Marianne Knip

Die alte Bank ...

Susanne ging nachdenklich durch die Straßen ihrer Heimatstadt. Sie staunte, denn es hatte sich einiges verändert, obwohl sie ja nur fünf Jahre von hier weg war. Es war alles viel freier geworden und die Straßencafes gab es damals auch nicht. Sie wollte sich gerade bei einem an den Tisch setzen, als ihr Blick hinüber zu dem Park ging und schon war sie auf den Weg dahin.

Sie lief an dem kleinen See vorbei, in dem immer noch so viele Enten waren und die alte Weide stand auch noch da hinten. Ob die alte Bank auch noch dort steht. Sie ging schnell weiter und tatsächlich, ihre alte Bank stand immer noch dort. Susanne lies sich darauf nieder und sie kam ins träumen. Sie dachte an die Zeit zurück, als sie mit Dietmar immer hier saß, sie war so verliebt in ihn und er behauptete dieses ja auch immer, denn obwohl sie schon vier Jahre miteinander gingen, wollte er sich nicht binden. Sie liebte ihn sehr, sie wollte ihn heiraten und Kinder mit ihm bekommen, aber er wollte sich niemals binden, Kinder würden nur stören, meinte er und deswegen ging sie schweren Herzen von hier fort. Was er jetzt wohl macht, ob er immer noch frei ist oder hat er sich binden lassen und der Gedanke daran machte sie traurig

Als sie ihre Finger hinter die Banklehne gleiten lies, spürte sie die eingeritzten Buchstaben, sie brauchte nicht nachschauen was da stand, denn sie wusste es genau, es war ein S und ein D. Dietmar hatte es nach dem ersten Jahr mit dem Messer rein geschnitten und sie hatten sich ewige Liebe geschworen. Bei ihr war es ewige Liebe, aber nicht bei ihm, sie seufzte und langsam liefen ihr die Tränen über das Gesicht.

Susanne wurde auf einmal unruhig,, sie spürte ein gewisses kribbeln, welches sie immer nur spürte wenn Dietmar in der Nähe war. Sie schloss ganz schnell die Augen und stellt sich vor er würde jetzt kommen, sie in den Arm nehmen und sie zärtlich küssen.

Es konnte nicht sein, sie spürte wie zärtliche Küsse ihre Tränen auffingen und sie ganz fest umarmt wurde. Nein Susanne mach jetzt nicht die Augen auf, träume bitte weiter, denn es kann ja nur ein Traum sein und jetzt höre ich ihn auch noch, dachte sie.

Susanne Liebling bitte weine nicht, ich halte dich ganz fest und lasse dich nie wieder los, denn du bist endlich wieder zurück. Sag liebst du mich noch, denn ich liebe dich noch immer, nur wurde dies mir erst klar als du von mir fort gegangen bist. Komme seit damals fast täglich hier an unsere alte Bank und vorhin dachte ich meine Sehnsucht spielt mir einen Streich, als ich dich hier sitzen sah. Susanne ich liebe dich. schau mich doch bitte an.

Susanne machte ganz langsam ihre Augen auf, er war da und umarmte sie wirklich, es war kein Traum. Sie streichelte ganz vorsichtig sein Gesicht und als ihre Finger seinen Mund berührten spürte sie den zarten Druck seines Mundes auf ihrer Hand. Sie konnte es nicht fassen dass er tatsächlich hier war und ihr seine Liebe gestand uns sie nie mehr los lassen will. Aber du wolltest dich doch nicht binden, meinte Susanne. Ach Susanne ich war dumm damals, ich will heiraten und ich will Kinder mit dir, willst du noch, fragte Dietmar und Susanne liefen vor Glück die Tränen über das Gesicht und unter zärtlichen Küssen sagte sie ... Ja ich will.

M.K. ... 27.09.2008

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.09.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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