Yvonne Asch

Gefährliche Liebe____Bisswunde 28

Ihr Herz schien still zu stehen und das schon die ganze Nacht, es machte zwar noch immer: - bamm bamm bamm bamm – aber es war lehr, fast ausgesaugt, sie lag die ganze Nacht im dunklen da und immer nur ein Gedanke kreiste in ihren Kopf um her: „warum!“. Sie fragte sich ob es wirklich möglich sein konnte, war er wirklich ein Werwolf? Oder war es nur zufall das er die selbe Verletzung hatte wie das Vieh, was sie verletzt hatte? Wenn er wirklich solch eine Kreatur war, dann hatte er sie von vorne bis hinten belogen, dann stimmte nichts von alldem was er erzählt hatte! Wütend drückte sie ihren Kopf fester in das Federkissen und schloss ihre müden Augen, sie musste  schlafen, Morgen würde die Welt sicherlich ganz anders aussehen oder?

 

Der Parksee war nicht sonderlich voll eher im Gegenteil, er war so gut wie lehr, wo waren die alle nur? Schätzten die Menschen das Wetter etwa nicht? Sie schüttelte entrüstet ihren Kopf, ihr langes dunkles Haar, was in Wellen über ihre Schultern viel, ging in dieser Bewegung, wie ein breiter Schleier mit. Dann zog sie ihre Schlittschuhe fester und betrat das Eis. Es war schön, einfach mal wieder nur für sich selbst zu sein und zu laufen, sie war frei, so kam es ihr in den Moment jedenfalls vor, sie war frei von den Fesseln der Tatsachen und sie wollte jetzt nicht über Jäsen nach denken. Er war für einen Moment egal, genauso wie es Leonardo war.

Als sie so ihre Runden zum aufwärmen lief, viel ihr das Turnier ein, welches sie nun leider verpasst hatte, sie konnte ja nicht mehr zum  Unterricht gehen, wenn sie schließlich nicht mal in der Schule erschien, schade eigentlich, denn sie vermisste es, aber wie so oft musste sie ihre eigenen Freuden im Leben zurück Stufen, zur Zeit war nun mal wichtig das die Werwölfe nicht noch mehr Menschen tötete, würde sie jetzt wirklich für Ewig eine Jägerin sein? Sie  seufzte und drehte sich elegant um die eigene Achse, es war ihr keiner schöner Gedanke, jeden Tag für das selbe grade stehen zu müssen.

Die Sonne strahlte freundlich auf die Welt hinab und verzauberte die Landschaft in eine glitzernde Schneekugel, es sah aus wie in Märchen. Jäsen lächelte zu Frieden und atmete die Herbstluft tief ein. Dann sah er das Mädchen einsam auf den gefrorenen See laufen und er konnte nicht anders als sich gemütlich an einen Baum zu lehnen und ihr dabei zu, zu sehen wie sie graziös und energiegeladen ihre Bahnen lief. Sie wirkte so zu Frieden in Moment mit sich selber und sie wirkte so perfekt und vollkommen auf den Eis, als würde sie genau dahin gehören. Irgendwie gab sie in der Schneelandschaft das verzaubertste Detail ab, wenn sie dort nicht „tanzen“ würde, dann würde die Schneelandschaft nur halb so schön wirken, Josephine gab den ganzen einfach eine Magischennote, sie wirkte wie eine zerbrechliche Fee, die unbekümmert in ihrem Märchenwald tanzte. Er schmunzelte über diesen Gedanken, eine kleine Blutsaugendefee, schoss es durch seinen Kopf. Sie hatte gestern Abend wieder mit ihn geredet, dass war doch schon mal ein gutes Zeichen oder nicht? Vielleicht sollte er ihr mal Hallo sagen. eigentlich war ihn etwas unwohl bei den Gedanken, aber mehr als eine weitere Abfuhr konnte er ja nicht bekommen, außerdem ging es auf Weihnachten zu, da waren doch die meisten Menschen freundlich und verziehen andere ihre Fehler. So schlenderte Jäsen also durch den tiefen Schnee, steckte seine Hände lässig in die Taschen seinen schwarzen Jacke und ging nun zu ihr. Zu seiner verwunderung, hatte sie ihn schon bemerkt, als er noch nicht einmal bei ihr angekommen war. denn sie hatte mit den Laufen aufgehört und schaute nun zu ihn „Hey!“, begrüßte er  sie knapp und sah nun sogar etwas schüchtern. Er trat bis an die Eisfläche her ran. Sie schlitterte zu ihn und blieb kurz vor ihn elegant zum stehen, ihre Augen bohrten sich fest in die seine, man konnte deutlich lesen das sie eine Frage belastete. „was suchst du hier?“, fragte sie aber erst einmal, obwohl es ihr egal was er hier trieb. Er zuckte mit den Schultern. „Ich wollte mir nur etwas die Beine vertreten, woher hast du gewusst das ich hier bin?“, frage er und erwiderte nun ihren Blick etwas sicherer. Sie schaute auf die Stelle wo seine Wunde war und nickte kurz „Deinen Geruch nehme ich nun viel intensiver war, durch deine offene –Wunde-!“, das Wort Wunde betonte sie mit einer merkwürdigen Stimmhebung. „Ja, das klingt logisch! Es tut mir Leid Josi, ich wollte dich nicht so verletzen, du bedeutest mir doch viel mehr als nur Freundschaft, wirklich! Was ich zu dir gesagt habe n meiner Küche, dass meine ich durch aus ernst! Bitte...“, doch sie ließ ihn nicht einmal ausreden, sondern unterbrach ihn barsch: „So? weist du Jäsen, das ist mir eigentlich scheiß egal! Aber was mir nicht egal ist...“, sie hielt inne und schaute nun wieder intensiv auf die Verletzung, die jedoch wegen der Jacke  nicht zu sehen war. „...das du dort an der Schulter eine Wunde hast und ich möchte wissen wo du sie her hast?“. Er lächelte nun wieder etwas spielerisch, dass sie wieder mit ihn sprach, ließ etwas in ihn den alten Jäsen wieder hoch kommen, er bekam langsam sein Selbstbewusstsein zurück. „Du machst dir Sorgen um mich? Brauchst du nicht, ist nur eine kleine Kriegsverletzung!“, berichtete er ihr grinsend. Sie biss sich wütend auf die Lippen. Kriegsverletzung! der provoziert mich auch noch...  Für sie klang es fast wie eine Bestätigung in ihrem Verdacht. „Du könntest sie ja für mich verarzten?“, sein grinsen wurde noch breiter. Nun feuerte ihr Blick schon fast Blitze, so wütend war sie. „Du bist ja wohl...!!!!“, schrie sie außer sich, bis ihr ein anderer Gedanke durch den Kopf schoss, also lächelte sie auf  einmal. Abwartend sah Jäsen sie an. „Also verarzten ja?“, hakte sie nach. Er nickte. „richtig, mein Verband könnte wirklich dringend erneuert werden und währenddessen könnte ich uns eine heiße Schokolade kochen, was hältst du denn davon?“, unvermeidbare Hoffnung baute sich in ihn auf, konnte er es vielleicht schaffen das sie ihn noch einmal ihr Herz öffnete? Seine Augen strahlten fast bei den Gedanken. „Gut, meinetwegen!“, stimmte sie zu und hüpfte dann vom Eis hinunter um sich ihre Schuhe wieder an zu ziehen. Jäsen viel ein Stein vom Herzen, konnte er es wirklich schaffen, dass sie ihn wieder vertraute. Josephine hatte bei den ganzen, nur einen Gedanken, sie wollte wissen ob es ein Biss war, der ihn verwundet hatte. Wenn es kein Biss war, dann... ja was war dann? Plötzlich wurde ihr Bewusst das sie nicht weiter wusste, der Gedanke er sei ein Werwolf, hatte es viel einfacher für sie gemacht ihn zu hassen, aber was wäre wenn sie raus fand, das er nur ihr Jäsen war, der Jäsen, in den sie sich verliebt hatte, das Arschloch mit den zwei Beinen und den Kopf. Sie seufzte, dann ging der ganze Herzschmerz weiter. Sei nicht albern, Josi, der Schmerz wird immer weiter gehen, selbst dann wenn er ein Werwolf wäre, du hättest doch niemals den Mut ihn zu töten, dass würdest du doch gar nicht übers Herz bringen...

Als sie in seiner Wohnung waren setzte er heißes Wasser, für die Trinkschokolade auf und sie saß mit gemischten Gefühlen auf seinen Sofa, diesmal war die Wohnung blitze blank aufgeräumt, nirgends lag etwas rum, was nicht auch da hin gehörte. Er ließ sie nur kurz alleine dann kam er aber auch schon zu ihr mit sämtlichen Verbandszeug und einer Creme. Er legte es auf den Wohnzimmertisch und kniete sich dann vor ihr hin, zwischen ihren Beinen, so das sie gut an seiner Schulter arbeiten konnte. Doch ihn ging es nicht um diese dämliche Verletzung, er genoss einfach nur die Zeit mit ihr und er sah eine Chance darin, das alles wieder grade zu biegen, was er verbockt hatte, die endlosen schlaflosen Nächte sollten endlich aufhören.

Vorsichtig legte er ihr seine Hand auf den Oberschenkel und sah sie intensiv an. Sie schreckte fast durch diese Berührung zusammen, doch fasste sie sich schnell wieder.

Nur die Ruhe bewahren, du bist nur aus einen einzige Grund hier, danach gehst du wieder aber was wenn er es nicht ist, oder was wenn er es ist???

Mit erschrecken  stellte sie fest, das es völlig egal war ob er es nun ist oder nicht, es würde das selbe her raus kommen, nämlich das sie nicht wusste wie es weiter gehen sollte.

Er suchte vergebens ihren Blickkontakt, sie wollte dass auf alle Fälle vermeiden, sie hatte nicht vor sich in seinen Augen zu verlieren und wieder zu merken wie er ihre Sinne benebelte, sie dann wieder nicht Herr über sich selbst war. aber selbst seine Berührung alleine und die ganze Situation, brachte ihr Herz zum rasen und ihren Puls zum Pochen. Langsam schob sie sein T-Shirtärmel hoch. Jäsen schüttelte den Kopf und zog in einer schnellen Bewegung, das Shirt ganz aus , Josi stockte fast der Atem, er hatte eine solch schöne, glatte Haut und sein Körper war genau richtig, nicht zu viel von Muskeln gezeichnet, aber auch nicht zu wenig. Er hätte modeln können. Ohne es zu bemerken, hatte sein Körper sie gefangen für einen Moment, sie musste sich schnell wieder in den Kopf rufen, warum sie eigentlich hier vor ihn saß und was sie vor hatte, also tastete ihr Blick sich zu den notdürftigen Verband hin. Langsam öffnete sie den weißen Verband. Ihr Herz schien so laut zu rasen, das es selbst noch die Nachbarn, ihrer Meinung nach hören musste. Und ihre Hände wurden fast ganz schwitzig so nervös war sie.

Bitte lass es kein Biss sein! Kein Biss! Kein Biss!

Immer wieder wünschte sie sich dies, als sie die Mulde gelöst hatte und sie zu Boden fallen ließ. Sah sie die zwei kleinen tiefen Löcher. Nein!!!!

Ihr Herz schien plötzlich still zu stehen, sie sauste mit ihren Oberkörper schnell zurück an die Couchlehne und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf die Wunde, die genau das war, was sie befürchtet hatte. Die zwei tiefen kleinen Löchern, die rings rum mit Blut verschmiert waren, ließen keine Zweifel daran übrig, was es war. „Warum???“, fragte sie nun mit zitternder Stimme. Jäsen verstand die Welt nicht mehr, wieso war sie auf einmal voller Panik und sammelten sich da wirklich Tränen in ihren Augen? Er legte ihr behutsam die Hände auf die Beine, doch sie wischte, die Berührung mit ihren Händen weg. „Fass mich nicht an!!“, schrie sie ihn an und sprang auf, haute ihn dabei fast das Knie ins Gesicht. „was ist los????“, fragte er sie mit 100 Fragezeichen im Gesicht. Er war auch auf gestanden, folgte ihr etwas unbeholfen. „Wage es nicht mir hinter her zu kommen! Bleib ja da wo du bist du verdammter... MÖRDER!!!!“, ihre Stimme zitterte fast bei den Satz aber das letzte Wort hatte sie viel lauter gesagt als den Rest. Ja, er war in ihren Augen ein kaltblütiger Mörder und sie hatte sich in ihn verliebt, sie hatte sich angst um sein Leben gemacht, sie dachte sie wäre die, die ihn nicht gut tat!  Ironie!!!

Er wusste nicht wie ihn geschah, hatte sie ihn grade Mörder genannt? Sie, ihn? Was war hier nur los, hatte sie sich nicht bis vor kurzen selber als Mörderin bezeichnet, er war es doch nicht der Menschen Blut aus saugte. Er konnte nicht reagieren, als sie völlig hysterisch das Zimmer verließ und aus seiner Wohnung flüchtete. Er verstand grade die Welt nicht mehr....

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.11.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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