Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Ein Kuss 20

Sie sah ihn fragend an und er sah ihr in diese ausdruckstarken Augen,

sollte er jetzt wirklich damit her raus platzen? Sollte er ihr wirklich alles verraten? Er war sich doch nicht einmal selber darüber sicher, ob er so fühlte und ob es gut war. „Wieso hast du wegen mir so viel getrunken?“, fragte Josephine nun neugierig. Sie hielt es nicht mehr aus. Erhob sich vom Küchenstuhl und trat zu ihn an die Küchenzeile, er sah ihr fest in die Augen, er konnte einfach nicht anders. Dann trat er näher zu ihr her ran und nur noch ein Finger passte nun noch zwischen Beide. Sie spürte richtig wie angespannt die Situation war, nicht wegen Hass, Wut oder der Gleichen, nein, es war etwas ganz anderes, ihr Körper schienen sich zu einander hin gezogen zu fühlen. Vorsichtig hob Jäsen seine Hand an und streichelte ihr zärtlich über die Wange, sie zuckte innerlich bei dieser Berührung zusammen, aber Äußerlich blieb sie stehen und rührte sich nicht, nur das Funkeln ihrer Augen, verriet wie verwirrt, verlegen und durch einander sie war. ganz zärtlich strich er ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr und dann nährte er seinen Kopf dem ihren. Noch bevor seine Lippen die ihre berührten, blieben seine Lippen vor den ihren ruhen. Aber er hatte schon längst die Augen geschlossen und nun schloss auch Josi ihre Augen, sie nahm seinen unbeschreiblichen Blutgeruch war, der so zu seinen Äußerlichen passte, sie roch seine stärke, roch seine Lust und sie roch das er aufgeregt war. sein Atem schlug gegen ihre Lippen und pochte warm dagegen. „Was auch immer du bist, was auch immer du tust. Ich möchte dich auf Ewig beschützen!“, es war mehr ein Hauchen als alles andere, aber es erreichte sie und es fügte ihr einen solche Gänsehaut zu und ein solches Herz rassen als wäre es viel mehr als nur Worte und sie spürte das es auch so war, das er es wirklich ernst meinte. Er ließ ihr keine Zeit zum antworten denn seine Hände die sich sanft aber bestimmend, in ihr Haar gegraben hatten, drückten sie nun zärtlich zu sich und seine warmen, weichen Lippen, berührten endlich die ihre, sie öffnete machtlos den Mund, machtlos dagegen auch nur seinen Kuss im geringsten zu wieder stehen, denn das war unmöglich, sie wollte es genau so sehr wir er es wollte, nicht einmal die Angst war mehr in ihr, die Angst ihn zu beißen, alles war wie weg gezaubert als er mit seiner Zunge in ihren Mund ein drang und sie zärtlich küsste.

 

Leonardo schaute sich nun schon seit einer Stunde in der großen Bücherei um, aber nichts war hier zu gebrauchen, gar nichts! Er wurde aber ganz und gar nicht ungeduldig, irgendwann würde ihn sicherlich schon noch das richtige Buch in die Hände fallen. Irgendetwas was ihn weiter helfen könnte. Und als er sich weiter durch jedes Bücherregal suchte, blieb er in der Mitte der riesigen Bücherei stehen und schaute auf ein bestimmtes Regal. Da hatte er noch nicht nach gesehen. Also begab er sich mit festen Schritten zu den alten Holzregal hin und schob ein paar alte dicke Bücher hervor, doch immer noch nichts was ihn gefiel. Bis ihn ein ziemlich altes und ein gestaubtes Buch auf fiel, er zog es vorsichtig zwischen den anderen her vor und lass die Aufschritt. „Zum leben, muss man sterben“. Das ihn dieses Buch nun unbedingt weiter helfen sollte konnte er sich nicht vorstellen, aber es schien schon etwas älter zu sein und nicht besonders gut erhalten und das wieder rum machte es interessant. Also ging er mit den Buch zu einen der Tische und Stühle die unter den großen Glasdach standen und setzte sich hin. Er überschlug einige Seiten. Bis ihn der Spruch ins Auge stach:

Nichts ist von Dauer, alles geht zu nichte, wenn der Hass, macht einen Sauer

Gut, es klang etwas seltsam und komisch, aber als er näher drüber nach dachte er gab der Spruch einen wirklichen Sinn. Also lass er sich den ersten Satz auch noch durch und das restliche Kapitel. 

Und als er jedes Wort gierig auf genommen und verschlungen hatte, er gab es alles einen Sinn, ihn wurde klar was dieser Spruch zu bedeuten hatte und dieses Buch schien gar nicht mal so unsinnig zu sein und nutzlos es schien einen Zweck zu  haben.

Als er sich sicher war das keiner der Anwesenden im Raum schaute, steckte er das dicke Buch in seine Tasche, stand auf mit der Lederumhängetasche und verließ  zu frieden die Bücherei.

Hass.... schoss es durch seinen Kopf und ein schmutziges Grinsen verzog sein markantes Gesicht, als er die Kreuzung über querte.

 

Was hatte sie da grade getan? Wie kam es dazu?

Noch immer völlig wirr stand sie nun vor ihn, er hatte grade ganz zärtlich seine Lippen von den ihren getrennt und schaute sie nun mit halb offenen Augen an, so als geniese er noch den langen, sinnlichen Kuss. Ihr wollte es gar nicht so klar werden, was sie da grade getan hatte. Noch vor ein paar Minuten war sie sich völlig sicher gewesen, das er sich nun von ihr fernhalten würde, dass er sie nun in ruhe lassen würde und sie gar nicht mehr die Chance bekommen würde sich in seiner Nähe zu befinden. Wie konnte sie sich denn so irren? Wie konnte sich so verhalten und sich einfach von ihren Harmonen lenken lassen? Sie wurde völlig bleich noch bleicher als sonst. Sie würde seinen Geschmack nie vergessen, den Geschmack der auf seiner Zunge lag, dieser sinnlich, süße aber zu gleich bittere Geschmack, der sie so stark an den Geruch sein Blutes erinnerte. Wie gut er wohl schmecken musste? Nein, jetzt dachte sie wieder da rüber nach! Es war nicht fair, sie war so dumm und unüberlegt! „Ich... ich...“, fing sie an zu stottern und berührte ohne es zu bemerken mit ihren Finger ihre Lippen. Die er noch eben so sanft geküsst hatte.  Jäsen schüttelte den Kopf und trat etwas weg von ihr. „Nein, nicht du, ich! Aber es tut mir nicht Leid was ich da grade getan habe! Ich habe mich in dich verliebt!“, gestand er ihr. Ihre Augen wurden größer und völlig erschrocken sah sie ihn an. Er sich in sie verliebt? Das durfte nicht passieren, dass war das, was sie am aller wenigstens gebrauchen konnte. Er sollte sie hassen und sich von ihr fern halten! Sie konnte sich nicht ewig in Griff haben auch wenn sie es doch so sehr wollte. Wie konnte er nur so naiv sein und sein eigenes Leben so aufs Spiel setzen? Sie schüttelte erst zaghaft aber dann heftig mit den Kopf. „Das hast du nicht! Das ist doch absurd und selbst wenn du dich verliebt hast.... es ist doch unmöglich! Du musst dich vor mir schützen. Verstehst du denn nicht was ich bin?“, ihre Stimme klang noch längst nicht so hart und sicher wie sie es sollte aber Jäsen hatte diese Worte gehört und er schaute sie verständnislos an.

„was kann ich dafür? Wenn ich mich aber in dich verliebe? Bis vor kurzem, habe ich nicht an die Liebe geglaubt genauso wenig wie an Vampire. Aber seit dem ich dich kenne, glaube ich an die Beiden Dinge. Nur das du mir nicht Böse vorkommst, du, du wie soll ich sagen? Du ernährst dich halt nur anders...“. jetzt musste Josephine lachen, wirklich sie lachte. Da stand ein Sterblicher vor ihr, gestand ihr seine Liebe und machte ihr weis das es nicht schlimm ist, dass sie seine Leute aß und eher aussaugte? Das versuchte ihr grade ein Mensch zu sagen. das wäre ja, wie wenn ein Schwein freiwillig von der Weide spaziert und zu seinen Bauer sagt : „Sir, sie haben gut für mich gesorgt, ich geh dann mal zum Schlachter, dann sparen sie sich den Weg!“ und dann einfach so in seinen Tod hin ein läuft. Nein! Das war lächerlich, keiner würde akzeptieren nur als Futter zu dienen und nichts weiteres zu sein als ein Stück – Fleisch/ Nahrung- oder? Sie wusste nicht was sie glauben sollte oder konnte aber wenn er sein Leben schon nicht schätzte und schützte dann musste sie das wenigstens.

„Hör zu, ich habe dir bisher nur nichts getan, weil wir engeren Kontakt haben, schon alleine das wir in einer Klasse sind, wäre zu auffällig gewesen aber dann wohnst du auch noch im selben Haus wie ich. Da wäre es zu auffällig gewesen oder eher zu leichtsinnig dich zu töten. Obwohl mir manchmal danach ist, immerhin riechst du echt gut, sehr verlockend und wer kann einer Torte schon immer wieder stehen an der er jeden Tag am Schaufenster vorbei gehen muss? Wenn er doch gerne isst und vor allem Torten!“, sie hielt inne und senkte den Blick. „Versteh es, ich möchte dir aus den Weg gehen, damit ich nicht über dich herfalle und dir dein Blut weg trinke. Denn ich kann nicht immer stark sein und gegen meinen Trieb ankämpfen. Du hast gefragt wie viele ich getötet habe? So viele das es mir nicht mal mehr möglich ist sie auf zu zählen und einer mehr oder weniger wäre da auch nicht weiter wichtig, der Einzige Grund warum ich dich noch am Leben gelassen habe ist, dass es einfach zu auffällig wäre und ich angst habe das sie mich entlarven! Und nun wünsche ich dir noch einen restlichen schönen Tag und ich hoffe die Meldung ist bei dir angekommen?“, mit den Satz ging sie einfach an ihn vorbei, sie schaute ihn nicht an, denn er bräuchte sie nur mit einen ganz bestimmten Blick an sehen und es wäre wieder um sie geschehen. Diesen Kuss würde sie niemals mehr vergessen, dieser Kuss hatte sie so tief und innig berührt... wie??? Ja wie was eigentlich?

Jäsen verstand die Welt nun gar nicht mehr, war das grade seine Josi gewesen? Die Josi die er kannte? Wieso glaubte er eigentlich sie zu kennen? Er kannte doch eigentlich gar nichts von ihr, aber trotzdem er liebte sie! Er war verliebt in einen Vampir und er glaubt ihr kein Wort von den was sie grade gesagt hatte. Kein einziges Wort!

Der Abend brach schnell ran und Josephine war mit ihren Kopf nur bei Jäsen, sie konnte sich nicht vorstellen das er sich in sie verliebt haben könnte, sie wollte es einfach nicht glauben. Das war doch unmöglich. Sie war ein Monster, wie konnte er sie denn Lieben. Grade als sie sich den Fernseher angemacht hatte und es sich richtig bequem auf den Sofa gemacht hatte, spürte sie das irgendetwas in ihrer Wohnung anders war.

„Guten Abend, junge Lady!“, die Männliche, kräftige Stimme ließ sie aufschrecken und zusammen zucken, aber sie schrie nicht, sie hatte nur ihren Kopf zu der Ecke gewandt aus der die Stimme erschienen war. aber jetzt zuckte sie zusammen, als sie die in einen dunklen Mantel gehüllte, große Gestalt sah, sie wirkte unheimlich und bedrohlich, der Kopf war gesenkt und mittel langes dunkles Haar was Strähnen haft hinunter viel, verdeckte das Gesicht völlig. Langsam hob er den Kopf und schaute sie aus tief dunklen Augen an, er zog seine schmalen Lippen hoch und entblößte seine Zähne zu einen Lächeln.  Es war irgendwie ein beunruhigendes Lächeln, ein falsches. Wie war er überhaupt in ihre Wohnung gekommen? War er etwa schon länger hier und zeigte sich ihr erst jetzt? Sofort spürte sie das er kein Sterblicher war, er war ihr ebenwürdig. Er war genau so wie sie ein Vampir. er starrte sie aus seinen dunklen, schlitzförmigen Augen her raus an. „Josephine richtig?“, fragte er dann mit einer rauen und doch durch aus attraktiven Stimme. Sie nickte nur und versuchte ihren Kopf wieder zu ordnen. Der Vampir hatte sich nicht aus der Ecke her vor bewegt, er stand noch immer da. Nun lehnte er sich aber lässig an die Wand mit den Rücken und schaute sie teils neugierig aber auch teils gleichgültig an, sie konnte es nicht definieren, was er wollte, was er vor hatte oder wie er dachte. Allein seine Anwesenheit machte ihr eine Gänsehaut.

„Wer sind sie?“, brachte sie nun endlich hervor und erhob sich von den Sofa, um etwas sicherer zu wirken. Der dunkel Gekleidete zuckte mit den Schultern. Irgendwie wirkte sein ganzes Bild schlaksig aber denn noch anziehend. Er strahlte etwas anregendes gefährliches aus, etwas was so verlockend und geheimnisvoll schien das man sich, obwohl man wusste, es war nicht gut für einen, trotzdem diesen Mann nähren musste. „Ich habe dich etwas gefragt!“, Josephines Stimme sollte sicher und selbstbewusst klingen, aber sie klang nur laut und hart. Der Vampir hatte ein Dauer Lächeln auf den Gesicht, dieses falsche und undurchschaubare Lächeln! Sie hasste es schon jetzt. „Rede gefälligst!“, drängte sie ihn, als er immer noch nicht die anstalt machte ihr zu antworten. „Du hast angst...“, seine Stimme brach alles andere im Raum, es schien so, als hätte er ihre Worte gar nicht wahr genommen. Sie zog eine Augenbraue hoch und wurde immer unsicherer. Wieso lächelte er sie ununterbrochen an? Er machte sie richtig nervös. Was suchte er in ihrer Wohnung. „Hab ich einen Grund angst vor dir zu haben? Mein Leben wurde mir schon vor ein paar langen Jahren genommen!“,  sagte sie und versuchte etwas locker dabei zu wirken. Auf einmal wurde sein Gesicht nicht mehr von diesen Lächeln begleitet und er schaute sie so kalt wie Eis an. „Du solltest angst haben!“, sagte er nur kühl.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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