Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Keine Fragen??? 17

Jäsen wagte es nicht einmal zu Atem, aus angst sie würde sich auf ihn schmeißen. Ihre Augen, sie wirkten so anders, so kalt und so wild. Er musste träumen ganz klar, er träumte. Es gab keine andere logische Erklärung dafür außer das es ein Traum war, ein ziemlich mieser Traum. Wie sie vor ihn stand, sie war total angespannt und ihre Augen, er musste einfach zurück starren.

„Josi, komm zu dir!!!“, brach plötzlich Leos Stimme die Stille. Er trat etwas zu ihr herran. Aber sie zeigte keine Reaktion, sie schien eine Bestie zu werden, alles nur weil sein Blut so gut roch. Leonardo bemerkte das sie nicht zu sich kommen würde, was sollte er tun? Sollte er sie an sich reisen und fest halten? Sollte er Jäsen anschreien er sollte weg laufen? Oder sollte er sie einfach machen lassen? Denn wenn sie Jäsen tötete war sie  noch mehr Seelisch belastet und er hatte ein Problem weniger, dann musste er ihn nicht mehr aus den Weg räumen, aber war das wirklich so eine gute Idee?

Josephine trat einen Schritt auf Jäsen zu. Er wich nicht zurück schaute sie nur verwirrt an.

 

Ich... ich darf nicht... nein, ich muss stark sein... sie versuchte ihre Zähne ein zu ziehen aber es war fast so als wäre sie zwei Personen, eine war sie, Josephine und die andere das war nicht sie, dass war eine ausgehungerte Bestie. Langsam streckte sie die Hand aus, um nach ihn zu greifen und anstatt das Jäsen weg lief, streckte er ihr seine entgegen und seine Hand umschloss fest ihre. Alleine diese Berührung diese ihr schon fast vertraute Berührung ließ sie kurz auf schrecken und ihre Augen verloren für einen Moment den wilden Ausdruck. Jäsen dachte nicht einmal daran ihre Hand los zu lassen, es war verrückt was er tat, er konnte es sich nicht einmal selber erklären warum er dies tat, aber es schien ihn das Einzig Richtige in diesen Moment und so kam es das er seine Finger fester um ihre Hand schloss und er sie dann zu sich ran zog, sie konnte sich nicht einmal da gegen wehren, es kam ihr so seltsam vor, so verrückt. Auf einmal fühlte sie sich nicht mehr wie ein wild gewordenes Tier, sondern sie fühlte sich schutzlos und hilflos zu gleich. Sie spürte wie er sie an sich zog und an sich drückte, fühlte dann wie ihre Beiden Oberkörper an einander gepresst wurden. Wie er seine Arme an ihren Rücken drückte und eine Hand durch ihr Haar fuhr. Er wusste selber nicht warum er so reagierte, aber es war wie eine innere Stimme die ihn dies zu flüsterte und auf ein mal ergab es alles für ihn einen Sinn warum er so handelte und nicht anders.

Josi fühlte seinen ganzen Körper an den ihren, seine wärme und seine Stärke. Wie er sie fest an sich drückte und er fühlte sich so unendlich gut an, sie hatte kaum mehr das Verlangen danach ihn zu beißen. Sie schmiegte ihren Kopf an seine Brust, hörte wie sein Herz leise und gleichmäßig schlug und spürte wie sein Oberkörper sich bewegte, weil er die Luft ein atmete. Sie fühlte sich so sicher in seinen Armen, langsam schloss sie ihre Augen und konzentrierte sich ganz alleine auf darauf wie er atmete und wie sein Herz schlug und wie zärtlich seine Hand durch ihr Haar fuhr.

Leonardo schaute mehr als nur verwundert zu den Beiden hin über die sich fest an einander hielten, das war einfach nur unmöglich. Sie musste ihn beißen und vor allem, musste er angst haben, wieso hielt er sie nun so beschützermässig fest?

Langsam spürte Jäsen wie ihre ganze Anspannung verschwand und sie langsam sich wieder entspannte, wie sie ruhig atmete und wie sie sich beruhigte. War das alles wirklich echt? Er hatte ihre spitzen Zähne selber gesehen und ihren wilden Ausdruck, dass konnte er sich nicht eingebildet haben, aber ein Vampir? Das war unmöglich es gab keine Geister und Vampire oder?

Sie fand endlich die Kraft ihre Zähne wieder ein zu ziehen und das tat sie jetzt auch, ganz langsam verschwanden sie wieder ins Zahnfleisch und die Bestie verschwand vollkommen. Aber sie hielt sich noch eine weile an Jäsen fest der sie noch immer fest umschlungen hatte. Es fühlte sich so gut an, so vertraut und es gab ihr ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, wie lange hatte sie so ein Gefühl nicht mehr gehabt? Selbst sein Geruch ließ sie völlig kalt, es gab nichts mehr außer dieses schöne Gefühl und seine Nähe. Das Mondlicht schien matt auf die drei Personen hinab und der See wurde durch den zärtlichen Wind etwas aufgewirbelt, dir Blätter rauschten leise im Wind und es hatte alles eine so komische Aura, es war nicht zu beschreiben was sich hier grade abspielte.

Leo wurde es zu viel, dieser dumme Mensch zerstörte alles. Er kam auf die Beiden zu geeilt.

„Josi, sag doch etwas...“, murmelte er besorgt. Und legte eine Hand auf ihre Schulter, doch Jäsen strich sie mit seiner beiseite und schaute seinen Lehrer warnend an, über ihren Kopf hinweg. „Lass sie in Ruhe!“, zischte Jäsen ihn nun zu und drückte sie noch etwas fester an sich. Josi ließ alles geschehen sie hatte sich noch nie, wirklich noch nie oder war es einfach zu lange her gewesen? Jedenfalls hatte sie sich schon lange nicht mehr so sicher und geborgen gefühlt. Leos Augen sahen Jäsen prüfend an, er konnte fest in diesen Menschenaugen lesen das er nicht vor hatte, zu weichen und sie auf zu geben, er liebte dieses Mädchen, nur schien er es selber noch nicht zu wissen. Also schüttelte er nur matt den Kopf. „Bring sie heil nach Hause und pass auf sie auf“, waren seine letzten Worte, damit drehte er sich um und ging den Parkweg entlang, von wo er gekommen war, sauer zündete er sich eine Zigarette an und zog den giftigen Rauch gierig ein dich bekomm ich schon noch, Josephine, du wirst schon noch mir gehören, dafür werde ich Sorgen. Aber erst einmal geniest eure Zweisamkeit!!

 

 

 

Jäsen schaute Herrn Steiner noch hinter her bis er nicht mehr zu sehen war und dann dachte er daran was er eben erlebt hatte, war das nun alles war, oder gab es nun ein logische Erklärung dafür. Langsam versuchte er sich von ihr zu lösen, doch sie hielt ihn fest an sich. „Lass mich bitte nicht los...“, ihre Worte waren kaum hörbar doch sie erreichten ihn und es gab seinen Herzen einen angenehmen schlag, es war das erste mal das sie seine Nähe selber wollte, oder akzeptierte. Nun drückte er sie wieder fester an sich und fuhr ihr zärtlich mit den Fingern durch ihr Haar, er blickte dabei ihre Blutrotensträhnchen. Die nun seinen Blick gefangen hielten. „Du hast ja rote Strähnchen...“, murmelte er ihr zärtlich zu, er hörte wie sie seufzte „Sie sind Blutrot..“; verbesserte sie ihn leise und schmiegte ihren Kopf enger an seinen Körper. Er musste Lächeln.

Sie standen nun noch lange so da, einfach so da und dann hob er zärtlich ihren Kopf an und schaute ihre tief in die Augen, sie spürte wie in ihr alles kribbelte und ihr ganz anders wurde, doch er machte nicht einmal den Versuch sie zu küssen sondern sah ihr nur still in die Augen, dann lächelte er ihr lieb zu. „Alles in Ordnung, kleines?“, fragte er leise, es klang wie Honig in ihren Ohren. Sie musste nun auch Lächeln. „Ja..ähm ich denke schon... das sollte ich dich wohl eigentlich eher fragen!“, sagte sie müde. Er schüttelte nur kurz den Kopf. „Nein, mir geht es prima.“. wieso stellte er ihr keine Fragen? Wieso wollte er nicht wissen was los war? was sie war und wie lange? Wo sie her kam und was sie hier suchte? Stattdessen fragte er sie nur ob alles okay mit ihr sei, wie durfte sie das verstehen? Wollte er sie vielleicht noch nicht mit den ganzen Fragen belasten? Zärtlich rutschte seine Hand an ihren Rücken hinab und suchte nach ihrer Hand, die er dann auch fand, er hielt sie sanft in seiner. „Wollen wir nach Hause?“, fragte er nun lieb. Sie strahlte ihn schon fast wie ein kleines Kind an.

Als sie Beide Hand in Hand den Heimweg antraten, sagte keiner von Beiden etwas, sie gingen einfach stumm neben einander und genossen die Nähe vom Anderen, das Wissen das sie nicht alleine waren.

Er lehnte an der Wand im Treppenhaus und sah ihr dabei zu wie sie ihre Wohnung aufschloss. Dann hielt sie die Stille nicht mehr aus, als der Schlüssel im Schloss steckte, drehte sie sich zu ihn hin und schaute ihn an. „Warum fragst du mich nichts?“, fragte sie ihn nun, er schien über ihre Frage nicht überrascht zu sein, sondern zuckte nur mit seinen breiten Schultern. „Was soll ich dich Fragen?“, gab er ihr nun eine gegen Frage. Sie schaute ihn nun verwundert an. „na, was ich bin...“, sagte sie leise. Er schüttelte den Kopf. „Vielleicht Frage ich dich deshalb nicht, weil ich angst vor der Antwort habe, oder weil ich nicht weis ob ich sie dir glauben kann..:“; gab er nun zu. Sie wurde aus diesen Mann nicht schlau, mal konnte er ein solches Arschloch sein aber wenn sie ihn dann so sah wie heute, dann war er ein wirklich guter und lieber Mensch. Er musste ein wunderbarer Freun.... sie unterbrach sich selbst in ihren Gedanken so durfte sie nicht einmal denken, darüber durfte sie einfach nicht nach denken! Das Thema hatte sie schon viel zu oft... „Wirklich alles okay? Oder soll ich dir noch etwas Gesellschaft leisten damit du nicht alleine bist?“, schreckte er sie nun aus ihren Gedanken hoch. Sie schüttelte heftig den Kopf. „Nein, nein, danke, es geht mir gut, ich muss nur etwas nachdenken..“, sie musste nachdenken? Hatte sie grade gesagt das sie nachdenken musste? Worüber denn? Sie wusste doch schon längst was sie war oder? Nein sie konnte nicht nach denken, er musste wohl eher nachdenken. Was hatte sie nur aus ihren Leichtsinn her raus angerichtet? „Dann schlaf gut, kleines und wenn was ist du weist ja wo ich wohne“, das war alles? Er machte keinen dummen Spruch? Er ging jetzt einfach so die Treppen hoch und fragte sie nichts, gar nichts? Als er Oben war, schloss sie die Tür auf und verschwand in ihre Wohnung.

Das erste was er jetzt brauchte war ein Bier, ein kaltes Bier, also ging er in die Küche, öffnete den Kühlschrank und nahm sich ein Dosenbier her raus, welches er dann über der Spüle öffnete, es lief zwar nichts über aber sicher war sicher. Schnell setzte er an und trank einen großen Schluck vom bitteren, herben Bier. Was schrecklich gut tat, dann ging er mit einer Chipstüte und der Dosebier hinüber zur Wohnzimmercouch. Ein Vampir, sie ist also ein echter Vampir... wie das klang?

Er ließ sich auf das Stoffsofa fallen und griff automatisch nach der Fernbedienung. Er schaltete umher. Ein wunderschöner Vampir... Gott wie denke ich denn bitte? Sie hätte mich umbringen können und ich denke darüber nach wie hübsch sie ist und wie hilflos sie in meinen Armen wirkte? Bin ich noch ganz dicht?

Nirgends kam etwas, was ihn interessierte, also ließ er die Nachrichten laufen und öffnete die Tüte Chips. Aber seine Gedanken waren eh Einzig und allein bei Josi.

 

Es ist nicht gesagt das sie ein echter Vampir ist, vielleicht ist sie ja auch einfach krank. Genau sie muss Krank sein, ganz klar krank!! Es gibt doch ein Haufen außergewöhnliche Krankheiten die, die Menschen sogar zwei Seelen haben lässt und sie können sich am nächsten Morgen nicht mehr dran erinnern! Er führte die Dose wieder zu seinen Lippen und trank einen Schluck. Und plötzlich wusste er einfach das sie nicht krank war, das sie auch nicht verrückt oder so war, sie war wirklich etwas, was er nie zu wagen geglaubt hätte, aber sie war es und er wusste es, er wusste das sie wirklich ein Vampir war....

 

 

Josephine war müde ins Bett gefallen und auch völlig kaputt sie war sogar sofort eingeschlafen ohne an irgendetwas  zu denken. Aber nun plagte sie wieder dieser Traum:

*es wirkte so beruhigend, das sanfte Meeresrauschen, die Welles schlugen zärtlich gegen die Brandung, es war nicht viel mehr als ein leises klopfen. Der Vollmond spiegelte sich im Meer wieder, mit ihn auch die aber Millionen Sternen, keine Wolke bedeckte den Himmel.

 

Wie sie ihn anschaute, wie er sie an schaute, diese Augen, dieses Klietzern. Nein verdammt! Sie wollte ihn nicht verletzen um alles auf der Welt wollte sie dies nicht. Aber erroch so unendlich gut, so süß und doch so gefährlich bitter. Sie schloss ihre Augen und schüttelte den Kopf. „Hau bitte ab!“, bettelte sie ihn an. Er wollte aber nicht von ihr weichen. Der Wind weht zärtlich durch sein Haar, kitzelt ihn am Nacken. Sie stand ihn gegen über mit den Blick zum Meer, hinter ihr lag der tiefe Wald, der in ein Schwarz getaucht war, ein Schwarz was so viel versprach, was so geheimnisvoll und schon fast unerreichbar aussah. Er wollte sie nicht verlassen, sie war kein Monster das wusste er doch. Der Mann trat einen Schritt auf die junge Frau zu. Sie schüttelte heftig den Kopf, dabei wehte ihr Pech, schwarzes Haar, mit den Blutrotensträhnen die man nur sah wenn das Mondlicht darauf schien „Nein, verschwinde!!! Bitte du musst verschwinden!!“, in ihrer Stimme war so viel Verzweiflung. Er roch doch so gut, er würde sicher auch genauso gut schmecken. Sie trat schnell einen Schritt zurück, fühlte wie ihr Zahnfleisch wich um den spitzen Eckzähnen platz zu machen. Nein, sie wollte nicht, sie wollte ihn nicht in Gefahr bringen! Sie würde sich selber dafür hassen, so sehr das sie nie wieder atmen wollte! Noch immer waren ihre Augen geschlossen, er hatte nicht vor ab zu hauen, er glaubte an das Gute in ihr, er glaubte nicht daran, dass sie ihn schaden würde. Er liebte sie doch viel zu sehr dafür und sie liebte ihn!!! Das wusste er.

Warum wehte denn nur dieser verräterische Wind auch noch in ihre Richtung? Sein Geruch umspielte ihre Nase, nein es war nicht fair, sie wollte nicht, aber immer mehr spürte sie das Verlangen danach ihn zu schmecken. „Hau ab!“, keuchte sie und drehte ihn den Rücken zu. Er sah sie hilflos an, sie wollte ihn nicht töten, nein, niemals würde sie ihn dies antun.

Seine Hände umgreifen ihre schmalen Schultern und er zog sie an sich ran. Sie erschrak als sie seine wärme, seine stärke und seine Nähe spürte. Es war falsch, er musste sie hassen. Wieso liebte er sie denn nur? Sie war ein Biest. Sie versuchte sich aus seinen Griff zu befreien, doch er drückte sie nur noch enger an sich her ran. „Ich lass dich nicht los! Ich lasse dich nie mehr los, Josephine, ich liebe dich!“, hauchte er ihr zärtlich ins Ohr, sein Atem schlug gegen ihre Haut, brachte ihre eine Gänsehaut und wieder stieg ihr zu dem noch der Geruch seines Blutes in die Nase, ihre Eckzähne konnte sie nicht mehr verleugnen, verstecken, sie waren schon vollkommen ausgefahren, wie die Krallen einer Katze, die gleich auf ihre Beute zu springen würde. Nein! Sie möchte ihn nicht schaden. Sie liebte ihn doch.

Noch immer schlugen die Wellen unten gegen die Brandung, Jäsen hätte nur drei Schritte zurück gehen müssen und er wäre hinab in die Tiefe gestürzt, aber nicht das war die Gefahr in der er schwebte.

Sie fühlte noch immer seinen Körper an ihrem, er hatte nicht vor sie los zu lassen. Vorsichtig drehte er sie um, sie schaute auf den Boden, er sollte nicht sehen welch ein Monster sie war, aber vielleicht musste er dies einfach, um endlich zu begreifen das sie nicht das war was er glaubte.

Sanft hob er mit seinen Finger ihr Kinn an, sie schaute ihn mit ihren großen eisblauen Augen an, er lächelte sie an. „Ich liebe dich doch!“, flüsterte er ihr zu. „Ich vertraue dir so sehr!“, mit diesen Satz senkte er seinen Kopf zu ihr hinunter und seine Lippen waren nun kurz vor den ihren, eine heftige Gänsehaut durch fuhr ihren Körper, verdammt sie wollte ihn, aber es war falsch, sie wusste sie würde sich nicht beherrschen können. Seine Lippen berührten nun ihre, sie waren so weich, so flehend, sie schmeckten so gut und seine Zunge, so süß, kaum zu beschreiben und wieder schoss der Gedanke durch ihren Kopf wie wohl sein Blut schmecken würde. Sie hasste sich dafür wollte sich los reizen, doch er hielt sie fest an sich gedrückt. Immer tiefer drang sein Geruch in ihr Unterbewusstsein ein, verdammt, sie war ein Raubtier, Raubtiere waren unberechenbar wenn sie Blut rochen und jetzt spielte er so mit seinen Leben, warum nur?

Sie genoss einfach nur noch seinen Kuss, es ging nicht anders, sie schaltete vollkommen ab und dann passierte es, sie hasste sich dafür. Sie trennte ihre Lippen von seinen. Flehend stöhnte er auf, sie sollte ihn nicht verlassen.

Josephine kam seinen Hals näher, spürte das Pochen seiner Halsschlagader, leckte sich schon fast den Mund, nach seinen süßen Blut, oh wie gut er schmecken musste!

Bestimmend presste sie ihre weichen Lippen auf seine Haut, er stöhnte auf als er ihren Kuss spürte, wie sie immer weiter hinauf küsste und leckte, bis sie an seiner Halsschlagader an kam, bis sie sein Blut pochen spürte. Sie wollte nicht, sie konnte aber nicht anders. „Josephine, ich liebe dich so sehr!“, sagte er wieder einmal, er wollte ihr zeigen, sagen das er ihr vertraute, das er sie niemals verlassen würde, er glaubte an das Gute in ihr. Aber plötzlich weiteten sich seine Augen und er konnte nichts mehr sagen außer noch einmal nach Luft zu schnappen.

Er schmeckte wie ein Traum, wie das Meer, wie die Sonne, wie Weihnachten! Nein, dass alles beschrieb nicht nur im geringsten wie er schmeckte. Es war einfach unbeschreiblich es war so süß und doch so bitter! es war fast wie Wein und dann wieder rum wie Bier. Es war wie Feuer und dann aber auch wie Wasser. Aber es ging ihr tief unter die Haut und sie konnte nicht aufhören von ihn zu trinken, sein Blut zu kosten. Es war so warm in ihrem Mund, es streichelte ihren Hals als es hinab floss. Wie lecker es war. wie verdammt lecker es war.....

 

 

Sie ließ langsam ihre Lippen von Jäsen los, sein Fleisch war noch warm, doch sein Leben war ganz klar aus ihn gewichen. Noch immer lag sein Geschmack in ihrem Mund und streichelte sanft ihre Geschmacksnerven. Langsam erwachte sie aus ihrer Trance, es dauerte seine Zeit bis sie die Benommenheit bekämpft hatte, noch immer war sie vom Rausch befallen. Langsam öffnete sie ihre Augen und langsam zog sie ihre Zähne aus seinen Fleisch. Sie spürte sein ganzes Gewicht in ihren Armen. Endlich erwachte sie aus ihrem Rausch. Wie gelähmt hielt sie Jäsen an sich, spürte ihn aber er fühlte sich so unecht an. „Was... was habe ich getan?“, ihre Augen flammten vor Verzweiflung auf. Sie wagte es kaum ihn los zu lassen. Nicht einmal das Klopfen der Wellen, die gleichmäßig gegen die Brandung schlugen, nahm sie war. nach einer Ewigkeit, sie stand sicher eine halbe Stunde einfach so da, brachte sie es über sich, ihn vorsichtig auf den Boden zu legen. Die Steine knirschten unter seinen Gewicht.

-„ ich liebe dich Josephine“- schoss seine Stimme durch ihren Kopf, Tränen rannen in ihren Augen. „Du hast ihn umgebracht!!!“, diese Stimme ließ sie aufschrecken, sie kannte die Stimme von irgendwoher, nur wem gehörte sie? Sie hatte schon viel zu viele Menschen kennen gelernt! Die Stimme schwebte in der Dunkelheit der Nacht umher.

„Du bist ein Monster Josi! Du kannst dich nicht und vor allem die Menschen, vor dir beschützen!! Jahr zu Jahr wirst du immer gieriger!“, diese Stimme... von wo kam sie? Plötzlich war alles um sie herum verschwunden, ihr Körper war in vollkommender Dunkelheit getaucht. Ängstlich schaute sie sich um, ihre Zähne waren noch immer ausgefahren, sie hatte keine Kraft sie zu verstecken. „Nein ich kann es verdrängen!“, schrie sie bitterlich, Tränen tropfen hinab. „Du bist eine Lügnerin und du bist eine Bestie!“...*

erschrocken fuhr sie hoch und starrte in die Dunkelheit ihres Zimmers hinein, es war ein Traum ein mieser Traum, den sie schon viel zu oft gehabt hatte, doch urplötzlich musste sie an Leonardo denken, und brachte ihn in Verbindung mit den Traum.  Diese Stimme! Nun weis ich wen sie gehört... sie wurde noch blasser als sonst. Schnell tastete sie nach den Lichtschalter ihrer Lampe und kroch aus den Bett, sie brauchte frische Luft, es war alles so verrückt, langsam ging sie zur Balkontür und schob sie auf. Sofort drang ihr frische Luft entgegen. Sie empfing sie freundlich genauso wie die Nachtstille, langsam trat sie an das Balkongeländer und starrte in den Himmel hinauf, der mit vielen kleinen Sternchen und Planeten besetzt ist. Ohh was hat das nur alles zu bedeuten?? Wie soll das nur alles aus gehen???

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.08.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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