Jessica Scharf

Meredec (angst )

War Dunkelheit etwas was man wirklich fürchten muss?, einige würden jetzt sagen: ja , die Dunkelheit kann alles mögliche verbergen .

Sicherlich würden andere auch wiederum sagen so ein Quatsch ! Aber haben selber als Kind mit Licht geschlafen , jeder sicherlich kennt dieses Gefühl wenn man jung (klein) ist und die Gegenstände im eigenen Kinderzimmer bedrohlich wirken , Pupen oder Schatten einem Angst machen .

In dieser Geschichte geht es auch um die Dunkelheit , um ein Mädchen und einen kleinen Jungen , zwei Geschwister wo eines angst hat und das andere meint niemals Angst davor haben zu müssen .

Und um Liebe was vielleicht eine kleine Tür in Richtung Rettung sein könnte.

Es war das Jahr 1988 einen Tag vor Weihnachten , draußen rieselte der Schnee, alles war wie mit leichten Puderzucker bedeckt, wirkte so zerbrechlich wie Eis .

Wie jeden Abend war auch dieser wider das Licht ein Streitpunkt, Johan (ein vier jähriger Junge ) hatte furchtbare Angst vorm einschlafen , wenn nicht wenigstens die Tür ein Spalt auf ist und im Flur das beruhigende licht zeigt das nicht da ist was man fürchten muss

"Mama ich kann mit Licht aber nicht schlafen " schrie Meredec (13 jahre ) seine große Schwester durch das ganze Zimmer

"Meredec du weißt ganz genau das dein Bruder Angst hat " versuchte ihre Mutter es auf Vernunft zu plaudieren , Meredec schränkte in ihrem Bett die Arme in einander

"wieso muss ich eigentlich genau so früh wie Johan im Bett , ich bin älter " protestierte sie mit brummender Stimme , die Mutter lächelte verstehend

"dein Bruder geht mit dir zusammen im Bett und nicht andersrum Meredec, du hast Morgen wieder Schule , also ist nun für dich Schlafenszeit " lächelte die Mutter

"aber las das Licht bitte an Mama " hatte Johan seine Schmusedecke fest mit beiden Händen umklammert , ein kleines blaues Tuch mit seinem Namen drauf , was er überall mit hin nahm

"nein ich kann sonst nicht schlafen " wand Meredec wieder ein , ihre blauen Augen funkelten ihren Bruder zornig an

"Mama " liefen dem schon schreiend die Tränen runter , wo Meredec klar wurde das ihr kein Ohr in Sache Licht mehr geschenkt werden würde, schließlich weint der kleine Bruder ja , was sie wutentbrannt sich einfach nur umdrehen lies , die Decke ganz überm Kopf gezogen

"schlaft jetzt bitte " zog ihre Mutter die Tür ein Stückchen mit sich zu , so das Licht noch alles leicht einhüllte .

"Meredec!?" rief Johan leise mit zittriger Stimme , Meredec reagierte nicht

"Meredec!" rief er erneut , viel dringender klingend , den Blick starr aufs Fenster gerichtet , was sich auf der anderen Seite des Zimmers befand

"Meredec da ist ein Monster draußen " versuchte ihr Bruder es erneut , normalerweise würde sie jetzt anfangen zu lachen;ein Monster vor dem Fenster , so ein Schwachsinn , doch seine Stimme klang angstvoll und es erinnerte sie daran wie sie so klein war wie er

"Johan" kam sie unter der Decke hervor

"ich habe Damals als ich noch so klein war wie du auch Angst davor gehabt, doch glaub mir da ist nichts und mit nichts meinte ich auch dein Monster " setzte sie sich aufrecht im Bett hin , es war schon eigenartig , als sie noch so klein war hatte sie genau vor das selbe Angst , dachte vorm Fenster sei ein Monster , wo ihre Mutter es irgendwann geöffnet hatte und ihr damit die Angst nahm

"doch wirklich , da ist ein Monster " widersprach Johan leise, aus Angst es könnte ihn hören , Meredec seufzte -Kinder- ging es in ihr

"ich weiß das da ein Monster ist , glaub mir Meredec " zog Johan die Decke bis zu den Augen hoch

"oh Gott Johan , mach doch das Fenster auf und sehe selber nach , da ist nichts , wenn du nach schaust wirst du auch keine Angst mehr haben " brummte sie genervt , im glauben das wäre das selbe wie bei ihr Damals als die Mutter es öffnete

"nein ich hab Angst " wimmerte er

"tja nur jemand der mutig ist kann auch ein Indianer sein " grinste Meredec gehässig , im wissen das ihr kleiner Bruder doch immer ein Indianer sein wollte .

Die Nacht schreitete voran , es dauerte auch nicht lange bis Meredes selig ins Land der Träume rüber ging und ihr ruhiger Atem zeigte das sie schlief, Johans Augen waren immer noch offen und auf das Fenster gerichtet

-nein da ist nichts - versuchte er sich selber ein zu reden .

Die Fensterscheibe spiegelte alles im Zimmer wieder

- DOCH DA IST EIN MONSTER, DA IST EIN MONSTER !!! - ging es plötzlich panisch in ihm , beide Augen fest geschlossen , als ein leises Brummen seine Ohren erreichten

"ich will doch ein Indianer sein " murmelte er leise , mit verzweifelter Art sich es zu wünschen , vorsichtig schob er seine kleinen Füße unter Decke hervor , setzte sich hin und blickte immer noch ängstlich das Fenster an

-Meredec hat gesagt wenn ich es öffne kann ich ein Indianer sein - biss er sich leicht auf die Unterlippe, die großen Augen voller Glaube zu seiner Schwester gerichtet , wo er leise nun auf den Boden aufkam ,

-ich will doch ein Indianer sein - sprach er innerlich fest entschlossen , jeder Schritt aufs Fenster zu lies ihn noch mehr zittern ,

-nur noch ein paar Schritte dann habe ich es geschafft, nur noch ein paar- klopfte sein Herz so wild vor Angst

"hm.hmmmm."

schreckvoll blieb er stehen , seine Schwester murmelte jedoch nur ihm Schlaf wobei sie sich umgedreht hatte , erleichtert lies er die starre Lähmung seines Körpers wieder auflösen , sein Herz pumpte so schnell und seine Gedanken waren voller Angst , es waren nur noch zwei Schritte die er gehen musste bis er das Fenster erreicht hatte

"da ist nichts , da ist nichts " schaffte er es zu mindestens so zu tun als ob er keine Angst hätte, das Feuerwehrauto unter das Fenster geschoben , stieg er mit einen Fuß vorsichtig drauf um den anderen auch drauf ab zu setzen , es wackelte , doch er griff mit aller Kraft nach dem Hebel des Fensters, was einfach nur nach unten gedreht werden musste um auf zu gehen

"geh auf " murmelte er heiser , den Griff mit aller Kraft runter ziehend , der mit einen Knarren auch plötzlich auf sprang .

Schnellem Atmen stand er nun vor das offene Fenster , die Dunkelheit wirkte bedrohlich , doch ein Monster konnte er nicht sehen , doch er wollte es unbedingt wissen

-ein Indianer hat keine Angst - stieg er wieder auf das Feuerwehrauto auf , wo das leise rascheln eines Busches ihn genau so schnell wieder runter gehen lies

"Jooooohaaaaan , Jooooohaaaan " erklang eine wohlklingende Stimme leise

"wer ist da?" ging der kleine junge noch einen Schritt zurück

"ich bin dein Freund Johan , ich habe ganz viele Süßichkeiten , willst du nicht mit mir spielen " erklang es so verlockend

"ich darf nicht mit Fremden spielen "

"aber ich bin doch kein Fremder , ich bin dein Freund , spielst du mit mir Johan? Du darfst auch aussuchen was wir spielen! " war ein leichtes Lächeln in der Stimme zu vernehmen

"egal was?" fragte er vorsichtig, auf die Zehnspitzen gehen , in der Hoffnung etwas erkennen zu können

"ja du darfst aussuchen , was möchtest du den gerne spielen Johan?"

"Indianer" kam es voller Elan aus ihm raus , fast jeden Rest seiner Angst tilgend

"Indianer?, ….spielen wir Indianer !, kannst du die Pferde schon hören ?" erklang es fragend , so verdammt verlockend, wie das klingeln des Eiswagens, wo man sich so sehr auf das Eis freut und genau weiß was für ein Klingeln dies ist

"Pferde?" murmelte er ehr zu sich als zu dieser Stimme, horchend nach etwas wie ein Pferd klingt , wo ein schwaches leises Wirren immer lauter wurde .

-Pferde!?- kniff Meredes noch fester die Augen zu , teils noch am träumen und teils wieder wach

"ja ich kann sie hören " rief Johan voller Freude weil er die Pferde hören konnte

"weißt du was ein Indianer noch braucht?"

"nein was?" fragte Johan unschuldig
"komm her ich zeig es dir , dann spielen wir Indianer , du musst nur zu mir auf die Fensterbank kommen ,damit ich dir zeigen kann was ein Indianer noch braucht "

Trotz der innerlichen Zögerung, wo er einen Augenblick wie fragend das Spielzeug Feuerwehrauto auf den Boden einfach nur an schaute , vergaß er alles Angst wieder um sich auf die Fensterbank stützen zu können und zu sehen was dort ist . Immer mehr auf zehnspitzen , drohte das Spielzeugauto weg zu rutschen, seine Beine waren wacklig , doch er wollte doch unbedingt sehen was ein Indianer noch braucht .

"ich sehe dich nicht , wo bist du ?" rief Johan mit leiser Stimme über die Fensterbank hinweg

"du musst noch ein kleines Stück mehr kommen " erklang die stimme wie eine Melodie in seinen Ohren .

+Meredec stand in einem großen Schloss, die Musik war wie ein lieblicher Klang , wo ein junger Mann , ein Prinz , der verdächtig nach einen Jungen aus ihrer Klasse aus sah , vor ihr stand , ein sentimentales Lächeln auf den Lippen

"ihr wolltet mir sagen das ihr mich …" stoppte Meredec , der Junge öffnete seinen Mund , wollt etwas sagen , wovon Meredec schon wusste was dies für Worte sein sollte, das was ihr Herz hören wollte .+

"noch ein kleines stück Johan " erklang die Stimme , als der kleine Junge so weit es ging sich an der Fensterbank hoch zog

+"ein kleines stück Johan " kam aus dem mund des Jungen

"Johan?" blickte Meredec ihn verwirrt an

-was?- wollte sie gerade nach einer Erklärung suchen , als ein hoher lauter Schrei durch ihre Ohren dröhnte+

"JOOOOOHAAAAAAAAAAAAAN!" schreckte sie aus dem Traum raus , die Augen sofort auf die Stelle gerichtet wo der Schrei herkam , auf die leere Fensterbank!

"MEREDEC WAS IST PASSIERT? ? " kam die Mutter rein gestürmt

"wo ist dein Bruder? Meredec wo ist Johan " rannte sie vom leeren Bett hin zum Fenster, doch Meredec sprach kein Wort, sie saß nur wie eine unbewegliche Puppe dort auf ihren Bett , beide Beine an den Körper gezogen und die Augen weit auf .

 

 

Fünf Jahre waren seid diesem schlimmen Tag vergangen , wo Morgen der Jahrestag von Johan ´s verschwinden sein sollte , etwas über da sie nie wieder gesprochen hatte , es innerlich verdrängte und irgendwann auch ihren Bruder damit verdrängte .

Es waren noch zwei Tage vor Weihnachten , Schnee war mittlerweile zu einer Rarität geworden und wenn es doch mal so weit kam das diese eisigen Schneeflocken herunter fielen , dann recht spät nach weihnachten , Meredec war auf dem Geburtstag einer Freundin eingeladen , wo sie für Fünf uh zu sagte .

Von der Arbeit völlig fertig , war das erste was Meredec tat , als sie ihre Wohnung betreten hatte , sich lang auf das Sofa fallen zu lassen , eine alte schwarze Cautsch aus Kunstleder , mit dem dazu passenden Sessel .

Ihre Füße brannten wie Feuer , die Schuhe drückten und die Waden kribbelten

"scheiß Schuhe" strich sie mit dem linken Fuß sich den anderen Schuh ab und andersherum noch einmal und schloss einfach nur die Augen

Seid dem sie 16 war arbeitete sie nun schon in diesem Kaffee als Kellnerin , anfangs hatte sie sich das gar nicht so schwer vorgestellt , doch das die Füße jeden Abend danach wie Feuer brannten sollte wohl von ihrer Gewohnheit aufgesogen werden , normal werden , es war halb drei und sie war so kaputt , das der Gedanke an dem Geburtstag einer Freundin , einer guten Freundin , nicht gerade verlockend war , aber versprochen war versprochen , zog sie ihren schwer an fühlenden Körper wieder hoch , nun ohne diese Stöcklschuhe durch die Wohnung zu laufen war wie ein schwereloses Gefühl für die Füße , als ob sie unnormal hoch springen könnte.

"Na Schwesterherz " die Augen wie auf Kommando auf funkeln ,drehte sich eine junge Dame mit ungrenzbarer Freunde um , ein junger Mann stand frech grinsen vor ihr , einen riesen Blumenstrauß mit Rosen in der Hand

"Julian!" der junge Mann lächelte nun nickend, lange war es her das er seine Schwester gesehen hatte und nun sollte sie schon volle 19 sein ? Aus einem Kind wurde eine Frau

"was schaust du andauernd so durch die Runde? Freust du dich gar nicht mich zu sehen ?" tat Julian ein auf empört

"doch doch ,sicher! , ich suche nur nach einer Freundin , sie hat versprochen zu kommen muss du wissen " erklärte sie ,

"hier sind so viele Freundinnen von dir , locker über 100 Menschen sind hier versammelt wegen dir Schwesterchen " lies er seinen Arm über alles hinweg schweifen

"wie kommt das du wieder zurück bist ?"

Julian zuckte mit den Schultern

"nicht alles so gelaufen wie ich es mir vorstellte "

"also war Hannover doch nicht so schön wie du immer erzähltest ?" grinste Steffi

"doch doch , nur meine Ehe war nicht so toll wie ich es mir vorstellte "

Steffi schaute ihren Bruder nun entrüstet an

"wie meinst du das?" fragte Steffi "doch nicht etwa .."sie wagte nicht weiter zu reden

"doch ich habe mich scheiden lassen " zuckte er abermals mit den Schultern , es war kein Thema was er nun hier unter all den vielen Menschen bereden wollte

"ich erkläre dir es später alles , wollt dir nur herzlichen Glückwunsch sagen Schwesterchen , unsere Eltern nicht da?"

"ne in Griechenland " gab Steffi knapp als Antwort , Julian seufzte , seine Eltern hatten in Griechenland auch ein eigenes Haus gebaut und hier in Datteln wohnten sie , genau genommen war es Milos wo sie sich nun befanden , eine kleine Touristen Insel , wo die Zeit über die sie nicht da waren , ihr Häuschen immer an Touristen vermieteten , hauptsächlich waren Juni und Juli die Hauptsäsong für Milos , wo sie meist über die kalten Tage dann dort mal waren , zwei drei mal im Jahr waren für die schon so etwas wie Pflicht

"ich geh mal dann so lange hoch ja "

"OK bis später"

Langsam den Motor ausschaltend , musste Meredec erst einmal dafür sorgen das ihre Fröhlichkeitsmaske wieder aufgelegt ist , prüfend ging noch einmal ein Blick in den Spiegle , obwohl sie lächelte sahen ihre Augen immer traurig und verletzlich aus hatte ihr Chef gesagt , ein alter freundlicher Mann

-so ein Quatsch - betritt sie diesen Gedanke innerlich ,ihre Augen sahen wie Augen aus und mehr nicht .

Immer noch suchte Steffi verzweifelt nach ihrer Freundin , die Angst sie würde gar nicht kommen wurde immer größer, doch anrufen , nein das wagte sie nicht , dafür war ihr Stolz zu hoch , sie und Meredc hatten sich per Zufall in dem Kaffe kennen gelernt in dm Meredec arbeitete ,ein kleines Kaffee was neben der Kirche stand .

Es war der Tag an dem Steffis Freund mit ihr Schluss gemacht hatte , eine typische Jugendliebe , die einen das Herz bricht.

Um klaren Kopf zu bekommen hatte Steffi sich dort in diesem kleinen Kaffee rein gesetzt , zumindest sah es von außen klein aus , was von innen keine Spur mehr davon aufwies , eigentlich war es Steffi ja unangenehm sich alleine irgendwo hin zu setzen und alleine einen Kaffee zu trinken , doch in diesem Augenblick war es ihr ziemlich egal , sie setzte sich gleich auf den ersten freien Platz , kleine viereckige Tische standen dort , die Silber glänzten und die Oberfläche aus Granit besaßen , dazu die passenden Stühle, wo die lehne eine leichte Wölbung für den Komfort nach hinten beaß

"was darf es sein ?" kam auch gleich die Kellnerin auf sie zu , eine junge Dame, sie sah noch sehr jung aus , dachte Steffi sich , strahlend blaue Augen blickten Steffi in diesem Augenblick freundlich an , es war sofort dieses Gefühl von wohlwollen da

"einen Kaffee bitte " senkte Steffi den Blick , ihr Herz schrie innerlich vor Leid , wieso musste Liebe auch so weh tun , fragte sie sich innerlich immer wieder, sie hatte Thomas , einen Jungen aus ihrer Schule , doch so sehr geliebt gehabt , in der Pause war es, sie hatte ihn gesucht , wollte ihn zur Rede stellen , weil sie gehört hatte das er sie betrügen würde, was sie natürlich nicht glauben wollte, niemand betrügt eine Steffi Kibiak , doch musste sie in dann , als sie auf der Mädchentollette sich die Haare noch mal zu recht machen wollte, genau ihn mit einer anderen aus einer der Tolletenkabiene raus kommen sehen und die Tatsache das er dabei sich die Hose zu machte sprach wohl wirklich für sich .

-scheiß Kerl- musste sie nun mit aller Kraft gegen ihre Tränen ankämpfen , die auf das Nein von ihr wohl nicht hören wollten

"bitte ihr Kaffee " kam die Kellnerin in diesen Augenblick zurück , Steffi hob , obwohl sie Tränen in den Augen hatte den kopf um dieser Kellnerin Danke zu sagen , die mit entsetzen nun die Tränen sehen musste

"alles in Ordnung?" fragte sie deswegen , Steffi schüttelte den Kopf, ihre Kehle schnürte sich immer mehr zusammen , nicht ein Wort bekam sie mehr raus , die Tränen liefen einfach nur so unaufhörlich ihren Wangen herunter

"wenn sie jemanden zum reden brauchen " schlug die Kellnerin leise vor, Steffi nickte still , eifrig und die ganze Zeit , bis die Kellnerin sich neben ihr auf den Stuhl hin setzte

"Tränen? Ich denke mal das sie Liebeskummer haben oder?" erschrocken weil sie den Nagel sofort und so direkt auf dem Kopf traf , hörten für den Moment die Tränen auf zu laufen , kann man so was wie Liebeskummer einen etwa ansehen ? Steffi dachte immer Tränen seien Tränen , das da kein Unterschied zu sehen sei

"dieses Arschloch , ich habe ihn mit ner anderen erwischt " erklärte Steffi ihr gleich eifrig , die mit viel Verständnis sich die ganze Situation an hörte , sie tröstete und sich als Meredec vorstellte, seid diesen Tag wurde sie ein Teil von Steffis Leben .

Betrübt weil Meredes sich so fehl am Platz fühlte, stand sie in der offenen Tür , hier waren alles nur Leute mit Geld, wie sollte sie , als lausige Kellnerin hier rein passen ?

"Meredec!" kam Steffi gleich auf die junge Dame zu gerannt

"Steffi, Herzlichenglückwunsch " umarmte Meredec die junge Dame gleich , was Steffi erfreut lachen lies, den alle anderen waren hier so vornehm und gaben zur Gratulation nur die Hand ,so verdammt Stock steif , wo meredec wie ein erfrischender wind wirkte, den sie hatte ohne jeden vorbehalt, egal was andere dachten , Steffi einfach herzlich umarmt und wünschte ihr nun tausendmal alles gute , davon das sie kurz vorm umdrehen war , das sie gehen wieder wollte, sagte Meredc natürlich nichts

"schön dich zu sehen " strahlten Steffis Augen , als Meredec wieder von ihr lies

"dachte du kommst nicht mehr , bis du mit Auto hier?" Meredec nickte

"ja ich trinke sowieso nicht , das weißt du doch "

nun nickte Steffi , das wusste sie nämlich ganz genau , Meredec mochte keinen Alkohol , egal welcher Richtung, es schmeckte ihr einfach nicht sagte sie immer, wobei Steffi es auch einfach beließ.

"komm ich stell dir mal ein paar Leuten vor "wollte Steffi sie gleich mit sich mit ziehen , doch Meredec bewegte sich keinen Millimeter, wie ein Stein der fest im Boden verwachsen war

"was hast du ?" fragte Steffi sie deswegen verwirrt

"sieh mich doch an ! Ich bin eine Kellnerin und das sehen die wahrscheinlich mit ihren geübten Auge sofort " sah Meredec an sich runter, sie trug nämlich nur einen normalen kurzen Rock und ein dazu passendes Bluse , das war das beste was ihr Kleiderschrank zur Zeit und natürlich ihr Geldbeuten zu lies, wo sie wegen der Kälte eine Perlungsstumfhose und eine dünne Jacke noch an hatte , die sie nun aber über den Arm trug , Steffi nickte zu , sie verstand schon was Meredec meinte, den leider hatte sie damit vollkommen recht, alle hier hatten schicke teure Kleider und Anzüge an , da passte sie absolut nicht rein

"ich weiß was, pass auf , hier nimm mal " drückte sie ihr einen silbernen Schlüssel in die Hand

" in meinen Zimmer, auf dem Bett liegt ein weißes Kleid, und dazu weiße Stöckelschuhe , die hatte ich mir eigentlich für den heutigen Tag gekauft , doch bekomme ich das Kleid leider nicht zu , habe wohl keine 36 mehr " seufzte sie betrübt, doch immer noch fröhlich lächeln , den so konnte es wenigstens ihrer Freundin helfen

"aber , nein das geht doch nicht , was ist wenn ich es kaputt mache und ich kann doch nicht alleine "

"paperlapap " schnitt Steffi ihr das Wort ab "du bist meine Freundin und die einzige der ich blind über den Weg traue , wenn ich sage du kannst dann kannst du klar?!"drückte sie sie Richtung Tür , die zu dem oberen Stockwerk führte , über eine schmale mit Teppich bezogenen Treppe , die Meredec mit schlechtem Gewissen und Scham langsam hoch stieg .

Sie war auf dieser Party, fügte bei den Gedanken widerwillig jedoch hin zu ,das sie gar nicht hier sein dürfte, sie gehörte nicht hier her , das Leben wollte und hatte ihr nie etwas geschenkt, selbst ist der Mann sein Schmied, sagte ihr Instinkt mit einer kommandierenden Leichtigkeit , wovor das Gehirn resultierte , man musste ebend selber für sich kämpfen und nicht hoffen das man etwas geschenkt bekommt , einige, vielleicht eine Handvoll von Menschen haben ihre Eltern als Startrampe, Unterstützung die einen den richtigen Weg zeigen kann , Meredec war dem nicht bezüglich betroffen , ihre Mutter lebte in der Vergangenheit , hatte sich von ihrem Vater getrennt, der ein Jahr später auswanderte, natürlich mit einer viel zu jung geratenden Frau , wie üblich ebend auch eine blonde Schönheit, die außer ihrem Aussehen nichts für sich sprechen lasen konnte , doch wo war da der Platz für Meredec geblieben?

Die Erinnerungen daran was Morgen für ein Jahrestag ist , kam mit der Erkenntnis, die zwar nicht neu war , aber jedes mal aufs neue viel zu bitter, das für ihre Eltern scheinbar nur ein Kind existiert hatte und mit seinem verschwinden auch Meredec aus ihren Herzen , wie mit einem exakten schnitt eines Skappelmessers , auch sie heraus geschnitten wurde , vielleicht war es ungerecht , vielleicht auch irgendwo boshaft , das sie in so einen Moment voll Bemitleidung an sich dachte , schließlich war vor fünf Jahren ihr Bruder verschwunden , er war das Opfer und Meredec wusste das sie mehr wusste als alle anderen , leider aber auch das ihr Bewusstsein dies aus Selbstschutz nicht wahr haben wollte ,als unreal widerspiegelte .

Die Türklinke runter gedrückt betrat sie den Flur des oberen Geschosses , lang gezogen , wo mehre Zimmer auf beiden Seiten angrenzten , sie wusste das Steffis Zimmer das vorletzte auf der linken Seite war , langsame schritte brachten sie genau zu dieser Tür, den Schlüssel hätte sie beinahe nicht einmal rein bekommen , ihre Hand zitterte , ihr Atem stockte auf einer hetzenden weise und der Gedanke an diesen Abend , ein Tag vor weihnachten 1988 spielte sich Bildhaft immer wieder, wie eine unendliche Schleife vor ihren mit Tränen behangenden Augen ab , sie wollte doch endlich vergessen , doch sie konnte es nicht , Nachts , wenn es im Zimmer dunkel wurde, hörte sie immer noch seine Stimme,, "Meredec " rief seine Stimme dann immer nach ihr

"da ist ein Monster am Fenster Meredec" hörte sie diese Stimme erneut

"ich will doch ein Indianer sein " schrien dann ihre Gedanken gewollt seine Stimme tragend

-er wollte doch ein Indianer sein - schloss sie schlussendlich mit Tränen die Augen und schlief erschöpft meist ein , war es das schlechte Gewissen ? Die Angst , oder besser gesagt die Befürchtung alle könnten wissen das sie schuld war, die sie so viel Leid zu fügten ?

Sicherheitshalber hatte Meredec die Tür hinter sich wieder zu gezogen , man kann ja nie wissen , vielleicht ist ja irgendwer aus der Familie oben

-ob sie Geschwister hat ?- überlegte Meredec, das hatte sie Steffi noch nie gefragt , aber wenn es so wäre hätte sie sicherlich mal von gesprochen .

Das Zimmer hatte einen eigenen kleinen Flur den sie nun durch schreiten musste , nur einige Schritte lang , der zu einer weiteren Tür führte, wo Steffi mal von erzählte das es für dieses Schloss kein Schlüssel mehr gibt ,

"Wahnsinn " blieb sie die Türklinke noch immer in der Hand , im Türrahmen stehen , das große Ehebett , wo eine schwarze Tagesdecke drauf lag , hatte auch dieses Atemberaubende Kleid auf sich liegen .

Mit größter Vorsichtigkeit hatte Meredec das Kleid angezogen , es glitzerte im Lichtschein , war ganz in weiß , fast wie Schnee wirkte dieses Schimmern drauf , was um die Taille eng geschlossen wurde und nach unten in die breite ging, große Falten warf und sich ihren langen Beinen anschickte ,

"bin das wirklich ich ? Ich sehe so erwachsen aus " stand sie noch immer vor dem bespiegelten Kleiderschrank

"ja du konntest ja erwachsen werden " sah sie das Gesicht des kleinen Johan im Spiegel,

"Johan?" sie wollte sich umdrehen , ihr war plötzlich so kalt geworden, sie sah in dort , ihren kleinen Bruder , er stand hinter ihr , seine Lippen waren geschlossen , es war auch nicht seine Stimme die erklang , nicht seine Hand , sie zart durch ihr Gesicht strich , eine ganz ebene Beruhung nur war es die sie tatsächlich war nehmen konnte, nur eine Erahnung dessen , doch im Spiegel konnte sie diesen jemand hinter ihr stehen sehen , ihren kleinen Bruder an der Hand , kein Ton , kein Laut war von ihr zu hören ,

"willst du deinen Bruder wieder haben Meredec?" erklang diese Stimme erneut , ihren Namen so vertraut aussprechend , Meredec antwortete nicht, sie rührte sich auch nicht , genau so wie sie sich nicht mehr wagte normal zu atmen

"du musst nur in den Spiegel hinein gehen , komm zu mir Meredec und ich gebe deinen Bruder frei, meinst du nicht auch das er schon lange genug gelitten hat , willst du ihn nicht endlich helfen Meredec ?" sie sah diese dunkle Gestallt hinter sich , diese Hand die ihren Bruder an der kleinen Hand fest hielt, sie meinte auch Gesichtzüge erkennen zu können , wenn sie genau hin schaute,

"Meredes hilf mir "

-Johan - sie wollte ihn doch helfen , es war ihr Bruder, ihre Augen gingen erbarmungslos getroffen in die des kleinen jungen , der wie die Hand zu ihr ausstreckend , da stand, langsam hob sie ihre, wollte sie dem kleinen jungen reichen , ihre Gedanken führen Gefühlsachterbahn, mit Schuldgefühlen als Kurven und Hilfeschreie ihres Bruder als Luping

"willst du deinen Bruder nicht helfen Meredec?"

Meredec meinte ein Grinsen zu vernehmen , innerlich schleifte eine Gänsehaut sich mit Schauer über ihren Rücken hinweg ,Angst strömte durch ihren Körper, wie konnte das sein ? Bildete sie sich es nur ein ? Doch sie sah ihn doch , die klaren blauen Augen , das blonde Haar , es musste einfach ihr Bruder sein

"oder liegt dir nichts an den kleinen mehr?"

"doch ,..doch , er ist mein Bruder , Johan " rief Meredec mit dünner Stimme .

Julian war gerade dabei sich Kaffee in der Küche zu machen , als er aus dem Zimmer seiner Schwester so ein Gemurmel wahr nahm

-Steffi?- runzelte er die Stirn , das durfte doch nicht wahr sein , das sie hier oben ist wenn dort unten alle irret wegen da waren , ging er mit festen Schritten auf das Zimmer zu , wo immer noch der Schlüssel drinne steckte

"Steffi?"

Erschrocken drehte Meredec sich um , entsetzen im Gesicht , schaute sofort wieder zum Spiegel, doch das einzige was dieser zeigte war sie selber

-weg!-

"oh endschuldige, ich wusste nicht ..ich…" versuchte Julian nach den richtigen Worten zu suchen , genau wie er sich selber innerlich sagte das es unhöfflich war sie so an zu starren , doch sie war so schön , ein weißes Kleid umspielte ihren Körper lieblich , auch wenn ihre großen blauen Augen in so verstört an blickten war sie anziehend , so wie das lange weiß-blonde haar sich den Rücken herunter fraß ,

"endschuldige " wollte Meredec eigentlich schnell wieder runter begeben , es war ihr unangenehm ihr zu sein , doch waren ihre Angstzustände schuld daran das sie sich nicht bewegen konnte

"ich -ich werde Steffi hoch schicken " schaffte sie es nun endlich sich zu bewegen und lief schnell an ihm vorbei .

Ein Geruch nach Honig stieg in Julians Nase, sie roch nach Honig wunderte er sich , viele Parfums hatte er schon gerochen , angenehme und auch abscheuliche , doch so ein Duft , so zart nach Honig ! Das roch er nun zum ersten mal.

Ziellos irrte Meredes durch die Menge ,

-schluss, hör endlich auf - versuchte sie den klang dieser Stimme und die Worte die diese Gestallt zu ihr gesprochen hatte wieder los zu werden , doch es war ihr einfach unmöglich , die Menschen , die Gäste dort , Blicke die überrascht, angenehm überrascht waren , wurden auf ihr gelegt,

"wollen sie tanzen ?" forderte der eine oder der andere sie mal auf , wenn sich jemand dies traute

"nein bitte , ich kann nicht " gab sie dann immer als Antwort

"Meredec" kam nun auch Steffi aus der Menge auf sie zu

"komm jetzt kann ich dich vorstellen , du siehst wunderschön aus , komm mit " zog sie Meredec ohne auf Antwort zu warten mit sich mit , wie ohne Kontrolle über ihren Körper, ohne den eigenen Willen , lies Meredec sich mit ziehen , während sie sich mit dem Kopf , der mit ihren Blick mit ging, um drehte, diese dunkle Gestallt mit ihren Bruder in dem Spiegel an der wand sehend

"Merry das ist Merredec" hörte sie Steffi noch sagen

-Merry?- sah sie nun auch nach vorne , erblickte aber nur einen jungen Mann , der ihr erfreut wirkend die Hand hin hielt , in die sie überrumpelt, weil Merry doch eigentlich ein Mädchen Name war , die ihre reichte

"freut mich Merredec, ich hoffe du reservierst mir ein deiner Tänze "

-Tänze?- Meredec war überhaupt nicht bei der Sache, flüchtig ging ihr blick immer wieder über die Schulter hinweg nach hinten , doch der Spiegel zeigte nur noch die Gäste, deren Platz unmittelbar vor diesem Spiegel waren

"komm " zog Steffi sie weiter, zu der nächsten Person, doch stoppte im gehen und schlug plötzlich eine andere Richtung ein

"Steffi"

ruckartig wand Meredec sich auch nach vorne, Angst Rot an zu laufen , sah sie den jungen Mann von gerade wieder vor sich

"Meredec, wenn ich dir vorstellen darf , das ist mein Bruder , Julian " stellte Steffi Meredec Julian vor, der mit erhobenen Hauptes vor ihr stand, so männlich wirkte , seine dunklen Augen sahen so stechend in die ihre , seine Lippen waren zu einen zufriedenen Grinsen geformt, wo er sich durch das dunkle Haar fuhr .

Steffi hob etwas die Augenbraue , das tat ihr Bruder doch immer nur wenn er ..

-neeiiiin , oh nein julian- grinste sie innerlich höhnisch auf , den Meredec war ihre Freundin und sicherlich kein nächster Bett-Kandidat für ihr Bruder .

"kommt dein Freund gleich auch Meredec?" stieß Steffi der jungen Dame leicht in die Seite, die sie verdattert an blickte , den das Wort Freund konnte man nun wirklich nicht mit ihr in Verbindung aus sprächen .

"ehm nein er hat keine Zeit" hoffte sie nicht so verunsichert und lügenhaft zu klingen , sie wusste zwar nicht wieso Steffi wollte das sie ihren Bruder anlügt, spielte aber einfach nur mal mit

"auch mit Freund darf man doch mal tanzen oder? "hielt Julian ihr trotzig die Hand hin

"ich äh " suchte sie nach einer ausrede,

"paperlapap" schnappte Julian jedoch im selben Augenblick einfach nach ihrer Hand und zog sie auf die Tanzfläche, die provisorisch in der Mitte des Raumes gebildet wurde

Sachte legte er ihre Hand auf seine Schulter ab und legte seine um ihre Taille um sie zum Tanz zu bringen , sie stak wie er war zu führen , Meredec wusste nicht wie ihr geschieht , es war ein Zwiespalt in ihr , der Gefühle, die Angst und Panik vermischte , Aufregung wegen Julian , das Herz machte sprünge wollte sich gar nicht beruhigen lassen , war jedoch genau so stark eingeschnürt, aus Angst und Panik wegen dem gerade erlebten erschüttert , ihr Bruder , sie konnte ihn noch immer hören , wie er nach ihre Hilfe flehte und Angst vor Spiegeln wuchs zu einem großen Problem an .

Warum Julian wirklich zurück gekommen war hatte er gar nicht vor seiner Schwester zu sagen , genau so den wahren Grund seiner Scheidung , doch für den Moment wollte er es einfach vergessen , vergessen in was er geraten war , vergessen was er tun musste und einfach nur vergessen was er nun deutlich zu wissen schien .

"liebst du deinen Freund Meredec?"

"was?" fragte Meredec verschüchtert mit Entsetzen in der Stimme

"na du hast doch einen Freund oder ?" sie nickte eifrig
"liebst du ihn ? Oder ist der Kampf um dich doch noch gewinnbar ?" Meredec wusste nicht was sie antworten sollte, sie hatte doch gar keinen Freund und dies sollte gerade eine Interessen Ansage sein oder? Fragten ihre Augen unausgesprochen

"ich würde dich jetzt gerne küssen , bekomme ich eine Ohrfeige wenn ich es wage?"

-küssen?- schrie ihr Entsetzen sich nun mehr merkbar machen

"soll ich es versuchen ?" fragte er erneut , sie wahr immer noch nicht in der Lage was zu antworten

"ein Schweigen nehme ich als Erlaubnis hin " grinste er verwegen

"nein nein nein " sagte sie es so schnell es ihr gelang , Julian lachte auf , das war doch mal deutlich

"warum so schüchtern , gefalle ich dir etwa nicht?"

Steffi hatte natürlich mitbekommen in was für eine Zwickmühle sie war und tippte einen Freund an , sie kannte ihn noch nicht lange und hoffte das ihr Bruder ihn überhaupt nicht kennt , leise flüsterte sie ihm etwas zu , worauf er aufmerksam den Kopf erhob und ihren Bruder mit dieser Frau sah


"Julian " legte nun Steffi die Hand auf seine Schulter ab , wobei sie Meredec zu zwinkerte

"ich denke mal das Meredec Freund nun gerne mit ihr tanzen würde" nun musste Meredec sich zusammen reißen um nicht laut und panisch "was?" zu schreien , lies sich stattdessen aber einfach nur von dem fremden Mann weiter zum tanzen bringen .

"du hast keine Chance bei ihr Julian " zischte Steffi wütend , als sie mit ihm am Fenster stand, genau wie er ,Meredec nicht aus den Augen gelassen

"was soll das Schwesterchen?" ragte er ohne bösen unterton

"ich will das du sie in ruhe lässt " brummte sie deutlich sauer

"hast du etwa über sie zu bestimmen? Steht irgendwo sie gehört dir?" war nun auch er brummig geworden , sicherlich würde er sich nämlich nicht von seiner kleinen , (11 Jahre jüngeren Schwester) was vorschreiben lassen

"wenn du noch einmal so etwas abziehst geraten wir ernsthaft gegen einander Steffi " ging sein Blick nun drohend in ihre Augen , die erschrocken zusammen schreckte, den so kannte sie ihn nicht

"ich kenne Fredy nämlich und auch seine Freundin "

"was?" waren Steffis Augen groß , den das verriet auch das Meredec keinen Freund hatte

"herzlichen Glückwunsch Steffi" verlies Julian wieder die Feier . Verstört war Steffi nun wirklich nach weinen zu mute , was Meredec bemerkte und den Tanz abbrach

"was ist los Geburtstagskind ?" fragte sie sanft , Steffi fühlte sich fürchterlich

"tust du mir ein gefallen Meredec?" die junge Dame nickte , wenn auch zögernd

"geh bitte hoch zu meinen Bruder und sag ihm das es mir leid wegen der Lüge tut " eigentlich wollte Meredec noch fragen um welche Lüge es sich handelt, doch Steffi schaute sie so flehend an , kurz vor den Tränen schon , das sie einfach nur nickte und sich auf den Weg machte

"was tue ich hier ?" wollte sie oben angekommen eigentlich wieder umdrehen, lief dann aber doch nur weiter, Richtung dem letzten Zimmer, wo Musik heraus kam .

Leise klopfte sie an , keine Reaktion , also etwas fester , wieder keine Reaktion , Augen zu, dachte sie sich und durch , also öffnete sie einfach die Tür , wo er sie nun genau so überrascht an schaute wie sie Putenrot wurde

"ehm schuldige " wollte sie gleich wieder raus gehen , den er stand mit freien Oberkörper dort und hatte das Shirt in der Hand , was verriet das er sich umziehen wollte

"schon gut , bleib " lachte er jedoch nur unterdrückt, da es wirklich eine witzige Situation war

"was möchtest du ?" zog er sich das Shirt wieder über den Kopf und zog es runter

"ich soll dir von deiner Schwester sagen das es ihr wegen der Lüge leid tut "

Sein Grinsen verbreiterte sich

"das sollst du mir sagen ?" fragte er irritiert , Meredec wusste nicht in was sie dort hinein schlendert , wusste nicht welche Lüge gemeint war , vielleicht die mit dem Freund? überlegte sie

-och ne , nein ne- wurde ihr diese Tatsache nun unangenehm bewusst

"das du keinen Freund hast meinst du , deswegen bist du zu mir hoch gekommen ?" ein dicker unangenehmer Kloß mit der Aufschrift Fettnäpfchen (wieder mal ) drückte sich in ihrem Hals herunter

"wenn es so ist kann ich dich jetzt ja küssen oder?" kam er auf sie zu , grinsend ohne Ende

"ich ..ich …" sie wollte sagen ich geh wieder runter, wollte bloß aus dieser Situation heraus , doch stattdessen kam nur ein Gestotter vom ersten Wort des Satzes heraus

"keine angst " zwinkerte er , Meredec Schultern sanken wieder erleichtert , worauf sie sich im Zimmer flüchtig umschaute , ein großer Schrank aus dunklem massiven Holz stand Links neben ihr , wo an der Wand ihr gegen über ein Spiegel stand , den sie unter druck anschaute , ihr Puls pochte und die Gedanken wurden völlig leer

"ich warte auf dich Meredec" sprach die dunkle Gestallt aus dem Spiegel , Meredc wusste nicht ob sie nun verrückt wurde, stand wie angewurzelt dort , als ob man phrasiert das Testbild in der Glotze an schauen würde

"wenn du deinen Bruder wieder haben willst musst du zu mir kommen " verdeutlichte sich etwas von den Gesichtzügen dieser Gestallt , dunkle Augen , die gefährlich wirkten ,verblassten darauf aber auch genau so schnell wieder , wie alles von dieser Gestallt

"Meredec?"

"was?" sah sie wieder zu ihm , wobei sie die Augen weit aufschlug als sie realisierte das er mit dem Gesicht ihr so nah war, weil er mit dem Oberkörper etwas zu ihr gebeugt stand

"ich äh " wich sie eingeschüchtert zurück, mit dem Gesicht noch mehr als mit dem Körper, gerade sich noch so halten können ohne das Gleichgewicht zu verlieren

"was los bin ich dir zu nah ?" ein undeutbares Grinsen umspielte seine Lippen

-zu nah ? Der Weihnachtsmann ist zu nah !- sie schwieg , verzog nur unbehaglich das Gesicht , die Augenbraue so runzlich das man meinen könnte sie wolle einen neuen Weltrekord in Augenbraue runzeln aufstellen

"na na na , sollen wa lügen?" machte er einen weiteren Schritt auf ihn zu , hinter ihr und der Tür war nun nur noch wenige Millimeter, die sie mit ihren zurück gesetzten Schritt ausfühlte und sich selber mit verriet

"ich lüügeeeeeeee nicht " fauchte sie , das Gesicht hoch gezogen

"ach so , du meinst die Tür ist dann ganz alleine zu dir gekommen ja ?" verschränkte er die Arme in einander

"nein ich wollte nur nicht das jemand wie du , mit solchen riesen Latschen mir auf die Füße tretet , du weißt doch , groß , große Füße, große Selbstverliebtheit..große Leere im Hirn " verfinsterte sich ihre Augen und der Mund zog sich zu einem kampfbereiten Spruchauseinander Setzung grinsen zusammen

"große klappe also auch noch " kehrte er ihr jedoch nur den Rücken zu , wieso einschüchtern, wenn es auch anders geht?

"große klappe?" schrie sie sich beleidigt fühlen " ich zeig dir gleich große klappe , dir hat man wohl schon lange nicht mehr das Gehirn aus gepustet was ? Bisschen zu viel Dreck drin " drehte sie sich nun um und verlies eingeschnappt das Zimmer, was sie beim gehen aus trotz noch mal richtig zu knallte .

Abwartend bis ihre Freundin wieder runter kommt, vorausgesetzt sie kommt noch mal runter ! Stand Steffi am Fenster, direkt neben der Tür zum oberen Geschoss

-arroganter Flegel, denkt der ich wäre blöd, der ist doch bescheuert , hat voll ein sitzen und zwar an der Mütze , oder so - wütete Meredec, wobei sie aus Frust mit einem Ruck die Tür aufschob , egal ob sich jemand hinter befinden könnte oder nicht

"Meredec!" rief Steffi erfreut , als Meredec gerade weiter , Richtung Ausgang steuern wollte

"und haste es ihm gesagt?" fragte sie hoffnungsvoll , Meredec lief vor Wut noch röter an , tat sie nur so unschuldig? Oder meinte sie wirklich das niemand so eine Sache böse aufnehmen würde?

"ob ich es gemacht habe?" fragte sie gereizt , ihre Fäuste bebten und ihre Mine wurde noch dunkler , fragend hob Steffi die Augenbraue

"alles in Ordnung?"

"ob alles in Ordnung ist ? Du schickst mich hoch um ihm deine Entschuldigung zu überbringen , die was mir niemand sagte über mich handelte, darüber das ich noch zu haben bin , meinst nicht auch das ich da alles in Ordnung finden müsste?" sprudelte es im angefressenen Ton aus Meredec nur förmlich so heraus , sie war kein Fußabtreter und auch keine Schachfigur die man nach belieben bewegen und wenn se einem nicht mehr gefällt opfern kann , nein sie war ein fühlendes Wesen , mit Herz und Gedanken und dieses gibt ihr nun mal auch das Recht so behandelt zu werden

"Meredec!"

Meredec hörte nicht , wollte nicht hören , ihr Weg führte sie einfach nur Schnurrschnacks zur Tür hin , raus aus diesem Haus und weg von den Menschen die sie nicht für voll nahmen .

 

fortsetzung folgt^^

(hab keine ahnung wie man nun die zwieschenzeile weg bekommt...geht nicht mehr !!!)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.09.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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