Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Geisterbahn 8

Jäsens Gedanken waren vollkommen durch einander, wie konnte ein Mann der seinen Schülern doch ein Vorbild sein sollte, so etwas tun? Wie konnte er sich an seine Schüler ran machen und dann auch noch grade Josi? Er durfte ihr nichts tun, er sollte sie nicht verletzen, sie war ein so wunderbares Mädchen. Aber warum machte er sich Sorgen um sie? Weil sie anders war als die Anderen? Das war sie wirklich, das machte sie aber auch grade so interessant. Sie war nicht zu durch schauen und sie war eine Herausforderung.

Er war schon fast ganz hinter den Beiden, er hätte nur noch ein älteres Paar überholen müssen und dann wäre er hinter ihnen, aber erst mal wollte er die Beiden beobachten, er wusste ja auch nicht was er sagen sollte. Josephine konnte ihn doch eh nicht leiden und wer weis vielleicht stand sie ja auch auf Herrn Steiner? Schon alleine das war absurd, er war doch viel älter als sie, aber Mädchen standen doch gerne mal auf ältere oder? Und Herr Steiner war alles andere als unatraktiv.

„Wohnen sie eigentlich allein?“, fragte er und schaute zu ihr hinab, sie ging schon die ganze Zeit so ruhig neben ihn, er wusste das sie sich nicht ganz wohl fühlte, aber das würde er schon bald ändern. Sie schaute zu ihn auf und erschrak schon fast als sein Blick den ihren traf. Wie er sie an sah, so interessiert?? Die Menschen die den Beiden entgegen kamen, wischen ihnen aus, als ob keiner sich traute den Mann zu berühren. „Ja, ich wohne schon seit längeren alleine, aber es stört mich nicht!“, natürlich war das gelogen. Er schaute sie musternd an. „Was ist mit ihren Eltern?“, wieso interessierte ihn das? Fragte sie sich. Sie zuckte mit ihren schmalen Schultern, auf den noch immer sein Arm lag. „Die leben nicht mehr...“, ihre Stimme klang viel zu niedergeschlagen, warum erzählte sie ihn das nur alles?

Jäsen wurde schon fast wütend er konnte alles verstehen was die Beiden da redeten. Und es machte ihn fast rasend vor Zorn, schien Herr Steiner es etwa aus nutzen zu wollen, das Josephine ganz alleine war? „Das tut mir Leid, das ist schrecklich...“, sagte Leonardo und seine Stimme klang wirklich voller Mitleid. Sie wollte doch gar kein Mitleid. Ihr Blick ging zu der kleinen Wildwasserbahn, das eine Kanu stürzte grade den Fluss hinunter und seine Insassen schrieen. Herr Steiner folgte ihren Blick. „Bist du schon mal mit so einen Teil gefahren?“, fragte er sie und deutete auf die Wildwasserbahn. Josi schüttelte den Kopf. „Nein, noch nie..“, gab sie zu. Sie spürte wie er sie zu der Bahn hin lenkte. „Dann wird es ja jetzt mal höchste Zeit! Ich lade dich auf eine Fahrt ein, einverstanden?“, fragte er sie, seine Stimme klang voller Freude. „Aber...“, wollte Josi grade einwenden. Er drängte sie weiter zu der Wasserbahn hin. „Kein Aber, du musst es einfach mal erlebt haben!!“. Und schon standen sie auch schon an der Warteschlange. Jäsen stand etwas abseits sein Blick sagte schon alles. Er kochte vor Wut und gleichzeitig fühlte er sich hilflos, was sollte er denn schon machen?

Er sah zu wie beide in ein Kanu einstiegen, Josi vorne und Herr Steiner hinten. Wenigstens hat er seine Hände noch bei sich!...

Josephine fühlte sich ganz schön unwohl, sie traute diesen Technischen Ding nicht und auch das sie nicht alleine in diesen Boot saß machte es nicht grade anders, ihr Blick schien dies auch zu verraten. „Du brauchst keine Angst zu haben und du kannst mir glauben, du wirst dieses Teil lieben, wenn du die erste Fahrt hinter dir hast bist du süchtig!“, munterte er sie auf. Sie konnte da aber noch nicht ganz so dran glauben und alles das Teil sich auch noch in Bewegung setzte, einen hohen Wasserberg hoch gezogen wurde, bereute sie es überhaupt eingestiegen zu sein, außerdem lag der Hunger noch immer in ihren Magen, sie brauchte noch immer Blut. Seltsam, wieso roch sie eigentlich sein Blut nicht? Grade wo sie so dicht bei einander saßen und sie solch Durst hatte, waren ihre Sinne noch viel ausgeprägter, aber warum nahm sie seinen Geruch nicht war?  sie wurde nach hinten gedrückt, als das Kanu hoch gezogen wurde, sie spürte seinen Oberkörper an ihrem Rücken an und irgendwie gab es ihr etwas das Gefühl von Sicherheit. Aber warum roch sie nur nichts? Sie lehnte ihren Kopf zurück und konnte nicht anders als an seinen Hals zu riechen. Aber sie roch nichts, gar nichts. Das war unmöglich. Herr Steiner schaute sie verwundert an. „Alles in Ordnung?“, fragte er sie und legte sein Arm um ihren Bauch. Sie schrak hoch. Was tat sie nur? Aber seine Berührung fühlte sich sehr gut an, sie fühlte sich so sicher. „Ja mir geht es gut“; sagte sie leise und hatte auf gehört an seinen Hals zu riechen, schaute ihn nun an, in seine Augen, er erwiderte ihren Blick. „Sie sind wirklich etwas besonderes“, sagte er ganz leise, fast verstand sie seine Worte nicht, dann spürte sie wie sie wieder rot wurde schnell wandte sie den Blick ab und schaute stur nach Vorne, hätte sie bloß nicht nach Vorne geschaut! Dann müsste sie jetzt nicht diesen blöden Abgrund sehen. Sie kniff ihre Augen zusammen und presste ihre Lippen aneinander, als das Boot den steilen Berg hinab stürzte und der Wind ihr ins Gesicht peitschte, Herr Steiner hatte noch immer seine Hand an ihren Bauch. Josephine hielt sich mit aller Kraft an der Eisenstange an den Seiten fest. Ihr Körper war total angespannt und als sie den Berg hinter sich hatten  und das Wasser das Kanu empfing, spritzte ihr ne Ladung Wasser ins Gesicht und trotz des kalten Wassers musste sie anfangen zu lachen und zu strahlen, sie wandte sich an Leonardo. „Sie haben Recht! Hat man die erste Fahrt überstanden, so macht es einen Spaß!“, ihre Stimme klang total fröhlich, er nickte. „Und wie!“

Jäsen schaute den Beiden hinter her wie sie aus den Kanu austiegen und dann weiter den Rummel entlang schlenderten und Josi strahlte, so hatte er sie ja noch nie gesehen, sie wirkte total glücklich. Sein Blick wurde etwas weicher. Vielleicht schwärmte sie ja doch für ihren Lehrer? Er sollte sich nicht einmischen, jedenfalls nicht so das sie es mit bekam, sie würde ihn danach ja nur noch mehr hassen. Aber er würde es verhindern, mit allermacht, das Herr Steiner sie verletzte oder sich auch nur in irgendeiner sexuellen Hinsicht an sie ran machte. Dann denn war er sicherlich nicht mehr zu halten! Erst wollte er die Beiden nun alleine weiter ziehen lassen, aber irgendwie wollte er wissen was sie trieben.

Sie blieben an einer Geisterbahn stehen und tatsächlich gingen sie rein. Ja, ja, du denkst dir auch das du dort leichtes Spiel haben wirst! Nichts da!... er kaufte sich schnell auch ein Ticket, wartete bis Beide drinnen waren und ging ebenfalls rein. Er hatte damit gerechnet das es dunkel sein wird aber so dunkel? Er sah ja nicht mal seine eigene Hand vor Augen. Woher sollte er denn also wissen wo Herr Steiner sein Hand bei ihr hatte?? Es machte ihn fast rasend vor Wut, nur allein der Gedanke daran, das er mit ihr...

Schnell ging er weiter tastete sich voran ab und an flog mein unechtes Skelettt nach unten mit leuchtend gelben Augen. Diese Teile sahen aber echt verdammt unecht aus.

„Nein lass das!“. Jäsen lauschte auf, das war ganz klar Josis Stimme und es klang so, als ob, sie etwas nicht wollte. „Warum denn? ist doch nur spaß!“. Und dies war ganz klar Herr Steiner. Jäsens Augen blitzten fast vor Wut! Was dachte der Perversling sich eigentlich! So nicht! „Nein du solltest lieber deine Hände davon lassen!“

„Ach, komm nun stell dich mal nicht so an, etwas spaß muss doch sein!“. Jäsen hastete in eil Tempo um die dunkle Kurve, was bildete der sich eigentlich ein? Sie einfach an ihr zu vergreifen? Boa, der kann was erleben!  „Aber wenn man uns erwischt??“.

„Was dann? Hast du etwa angst?“.

Jäsen rutschte fast um die Ecke und dann musste er die Augen zusammen kneifen das Licht war zu grell was ihn plötzlich entgegen strömte. „Nimm sofort deine perversen Hände von ihr! Sie hat nein gesagt!!!“, schrie laut und hart los. Als er wieder vorsichtig die Augen öffnete, sah er wie Josi und Herr Steiner ihn irritiert anschauten. Josephine schaute vollkommen wütend und entsetzt und Leonardo machte den Stift zu in aller Ruhe mit den er grade noch einen Geist bearbeitet hatte und ihn ein Grinsendes Gesicht auf gemalt hatte.

„Bist du noch ganz dicht, Jäsen?“, fragte Josi ihn fassungslos. Jäsen spürte wie er knall rot wurde und er schaute vollkommen verwundert zu den offenen Stift. Er kam sich vor wie ein Idiot als ihn bewusst wurde das Herr Steiner seine Hände nicht an ihren Körper hatte sondern an den unechten Geist. „Kannst du mir mal erklären was das soll?? Ich meine hast du mich verfolgt? Was bildest du dir eigentlich ein, so eine Show ab zu ziehen?!“, sie klang richtig wütend und Jäsens  Blick klebte noch immer an Leonardo der plötzlich anfing zu Grinsen. „Naja, wie muss sich das denn auch für ihn angehört haben?“, sagte Leo dann plötzlich und schaute Jäsen aber mit einen ziemlich komischen Blick an. „Ist doch gut, das er sich einmischen wollte, hätte ich an seiner Stelle auch gemacht!“, wandte er sich dann an Josi und ließ  den Stift in seine Hemdtasche verschwinden. „aber bitte verpetze uns nicht, wegen den Geist und den Gesicht, ja ?“, sagte er nun grinsend. Jäsen nickte, er kam sich noch immer wie ein Idiot vor, aber irgendwie traute er seinen Lehrer nicht. Josi schaute allerdings noch immer wütend drein. „sag mal hast du uns verfolgt oder was?“, zischte sie ihn an. Ihre Augen feuerten fast Blitze, sie war sauer. Er zuckte mit den Schultern. „Nun bilde dir mal nichts ein, du arrogante Zicke, als ob ich es nötig hätte so einer wie dir nach zu spionieren!“, zickte er zurück, verdammt, das hatte er doch aber gemacht! Sie schaute ihn schnippisch an. Leonardo wandte sich dann an Jäsen. „Ihr habt doch den gleichen Weg, bringst du sie für mich nach Hause, dann muss ich mir keine Sorgen um sie machen!“, bat er Jäsen. Der blonde schaute Josi sauer an, er fragte sich was sie wohl grade dachte. „Ich gehe alleine...!“ sagte sie nur und setzte an um zu gehen, sie hatte keine Lust mehr auf das Theater. Also ging sie alleine weiter und ließ die Beiden stehen. Jäsen musterte Leo wie ein Wolf seinen Rivalen. „Bringen sie, sie bitte nach Hause, mit mir würde sie eh nicht gehen!“, murmelte er dann, obwohl ihn diese Worte schwer über die Lippen gingen. Herr Steiner nickte. „Danke, Jäsen, du bist ein feiner Kerl!“; mit den Worten ging er und folgte Josi. Jäsen kochte noch immer, er mochte Leonardo nicht, er wurde das Gefühl nicht los, dass mit ihn etwas nicht stimmte! Aber kam sich auch wie ein völliger Idiot vor, nun war er bei Josi sicher richtig durch, was hatte er sich auch nur dabei gedacht die Beiden zu verfolgen, oh man, was war nur mit ihn los?

 

 

Am nächsten Tag in der Schule hatte Josi ihn einen sehr bösen Blick zu geworfen als sie in die Klasse kam aber sie hatte kein bissigen Satz gesagt, darüber war er schon dankbar. Das übernahm dann auch Gina. Sie stürmte schon wie ein aufgebrachtes Huhn in die Klasse, ging sofort zu Jäsens Tisch, schaute ihn bissig an und warf ihr Tasche auf den Boden.

„Noch nie hat mich jemand so behandelt!!!“, fing sie an und holte Luft, sie wollte wohl gleich richtig los legen, er verdrehte die Augen, er hatte sie auch echt vergessen. „Was fällt dir ein mich einfach auf den Rummel stehen zu lassen?! Das kannst du mit irgend einen billigen Flittchen machen aber nicht mit mir!! Das werde ich dir nicht verzeihen! Damit ist alles vorbei was uns verband!  Ist dir das klar?!“, ihre Stimme hallte durch den Klassenraum, die Anderen schauten interessiert zu den Beiden und hörten amüsiert zu. Jäsen nickte nur mild. Was war auch schon aus? Der Sex? Er hatte schon mal besseren erlebt! Und sie redet doch eh nur Von Nägeln und Haaren! Josephine schüttelte kurz den Kopf dann lass sie in ihrem Buch weiter und bekam eh nichts mehr mit von all dem was geschah. Erst als Herr Steiner her rein trat und seine Tasche abstellte klappte sie das Buch wieder zu.

„Guten Morgen, in der dritten Stunde bekommen wir besuch von einem Beamten, genauer gesagt einen Polizisten, er wird in der Aula etwas über die Morde sagen die in der Umgebung in der Woche so passiert sind, wie werden uns also alle zu beginn der dritten Stunde in der Aula treffen!“, Gemurmel brach aus. „Ruhe! Noch ist es nicht so weit! Wir werden uns jetzt lieber den Prozentrechnen widmen!“, schrie er etwas lauter durch die Klasse, es war wieder still und alle hörten ihn zu. „Geht doch!“, sagte er zu Frieden und fing an etwas an die Tafel zu schreiben. Josephine spürte wie ihr schlecht wurde, sie hatte verdammten durst. Es war einfach gefährlich jetzt in der Schule zu sitzen, sie brauchte Blut. Bevor sie sich nicht mehr unter Kontrolle hatte und das wäre gefährlich für sie und für die Anderen, also stand sie auf. „Herr Steiner, ich habe noch einen Arzttermin, wegen meinen Fuß, bin aber in der dritten Stunde wieder da, darf ich gehen?“, fragte sie, ohne sich um zu drehen nickte er. „Bring ein A-Test mit !“ wollen doch mal sehen wie du es in einer Arztpraxis aushältst! Viel Spaß, kleines und komm mir ja heil zurück, ich brauch dich noch!

 

„äh, natürlich!“, mit den Satz ging sie hinaus... ohh nein, ich brauch doch nur Blut zu riechen und! Wo bekomme ich ein A-Test her? Ich kann da nicht hinein oder??

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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