Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____Vertrauen 11

Der Vollmond schien in seiner ganzen Pracht auf die Erde nieder, alles wirkte so friedlich,

zu einem das Lachen der Menschen auf den Rummel, mit der lauten, bunt gemischten Musik, im Hintergrund. Und zum anderen die Autos die auf der Straße fuhren, das Lachen eines Kindes welches die Hand seiner Mutter hielt und mit großen Augen den Luftballon an seiner anderen Hand betrachtete. Aber es war nicht friedlich.

Es lauerte eine große Gefahr auf alle. Der Werwolf starrte Josephine ununterbrochen an, seine Pech schwarzen Augen lauerten nur darauf das sie einen Schritt machte und er sich auf sie stürzen konnte. Josis Herz raste wie wild, ihr Puls pochte wie wild. Sie wusste das es diese Wesen gab, aber dass sie einmal einen gegenüber stehen würde, hätte sie niemals erwartet. Ihre ganze Muskulatur war angespannt. Es gab nur eine einzige Chance mit den Leben davon zu kommen, entweder sie würde schnell los rennen und ihn irgendwie abhängen, was allerdings nicht so leicht war, er war so schnell wie ein Wolf! Oder aber sie müsste sich einen Kampf stellen, doch wie sollte sie gegen dieses Untier gewinnen? Es war sicherlich grade mal 2 Minuten her, dass sie ihn gesehen hatte aber es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Ununterbrochen bohrten sich seine Augen in die ihren. So schwarz wie seine Augen sind, so schwarz muss auch seine Seele sein. Plötzlich trat er näher zu ihr und sie spürte wie sie ganz automatisch einen Schritt zurück ging, dass was sich da auf sie zu bewegte war kein Geschöpf Gottes! Seine riesigen Fangzähne blitzten hervor als er sich etwas duckte. Sie realisierte zu spät, dass er sich grade zum Sprung bereit machte, schon war sein massiger, Fellbestickter Körper in der Luft, sie schaffte es mal grade kurz auf zu schreien vor angst und einen Schritt nach hinten zu treten, dann lag auch schon ihr Körper unter den schweren Geruchlosen Körper des Werwolfes, der nun auf sie hinab sabberte und ein wütendes Heulen aus seinen Kehlen stieß, ein Heulen was die Nacht durch brach, ein Heulen welches man sicher noch Meilen weit weg hören würde. Josi wollte ihn von sich stoßen aber sie traute sich nicht, ihre fehlte der Mut, sie war wie gelähmt, ihre eisblauen Augen starrten nur das Vieh auf ihr an. sie wusste bald wäre es aus, sie brauchte einen Schutzengel wenn sie hier wieder mit den Leben davon kommen wollte. Haben Vampire überhaupt das Recht auf einen Schutzengel? Wie konnte sie sich denn jetzt darüber Gedanken machen? Sie brauchte eine Idee, eine sehr gute!

Von anderen Vampiren wusste sie das Werwölfe nicht besonders schlau seien. Aber wie sollte sie ihn denn jetzt austricksen? Sie war grade in keiner so günstigen Lage. Sein Atem stank, es stank nach verfaultem Fleisch und nach etwas was sie nicht deuten konnte.

Herr Steiner eilte den Park entlang, das dritte Heulen hatte ihn erreicht und ein Schrei auch, sie hatte angst, sie wusste ja noch nicht wer sie war. Ein Grinsen umspielte sein Gesicht, er fand es belustigend, eigentlich müsste Clemens angst vor ihr haben, aber stattdessen fürchtete sie sich. umso besser, dachte er sich, dann hatten sie leichtes Spiel mit ihr.

Er lud die Waffe, den schwarzen Revolver, keine Silberpatronen, er wollte seinen Freund ja nicht verletzen nur etwas erschrecken und dafür würde das schon reichen. Dann sah die Beiden auch schon, unter den Licht einer Laterne liegen, ganz dicht am Parksee, er sah wie Clemens gegen sich ankämpfen musste, ihr nicht sofort die Zähne in die Kehle zu rammen. Na ja, er sollte das Spiel schnell beenden, bevor es noch eine andere Wendung nehmen würde.

„Hey!!!“, schrie er aus voller Kehle in die Dunkelheit hinein. Josephine erschreckte bei dem Klang seiner Stimme und sie erkannte sie sofort wieder. Sie freute sich richtig ihn zu sehen, aber ihre Zähne waren noch ausgefahren er durfte sie so nicht sehen, wie sollte sie ihn das denn nur erklären? Aber es war doch völlig egal, er würde ihr vielleicht erstmal helfen, nur wie sollte er es denn schaffen? Der Kopf des Untieres hob sich hoch, dadurch schlug ihr nicht mehr dieser stinkende Atem ins Gesicht, er fixierte nun Leonardo. Doch seine Pfoten, waren es überhaupt Pfoten? Sie waren mit Krallen ausgestattet und mit Fell überzogen, dunkel grauen, stumpfen Fell, aber sie glichen trotzdem auch die eines Menschen. Der Werwolf drückte sie jedenfalls mit seinen *Pfoten* auf den Boden nieder.

„Verpiss dich! Du mist Vieh!!“, kaum hatte Herr Steiner die Worte geschrieen, zielte er auch schon mit seinen Revolver auf das Vieh und dann drückte er ab, die Kugel schoss mit solcher einer Schnelligkeit aus der Waffe hinaus und jagte auf Clemens zu, dass er noch nicht einmal Zeit hatte zu fliehen, selbst wenn er es gewollt hätte. Sie drang unaufhaltsam in seine Seite des Rückens ein. Sofort jaulte der Werwolf auf und sprang von seinem Opfer weg. Es tat nicht sonderlich weh aber er kannte den Plan, dann würde er sich halt wo anders etwas zu fressen besorgen, es gab ja genug Menschen. Also warf er Leo noch einen wütenden Blick für, denn von einer Kugel war nie die Rede gewesen und dann jagte er schnell in den Schutz der Büsche zurück und machte sich aus dem Staub. Josi schaute noch immer mit zitternden Leib der Bestie hinter her. Dann allmählich erwachte sie aus ihrer Angststarre. Leonardo war bereits zu ihr geeilt und hatte sich zu ihr hinunter gehockt, er schaute sie richtig besorgt an, seine Waffe hielt er noch immer in der Hand. Josephine sah zu ihn, schaute ihn direkt in die Augen, was hatte sie für Glück gehabt das er in ihrer Nähe war. Sie versuchte zu lächeln, es war zu spät als ihr einfiel, dass ihre Zähne noch nicht eingezogen waren. Leo schaute sie musternd an.

„Du bist ein Vampir…“, murmelte er und strich ihr dann eine blut rote Strähne aus den Gesicht, behielt sie dann aber noch in seinen zwei Fingern und schaute sie an. das nächste Zeichen, du bist es wirklich, du hast die Blutsträhnen… „Ich… Ich meine es ist nicht so wie…“, versuchte sie sich gleich dafür zu entschuldigen was sie war, doch erlegte sanft seinen Finger auf ihren weichen Lippen, sie schaute ihn verwundert an, in ihren Augen sah man immer noch die Angst. „Ist schon gut, Josephine! Du brauchst mir nicht klar zu machen was du bist, ich habe schon mit vielen von euch zu tun gehabt! Hab keine angst, dein Geheimnis ist bei mir sicher“, sagte er mild und nahm langsam seinen Finger von ihren Lippen, dann strich er ihr über die Wange. „Deine erste Begegnung mit einen Werwolf?“, sie nickte nur als Antwort. Zu verwirrt war sie über alles, was geschah hier nur? Wieso wusste ihr Lehrer von all den Wesen? Er war doch ein sterblicher oder? Sie schaute ihn musternd an, versuchte ihn nicht  misstrauisch  an zu sehen. Er bemerkte ihren Blick, hoffte sie würde ihm trotzdem vertrauen. „Ich weis das war jetzt alles ein ganz schöner Schock für dich, aber möchtest du nicht erst mal mit zu mir kommen, ich koch uns beiden einen Capuccino und dann reden wir, ich muss wirklich dringend mit dir reden!“, er klang total bittend und sie hatte nichts dagegen, sie wollte auch mit ihn reden, wollte wissen, wie lange er es schon wirklich wusste das sie ein Vampir ist und wieso er mit einen Revolver her rum lief und wer er nun wirklich war. „Ich begleite sie!“, ihre Stimme klang noch immer zitternd, der Schock saß noch tief in ihren Knochen. Er erhob sich und half ihr hoch, sie war mit eins, zwei Kratzern davon gekommen, die nicht mal verarztet werden mussten.

Die Auto fahrt verlief relativ ruhig, aber die Situation war spürbar angespannt. Sie schaute aus den Fenster, sie fuhren grade aus der Stadt hinaus und auf die Landstraße, die Gegend wurde immer schöner, umso weiter man sich von ihr entfernte. Josephine fühlte sich viel wohler auf den Land, sie mochte das Stadt leben nicht so sonderlich, aber da sie alle Zeit der Welt hatte, zog sie auch mal in die Stadt und lebte dort. Allerdings war das Leben auf den Land viel einfacher für sie, dort konnte sie sich eher zurück ziehen und die Leute akzeptierten es wenn sie ihre Ruhe haben wollte und mit keinen was zu tun haben wollte, klar bekam sie dafür böse Blicke, aber die Leute redeten nur hinter ihren Rücken und man grüßte sie nicht mehr, oh ja, da hatte sie dann wirklich ihre Ruhe.

Sie waren einen holprigen Landweg ein gebogen und nur noch die Scheinwerfer des Geländewagens sorgten für Licht. Und dann sah sie ein kleines Haus, mitten im Wald, es war ein älteres Haus, weiß und erinnerte an den Baustil aus den USA, es sah wirklich nett aus. Er parkte seinen Wagen neben den Haus und wandte sich, während er sich abschnallte an Josi: „Da wären wir, mein kleines, bescheidenes Reich, also Capuccino oder doch lieber nach Hause?“. Josephine lächelte ihn an, als sie dann die Tür öffnete. Er nickte. „Keine Frau sagt bei einen Capuccino nein!“, sagte er lachend und trat ebenfalls, aus dem Auto raus.

Sein Haus war gemütlich eingerichtet, er hatte viele Antike Sachen, sogar sehr alte Ölgemälde. Es war wirklich alles sehr freundlich eingerichtet und es strahlte eine wärme aus.

Heißt es nicht eine Wohnung strahlt die Seele eines Menschen aus?? Hmm… aber irgendwas stimmt an ihn nicht…

 

Leonardo brachte ihr den heißen Capuccino, mit Sahne an den Küchentisch, die Küche war im alten Stil gehalten, alles wirkte wie eine alte Bauernküche, sah aber richtig bequem aus.

Sie schaute ihren Lehrer noch immer etwas komisch an, bedankte sich für das heiße Getränk und schlürfte einen Schluck, bekam aber fast nur Sahne in ihren Mund. Herr Steiner hatte sich ihr gegen über auf den hellbraunen Holzstuhl gesetzt und schaute sie nun neugierig an.

„Herr Steiner??“, fing sie nun vorsichtig an, doch Leo winkte mit einer Handbewegung ab. „Nenn mich einfach Leo, ich meine wir haben doch jetzt schon ganz schön viel zusammen erlebt…“, sagte er grinsend. Sie nickte und hielt den Becher in ihren Händen, auf den Tisch fest. „Gut, ähm… woher wissen sie von all dem?“, ihre Stimme klang noch immer ganz schön durch einander. Er lächelte ihr aufmunternd zu.

„Ich habe mal eine Frau gehabt, als wir geheiratet haben, wusste ich noch nicht das sie ein Vampir war, aber als sie, na ja, als wir mit einander geschlafen haben, hat sie mir plötzlich die Zähne ins  Fleisch gerammt. Sie hat nicht viel getrunken. Dadurch hat sie sich verraten, sie meinte sie wollte das alles nicht, sie hat darunter sehr gelitten und eines Tages hat sie mich verlassen…“, seine Stimme klang betroffen, Josi schaute ihn mit fühlend an, fragte sich aber ob er auch wirklich die Wahrheit sprach. „Sie meinte sie müsse gehen bevor sie mich noch umbringt, ich bräuchte mir nur eine kleine Schnittwunde zu ziehen und sie hätte keine Kraft mehr gegen ihren Blutrausch an zu kommen, hat sie gesagt. Ich wollte damals nicht das sie geht, aber sie ging und ließ mich alleine zurück…“, er hielt wieder inne und schaute ihr tief in die Augen. Josi bekam sofort eine Gänsehaut, als sie in seine ganz blauen Augen schauten, nichts Schwarzes war mehr in ihnen zu sehen. „irgendwann stand ein Mann vor meiner Tür, es war mitten in der Nacht, er fragte mich ob ich etwas Zeit hätte es ginge um Kimberly, klar ließ ich ihn rein…“, Josi unterbrach ihn: „Kimberly war ihre Frau richtig?“. Er nickte und fuhr fort. „Er erzählte mir dass sie in der Nacht wo sie mich verlassen hatte, von einem Werwolf angegriffen wurde, sie überlebte es nicht…“, fast hätte seine Stimme versagt, er senkte seinen Blick und schaute nun in seinen Becher. „Ich habe sie nie mehr gesehen, aber seit dem ich von euch weis, von Vampiren, die nicht ganz so nett sind wie meine Liebste und von Werwölfen, trage ich immer eine Waffe als Schutz mit mir rum!“.

Josephine musterte ihn prüfend, sie fragte sich ob er wirklich die Wahrheit sprach oder ob er log? Seine Stimme zitterte leicht und es viel ihn scheinbar schwer darüber zu sprechen. Also sprach er die Wahrheit?? Sie wusste es trotzdem nicht, ob sie ihn glauben konnte. mittlerweile hatte ihr Herz sich wieder beruhigt, ihr Puls war auch langsamer geworden, so dass sich ihre Zähne auch wieder ins Fleisch zurückzogen. „Das ganze alte Zeug was du siehst, die vielen antiken Dinge, das hat sie alles aus ihren Leben mit gebracht. All das gehörte mal ihr. Sie war um die 400 Jahre alt, als ich sie kenn gelernt hatte, aber sie hatte einen Körper, eine Lunge, wie eine 25 Jährige. Ich habe sie so sehr geliebt und sie war wirklich nicht böse, auf ihr lastete nur ein Fluch der sie quälte und quälte und …. Ich glaube der Tod war eine Erlösung für sie…“, wieder hielt er inne und schaute nun Josephine lächelnd an. „Ich verurteile dich nicht, ich finde nicht das ihr Bestien seit, ihr seit wunderbar, einige von euch und du.. du bist wunderbar! Du hast eine Ausstrahlung die einfach nur Herzlich wirkt. Du musst sehr unter den Fluch leiden, richtig? Du bist deswegen alleine weil du es so möchtest, weil du keinen in deiner Nähe wissen willst, aus angst jemanden zu verletzen“, er traf es haar genau und ihr Gesichtsausdruck veränderte sich auch gleich wieder. Sie hatte noch nie mit jemanden über ihre Vergangenheit gesprochen nicht einmal mit Hannes. Leonardo schaute sie mit fühlend an dann griff er nach ihren Händen und hielt sie fest, erschrocken schaute sie auf, ihn direkt in die Augen, ihr Herz raste schon wieder, aber diesmal aus einen anderen Grund. Seine Berührung tat unendlich gut und ließ sie grade das Gefühl haben, dass sie nicht alleine ist.
“Erzählst du mir wie es zu deiner Verwandlung kam?“, fragte er leise, sie sah ihn mit gemischten Gefühlen an, konnte sie sich ihn anvertrauen, wollte sie dies überhaupt?

Sie hatte doch noch nie mit jemanden drüber geredet, doch mit einen schon, Julius.

„Du musst natürlich auch nicht, wenn du nicht möchtest!“, sagte er sanft, hielt aber noch immer ihre Hände fest in den seinen. Sie seufzte leise. „Sie haben meine ganze Familie getötet, ich war damals 18, ich hatte mich an den Abend mit meinen Eltern gestritten, darum musste ich auf mein Zimmer, der Rest meiner Familie saß zusammen, ich weis nicht was sie gemacht haben, ich weis noch genau wie ich ihre Schreie gehört habe und dann sprach Sukan zu mir er sprach mir mut zu und dann biss er mich, er verwandelte mich an den Beiden, an den meine ganze Familie starb…“, sie hielt inne und holte Luft, es war schwer für sie darüber zu reden. Es war fast so als durch lebte sie das alles noch einmal. „Er nahm mich mit zu sich, er lehrte mich was ich zu beachten habe, wie ich mich verhalten musste, wie ich mich unter Kontrolle hatte, er lehrte mich all das was ich heute kann. Man suchte mich, machte mich für den Tod meiner Familie verantwortlich, also musste ich weg, er ließ mich alleine gehen. Ich weis bis heute nicht wer meine Familie getötet hat. Ich werde es wohl nie erfahren“.

Es war eine weile still, dann drückte er ihre Hände fester. „Du brauchst dich nicht mehr alleine zu fühlen, ich werde von nun an für dich da sein, wenn du es möchtest?“, fragte er vorsichtig und schaute sie forschend an. sie seufzte in ihren Augen schimmerten Tränen, sie würde ihre Vergangenheit nie verarbeiten, hatte sie das Gefühl. „Das wäre leichtsinnig ich meine…“, er schüttelte den Kopf und lächelte. „Nein, das wäre es nicht, ich vertraue dir, du bist ein wunderbarer Mensch!“. Sie schaute zu ihm auf, sollte sie ihn glauben? Das was sie heute Nacht alles erlebt hatte, musste sie erst einmal verarbeiten, außerdem war sie müde, sehr müde. „Ich möchte jetzt gerne nach Hause“, sagte sie nur. „Selbstverständlich, ich fahre dich!“.

 

Jäsen stand an der Haustür und schaute auf die fast leeren Straßen, nichts rührte sich mehr es war jetzt halb 3 und Josi war nicht bei sich zu Hause, er hatte ein paar mal Sturm geklingelt, er hatte gelauscht ob er was hörte, es brannte kein Licht in ihrer Wohnung und die gute, alte Frau Gnellich, die immer alles mit bekam was in diesen Haus geschah, hatte ihn erzählt das Josephine noch nicht nach Hause gekommen war. Er machte sich Sorgen, fragte sich wo sie war, was sie machte und ob es ihr gut ging, er wollte hier Draußen auf sie warten und dann wollte er sich bei ihr entschuldigen. Doch nun wartete er schon so lange und sie war noch immer nicht da, er fragte sich langsam ob ihr etwas passiert ist. Aber daran sollte er nicht einmal denken. Nervös zog er sich eine Zigarette aus der Verpackung und zündete sie an. eigentlich hatte er mit dem Rauchen aufgehört aber heute hatte er wieder angefangen, als er auf den Weg nach Hause war, von der Party. Jetzt war es wie Balsam für seine Nerven, an den glühenden Stängel zu ziehen. Ein Auto bog auf die Straße, er erkannte erst nur die Scheinwerfer, der Wagen hielt direkt gegenüber von dem Haus. Und dann erkannte er das Auto, der große Geländewagen gehörte seinem Lehrer. Und dann ging die Tür auf. „Josi…“, murmelte er fast fassungslos als sie aus den Wagen stieg, er sah wie Leonardo sich über den Beifahrer sitz beugte und ihr einen Kuss auf die Hand gab. Was für ein widerlicher Schleimer! Was denkt der sich eigentlich und was hat Josi bei ihm zu suchen gehabt? Wie konnte sie nur in sein Auto steigen??

 

Also sie den Auto hinter her gesehen hat bis es um die Ecke gebogen war, wandte sie sich dem Haus zu und sah wie Jäsen an der Tür stand. Sofort dachte sie wieder an die Ohrfeige und dann aber auch daran was Jäsen zu ihr gesagt hatte. Ihr schlechtes Gewissen war nur noch ganz nebensächlich. Sie ging die Treppen hoch, Jäsen lehnte noch immer an der Tür mit den Rücken und schaute sie irgendwie merkwürdig an. Er hatte sich klar gemacht sich nur zu entschuldigen, er konnte sich nicht noch mehr Minus Punkte leisten. „Josephine, es tut mir leid, ich hätte das niemals sagen sollen!“, entschuldigte er sich, sie wühlte den Schlüssel aus ihrer Hosentasche, schaute ihn nicht einmal an. „Geh bitte zur Seite damit ich die Tür aufschließen kann!“, ihre Stimme klang höflich aber auch hart. Er nickte und machte sofort die Tür frei, er sah ihr dabei zu wie sie die Tür auf schloss. „Es tut mir wirklich leid, du bist nicht daran schuld ganz sicher nicht! du bist etwas besonderes. Ich verstehe die Menschen nicht, dass sie dich alleine gelassen haben…“, das reichte ihr, sie wollte nicht das er noch mehr sagte, er wusste nichts von ihr, er hatte nicht das Recht so zu tun als ob er sie kennen würde! „Jäsen, du hast gar keine Ahnung, lass mich einfach in ruhe und mich dich nicht in meine Angelegenheiten ein!“, damit  öffnete sie die Tür trat ins Treppenhaus und flitzte die Treppen hoch. Jäsen stand völlig verwirrt vor der Tür. Er hatte es vermasselt, gründlich vermasselt. Und sie merkte nicht einmal das Herr Steiner sie doch nur ausnutzte, wieso war sie so blind, wieso lief sie ihn direkt in die Arme?? Aber warum interessierte es ihn überhaupt? Es konnte ihn doch egal sein, aber es war es nicht… Warum? Liebte er sie etwa?

Darüber musste er fast lachen… ich und Liebe? Ha… so ein Quatsch! Liebe ist doch nur eine Illusion, die gibt es nicht in der Wirklichkeit, oder? Aber warum geht sie mir nicht mehr aus den Kopf? Wieso weis ich nicht, wie ich mich in ihrer Nähe benehmen soll? Wieso mache ich mir Sorgen um sie und warte Stunden Draußen vor der Tür nur um mir wieder einen Korb einzufangen? Ist das vielleicht doch Liebe? Liebe ich sie vielleicht doch?? Doch davon wollte er nichts hören er schüttelte den Kopf und ging dann ebenfalls rein…

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Yvonne Asch).
Der Beitrag wurde von Yvonne Asch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Taron der Bettler. Held wider Willen von Saskia Burmeister



Spannende Arenakämpfe, Wesen von anderen Planeten, ein „zweites Ich“, eine hübsche Prinzessin und andere Schicksalsschläge…

„Alles begann damit, dass Taron der Bettler, dem das Unglück wie eine Klette anhaftete, in seiner Not in die Küche des Palastes des Sonnen-auf-und-Untergangs eindrang und dabei natürlich von den Wachen der strahlenden Prinzessin erwischt wurde. Daraufhin sprach man über ihn die Verbannung aus. Heimat- und hoffnungslos ergab er sich seinem Schicksal.
Und damit begann seine Tortur durch die ferne Galaxie „Aragora“.“

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Yvonne Asch

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Tödliches Videoband Teil 3 von Yvonne Asch (Romane)
Die Traumfrau von Ingrid Drewing (Liebesgeschichten)
Halb-so-schLimerick von Siegfried Fischer (Reiseberichte)