Andreas Gritsch

mein erstes mal

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Meine Idee sollte zu ihrer Überzeugung werden. Ich sah sie jeden Tag von der Terasse des Kaffeehauses, in welchem ich zu Frühstücken pflegte. Ihre unbeschwerte Leichtigkeit, das unschuldige Lachen und ihre süssen Kleider liessen mich den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken.
Nachts wollte der Schlaf erst über mich kommen, nachdem ich mir nur ein liebes Wort von ihr vorstellen konnte das sie an mich richten würde. Da ich ihren Namen nicht kannte, taufte ich sie in Gedanken nach meiner ersten Liebe : Sylvia
 
Diese neue Sylvia sollte also meine Auserwählte sein. Doch lange schon hatte ich keinen Kontakt mehr zu Menschen, vor allem nicht zu solch jungen. Ich hatte meine Pläne wie sich dieses Mädchen verhalten wird, aber wusste nichts aus ihrem momentanen Leben. Es war ein Schleichen und Verstecken, Laufen und Warten, ihren Alltag, ihre Interessen und Vorlieben kennen zu lernen, aber all dies steigerte auch meine Vorfreude und Erregung endlich mit ihr alleine zu sein.
 
Nachdem ich nun auch Sylvias Laufwege in der Zeit nach der Schule kannte, stand nach langer Planung der Tag unserer gemeinsamen Stunde fest. Ich ging in die Kirche um mich in einem Gebet bei Gott dafür zu bedanken, dass er mich auf der Suche nach meiner wahren Liebe so wunderbar unterstützt hat.
Mein Paradies fand seine Erfüllung in der Zweisamkeit mit diesem unschuldigen Mädchen, alle Grenzen sollten in unserer Vereinigung fallen und meine Idee wollte sich in ihr zur Überzeugung wandeln.
 
An besagtem Tag, es war ein Mittwoch, bekreuzigte ich mich vor dem Aufstehen. Zarte Vögel sangen mir im Garten ihr schönstes Lied, ich atmete tief ein und war glücklich.
 
Mittwochs hatte Sylvia ihre Tennis-Stunde, in einem dieser versnobten Clubs die nur aus Vorschriften bestehen, aber dafür lag er ausserhalb der Stadt. Lange musste ich ihren Heimweg nicht absuchen, bis ich eine geeignte Stelle fand, an welchem ich meinen Traum erfüllen werde. Es war eine Hecke vor einem tristen, grauen Kinderspielplatz der jenem glich, an welchem mein Stiefvater nicht mehr aufhören konnte zu lachen, als ich von der Schaukel fiel und mir den Arm brach.
 
Doch jetzt brach meine Stunde des Vergnügens an. Ich hockte nieder hinter dieser Hecke und war so erregt, dass ich meinen Urin nicht mehr halten konnte. Noch bevor ich darin ein Zeichen deuten konnte, sah ich schon aus dem Dunkel ein kleines Licht auf mich zukommen. Es waren nur Sekunden, die mich jedoch mit der Ewigkeit zu erfüllen schienen. Ich sprang, fiel genau auf Sylvia und dann lag sie endlich vor mir. Der Mond schien in diesem Moment in allen Farben. Sie stand auf, sah mich an und endlich schenkte sie mir ihre ersten Worte.
 
Ich gab keine Antwort, sondern ließ ihre Beschimpfungen über mich ergehen und genoss einfach nur den Klang ihrer Stimme. Erst als Sylvia nichts mehr sagen wollte und auf ihr Fahrrad stieg, ging ich auf sie zu. Ich sah in ihre kindlich blauen Augen und stach ihr mit meinem Messer tief ins Herz. Sie rang nach Atem, ihrem letzen, welcher nur mir gehörte. Ich zog sie in die Büsche, endlich waren wir zusammen, wie in meinen tausend Träumen.
 
Sylvia trug in dieser Nacht wieder eines dieser süssen Kleider mit welchem sie oft zur Schule ging. Es war an der Vorderseite nur durch ein paar Knöpfe befestigt, welche ich ganz langsam öffnete. Ihr Atem wurde immer schneller als ich begann ihren unberührten Körper mit sanften Küssen zu bedecken. Sylvias Stimme begann zu versagen als ich ihren Slip über die Schenkel zog. Natürlich hätte ich gerne noch ein letztes Wort von ihr gehört, doch in unserer Vereinigung hauchte sie ihr Leben aus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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