Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Gespräch 19

 Als Jäsen am Morgen aufwachte, fühlte sich sein Kopf an, als ob ihn ein Lkw über die Birne gefahren wäre, außerdem war in seinen Mund dieser ekelhafte Geschmack von Alkohol, dass trieb ihn fast die Kalle in den Mund. Langsam versuchte er sich auf zu setzen, aber das war gar nicht allzu leicht, zu mal er auch noch auf passen musste, dass er nicht auf die lehren Alkoholflaschen trat, die sich vom gestrigen Abend, auf den Boden noch tummelten.

Er hatte es nicht einmal geschafft in sein Bett zu gehen um zu schlafen. Verdammt, was hatte er gestern eigentlich überhaupt getrieben? Er war mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof gefahren, um dort einige Kneipen zu besuchen, aber wie viele hatte er denn nun wirklich hinter sich? Er rieb sich seine Stirn und stand nun ganz vorsichtig und behutsam auf. Erst einmal eine Aspirin, ja genau das würde sicherlich helfen!

 

 

Josephine stand vor den Klassenzimmer, sollte sie jetzt hin ein gehen? Was ist wenn sie dort nun Jäsen trifft oder noch viel schlimmer auf Leonardo traf? Wie sollte sie sich den Beiden gegenüber verhalten?  Sie atmete ruhig ein und lehnte sich gegen die kalte, glatte Wand. Was war so schwer diese scheiß Tür zu öffnen? Wollte sie denn überhaupt? Sie könnte auch einfach wieder nach Hause gehen und noch einmal die Schule schwänzen ein Tag mehr oder weniger wen störts? Immer hin hatte sie noch eine ganze EWIGKEIT vor sich. Sie seufzte, als nur daran dachte, das Jäsen nun bescheid wusste. Und dann errötete sie, als sie daran dachte wie er sie an sich gezogen hatte und sie fest umschlungen hielt. Er hatte ihr keine einzige Frage gestellt warum nicht?

„Hey, du auch endlich wieder hier??“, erschrocken schaute Josephine zu Tanja auf, die sie nun freudig anstrahlte, ja ja, wenigstens die kleine Schmunzlerin würde sie nicht vergessen. Josi nickte und zwang sich zu einen Lächeln. „Ja, ich..  ähmm... war krank!“, sagte sie dann und spürte wie die Blonde sie am Arm packte und mit sich in den Klassenraum zog, sie waren die letzten die den Klassenraum betraten. Aber wo war Jäsen? Sie konnte ihn nicht entdecken und sein Platz war lehr. Etwas enttäuscht setzte sie sich auf ihren Platz und kramte aus ihrer Tasche das Geobuch her raus.

Herr Steiner war wirklich verwundert Josephine heute hier zu sehen und umso mehr war er verwundert darüber das nun Jäsen fehlte. Aber das sollte ihn nun recht sein. Er stellte sich an sein Lehrerpult und schaute in die Klasse.

„Ach, sehen wir mal wer uns hier endlich wieder beehrt. Ich hoffe du hast dich von deiner Grippe wieder erholt?“, sagte er nun und schaute Josephine intensiv an.  

 

Von meiner Grippe erholt?? Sie brauchte einpaar Sekunden bis ihr klar wurde das er damit sie mehr in Schutz nahm und scheinbar ihre Fehltage so gut wie entschuldigt sah.

„Ja, danke mir geht’s wieder gut!“, schenkte sie ihn eine Antwort und damit war erst einmal das Thema erledigt, nun stand der Unterricht an.

Die Schulzeit ging ziemlich schnell vor rüber und als es endlich klingelte und sie endlich in die Freizeit stürzen konnten. Bat Leo Josi noch kurz zu warten.

Sie hatte eigentlich wenig Lust mit ihn zu reden gab sich, den dann aber doch hin. Etwas bedrückt kam sie zu ihn an den Tisch. Sie mied den Augenkontakt, ertrug sie es etwa nicht ihn in die Augen zu schauen?

„Josi, ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte er sie nun und versuchte ihren Blick zu fangen, sie wich ihn jedenfalls aus. „Ja, es geht mir gut, danke“

„Denkst du immer noch so, also so darüber das wir Beide nicht ...“, sie unterbrach ihn:

„Ich denke immer noch so, und es ist viel besser glaub mir, ich sollte die Schule wechseln“

Leonardo schüttelte den Kopf „Nein, dass solltest du nicht, ich möchte dir helfen, ich möchte dir wirklich helfen. Aber das kann ich nicht wenn du es nicht zulässt...“, was wollte er eigentlich von ihr? Was verlangte er? Wie sollte er ihr denn helfen können?

Sie schüttelte den Kopf. „du kannst mir nicht helfen, aber ich kann dich beschützen. Und dir sollte eigentlich etwas an deinen Leben liegen“, das war das letzte was sie sagte dann verließ sie den Raum und ließ ihn zurück.

Wütend ballte er die Hand zur Faust. „So eine scheiße!“, fluchte er laut und griff wütend nach seiner Tasche. Jäsen! Das ist alles Jäsens schuld, sie empfindet etwas für ihn! Ich sollte ihn endlich töten...

 

 

Gut die Tablette hatte er nun hinunter gespült und das schon zum zweiten mal, also hatte er nun schon zwei Aspirin geschluckt und es wurd und wurd nicht besser. Sein Kopf donnerte immer noch wie am Morgen und er war auch einfach nicht in der Lage die lehren Flaschen weg zu räumen, denn sobald er Alkohol roch wurde ihn sofort schlecht, hatte er sich eigentlich gestern übergeben? Er wusste es nicht. Was wusste er überhaupt noch?

Dann schellte es an seiner Tür, das Klopfen dröhnte in seinen Ohren und als es zum zweiten mal ertönte, begab er sich dann doch noch leicht wankend zur Tür. Er öffnete sie vorsichtig.

„Josi??“, seine Stimme klang genauso überrascht wie er es auch war sie hier stehen zu sehen.

Sie versuchte zu lächeln und nicht verlegen zu wirken. „Hey, oder sollte ich eher guten Morgen sagen?“, begrüßte sie ihn dann mit gemischten Gefühlen. Sie konnte nicht anders als ihn zu mustern und es war nicht schwer zu erraten das er bis eben scheinbar noch durch gehangen hatte oder aber sogar noch gepennt hatte. Deswegen hatte sie auch guten Morgen gesagt und außerdem trug er nur ein Boxershorts und sonst nichts. Das machte sie schon etwas verlegen und sie musste sich eingestehen das er einen verdammt schicken Körperbau hatte.  Er spürte ihre Blicke deutlich und er fragte sich ob er grade genau so scheiße aussah wie er sich auch fühlte. Dann raffte er sich zusammen, zwang sich zu einen Lächeln, was ihn allerdings schwer viel und schob die Tür noch etwas auf. „Na, dann komm doch einfach rein wenn du schon hier bist.“, lud er sie somit in seine Chaoshöhle ein. Sie nickte und trat zu ihn in die Wohnung. Kaum hatte er die Tür geschlossen nahm sie auch sofort den Geruch von Alkohol war. „Ich würde sagen wir setzen uns in die Küche, möchtest du einen Kaffee oder ...ähm.. trinkt ihr so was nicht?“, fragte er sie dann trocken und fuhr sich durch sein durch gewuseltes Haar. Josi musste nun grinsen und fast lachen, irgendwie war auf einmal jegliche Anspannung aus ihr gewichen. Wie er da so stand in seiner Short und den ungezähmten Haar, halb verschlafen und verkatert und dann die Frage ob sie überhaupt Kaffee trank. Sie lächelte noch immer belustigt als sie einfach an ihn vorbei ging und sich an den Tisch in der Küche hin setzte. Die Wohnungen in den Gebäuden waren alle gleich aufgebaut und einer ähnelte der anderen aber natürlich waren sie alle von den Mietern anders eingerichtet worden und Jäsen Wohnung war ziemlich modern und ein Tick von Japanisch eingerichtet, sie sah richtig schmuck aus und passte auch zu ihn.

Jäsen folgte ihr und setzte sich ihr gegenüber hin dann schaute er ihr einfach eine weile tief in die Augen und ihr gefror fast das Blut in den Adern, wie er sie ansah, da war kein Hass, da war keine Angst, keine Verachtung, er sah sie so an als wäre sie noch immer Josephine, die Josephine die er als Mensch sah.

„Ach ja.. Kaffee oder?“, fragte er dann einfach und stand auf. Sie sah ihn dabei zu wie er zwei Becher aus den Schrank holte und dann den Kaffee aufsetzte. „Du glaubst mir das alles?“, fragte sie verwundert. Er zuckt mit den Schultern, er sah zwar nicht das sie zu ihn schaute aber er spürte deutlich das sie ihn beobachtete. Doch es machte ihn nicht einmal verlegen.

Er stellte die vollen Becher auf den Tisch und stellte noch ein Milchpackung dazu dann setzte er sich ebenfalls wieder an den Tisch und musterte sie. Sie nippte vorsichtig am Kaffee.

„Wie kommt es das du mich beehrst?“; brach er dann die unangenehme Stille. Sie zuckte mit den Schultern und zwang sich dann zu einen lächeln. „Ich denke mal das du einige Fragen hast die ich dir beantworten soll?“, murmelte sie und schaute etwas verlegen in den dunklen Kaffee. Er lehnte sich tiefer in den Stuhl zurück, sein Kopf schmerzte noch immer die Tabletten schienen gar nicht zu helfen. „Ja, klar habe ich fragen, aber ich weis einfach nicht wie ich damit anfangen soll. Ich meine ich kann es selber kaum glauben!“, gab er zu und trank nun ebenfalls einen Schluck. Josephine sah nun zu ihn auf. Er schaute richtig nachdenklich und er war heute gar  nicht so ein Machoarsch, er wirkte richtig freundlich. Außer das halt nur in einer Shorts vor ihr saß, könnte man meinen er hätte eine richtig gute Erziehung genossen.

„Du täuschst dich nicht, ich bin wirklich ein Vampir!“, gab sie nun einfach trocken zu, sie wusste einfach das jegliche Ausrede nun keinen Zweck mehr hatte, er würde die Bilder nicht vergessen die er gesehen hatte und was sollte sie ihn versuchen ein zu reden? das sie einfach Spielzeugzähne im Mund hatte und einfach mal ein bisschen geschauspielert hatte? Nein, sie würde ihn nun die Karten offen hin legen und dann würde er sich auch ganz sicher von ihr fern halten. Sie müsste sich dann also keine Sorgen mehr darum machen ihn zu nahe zu kommen, weil er sich selber von ihr fern halten würde.

Er zuckte einfach mit seinen breiten Schultern und schaute sie noch immer völlig entspannt an. Was war los mit diesen Kerl? Wieso reagierte er so locker?

„Irgendwie seltsam das ich einmal an so was glauben würde, aber du hast es mir ja nun einmal bewiesen das es euch gibt.“, sagte er nun trocken und goss sich noch etwas Milch in seinen Becher. Josi schaute ihn einfach nur verblüfft an, das war alles, er nahm es einfach so hin? Er hielt sie nicht für verrückt? Er warf sie nicht aus seiner Wohnung? Und er bombardierte sie nicht mit etlichen Fragen? Was war nur los mit ihn?

Sie schaute ihn richtig misstrauisch an, das blieb ihn auch nicht verborgen. Wieder musterte er sie gründlich dann zuckte er wieder mit den Schultern. „Keine angst, ich werde dir keinen Pfahl durchs Herz rammen oder dich an Labors verkaufen. Ich muss es einfach selber etwas überdenken, beziehungsweise mir im klaren darüber werden, was ich da anfange zu glauben, das sich mein ganzer Glauben mal eben in Luft aufgelöst hat...“, er hielt kurz inne, sah sie dann ganz intensiv an. „Aber eins interessiert mich schon, wie viele?“. Erst verstand sie die Frage nicht, aber dann begriff sie was er damit meinte und die Frage gefiel ihr nicht, ganz und gar nicht, was sollte sie ihn denn  nun sagen? Das sie schon viele hatte umgebracht? So viele das es ihr nicht einmal mehr möglich war sie auf zu zählen, selbst wenn sie es gewollt hätte?

„Das kann ich dir nicht sagen!“, gab sie nun zu. Er schaute sie nun nachdenklich an, dann trank er wieder einen Schluck vom Kaffee. „So viele?“, fragte er sie dann kühl. Sie nickte automatisch und bereute es dann auch gleich. Dann war es eine weile still. Man spürte deutlich die Anspannung. „Was macht dein Fuß?“, was ?? hatte sie grade richtig verstanden? Hatte er sie grade nach seinen Fuß gefragt?

Völlig erstaunt sah sie ihn an. „Den geht es eigentlich wieder gut“, sagte sie nur und schaute dann in ihren Becher. „Schön, das freut mich...“, mit den Satz stand er auf und ging zur Spüle um seinen lehren Becher ab zu waschen. Josi schaute ihn dabei zu. „Soll ich besser gehen?“, fragte sie ihn nun leise. Langsam drehte er sich zu ihr um und schaute sie intensiv an, so intensiv das es ihr eine Gänsehaut brachte. Und er ließ den Blick nicht von ihr, er dachte über etwas nach, nur über was? Sie konnte sich keinen Reim auf all das machen.

„Nein, ich möchte nicht das du gehst, Josi...“, gab er nun endlich zu. Sie sah ihn erwartungsvoll an, wusste nicht was sie nun sagen sollte. „Ich hab gestern ziemlich über den Durst getrunken und das nur wegen dir?“. Verwundert sah sie ihn an.

Wie meinte er das? Wegen mir?? Was will er mir  sagen???

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.08.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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