Harry Schloßmacher

*Das sinnliche Erbe der Golden Products(GP)-Meetings /Teil-4

 

 

Von irgendjemandem hatte Franco ihre Anschrift erhalten und er stand dann auch bald dort auf der Matte: Langerwehe, Hülstenbergstr.. Es ging ganz schön mit dem Auto den Berg hoch - am Ortsrand gelegen. Er war noch etwas geschlaucht - hatte gerade Bodybuildung und Sauna im Sportstudio Klaes, Düren, Rurstraße, absolviert...Es öffnete eine Frau, die deutlich älter war als er: Klein, schlank, kurze dunkle Haare, tiefbraune Augen - eine insgesamt attraktive Erscheinung. Es kam zum ersten Gespräch in ihrer Eigentumswohnung. Ja, Ludowika Arendt war interessiert, Golden Products-Area-Beraterin und so auch seine Mitarbeiterin zu werden. Seit ein paar Jahren war sie Witwe - ihr Mann starb auf der Fahrt zum Arbeitgeber RWE, Weisweiler, - war aus unerklärlichen Gründen auf einer übersichtlichen Straße mit dem Auto gegen einen Baum geknallt. Sie wohnte alleine mit ihrem Sohn Manfred und war im Kaufhof in Düren als Verkäuferin tätig.

 

Ludowika paßte zwar nicht in Franco´s Beuteschema - wie man so schön sagt - war aber ansonsten ganz nett und kommunikativ. Er hatte schon eher ein Auge auf die üppige Blondine mit Ponyfrisur geworfen, die Parterre unter Ludowika wohnte. Ein Rasseweib, ganz nach seinem Geschmack. In Zukunft teilte er seine Zeit dort zwischen den beiden auf. Und das war gut so. Er brauchte nicht lange um sie zu turteln und werben: Die dralle Blonde hatte schnell bemerkt, wo der Hase läuft und verführte ihn nach allen Regeln der Kunst. Der Wermutstropfen: Danach rutschte Franco in der Badewanne schlimm aus und schlug schließlich schmerzhaft auf den Rand auf. Er fluchte wie ein Rohrspatz und es sollte ihm auch nie mehr passieren, so geschockt war er von dem ganzen. Er hätte sich ja wer-weiß-was brechen können.

 

Nachdem sie sich schon eine Zeitlang kannten, spielten Ludowika und Franco auch mit dem Gedanken, 14 Tage in der Nähe der römischen Ausgrabungsstätte Pompeji (am Vulkan Vesuv) Urlaub zu machen.

...Ludowika hatte Freundinnen in Langenfeld bei Düsseldorf (Arzthelferin), Kamp-Lindfort und in Köln wohnen: u.a. Gisela Gans, Sonntags-Malerin und Hobby-Autorin. Klein, brünett, attraktiv und gepflegt. Sie besuchten sie eines Tages in ihrer Wohnung in Köln-Hohlweide und anschließend Gisela´s Gemälde-Ausstellung in einer Galerie im gleichen Ortsteil.

 

Ein kurzes - eigentlich schon gefährliches - Stelldichein gab es mit Christa, der attraktiven Blond-Lady aus Kamp-Lindfort. Sie war dort in der Revision des Warenhauses Kaufhof tätig. Franco traf die Hübsche eines winterlichen Nachmittags in Köln. Er hatte seinen Fiat bereits geparkt und stieg zu ihr in den Capri. Kennenlerngespräch im Auto, während immer mehr Schnee auf die bereits etwas glatte Kopfstein-Straße fiel, die zudem nach links und rechts noch Gefälle hatte. Plötzlich schlingerte der Capri und Christa steuerte gegen. Es nutzte leider nichts; denn das Fahrzeug schoß irgendwann wie eine Rakete von der Straße gegen einen Baum! Ein fürchterlicher Knall...Schocksekunden...aber gottseidank waren die beiden so gut wie nicht verletzt. Die besonders lange Schnauze des Capri umgab jetzt qualmend den Baum...viel Knautschzone hatte Schlimmeres verhindert. In einem Café versuchten sie später noch, das Geschehene zu verarbeiten. Trotzdem saß der Schreck Franco noch in den Knochen, als er mit seinem Fiat Richtung Heimat fuhr.

 

Über Ludowika lernte Franco auch Dagmar Penk kennen. Eine Uni-Bibliothekarin aus Köln, Am Zuckerberg 4. Auch ein heißer Feger mit

brünetter Ponyfrisur. Als er wieder mal mit ihr alleine in deren Wohnung war, hörten sie nur die Beatles-Platte "help!!!" rauf und runter. War ja

auch wirklich tolle Musik.

Franco: "Das ist mir doch zu eintönig. Wir kennen uns jetzt schon einige Zeit und auch ganz gut - wäre es nicht langsam Zeit, zu vögeln?"

Dagmar: "Vielleicht...aber nur, wenn mein älterer Freund dabei zuschauen darf!"

Da es kein Witz war, ging Franco eines Tages notgedrungen auf diesen "Kuhhandel" ein. Alles hat eben seinen Preis. Seine Devise war ohnehin:

"Man sollte möglichst vieles mal erlebt haben".

...Und gestorben ist er auch nicht daran - im Gegenteil, mit Zuschauern ist Franco besonders gut ;-) ...

 

Das letzte, was er von Ludowika hörte: Sie ist nach Eschweiler (bei Aachen) verzogen.

 

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(c) 2008 by Harry Schloßmacher

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.08.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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