Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____Der Schmerz,ist dein Freund 21

 

„Du fragst mich wer  ich bin?“, brachte er nun nach kurzen Schweigen her vor, Josi schaute ihn mit ihren großen Augen abwartend an. was um alles in der Welt wollte er von ihr?

Der Mann schüttelte verständnislos den Kopf und trat nun etwas von der Wand weg.

Er musterte sie ganz neugierig und interessiert. Blieb kurz vor ihr stehen und ließ seinen Blick an ihr hinab gleiten, dann schüttelte er wieder den Kopf. „Du sollst also die Auserwählte sein? Irgendwie habe ich mir diese Frau etwas anders vorgestellt! Du bist ja auf Ewig in einen Teenagerkörper gefangen!“, murmelte er vor sich hin, seine Augen blieben dann auf ihren langen, schlanken Beinen kleben. „Was willst du, verdammt noch mal!“, schrie sie ihn nun schon fast an, er machte sie einfach immer unsicherer. Langsam löste sich sein Blick von ihren Beinen und er schaute ihr mit den dunklen Augen tief in die ihre. Sekunden verstrichen, wo Beide sich einfach nur anstarrten. „Hab ein bisschen mehr Respekt, Weib!“, grollte er sie an und brach den Blick Kontakt nicht. Sie blieb diesen Blick ebenfalls stand. „Beantworte du mir meine Frage!“, ließ sie nicht locker. Nun verzerrte sich sein Gesicht wieder zu diesen falschen, beklemmenden Lächeln. „welche deiner Fragen? Du hast mir so viele gestellt!“, eindeutig spielte er mit ihr und ihrer Geduld, er schien es zu genießen, das er etwas wusste und sie nicht. Das er wusste wer sie war, aber sie nicht wusste, wer er war. Sie zog eine Augenbraue hoch und trat nun endlich einen Schritt, selbstbewusst nach Vorne. „Wenn du mir nicht sofort sagst was du von mir möchtest und was du in meiner Wohnung suchst, könnte es nicht gut enden!“, gab sie ihn nun z verstehen. Nun lächelte der Vampir nicht nur, sondern er lachte. „Nur zu, tu was du nicht lassen kannst….“, stichelte er sie an. Josephine biss wütend die Zähne zusammen, wie lang war es her wo sie mal gegen einen Vampir gekämpft hatte? Sicherlich 15 Jahre. Sie versuchte ihn mit ihren Blick zu fixieren, versuchte seine Gedanken zu lesen und sein Vorhaben her raus zu finden, aber er blockte ab, es schien so, als habe er ihn seinen Kopf und um sich rum eine feste und hohe Mauer gezogen.

Nun lachte er wieder und packte sie urplötzlich an ihrer Schulter und seine Berührung fühlte sich an, als hätte jemand mit einer Stahlstange gegen sie geschlagen, sie flog von der kurzen Berührung nach hinten auf das Sofa und noch bevor sie sich wieder hoch raffen konnte, stand er auch schon neben ihr und drückte sie mit einer Hand unsanft auf die weiche Couch, wo sie eben noch ganz gemütlich Fernseh, geschaut hatte.  Er starrte ihr mit seinen Schlitzförmigenaugen in ihre und schaute sie nun völlig ernst an. Er strengte sich nicht einmal großartig an, sie hingegen verwendete ihre ganze Kraft und schaffte es nicht sich von ihn zu befreien. „Du musst so vieles lernen, dummes Weib!“, raunte er ihr zu und ließ sie dann endlich los, er setze sich auf die Tischplatte und beobachtend sie. Sie lag erst noch so da und rappelte sich dann auf, blieb allerdings sitzen. Dieser Vampir hatte eine solche Kraft, das hatte sie schon lange, bei keinen mehr gespürt. „Hör mir zu, verstanden?“, sagte er in einen scharfen Ton, der sie davor warnen sollte ihn das Wort abzuschneiden. „Sicher!“, gab sie ihn zu verstehen und schaute ihn an, er saß ihr direkt gegenüber und sie nahm den Geruch von Wind und Wasser war. „Mein Name ist Liam, ich wurde auserwählt dich zu unterrichten! Ich soll dir beibringen, deine Kräfte richtig ein zu setzen und dich hart zu machen. In der Zeit wo ich dich trainiere, hast du mir zu gehorchen, du hast mir Respekt entgegen zu bringen und du musst diszipliniert sein!“. Sie musste fast schlucken. Er war jetzt also ihr Lehrer? Waren die Vampsecs denn völlig verrückt, ihr so einen Physio zu schicken? Der würde ja selbst Tote wieder zum Leben erwecken! „Du bist also mein Lehrer, richtig?“, fragte sie dann um noch einmal sicher zu gehen, vielleicht war das ja auch nur ein Missverständnis, aber daran glaubte sie nicht mal selbst. „Was ist daran so schwer zu verstehen?“, zischte er sie an und stand dann auf. Er ging zu dem großen Fenster und zog den Vorhang beiseite um hin aus in die Nacht zu schauen. „Magst du Schmerzen?“, fragte er sie nun etwas leiser und fixierte in der Ferne einen Lichtpunkt, den man nicht ganz zu ordnen konnte. verwirrt zog Josi eine Augenbraue hoch und drehte sich zu ihn, so dass sie ihre Hände auf die Lehne der Couch stützte und zu ihn schaut. „Ob ich Schmerzen mag?“; fragte sie verwundert über eine solche Frage. Er stöhnte kurz genervt auf. „Du sollst mir einfach meine Fragen beantworten und sie nicht nach plappern wie  ein Papagei!“, schnauzte er sie an. sie sah ihn verständnislos an, dieser Kerl war einfach nur ernst und…?? Und… was war er noch? Unheimlich? Kühl?

„Antworte jetzt endlich!“, riss er sie aus ihren Gedanken. Noch immer schaute sie ziemlich verwirrt aus der Wäsche. „Wer mag denn schon den Schmerz?“, fragte sie ihn nun. „Ich habe dich nicht gefragt wer schmerzen mag, sondern ob du schmerzen magst. Ich erwarte von dir das du mir nicht mit gegen Fragen antwortest!“. Ja, er war ein ziemlicher Grieskram so wie Josephine feststellte, sogar ein ziemlich großer. „Nein, ich mag keine Schmerzen!“, gab sie zu und stützte nun ihren Kopf, in ihren Händen ab. „Du solltest aber anfangen sie zu mögen! Das wird das Erste sein, was ich dir beibringen werde, der Schmerz ist kein Feind er ist dein Freund, denn so lange wie du Schmerzen empfinden kannst, bist du noch am Leben!“.

Oh man dieser Kerl ist doch nicht mehr ganz normal in seinen Kopf, ich komme mir vor wie in einen schlechten Film, „Der Schmerz ist dein Freund“ herrje ich bin doch kein Sadoweib!

„Das hat überhaupt nichts mit Sadomasso zu tun, meine Liebe!“; mischte er sich ein und drehte sich nun zu ihr, um sie an zu sehen. Josephine war außer sich, er hatte in ihren Gedanken gelesen und sie hatte es nicht einmal bemerkt gehabt! Sie sollte besser aufpassen was sie dachte, wenn er anwesend war, aber wie sollte man denn seine Gedanken Unterkontrolle haben? „Wir brauchen den Schmerz, nur dann wissen wir wann wir auf hören sollten uns ins Fleisch zu schneiden und wann wir zum Arzt gehen sollten. Wir müssen ihn schätzen, er zeigt uns das wir nicht Tod sind, denn nur wer Tod ist empfindet kein Schmerz!“.

Oder in Narkose liegt….sie musste grinsen.

„Du solltest auf hören, dich lustig darüber zu machen und die Sache hier ein bisschen ernster nehmen!“, gab er ihr zu verstehen.

oh man, hat der etwa schon wieder in meinem….

„ Ich werde das noch weiterhin tun, wenn du mir nicht endlich konzentriert zu hörst!“; unterbrach er sie und verschränkte seine Arme in einander.

„Hör gefälligst auf damit!“, schnauzte Josephine ihn an und starrte ihn ernst in die Augen.

„Du solltest eigentlich wissen, wie bedeutend du bist!“, murmelte er.

„Ja und?“

„Dann solltest du endlich anfangen erwachsen zu werden!“

„Willst du mich verarschen?“

„Wage es nicht noch einmal so mit mir zu reden!“, auf einmal wurde sein Ton wieder scharf.

Was bildet der sich ein, schneit hier rein in meine Wohnung, zieht seine Show ab und wirft mir vor ich sei nicht erwachsen, dann tut er so als ob ich ihn zu gehorchen hätte das ist ja wohl ein dummer Dreckske…. Ahhh… und wieder ließt er meine Gedanken, egal er kann das ruhig alles hören, lesen… wie auch immer..! was ich über ihn denke…. So ein arroganter …

„Hast du nun genug genörgelt?“, fragte er sie ruhig und schaute sie mit einer hoch gezogenen Braue an. er wirkte nun aber ganz ruhig und gelassen und nicht mehr ganz so zynisch.

„Nein, ich war eigentlich noch längst nicht fertig…“, gab sie zu. Er nickte wissend,

„ja, dass war mir klar, du bist ja auch eine Frau“, sagte er nun grinsend.

„Was soll das denn heißen?“.

Er zuckte mit den Schultern. „Ist egal, zieh dir etwas Sportliches an und dann komm mit mir mit, wir werden jetzt hinausgehen!“.

 

Jäsen starrte das Foto von seinen Vater an, der Mann lächelte ungezügelt und fröhlich in die Kamera, er wirkte auf den Foto wie ein Herzensgutermensch, dass war das Einzige Bild was er mit genommen hatte von seinen Vater, warum er es getan hatte das wusste er selbst nicht einmal. Vielleicht weil ihn dieser Mann mal etwas bedeutet hatte und er zu seinen Leben gehört hatte. Wütend feuerte er das Foto in die tiefste Schublade seines Wohnzimmerschrankes und schaute dann sein Spiegelbild im ausgeschalteten Fernseher an. „Geht denn immer nur alles schief? Was will die Welt eigentlich noch von mir?“, murmelte er vor sich hin und wankte dann an den Alkoholflaschen vorbei, vom vorigen Abend um sich dann auf das Sofa fallen zu lassen. Er starrte die weiße Decke an und sah Josephine vor sich, wie er ihr ganz nah war und er ihren Atem fühlen konnte, es reichte völlig aus, das er nur daran dachte und schon wurde er völlig schwach. Er liebte sie, das wusste er nun, aber wie sollte er ihr denn seine Liebe beweisen? Warum wollte sie es nicht hören dass er sie so sehr liebte? Sie hatte ihn geküsst. Er musste grinsen und wie sie ihn geküsst hatte! Niemals würde er diesen Kuss vergessen und es konnte doch nicht bei diesem einen Kuss bleiben. Nun wollte er doch so viel mehr. Er wollte ihre Haut berühren, zärtlich mit den Fingern ihren Hals hinab fahren, zu ihren Brüsten und … oh Gott, er wollte so viel mehr. Vor allem aber wollte er für sie da sein, für Ewig an ihrer Seite sein, sie hatte ihn den Kopf verdreht, er konnte doch nur noch an sie denken, dass war doch schon unmöglich.

Was sie wohl jetzt grade tat? Dachte sie an ihn? Hatte sie auch so ein Verlangen nach ihn? Klar, er hatte verstanden was sie ihn vorhin gesagt hatte, aber vielleicht hatte sie es ja auch einfach gesagt weil sie sich vor sich selbst fürchtete. Ein Vampir…schoss es durch seinen Kopf.

 

Als sie endlich den Waldweg mit den Auto erreicht hatte und er seinen roten Geländewagen neben zwei alten Buchen geparkt hatte, fing es an zu regnen, es war Nieselregen, aber er würde sie trotzdem durch nässen und ihre Kleidung tränken, zum Glück hatte sie die schwarze Jogginghose gewählt und nicht die weise! Beide stiegen aus dem Auto aus und Josi schaltete ihre Taschenlampe an, Liam warf grade seine Fahrertür zu, als er den Lichtkegel sah. „Was wird das, Josephine?“, fragte er sie mit einem leicht grinsenden Ton. Sie schaute zu ihm und bemerkte genau seinen tiefen Blick. „Ich… ähhmm.. wollte uns, na ja Licht machen!“, gab sie zu. „Mach das Ding aus! Wir sind Vampire!“, murmelte er und schüttelte verständnislos den Kopf, dann ging er den schmalen Waldweg entlang. Sie schaltete gehorsam die Lampe aus, steckte sie jedoch in ihre Tasche und eilte ihn nach. „Du solltest deine Augen nicht so verwöhnen, du wirst sonst eines Tages vergessen haben, wie du deine Fähigkeiten nutzen kannst, außerdem musst du sie trainieren und verfeinern und nicht verschlechtern!“. Sie nickte, obwohl sie wusste dass er es nicht sah. „Wohin gehen wir?“, fragte sie ihn neugierig. Doch Liam gab ihr keine Antwort und die restlichen 10 Minuten redeten sie auch nicht mit einander, sie waren einfach zwei Gestalten die auf den Waldpfad spazierten und die Luft einatmeten. Dann kamen sie an eine Lichtung, da das Mondlicht hier besser hingelangte, war es etwas heller. Der Regen hatte bereits ihr T-Shirt durchdrungen und es würde sicherlich nicht mehr lange dauern, dann würde er auch ihre Hose geschafft haben. Liam der noch immer seinen schwarzen Mantel trug, blieb nun stehen und wandte sich zu ihr, er hatte seine Kapuze vom Mantel auf gesetzte und sein Gesicht war trotzdem etwas nass, einige Strähnen seines dunklen Haares, klebten ihn nun wegen der Nässe im Gesicht.

„Du wirst lernen den Schmerzen zu ertragen und ihn hin zu nehmen, du wirst lernen müssen, ihn einfach zu akzeptieren, wie müssen dich immun machen gegen ihn.“, fing Liam an und schaute ihr wieder mal fest in die Augen.

Kann man denn gegen Schmerz immun werden?

„Natürlich kann man das, besonders wir Vampire können dies!“, Josephine wunderte sich schon gar nicht mehr darüber das er ihr eine Frage beantwortet hatte, die sie ihn doch gar nicht gestellt hatte.

„Du wirst jetzt deine Schuhe ausziehen“ sie schaute ihn fragend an, aber sie wusste das er es ernst meinte und sie wohl oder übel keine andere Wahl hatte, zum Glück war es nicht so kalt, nur nass, und das würde sich sicherlich nicht besonders gut unter den nackten Füßen anfühlen. Aber sie machte sich an die Arbeit und knotete ihre Schuhe auf und zog Beide aus, dann stopfte sie ihre Socken in einen der Turnschuhe hinein.

„Gut, du wirst jetzt durch das hohe Gras gehen bis du an eine Schlucht kommst, ich werde deine Schuhe mitnehmen und dort auf dich warten! Und um drehen ist nicht“, mit den Worten ging er seinen Weg, ziemlich zügig und ließ Josephine allein zurück.

Sie fragte sich zwar was das alles sollte aber denn noch war sie artig und machte sich auf den Weg die ersten 5 Minuten waren kein Problem und sie fragte sich was das nun sollte, aber als sie dann einen weiteren Schritt machte, fluchte sie laut vor Schmerz auf. „Brenneseln… der schickt mich durch Brenneseln!!!“ wütend bis sie die Zähne zusammen und fühlte wie ab und an mal dieses Unkraut an ihren nackten Fuß drang und ihr Bein etwas verbrannte, jedenfalls fühlte es sich so an, als ob ihr dieses Kraut die Haut verbrannte. Tapfer biss sie die Zähne zusammen und ging artig weiter, warum tat sie das nur? War sie denn bescheuert?

Das Brenneseln Beet wollte gar nicht mehr aufhören.

Plötzlich blieb sie stehen und schaute verständnislos auf das was dort vor ihr lag. Das kann doch nicht sein ernst sein oder?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.09.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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