Egbert Schmitt

MANN-SEIN, aus dem LEBEN gegriffen. Klappe „zur Ersten” !

 

IRGENDWIE kam mir heute Morgen der Gedanke,
einmal ne' „wirklich kurze” Geschichte,
was a-typisch für mich ist, minutiös aufzuschreiben.
 
Welche meinereiner nicht selbst erlebt', aber dem 
näheren Gesellschafts-Roman-Bekanntenkreis entnahm, 
wobei ich mich für den Wahrheitsgehalt verbürge !

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Mann, das sind Sätze, fast wie bei Thomas Mann.
 
Nun gut, die Buddenbrooks werden's nicht,
eher schon DIE Schneipels-G'schichten.
 
Eine Verballhornung des Doppelnamens
meines holden Ehe-Weibes, die diesmal 
mit meinen Mündel-Kindern, patou nicht 
darin vorkommen soll und will.
 
Ebenfalls nicht, meine Hedwig-Kurz-Mahler-
SchwiegerMUH, in ihrem oberfränkischen
Bergschloss-Challet, mit Hanglage zum Meckern.
 
Alltägliches, skuriles und menschelndes soll ES sein,
was MÄNNER so erleben und kundtun.
 
 
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Den Anfang macht … folgende Erzählung:
 
Ja genau, letzte Woche war's als WIR, –
das ist eben ne' Gruppe von Männern, die seit
über 20 Jahren aller Konfessionen oder nicht,
der ev-Kirche zugehörig fühlt, UND …
 
Seit ihre Kinder dem ev.Mini-Club entwachsen,
weiterhin MANN-SEIN treffen, ohne deren untereinand' 
zerstritten Ehefrauen, um gemeinsame Aktivitäten
– ohne leidigen Tratsch & Ratsch – zu veranstalten.
 
Enfliehen EVAntuell auch einigen HAUSDRACHEN.
 
Soll geballt auch in Kirchenvorständen vorkommen,
sofern nicht bereits geschieden, arrangiert sich
Adam & Eva leidlich, wenn Kinder „Außerhaus”.

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Eine DIESE ist Lehrerin, und ihr Mann ebenfalls
der EHEmaliger Lehrer, meiner Tochter,
der nun einen staatlichen Fremdenführer-Flucht-Kurs
für spätere Rentenzeiten anstrebt; und UNS
eine persönliche Nachtwächter- (treffliche Bezeichnung)
Altstadt Führung in historischem Gewande zuteilt.
 
Über IHN, was WIR mit Ihm so erlebten,
und ER-sich selbst einbrockte, damit könnte ich
die Buddenbrooks locker in seinen Schlag-Schatten stellen.
 
DER „Herr Lehrer” kommt aber ein andere Mal dran.
 
Das DER überhaupt so-gefahrlos rumlaufen darf;
also … kein Tratsch, WIR sind ja unter Männern, gelle.
 
Ich möchte nicht wissen, was DIE KERLE,
über mich so erzählen, in unserer Kirchen-Kneipe
(ja, die gibt's wirklich) wenn selbst nicht zugegen.
 
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Nun, nach der Spät-Führung, mit anschließenden Essen
bei obligatorischen Umtrunke in einem typischen Nürnberger
Altstadt-Lokal, (wo-hin wir Ihn einluden), erzählte ER beiläufig
historische Stadt-Begebenheiten, die selbst WIR nicht kannten.
 
Was bei Einheimisch-Nürnbergern „des öfteren” vorkommt,
da seine Eltern und davor, selbstredend HSK-Lehrer waren.
 
„Sein Wissen” UNS, und den anwesenden Messe-Touristen,
im Gegensatz zu seinen Schülern, 1A-mittelalterlich geprägt, 
wie in einem Stadttheater-Kammerspiel, superb' vermittelte.
 
Selbstredend mehrsprachig, dabei fitt wie ein Turnschuh, 
in maßgeschneiderter Kluft, plus Altersteilzeit-Sandaletten.

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Unter anderem kamen wir irgendwie
auf die typische Basalt-Stein-Pflasterung,
welche unseren Stadt-Frauen die Treter, sprich'
die spitzen Absätze ruiniert, sowie den Ausbrems-
Autofahrern bei Niesel, den Kühler bis sonstwo.
 
Seit Menschengedenken gibt's ES DIES,
das leidig überall-holprige Kopfsteinpflaster.
 
Oh Mann, was hat ein immenser Teil dieser alten Steine 
über sich, im wahren Sinne des Wortes, ER-GEHEN lassen !
 
Selbst-ernannte Kaiser, Kurfürsten, leidige Adolf'e
und neuerdings auch Ministerpräse's, die unter Zwang
abtreten, obwohl von Wahl-Franken legitim erwählt.
 
Alles Buch-Abendfüllender, als DER Thomas Mann
mit seinem Endlostexten, ohne Punkt und Komma.
 
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Apropos Thomas.
 
DER saß ungläubig (ist Atheist) links von mir,
und erzählte uns zwölf Apostel'Männern
+ zwei kommen noch, (= interner Intellektuellen-
Viertelstunde-zu spät-komm' Witz) am Rande –
folgende skurile Begebenheit, die ich hier
gewillt zum Besten weitergebe.
 
Also DER THOMAS hat einen Cousin,
oder war's sein Schwager, (is' wurscht),
jedenfalls ein waschechter Amerikaner,
in Omaha Nebraska lebend und im Herbst
seines Lebens, das erste Mal nach Europa ship'ernd,
wie so viele Touris als-dann Alt-Nürnberg heimsuchen.
 
Japaner, und der fotografierende Welt-Rest auch.
 
Nur ER, aus den untiefen jener US-Staaten kommend,
dort wo Entfernungen so grenzenlos unvorstellbar sind,
fotografiert nicht, nein ER steht wie gebannt,
„50 Feet ago” der U-Bahn entstiegen, vor der Lorenzkirche …
 
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Erspäht beobachtend ein Trio von „Plasterern”, die
einen gigantischen Basalt-Steinhaufen abarbeiten.

 
Welcher vorher an selbiger Stelle seit anno +/-1495,
vor der Entdeckung seines Wohnortes, den hier
historischen rutschigen Boden millionenfach verziert'e.

Taten dies, zum Zwecke der rostigen Rohrerneuerung
 
Erklärten Teile der gesamten, zur Fußgängerzone
weitläufigen Altstadt, zur historischen Basalt-Baustelle.

Mit einfachsten Mitteln, seit dem ausgehenden Mittelalter.

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Da wäre Richtschnur plus Gummihämmerchen,
eventuell mal ne' Wasserwaage + innere Befeuchtung.
 
Mit Sand, Kies und Schotter auf den Knien rutschend,
anscheinend „ohne Eile” – bis zum Nimmerleinstag –
dies TAT-sächlich kurz- bis langfristig vorhaben.
 
Also nicht einfach schnurgerade zuteeren, 
wie in Vereinigten Auswanderer-Staaten ne' Route'66,
oder Omaha-sonstwo üblich, mit gigantischen
Bitumen-Monstren, in kürzester Zeit bewerktätigen.
 
Eben'd, ZEIT ist doch Kies & Schotter oder Portemonnaie,
wie landläufig bekannt, denkt der Touri-AMI.
 
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ER der Cousin-Schwager, beobachtet die drei Männer
wie Sie exakt „Stein für Stein” WIEDER einpassen,
als wenn DIESE DREI von nem' fernen Planeten wären.
 
DER MANN aus Amiland hat vieles gesehen,
war in der Armee und sonstwo, – aber den Rest
der familiären Altstadtführung mit seiner Frau,
die aus Spät-Kriegs-Nürnberg stammte, –
war ihm ziemlich schnurz. Eigendlich piepegal.
 
ER stand zweieinhalb geschlagene Stunden
vor/auf der alten Noris, die seine Ahnen zu 90%
in Schutt und Asche (mit Kriegs-Recht) zerlegten.
 
Überlegte sich anscheinend, wie DIE DAS
von 1945 bis nach 1955 und danach schafften,
laut THOMAS, dem Schwager / Bruder seiner Frau,
IN DEM Pflasterer-THEMPO … ! … ?… !.
 
… wo doch … es viel effizienter wäre … !
 
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Tja, was macht ER also, als jener von der
„ersten alten Kultur” die für Ihn wichtig,
schier übermannt, nach 50 Historik-Metern
gleich ins Straucheln kommt, auch wenn es
nur dreckerde Staaner sinn”, wie „der Franke
sein Schwager anmerkt, (wos gibbds denn dou zum sehng”)
als Sie wieder gemeinsam zurück in die U-Bahn schlurchen.
 
Er will kein Lebkuchenpaket, kein' stubit Postkart-Shit,
auch keine „halbe Sau im Weckler” (= Bratwurstbrötchen)
als Andenken über den Übersee-Teich mitnehmen.
 
Er winkt den ungläubigen Thomas, als-gleich einen
DER Pflasterer zu sich, bittet inständig übersetzend
den Gummiklopper-Künstler mit der Sandkelle zu sich …
 
Läßt nachfragen, ob er DEN Geschichtsdreck-trächtigen
halben „Stein der Weißheit”, den „der Herr Klopfstein”
so mal aus dem Gefühl heraus, gerade passgenau spaltet …
 
… IHM SCHENKT, aus den rissen Händen, wenn möglich !?
 
Als dann, wenn übrig „mit nach Nebraska” in die
zugeteerten mehrspurige Auto-Tief-Ebene ausführen darf.
 
Schweigen, kurz-staunendes ungläubiges Beraten
des „Staaner-Trios”; und für „a boor Bier” = Thomas-Trinkgeld,
wechselt „das Relikt” den Kontinent für immer !
 
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Anmerkend sei gestattet, dass „der Kupf-Staa”-Besitzer
selbst noch einiges erlebte, als auch „jener Basalt-Findling”
im pers. Handgepäck – nicht so Recht – in die Kram-Vorschriften
der US-Zollbehörden, nach September 2001 passte.
 
Wildes Beraten und Kofferdurchsuchungen, sowie dann
in Anbetracht des Alters” des Vietnam-Veterans,
man keinen Terror-Anschlag in Betracht zog.
 
WER entführt schon EINE BOEING, mit „an' halbert'n Plasterstaa” !?
 
ER, der fränkische konvexe Kultur-Kopfstein, 
ziert Mitbringsel-bestätigt jetzt nen' falschen Kamin-Sims
eines typischen Bretter-Homes in Omaha-Nebraska.
 
 
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PS:
Nächstes Jahr bringe ICH eine neue Geschäfts-Idee
dem Menschenrechts-Preis Oberbürgermeister vor
(dieser wohnt in der unmittelbaren Nachbarschaft) !
 
Geschütztes Nürnberger Kopfstein-Pflaster
in verkleinerter Kuchen-Form.
Geschmacksverirrung Hutzelbrot oder Lebkuchen.
 
Halt, stimmt, – to late – meine Mutter macht das bereits.
 
Nennt sich bei Ihr fränkische Dampfnudel.
 
Wären aber ohne Vanille-Sauce ebenso ungeniesbar
wie „a good old-fränkischer Pflasterstaa” !!
 
 
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