Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____Sommerrummel 7

Der Schularzt hatte es ihr verboten Schlittschuh zu laufen, aber sie tat es trotzdem. Was hinderte sie daran? Die blöde Verletzung? Nein sicherlich nicht, sie liebte es zu sehr über das kalte, glatte Eis zu laufen und sich Vogel frei fühlen zu können. sie regte sich richtig darüber auf, dass sie vom Sportunterricht ausgeschlossen wurde und nicht mit machen durfte. Na ja, was sollte es? Sie würde einfach die Halle in der Pause nutzen, also schaute sie den Mädels ihrer Mannschaft beim laufen zu, ganz besonders klebt ihr Blick an Gina, der Brünetten mit der obigen Oberweite. Sie lief nicht schlecht und sie sah sehr gut in der engen, gelben Hot Pen aus und der dunkel braunen Strumpfhose, die fast die Farbe ihrer Haut hatte und dann noch ihre obige Oberweite, die in ein irgendwie viel zu enges Top gequetscht wurde, zog die Blicke auf sich. aber sie lief gut, sie hatte eine grade Haltung, war total konzentriert und schwebte schon fast über das Eis, selbst das Rückwärtslaufen machte ihr keinerlei Probleme, dazu noch ihre Gesichtmimik wie die einer Göttin. Sauer biss Josi die Zähne zusammen und presste ihre Lippen auf einander. Wieso konnte sie denn nicht besser sein als diese eingebildete Kuh? Oh Gott, sie klang schon wie ein Teenager, dabei hatte sie doch die Jahre langsam hinter sich gebracht oder? Sie wandte ihren Blick ab und schaute stattdessen auf ihre schwarzen Schlittschuhe, die glänzten und noch Neu aussahen, obwohl sie schon fast 3 Monate alt waren. Wahrscheinlich kam dies daher, dass Josi sie fürsorglich behandelte.

Nach einiger zeit machten die Mädchen Feierabend und verließen das Eis. Gina bekam wieder einmal ein übertriebenes Lob von der Trainerin, nein, es war nicht übertrieben, sie war wirklich so gut! Und Josi wusste dies, es machte sie aus irgendeinem Grund zornig, das helle Tageslicht, schien nur spärlich durch die Halle, so dass man den Raum noch zusätzlich mit künstlichem Licht beleuchten musste. Gina strahlte über das lob der Lehrerin und öffnete ihr streng nach hinten gebundenes Haar, es viel wie Seide über ihre Schultern.

Josephine sah hinter der Mädchengruppe hinter her und wartete bis sie mit umziehen fertig waren und man sah wie sie am Fenster der Halle vorbei gegangen waren. Endlich gehörte das Eis ihr und ihren Fuß, sie konnte laufen unbeschwert laufen und nachdenken.

Noch immer schmerzte ihre Wunde, aber es war ihr egal, sie machte sich nichts daraus und der dicke Verband, war wirklich nervig, er schränkte sie in ihrer Bewegungsfreiheit ein, also zog sie den Schlittschuh noch einmal aus und löste den Verband, streckte ihr Bein durch und bewegte ihren Fuß. Ja, es war schon gleich viel, viel besser.

Das aufwärmen ging schnell vorüber und sie fuhr zu der Anlage hin die am Rand der Eisflächenmauer stand, auf einen Brett sie machte die CD an und die Musik tönte leise aus den Lautsprechern her raus, sie hatte sich ein wirklich merkwürdiges Lied ausgesucht um damit auf zu treten und ihre Trainerin, war erst dagegen gewesen, jedoch konnte Josi sie mit den Argument überzeugen, das es mal was anderes ist und sie es liebte zu kraftvollen Klängen zu tanzen. So kam es also das sie zu den Lied: I need a Hero, lief. Sie liebte dieses Lied, obwohl sie keinen Helden brauchte, sie war ihr eigener Held, ehr müsste sie ihren Helden vor sich selber beschützen.

Die Musik spielte ein und sie fing an zu laufen, schloss wieder ihre Augen und hörte ganz auf die Klänge die aus der Musikbox drangen. Es war wunderbar zu laufen, auch wenn ihr Fuß noch immer schmerzte, sie durfte halt nicht wieder dieses blöden Fehler machen und zu unsanft landen.

Jäsen trat vorsichtig in die Eishalle hinein, er hörte die Musik gedämpft, denn sie war sehr leise. Ob Gina alleine lief? Wenn sie überhaupt noch auf den Eis war, sie hatte zwar zu ihn gesagt er solle in der Pause zu ihr kommen, aber da er mit einen: ich muss aber noch selber trainieren, geantwortet hatte, könnte es ja auch sein, dass sie nicht auf ihn gewartet hatte.

Als er zum Rand der Wand ging, der Wand die, die Eisfläche von den Beton trennte, blieb er stehen und schaute verwundert zu Josi, die sich grade im Kreis drehte und dann Rückwärts lief, sie bewegte sich passend zu der Musik, fast so als wäre sie einst mit ihr und ihre Augen waren geschlossen, ihre Körperhaltung war graziös. Er konnte nicht anders als sich auf das Geländer zu lehnen und ihr dabei zu zusehen. Es sah wunderbar aus. Sie trug eine schwarze Hot Pen, Hautfarbene Strumpfhose, ein rotes enges Top und über den schwarzen Schlittschuhen, waren Stulpen gestülpt, aber trotzdem sah sie aus wie eine Elfe, die über das Eis tanzte, ihre ganze Erscheinung, war so zerbrechlich, wie eine Glasperle.

Sie war eine wirklich hübsche junge Frau, aber sie war auch scheinbar sehr temperamentvoll und ein bisschen Hitzköpfig.

Sie bemerkte nicht, dass sie nicht mehr alleine war, sie war vollkommen auf die Musik fixiert und hatte keinen Kopf für anderes Zeug, ihr Gedanken gehörten nun ganz alleine den Eiskunstlaufen und ihrer Körperhaltung, ihre Haar hatte sie hoch gesteckt, aber nicht sonderlich gut befestigt, durch die schnellen Bewegungen, hatten sich ein paar Strähnen gelockert und waren hinaus gefallen. Doch dies störte sie nicht, nun kam der Teil, wo die Stimme der Sängerin Bonnie Tyler kräftiger wurde und sie aus voller Seele i need a hero sang, bei diesen Satz setzte Josi zum Sprung an, trat sich geschickt mit den Füßen ab und in der Luft musste sie sich um die eigene Achse so zu sagen drehen, bis dahin klappte es auch wunderbar, Jäsen staunte nicht schlecht als er sah wie sie durch die Luft wirbelte, als der Satz i need a hero zu Ende war, erreichte sie wieder das Eis mit ihren Kufen, nur leider war sie keines Wegs sanft dabei und dies wirkte sich sofort wieder auf die Wunde aus, der Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen und floss hoch bis in ihr Knie, ihr Beine wurden weich, sie war noch nicht einmal ganz aufgekommen da lag sie auch wieder ausgebreitet auf den kalten Eis und spürte das schreckliche Pochen ihrer Wunde. Besorgt schaute Jäsen zu ihr hin, sollte er zu ihr gehen? Doch noch ehe er handeln konnte, richtete sie sich wieder auf, ziemlich wackelig stand sie auf ihren schlanken Beinen, wie ein junges Fohlen, was noch nie zu vor auf seinen vier Beinen gestanden hatte, stand sie nun da. Aber sie war stolz  und sie wollte sich keine schwäche ein gestehen, sie ignorierte das brennen und wackeln ihrer Beine, sie setzte an und lief weiter, aber nicht mehr im Takt der Musik. Sie wollte um alles auf dieser Welt diesen Scheiß Sprung schaffen! Jäsen schaute ihr verwundert dabei zu wie sie nun wieder zum Sprung ansetzte, alles klappte prima, bis es wieder zur Landung über ging, wieder viel sie zu Boden und wieder erhob sie sich, drehte eine runde, lief zur Mitte der Eisfläche hin und sprang wieder ab, doch man hörte nur wieder den dumpfen Aufschlag. Es trieb ihr die Tränen in die Augen, nicht nur wegen den schmerzenden Fuß, sondern auch deswegen, weil sie diesen bekloppten Sprung nicht schaffte, der Sprung der doch der Höhepunkt ihrer Aufführung war, also machte sie es wieder und landete wieder auf den harten Eis, doch zu Jäsens Verwunderung blieb sie diesmal liegen und zog ihre Beine an ihren Körper. Sie wusste nicht dass sie nicht alleine war, ihre Gedanken, Gefühle fuhren Achterbahn. Sie wollte doch diesen blöden Sprung schaffen, warum funktionierte es nicht? sie fühlte sich schrecklich mies. Jäsen hatte Recht gehabt, sie war alleine, ganz alleine und je mehr Tage vergingen umso einsamer fühlte sie sich…

Jäsen schaute ungeduldig zu Josephine rüber, sollte er sich evtl. bemerkbar machen? Steh schon auf, Josi und lauf weiter… plötzlich viel ihn wieder ein das sie sich den Fuß verletzt hatte und als das nächste klassische Lied anfing aus den Boxen der Anlage zu dröhnen, viel ihn wieder ein, dass sie sich doch den Fuß verletzt hatte.

Josi saß noch immer auf den Eis, der Schmerz ihrer Wunde wollte gar nicht auf hören zu brennen und lodern, aber der Schmerz in ihrem Herzen war viel größer und doller, es lag jetzt schon mehr als 300 Jahre zurück, Himmel war sie alt! 300 Jahre, hatte sie noch gezählt, dann hatte sie damit aufgehört ihre Jahre zu zählen, wozu auch? Für die Menschen war sie 18 und mit anderen Vampiren sprach sie kaum. Trotz den langen vergangenen Jahren, hatte sie Julius nicht vergessen, hatte sie ihre Familie nicht vergessen! Nie mehr wollte sie dass so etwas geschah, nie mehr.

„Du bist doch echt bescheuert…“, Jäsens Stimme riss sie aus ihren Gedanken, sie war sogar zusammen gezuckt, nun schaute sie in seine Augen, die sie entsetzt und zugleich besorgt anschauten. Ihr Gesichtsausdruck war noch immer lehr. „Mit dieser Verletzung Schlittschuh zu laufen! Willst du das die Wunde nie verheilt?!“, seine Stimme klang vorwurfsvoll. Warum ließ er sie denn nicht in ruhe? Sie sah ihn plötzlich böse an, er hatte sich zu ihr hinunter gehockt und war dicht neben ihr auf den Eis. „Das geht dich gar nichts an, ich brauche deine Hilfe nicht!“, sagte sie zickig und sah nach vorne um sich hin zu stellen, sie schaffte es auf einmal auch wieder, auf ihren Beinen zu stehen. Jäsen sah sie verständnislos an. „Du bist so ein Dickkopf!“, murmelte er und stand ebenfalls auf. Sie setzte zum ersten Schritt an, Richtung Ausgang, sie hatte kein Interesse daran mit ihn zu reden, sollte er doch wieder zu dieser eingebildeten Gina gehen, oh Gott, war sie etwa eifersüchtig?

Flüchtig musterte sie Jäsen. Nein, niemals, er war ihr egal, er sollte sie in Ruhe lassen.

Jede Bewegung tat höllisch weh. Als würde sie durch Abermillionen spitzen, kleinen Glassplitter gehen, die sich langsam in ihre Haut bohrten. Jäsen schüttelte verständnislos den Kopf. „kannst du mir mal sagen was du gegen mich hast?“, rief er ihr fast sauer hinter her. Warum um alles in der Welt interessierte ihn das eigentlich? Er hatte es doch gar nicht nötig einen Mädchen hinter her zu rennen, also warum machte er sich grade zum Affen?

„Lass mich einfach in Ruhe!“, schrie sie ebenfalls zurück, grade wo sie ihren ersten Schritt machen wollte und auftrat, schrie sie auf. Ihre Wunde hatte bereits wieder angefangen zu bluten und der Schmerz war unerträglich, es tat furchtbar weh, als ob etwas in das eh schon verletzte Fleisch rein bohrte. Ihr Gesicht war Schmerz verzerrt. Jäsen sah sie besorgt, sie stützt sich an der Wand ab und hielt sich so fest. Jäsen zögerte nicht weiter sondern eilte zu ihr. Er griff nach ihren Arm um sie zu stützen, doch sie wehrte ihn mit einer hastigen Bewegung ab. „lass mich…“, quengelte sie schon fast wie ein kleines Kind. Doch Jäsen zog es nicht mal in betracht, sie los zu lassen er hielt sie weiter hin fest und als sie wieder wild um sich schlug, er sollte ihren Arm endlich los lassen! Packte er sie einfach und nahm sie wieder einmal in seinen Arm, ging vom Eis weg und setzte sie auf die erste Zuschauerbank. Dann sah er zu ihr hinab schaute ihr in ihre eisblauen Augen, die ihn aufgerissen anschauten und etwas zu flackern begannen. War sie etwa verlegen? Jäsen schüttelte den Kopf „ich sollte dich wahrscheinlich echt einfach in Ruhe lassen, ich kenne dich ja nicht einmal, aber irgendwie scheint es mir so, als könntest du nicht alleine auf dich aufpassen, also muss ich das wohl übernehmen“, mitten im Satz hockte er sich zu ihr runter nahm ihr Bein, legte es wieder auf sein Bein und begann damit ihren Schlittschuh auf zu schnüren, sie schaute ihn verwundert an. Warum ließ sie es zu? Wieso schubste sie ihn nicht einfach weg und ging? Gefiel es ihr etwa, dass er sich um sie sorgte? Verrückt…

sanft zog er nun ihren Schlittschuh aus und legte ihn auf den Boden, das Blut war schon durch die Strumpfhose und die Socke getrunken, er schüttelte den Kopf. „Du bist echt nicht normal, oh man…“, vorsichtig begann er damit ihr die weise Socke auszuziehen und dann riss er ganz zärtlich ihre Strumpfhose auf. „Ey! Die war…“, plötzlich hielt sie inne, sie starrte ihn mit offenen Mund an, sie war vollkommen durch einander, was tat er nur da? Er streichelte ganz sanft ihren Fuß und kümmerte sich nicht einmal darum, was sie sagte, er schaute sie nicht einmal an. „Du hast schöne Beine und einen schönen Fuß, wäre doch schade, wenn du es dir für immer mit den Eiskunstlaufen versaust, du siehst dabei so gut aus…“, er sprach nicht sehr laut, es war mehr wie ein flüstern. Josephine spürte wie sie knall rot anlief und ihn noch immer verlegen anschaute. meint er das etwa ernst?? Dann hörte sie wie er ein Stück seines Hemdes zerriss und dann begann er es um ihren Fuß zu binden. „Du solltest besser auf dich aufpassen, auch Dickköpfe sind nicht unverwundbar, weist du?“, seine Stimme klang so vollkommen anders, kam sie ihr vertraut vor? Nein, es durfte nicht sein, er musste sie in ruhe lassen, bevor noch etwas Schlimmes geschehen würde!

Sie bekam eine richtige Gänsehaut als er ihr wieder in die Augen schaute, diese Augen, wie er sie anschaute, sie konnte den Blick nicht ganz deuten. Zärtlich legte er ihren Fuß wieder von seinem Bein hinab. „Du brauchst nicht gleich rot werden, ich hab dich doch nur verarztet, Süße!“, sagte er nun fast wieder scherzhaft. Plötzlich wurde sie wieder wach, was tat sie da eigentlich? Nein! Was tat er da eigentlich?  Sie schüttelte heftig mit dem Kopf. „Für dich Josephine und wie oft noch? Ich habe dich nicht um deine Hilfe gebeten und wegen dir werde ich sicher nicht rot! Du bist wirklich arrogant!“, ihre Stimme klang schon fast hektisch, nun musste er breit grinsen. „ja, ja, sicher!“, murmelte er noch immer grinsend und stand auf. „Hast du eigentlich Gina gesehen?“, fragte er sie dann. Warum fragte er sie jetzt nach dieser Kuh? Sie zuckte mit den Schultern. „Ist in der Pause, denk ich!“, gab sie knapp als Antwort. „Okay, dann werde ich sie mal suchen gehen…“, mit diesen Worten ging er los, „Ach ja, pass auf dich auf!“, das waren seine letzten Worte dann verschwand er mit seinen kaputten Hemd  aus der Eishalle. Sie saß verdutzt da. Wieso brachte er sie immer wieder aus dem Konzept?

 

Es war früher Abend, als sie grade aus der Dusche kam und sie vor den Fernseher stand, wieder berichtete man, über eine Frauenleiche die vollkommen zerfleischt am Waldrand gefunden wurde, man warnte jeden davor, in Moment in den Wald zu gehen, ein Tier mit Tollwut soll daran schuld gewesen sein. Josi rubbelte sich ihre Haare trocken, es war Unsinn, kein Tier würde sein Opfer so zerfleischen und nicht mal alles verwerten, die Opfer die man fand waren alle auf grausamste Weise zerstückelt, zerfetzt  worden, das machte doch kein Tier, vor allem in Deutschland nicht, es gab in Deutschland erst seit kurzen wieder Wölfe, aber Wölfe waren dazu doch nicht fähig, sie zweifelte sogar daran, dass wenn sie Tollwut haben  sie so eine tat begehen würden, aber anderseits kannte sie sich damit auch nicht besonders gut aus, sie erinnerte sich noch daran wie ihr Vater einmal einen Wolf erlegt hatte und mächtig stolz drauf war, er meinte diesen Tier hätte der Teufel auf sie gehetzt, jede Nacht war der Wolf gekommen, auf ihren Hof und hatte sich an ihren Schafen vergriffen, ein Schaf wart damals sehr viel wert gewesen, nicht so wie es heute war, dieser Wolf hatte mehrere Schafe gerissen, aber nie auf so eine grausame Art und weise wie man die Leichen fand. Nein, das konnte doch kein Wolf sein aber doch auch kein Bär oder? Josi fing nun an ihr Haar zu kämmen und hörte sich den Bericht weiter an. In der letzten Woche waren 3 Menschen so grausam getötet, vorgefunden wurden, alle in der Nähe des Waldes, vielleicht ein Serienmörder? Schaurig wenn man darüber nachdachte das der Wald nicht sehr weit von ihrer Wohnung entfernt war. Aber was hatte sie schon zu verlieren? Sie war für Tiere nicht schmackhaft, Tiere scheuten sie, leider, dachte sie sich, sie liebte Tiere, aber diese rochen wahrscheinlich das sie Körperlich tot war, bzw ein mal schon gestorben war, denn tot war sie ja nicht wirklich, durch ihren Adern floss ja Blut und ihr Herz schlug auch noch, war irgendwie anders, wenn sie so drüber nach dachte, aber es schlug, sie lebte.

 

Es war 23 Uhr und sie hatte verdammt noch mal Hunger, aber sie wollte nicht, doch selbst wenn sie schlief, träumte sie davon wie sie trank und wie sie tötete. Verdammt sie hatte doch erst getrunken? Warum reichte das denn nicht? hatte Hannes Recht und ihr Körper brauchte einfach auch mal gutes Blut nicht immer nur verseuchtes? Konnte sie davon vielleicht nicht ewig leben? Sie zuckte mit den Schultern, dann sollte sie halt sterben, keiner würde sie vermissen! Und sie müsste nie mehr jemanden umbringen. Aber was war dann? Wenn sie tot war? Sie fürchtete sich zu sehr vor den Tod, jedenfalls vor den Tod der ihr bevor stand, ein Vampir verbrannte qualvoll, bei lebendigen Leib. Sie hatte einmal mit erlebt, wie ein Vampir vor ihren Augen starb nie wieder würde sie es vergessen, er hatte geschrieen und sein ganzer Körper hatte sich verkrampft, so wie in den Filmen, löste er sich dann langsam auf, dann lag nur noch ein Skelett da und am Ende nur noch ein Haufen Asche, nein sie hatte zu große Angst vor diesen Tod. Sie war so schlecht, so furchtbar schlecht, dachte nur an sich. wie konnte sie sich eigentlich noch in die Augen schauen.

Verdammt sie brauchte jetzt wirklich Blut, ihre Zähne drangen schon aus den Zahnfleisch hervor, jetzt musste sich nur noch einer ihrer Nachbarn in die Finger stechen und sie müsste ihr Blut wittern dann könnte sie sich nicht mehr unter Kontrolle halten und dann?? Furchtbare Vorstellung, da Draußen lief sicherlich noch ein Mensch herum der schlimme Dinge getan hatte, der den Tod wenigstens etwas verdient. Oh man, was war sie? sie hatte nicht das Recht darüber zu bestimmen wer den Tod verdient hatte und wer nicht!

 

Die warme Luft umschmeichelte sanft ihre Haut, sie trug nichts besonderes, nur eine Jeans und ein normales Top, sie wollte nur schnell was trinken und dann würde sie sich auch wieder in ihr Bett begeben, es war Donnerstag Abend und trotzdem war auf den Straßen und in der Innenstadt viel los, sie wollten alle feiern, aber warum? War etwas Besonderes los. Und dann hörte sie den Rummellärm, das Lachen, die Karussellsprecher und die gemischte Musik. Sie bekam auch gar nichts mit, nicht einmal das von Donnerstag  bis Sonntag der Sommerrummel war. Perfekt, da gab es genug Menschen und irgendwo musste es ja auch einen geben der was verbrochen hatte.

Es war merkwürdig völlig alleine durch die Menschenmengen zu rennen und sich in einen Meer von bunten Lichtern zu befinden, alles wirkte hier so vergnügt, so anders, so Märchenhaft, sie mochte solche Feste, wo jeder scheinbar gute Laune hatte und sie genoss es normalerweise auch über solche Feste zu gehen. Aber heute mochte sie es nicht, es bereitete ihr keine Freude. An einer großen Achterbahn blieb sie stehen und schaute zu wie die Bahn, mit 100 Sachen um die Kurve jagte, sie war selber noch nie in einen solchen Teil gefahren, sie traute den Dingern nicht, wahrscheinlich würde sie den nicht einmal in 20 Jahren vertrauen. Was fanden die Menschen daran nur witzig? Plötzlich schweifte ihr Blick zur Schlange und dort sah sie doch tatsächlich Jäsen, traf sie den denn auch überall?? Aber er war nicht alleine Gina stand neben ihn, hatte seinen Arm um ihre schmalen Schultern und sie lächelte ihn die ganze Zeit an, während seine Lippen sich bewegten, wahrscheinlich erzählte er ihr irgend so ein Quatsch, das sie wunderschöne Brüste… ähh… Augen hätte! Und sie war so dumm und glaubte ihn den ganzen Scheiß auch noch! Weiber können so richtig schön naiv sein.

Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter, erschrocken wandte sie sich um und schaute nun ihren Lehrer verdutzt an der sie anlächelte, er sah wirklich nicht schlecht aus, trug eine dunkle Hose und ein weises Hemd seine Haar waren wieder locker zusammen gebunden. „Das ist aber ein Zufall!“, sagte er begeistert und strahlte sie an, schon wieder fühlte sie sich auf eine seltsame Art und Weise hilflos ihn gegen über. Sie lächelte ebenfalls. „Ja, das kann man wohl sagen…“, murmelte sie und sah weiter hin zu ihn auf er war mindestens ein Kopf größer als sie. „Sind sie denn alleine hier?“, er schaute ihr direkt in die Augen, so heftig, dass sie angst hatte, er könnte in ihren Gedanken lesen. „Ja, bin ich!“, sagte sie knapp. „Lust mich etwas zu begleiten?“, fragte er sie vorsichtig, an liebsten hätte sie ja nein gesagt, aber irgendwas in ihr wollte nicht nein sagen, aber warum nur? Also nickte sie und Beide gingen an der Schlange der Achterbahn vorbei.

„Ich hab sie so ausgelacht! Ich meine wie kann man ein grünes Shirt zu blauen Nägeln tragen?“, Gina bemerkte nicht einmal das Jäsen ihr gar nicht zu hörte, er schaute nämlich vollkommen sauer hinter den Beiden hinter her, die schon fast vertraut mit einander wirkten, Zorn und Wut mischten sich in seinen Kopf. „Das ist doch…“, murmelte er und fixierte Herrn Steiner schon fast bissig, der seinen Arm um die Schulter von Josi gelegt hatte. Gina nickte „Ja, das habe ich mir auch gedacht das habe ich ihr auch gleich gesagt…“ er nahm ihre Worte jedoch nicht war. So ein Perversling! Das ist doch verboten! Der kann sich doch nicht einfach an eine seiner Schülerinnen ran machen!! Wenn ich den erwische dann….  Ohne ein weiteres Wort riss er sich von Gina los und eilte den Beiden hinter her. „Jääääääsen!! Wo willst du denn hin???“, rief sie ihn wütend hinter her. Doch Jäsen nahm sie gar nicht war sein Blick heftete an seinen Lehrer…

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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