Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____ Gute Freundin 24

Egal was sie auch trieb, er musste nun endlich wissen was los war, warum sie sich vor ihn scheinbar versteckte, also zog er sich schnell seine Schuhe an und ging ins Treppenhaus, lief die Treppen hinunter und klingelte am ihrer Tür an, bis er Schritte hörte und sie ihn die Tür öffnete. Sie war deutlich verwundert darüber das Jäsen vor ihr stand und nicht Hannes so wie sie es doch eigentlich erwartet hatte. „Hey Josi!“, begrüßte er sie leicht zögernd. Sie fragte sich wie sie reagieren sollte, am besten gleich wieder die Tür zu hauen. Doch das brachte sie nicht übers Herz. „Alles in Ordnung?“, fragte sie ihn stattdessen, eigentlich war die Frage überflüssig, aber irgendwas musste sie ja sagen und verdammt sah er gut aus. Seine grünen Augen bohrten sich fest in die Ihre. „eigentlich muss ich dich das ja ehr fragen, du gehst mir aus den Weg!“, seine Stimme klang schon fast sauer. Josi lehnte sich an den Türrahmen und schüttelte dann den Kopf. „Ich geh dir nicht aus den Weg, obwohl eigentlich sollte ich es ja!“, ihr Stimme klang leicht erschöpft und er sah ihr auch an, das es ihr scheinbar nicht so gut ging. „Man Josi, ich muss die ganze Zeit an dich denken, schaffe es nicht einmal mich abzulenken und wenn du es genau wissen willst, es ist mir egal  das du ein Vampir bist!“, er hatte grad den Satz beendet da hörten Beide wie jemand die Treppen hinunter kam, Josi fixierte die junge Frau mit ihren Blick, sie sah wirklich gut aus, trug einen weisen Rock und eine braune Bluse, ihr lockiges braunes Haar glänzte als hätte man es schon fast in Öl getränkt, sie war eine wirklich Atem beraubende Frau. Charlotte strahlte über das ganze Gesicht als sie mit ihren braunen Augen Jäsen erblickte.

Wieso war sie Josi noch nie aufgefallen?

Sie zögerte keineswegs und kam mit entschlossenen Schritten auf die Beiden zu, legte ein Arm um die Schulter von Jäsen und lächelte Josi freundlich an, aber irgendetwas an ihren Blick gefiel ihr nicht. „Hallo ihr Beiden, wer ist denn deine hübsche Freundin?“, fragte Charlotte Jäsen grinsend und strich ihn mit ihren einen Finger verführerisch an seinen Hals lang. Josi wurde wütend und sie wusste nicht einmal warum sie es störte, sollte diese Frau ihn doch hübsche Augen machen, er war eh für sie Tabu.

Jäsen war es sichtlich unangenehm aber er machte nicht die Anstalten das  sie damit aufhören sollte. „Das ist Josi, hab dir doch gestern von ihr erzählt“, sagte er und er schaute Josi so merkwürdig an, so als wäre er verletzt, traurig, aber wieso? Sie versuchte diesen Gedanken aus ihren Kopf hinaus zu bekommen, was dachte sie sich eigentlich nur, er würde sie lieben? Sie? Sie war doch nichts besonderes und er? Er war doch der Lover, der jede Frau für eine Nacht hat und dann sich die nächste holt. Sie hatte ihn doch noch gehört wie er seinen Spaß mit Gina hatte und neben bei hatte er schon mit ihr geflirtet. Er wollte in sie verliebt sein? So ein Schwachsinn, wenn man verliebt ist, dann schläft man doch nicht mit einer Anderen oder? Obwohl er war ein Mann und Männer ticken doch anders oder?

Charlotte sah Josi plötzlich an als wäre sie zu bemitleiden, bildete sie sich das nur ein oder sah sie Josi wirklich an, voller Spott??

„Ach, das ist die Kleine von der du mir erzählt hast, deine gute Freundin?“, streute sie plötzlich Salz in die Wunde und irgendwie traf es Josephine hart. Gute Freundin... schoss es durch ihren Kopf. Jäsen schaute sie entschuldigend an, es tat ihn weh, er spürte das sie über die Worte verletzt war, noch eben versuchte er ihr klar zu machen wie sehr er sie liebte und das es ihn egal war, was sie war und wie sie lebte und auf einmal zerstörte diese dumme Kuh, mit einen Satz alles! Josi schüttelte den Kopf, senkte ihren Blick und lächelte gequält und noch ehe auch die erste Träne zu sehen war, murmelte sie ein Entschuldigung und knallte die Tür mit einen Ruck zu. Jäsen stand mit einen großen Ausrufezeichen im Gesicht, vor der geschlossenen Tür mit Charlotte um seinen Hals. Wütend schüttelte er sie ab und wandte sich ihr zu. „Danke!“, war das einzige was er zu ihr sagte, dann eilte er an ihr vorbei die Treppen hinunter und verließ das Haus.

Charlotte konnte sich ein spöttisches Grinsen nicht verkneifen und langsam ließ sie ihre Finger in die Tasche gleiten um ihr Handy hervor zu holen und die Nummer von ihren Boss zu wählen.

Da stand sie nur, irgendwie gedemütigt und irgendwie benutzt? Sie schloss ihre eisblauen Augen, rutschte an der Tür hinunter, mit den Rücken und vergrub die Hände in ihren dunklen Haaren. Warum war sie so durch einander wegen dm Typen? Ihr konnte es doch nur Recht sein, irgendwie verstand sie sich selber nicht und wieso enttäuschte sie es zu hören, sie seien gute Freunde? Wie konnte sie erwarten das er sie anders sah, wie konnte sie das von ihn verlangen, wenn sie ihn doch einen Korb gegeben hatte? Es war doch klar das er sie dann nicht als was anderes bezeichnete oder? Was war das überhaupt für eine Frau, sie sah wirklich gut aus, aber irgendwas an ihr fehlte, irgendwas an ihr passte nicht ins Bild, zu einer schönen Frau nur was war das?

 

Charlotte hatte nicht lange gezögert, gleich nach den Telefonat war sie hinter Jäsen her gesprintet und hatte ihn auch eingeholt, er war Richtung Park gegangen und nun begleitete sie ihn den Weg entlang, erst war es ganz schön schweigend zwischen den Beiden, doch dann brach sie es. „Warum bist du sauer auf mich? Habe ich etwas falsches gemacht?“, fragte sie ihn mit ihrer sanften Stimme. Er fragte sich grade selber warum er sauer auf sie war, immerhin konnte sie ja eigentlich nichts dafür. Dann zuckte er mit den Schultern, atmete tief ein und sah den von Straßenlaternen erleuchteten Weg entlang, der nun ganz anders wirkte als bei Tageslicht. „Nein, eigentlich hast du gar nichts falsches gemacht, ich bin nur ein ziemlicher Idiot gewesen!“, gab er zu und schaute dann zu ihr, sie sah ihn mit ihren Rehbraunen Augen interessiert an. Gott, war sie hübsch und sie wirkte so vollkommen perfekt, so wie man sich in einen Roman immer eine Frau vorstellte, völlig rein, gut Herzig und immer um das Wohl ihres Mannes besorgt. „Manchmal hilft es wenn man darüber redet“, machte sie ihn das Angebot und setzte sich einfach auf eine Parkbank, Jäsen blieb kurz stehen, schaute sie mit seinen grünen Augen an und gesellte sich dann zu ihr.

„Also?“, hakte sie nach. Er bemerkte das sie ihn die ganze Zeit ansah. Aber erschaute nachdenklich nach vorne, eigentlich konnte er ihr ja alles erzählen, alles bis auf das sie ein Vampir ist. „Naja, ich habe mich in sie verliebt, aber das ist alles nicht so einfach, eine Sache steht halt zwischen uns, eigentlich steht es nicht wirklich zwischen uns, ich meine ich empfinde es nicht als schlimm, doch sie hat angst, das es mir schaden könnte, ich war noch nie verliebt und ich hätte auch nie gedacht mich jemals zu verlieben aber dann kam sie und sie hat einfach etwas was mich anzieht und ich hab das Bedürfnis immer bei ihr sein zu müssen, zu wissen was sie macht. Wie das halt so ist wenn man verliebt ist...“, plötzlich umspielte ein Lächeln seine Lippen, dass blieb ihr natürlich nicht verborgen und dieses Funkeln in den Augen, so ein Funkeln, was ein Mensch nur besaß wenn sein Herz voller wärme und Glück war, für Charlotte bestand kein Zweifel daran, dass er wirklich verliebt war und das machte alles für sie nur noch einfacher. „Wir haben uns geküsst und nach den Kuss war sie aufeinmal anders, sie sagte das sie sich von mir fernhalten muss und das es mit uns nie klappen würde, dass sie keine Gefühle für mich hätte und dann ist sie gegangen. Ich glaube ihr davon kein Wort, ich glaube sie hat einfach nur angst, angst vor den was zwischen uns steht.“, sagte er und schien nun fertig mit den erzählen zu sein. Charlotte legte vorsichtig ihre Hand auf sein Bein, es fühlte sich gut an, erst war es ihn unangenehm, aber dann fühlte es sich einfach nur nach warm und angenehm an, zu spüren das er grade scheinbar verstanden wurde. „Ich  verstehe und dann komme ich und sage das sie wohl die gute Freundin sein muss, du wolltest sie sicher eher davon überzeugen das sie keine Freundin ist, sondern das euch viel mehr verbindet. Das tut mir Leid, dass war wirklich nicht meine Absicht.“. er sah sie nun an und lächelte dankend, dankend dafür das sie sich das alles anhörte und irgendwie tat es echt gut zu reden. „Ja, du hast es verstanden. Aber du kannst nichts dafür, es war meine Schuld, nicht deine. Ich war eben nur so enttäuscht und wütend, ich glaube ich habe grade meine letzte Chance verspielt...“, Jäsen seufzte. Sie strich ihn liebevoll über den Oberschenkel. „Du musst einfach ihr zeigen das du es ernst meinst. Lass sie jetzt auf keinen Fall in Ruhe, nerv sie wenn’s nötig ist, aber zeig ihr das du es ernst meinst!“, schlug sie vor. Es war kurze Zeit still, jeder war so in seinen Gedanken versunken, doch jeder in einer ganz anderen Richtung. Während das eine Herz, voller Verzweiflung, Angst, Einsamkeit und Liebe war, war das andere, voller Grausamkeit, Gier und ein Haufen hinterhältiger Gedanken.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.10.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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