöst werden; denn dort wird fortwährend Natur - und zwar deren Auswüchse - bekämpft bzw. gegengesteuert!

Die Natur ist eine solch gigantische Ideen- und Aktionsmaschinerie wie unendliche Entstehungs- und Verwerfungsgeschichte, daß wir bislang noch nicht sagen können, welches Ziel (Ziele?) sie letztlich verfolgt. Nur eines wäre zu befürchten bzw. zu beachten: Dass die Natur viel mehr gattungs- als
individuumsorient ist. Ein Konzept für über hundert Milliarden Galaxien mit Trillionen Planeten
und ihren Abertrillionen Kreaturen, kann eben nur die Hauptwege aufzeigen und die großen
Einheiten berücksichtigen.
Und es mag sein, dass dieses grobe Denken in einem Höheren Sinne durchaus sinnvoll,
berechtigt wie nötig ist. Jedoch nutzt es dem erkennenden, nachdenkenden und gefühlvollen Einzelwesen bitter wenig, dass es für alle Zeiten sterben muss, nur damit seine Gattung Vererbungsvorteile erzielt.

Zahlreiche Generationen mussten sterben wie Gattungen aussterben, bis die Natur auf der
Erde ein Wesen evolutierte, das potentiell zu hoher Intelligenz fähig und zu enormen
technischen Möglichkeiten befähigt ist. Und nur diese Paarung versetzt den Menschen in die
Lage, vom Trittbrett der Natur abzuspringen und bessere, individuellere Wege zu gehen. Wir
sollten und müssen auch deshalb eigene Wege (am besten und effektivsten in einem
Wissenschafts-Staat) gehen, weil die Natur uns nicht erkennbar bevorzugt. So fordern zum
Beispiel die quasi körperlosen Krankheits- und Seuchenviren nicht weniger Menschen- als
Tieropfer!

Und sollten wir Krankheiten, Seuchen und den Individualtod irgendwann total ausmerzen
wollen, so müssen wir der Natur sogar gewaltig ins Handwerk pfuschen! Denn unser ebenfalls
biologischer Körper ist ein allzu williges und schnelles Opfer jener Hauptübel der Natur. So
herrlich er auch oft anzusehen ist und so flexibel er unser Gehirn fortbewegt, sich raffiniert
mit Nährstoffen versorgt, etc.. Auch bei den bereits genannten Naturkatastrophen (wie Erdbeben, Feuersbrünste, Überschwemmungen, Lawinen, etc.) hat ein rein natürlicher betroffener Körper sehr schlechte Karten. Die hohen Zahlen der Menschenopfer Jahr für Jahr sprechen hier für sich.
Solange ein Großprojekt 'Kunstkörpermensch' (möglichst im Wissenschafts-Staat) als Totaleingriff in die Natur nicht angestrebt wird, ist auch die (kontrollierte, positiv zielgesteuerte) Genetik als
Zwischenlösung ein durchaus sinnvoller und hilfreicher Eingriff in die Natur des Menschen...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Es wurde sehr viel geschrieben über jene Jahre der unseligen Diktatur eines wahnwitzigen Politikers, der glaubte, den Menschen das Heil zu bringen. Das meiste davon beschreibt diese Zeit aus zweiter Hand! Ich war dabei, ungeschminkt und nicht vorher »gecasted«. Es ist ein Lebensabschnitt eines grünen Jahzehnts aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv. Dabei gab es Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflussten, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die mein frühes Jugendleben ausmachten. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.

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