Lisa Lobby

Verletzte Gefühle 1.Kapitel

 1.Kapitel

 

Der Moment, war unglaublich und schwer in Worte zu fassen. Dieser Schmerz und diese Verletzlichkeit. Kein Mensch, auf dieser Welt. Mit diesen Millionen von Menschen, verfahrenen Situationen. Konnte diese Gefühle auslösen, keiner. Wie unschuldig können diese braunen Augen wirken? Einfach alles auf den Kopf stellen, und sie aus der Fassung bringen. Gerade sie, die Souveränität in Person. Er war es, da gab es keinen Zweifel. Selbst nach all der Zeit, nach fast vier Jahren. Stand der nun vor ihr, und sah immer noch so aus wie früher. Ein Mann denn sich jede Frau wünschen würde, männlich und gleichzeitig weich und verletzlich. Ihr Traummann, der sie einmal liebte. Und der.... „Nora“ diese zwei Silben reichten völlig aus. Es war mehr ein Hauch, als eine Tatsache. Tief verankert hielt der Blick stand. Mitten auf der Straße, auf dem Potsdamer Platz. Warum? Warum, musste sie ihn treffen. Erst jetzt kehrte langsam wieder Leben in ihre Erinnerung. Er hatte sie verlassen, einfach weggeschickt und verletzt. Nora hielt die Hand ihrer kleinen Tochter, immer noch fest. Jedoch schien ihre Wahrnehmung verloren gegangen. Denn die kleine, machte auf sich aufmerksam. Sie zog etwas und wollte an den Eisstand um die Ecke. Dort gab es nämlich ihr Lieblingseis, Erdbeere. Die kleine war typisch für ihr Alter, nicht Geduldig. Nora wendete denn blick von dem jungen Mann ab und versuchte sich zu Sammeln. Die kleine sollte von ihrer aufkeimenden Bekanntschaft nichts mitbekommen. Sie bückte sich zu ihrer Tochter und lächelte ihr liebevoll zu. „Wir kaufen dir jetzt ein Eis, versprochen“. Der junge Mann konnte den blick nicht abwenden, es verunsicherte ihn zunehmend. Sie hat ein Kind? Wenn er eins und eins zusammen zählen würde dann... Aber, das kann nicht sein. Sagte er sich immer wieder in Gedanken. Nora hatte den Scheck angenommen, es war damals das beste. Wenn er es jetzt auch bereute. Er fuhr mit seinen Rechten Hand durch sein vollen braunes Haar. Er war gerade noch in der Villa, und hatte sich umgezogen. Schließlich hatte er heute ein wichtiges Meeting. „Was ist denn dein Lieblingseis?“ fragte er lächelnd und ging auf Augenhöhe mit der kleinen. Nora blickte ihn verblüfft an, warum machte er das? Wusste er es, wahrscheinlich schon. Aber durfte sie ihm, nach all der Zeit. Und vor allem, nach dieser Vergangenheit. So milde gegenüber stehen? Nein, das konnte sie sich gang klar beantworten. Doch wie oft, hatte sie sich das geschworen? Die kleine schien gefallen an dem Mann zu haben, sie antwortete eifrig. „Erdbeere“ „Oh, das ist auch meine“ lächelte er vergnügt. Die Floskel zwischen den beiden, schien ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. „Wir müssen jetzt gehen“ kühl sah sie ihn an und nahm die Hand ihrer Tochter. Kein weiteres Wort, wollte sie mit ihm wechseln. Zu unsicher, hatte sie sich gerade verhalten, das war ihr jetzt peinlich bewusst geworden. Sie hätte sich verfluchen können, doch das sollte ihr nicht mehr passieren. Das schwor sie sich. Der Fußgängerübergang zur Kochstraße schien gerade frei. Sie nütze die Chance und ging. Er sah ihr verzweifeld nach, spührte die Verbindung und die Nähe, die sie einmal verband. Nora drehte sich für einen schwachen Moment noch einmal um, ehe sie den Eisstand ansteuerte. Eine Träne fand bereits den Weg. Sie wollte diese Situation vergessen.Währenddessen, er immer noch an Ort und Stelle stand und ihr nach sah. Er versuchte sich zu erinnern, an das letzte mal als er sie sah. Er hatte sie verletzt, wollte sie nicht mehr sehen. Damals ließ er nichts anbrennen, suchte das Abenteuer. Doch es war seine beste Freundin, sein engste Vertraute. Sie war immer für ihn da, und fing ihn auf. Er hätte das nicht tun dürfen, doch die Rechtfertigung stand trotz allem im Raum. Sein Vater hätte das nicht geduldet. Ein einfaches Mädchen, eine Angestellte. Was hätte er tun sollen?

Fortsetzung folgt... 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.12.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Stream of thoughts: Stories and Memories – for contemplating and for pensive moments (english) von Heinz Werner



Do we know what home is, what does this term mean for modern nomads and cosmopolitans? Where and what exactly is home?
Haven't we all overlooked or misinterpreted signs before? Are we able to let ourselves go during hectic times, do we interpret faces correctly? Presumably, even today we still smile about certain encounters during our travels, somewhere in the world, or we are still dealing with them. Not only is travveling educating, but each travel also shapes our character, opens up our view for other people, cultures and their very unique challenges.
Streams of thoughts describes those very moments - sometimes longer, sometimes only for a short time - that are forcing us to think and letting us backpedal. It is about contemplative moments and situations that we all know.

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