Ingrid Grote

TOPP, die Wette – Wie es weiterging...1b

KNEIPE und DANACH...

 

Sie hätte natürlich nach Hause fahren können. Aber nein, sie tut es nicht, stattdessen geht sie mit, und sie schlendern langsam – selbstverständlich weit auseinander – die Straße entlang in Richtung Innenstadt. Und wieder kommt er ihr so unheimlich groß vor.

„Und wie war’s sonst noch im Urlaub?“ fragt sie schließlich. Natürlich interessiert sie das nicht wirklich, ist nur ’ne reine Höflichkeitsfrage. Sie will schließlich nicht wissen, wie viele Frauen er angemacht und mit wie vielen er gepennt hat.

„Es war okay. Die Unterwasserwelt dort ist ziemlich eindrucksvoll“, berichtet Chris steif und gewissenhaft, und es hört sich tatsächlich an, als ob ein Lehrer seinen Schülern einen Vortrag hält.

„Toll! Und die Überwasserwelt?“ Irma muss ein Kichern unterdrücken.

„Na, die war auch ganz nett, vor allem die Sonnenuntergänge“, sagt Chris nach einem leichten Zögern. Und er sieht sie dabei an, als würde er ihr gleich an die Gurgel gehen, sauer und aufgebracht irgendwie. Anscheinend will er nicht über die Überwasserwelt sprechen. Und warum kann sie sich ihre blöden Fragen nicht einfach verkneifen? Antwort: Weil es ihr Spaß macht, wahnsinnig viel Spaß macht, und vor allem, wenn sie ihn so provozieren kann wie jetzt. Irgendwas muss mit der Überwasserwelt gewesen sein, aber was? Das wird sie wohl nie erfahren. Schade... Sie schaut ihn verstohlen von der Seite her an, aber anscheinend hat er sich wieder eingekriegt, und er sieht so gelassen und hochnäsig aus wie immer.

 

Es dauert wirklich nur ein paar Minuten, bis sie da sind. Bei dem Laden handelt es sich um eine Art Irish Pub, und er heißt ‚Limerick’.

„An die Theke?“ Chris’ Stimme ist anzumerken, dass er gerne an die Theke möchte und nur aus Höflichkeit fragt.

„Ich liebe Theken!“ Gott sei Dank will er an die Theke! Das ist gut, denn an einem Tisch mit ihm zu sitzen, womöglich noch gegenüber, das hätte sie schwerlich ertragen können. Auge in Auge mit ihm, allein die Vorstellung... Nee danke! Das ist nur was für frisch verliebte Pärchen, die Theke ist besser, viel neutraler, und man hat mehr Abwechslung.

Es sind nicht viele Leute da, und es scheint ein netter Laden zu sein. Er ähnelt sehr Irmas Stammlokal, dem E-body. Die Theke ist lang, und auf den gepolsterten Barhockern mit ihren hohen weichen Lehnen kann man bestimmt stundenlang gemütlich sitzen.

Irma bestellt sich einen Kaffee und studiert die Speisenkarte. Chris steht neben ihr und bestellt sich ein Bier. Und natürlich hat Irma ihren eigenen Deckel, auf dem alles aufgeschrieben wird.

Chris unterhält sich mit dem Typen, der hinter der Theke steht. Und Irma studiert immer noch die Speisenkarte, die ihr irgendwie bekannt vorkommt. Die sieht fast aus wie die im E-body, ihrer Stammkneipe.

Irma fühlt sich absolut nicht vernachlässigt, sie kennt sich aus mit dem Kneipenleben, sie weiß, dass Männer sich in einer Kneipe anders benehmen als zu Hause. Sie weiß das aus langjähriger Erfahrung. Und deswegen findet sie es auch normal, dass Chris sie ein wenig ignoriert. Aber es hält sich in Grenzen, das Ignorieren – ab und zu schaut er sie an, fragt ob sie Hunger hat, und empfiehlt ihr schließlich die Spaghetti.

Okay, sie wird ihm mal vertrauen, und sie bestellt die Spaghetti.

 

„Ja aber hallo! Wer ist denn das!“ Irma dreht sich erstaunt um und erblickt hinter sich Karel, den Wirt vom E-body. Was treibt der denn hier? Irma überlegt und kommt zu dem Schluss: Karel besucht öfter andere Kneipen, um sich die Konkurrenz anzuschauen.

„Irma heiße ich...“ Sie muss lachen.

„Hallo Irma“, sagt er und grinst sie an. „Was treibst du denn hier? Bist du zur Konkurrenz übergelaufen?“

„Nöö, nicht wirklich... Und du, mein Lieblingswirt? Solltest du nicht in deinem eigenen Laden sein?“

„Ich wollte meine Exfrau sprechen...“

„Wie denn, was denn?“

Es stellt sich heraus: Das Limerick gehört Karels Exfrau. Und Irma weiß jetzt, warum ihr diese Kneipe so bekannt vorkommt, sie hat das gleiche gemütliche Konzept und auch fast die gleiche Speisenkarte wie das E-body. Aber Karels Exfrau scheint nicht da zu sein.

„Und du? Hast du den Sack jetzt endgültig abgeschossen?“

Was meint er damit? Oh je, er meint Exfreund Oliver. Diese Frage macht Irma ein wenig verlegen, und hoffentlich hat Chris nichts davon mitgekriegt, aber der hat es wahrscheinlich doch mitgekriegt, denn er steht nur einen halben Meter neben ihr. Und sie spürt, wie er sie von der Seite her anschaut. Grinsend wahrscheinlich...

Also lächelt sie nichtssagend, wäre ja noch schöner, wenn sie ihr Privatleben hier ausbreiten würde. Das geht keinen was an.

„Wir haben uns gütlich geeinigt...“ Wow, das hört sich gut an. Gütlich klingt so wie gut, aber besser. Mehr so wie Güte...

„Sie hat meine ganze Speisenkarte übernommen, bis auf das Eibrot à la Bibi...“ Gott sei Dank wird Karel durch die Speisenkarte abgelenkt. Natürlich meint er mit ‚sie’ seine Exfrau, und Irma atmet erleichtert auf, denn sie hat keine Lust, sich mit Karel über ihren Ex zu unterhalten. Jedenfalls nicht, solange Chris in der Nähe ist.

Zum Glück werden die Spagetti gerade serviert, und sie kann sich damit beschäftigen. Ging ja echt schnell, bestimmt werden die nur kurz aufgewärmt, aber trotzdem schmecken sie gut, und hoffentlich schlürft sie die Nudeln nicht zu auffällig...

 

Kaum ist Karel weg – er ist so unstet, muss immer irgendwohin und kann nirgendwo Ruhe finden – erscheint seine Exfrau. Irma kennt sie ein bisschen, aber natürlich lange nicht so gut wie die blonde Schwedin Maja, Karels jetzige Frau. Maja ist ein Engel, sie ist wunderschönund kommt Irma manchmal vor wie eine Erntegöttin mit ihrem üppigen blonden Zopf und ihrem ausgeglichenen Wesen. Manchmal wünscht Irma sich, so ausgeglichen zu sein wie Maja, aber das wird bestimmt noch ’ne Weile dauern. Falls sie es überhaupt jemals schafft.

Karels Exfrau Regina ist ein Biest, einwandfrei! Aber Irma ist froh, dass sich überhaupt jemand mit ihr unterhält. Mit Chris geht es ja nicht, denn der knobelt mit ein paar Leuten. Man spielt Bahrenbeck, das ist ein ziemlich langweiliges Würfelspiel, wie Irma findet. Schocken ist viel besser, das sollte sie Chris mal beibringen. Natürlich nur, wenn sie ihn noch mal treffen wird, aber so wie das jetzige Treffen läuft, besteht da wohl kaum Aussicht.

Jedenfalls unterhält sie sich ganz gut mit der Wirtin Regina, also mit Karels Exfrau. Zuerst über Karel. Ob er glücklich mit der neuen Frau ist, fragt die Wirtin. Irma bejaht das, und Regina guckt ein wenig säuerlich drein. Dann beugt sie sich über die Theke und fragt Irma leise: „Bist du mit Chris hier?“

Irma schaut sie erstaunt an und sagt dann genauso leise: „Ich weiß nicht so genau. Aber ich war mit ihm verabredet. Irgendwie...“

„Wow, das ist doch schon was!“ Karels Exfrau schaut sie bewundernd an. „Normalerweise hat der nie ’ne Frau dabei, der ist immer solo...“

„Echt?“ Irma kann das gar nicht glauben.

„Die Frauen schleppt er jedenfalls woanders ab...“ Ihre Unterhaltung spielt sich nun im Flüsterton ab, weil Chris nichts davon mitkriegen soll.

„Abschleppen kann er bestimmt gut“, sagt Irma leicht säuerlich. Das Gespräch nimmt einen Verlauf, der ihr nicht gefällt.

„Und er soll wahnsinnig gut im Bett sein...“

„Tatsächlich?“ Das wird ja immer peinlicher. Vor Irmas geistigem Auge erscheint eine endlose Reihe von Frauen, die Chris schon beglückt hat und vielleicht immer noch beglückt. Das ist kein schöner Anblick. Und außerdem geht das niemanden was an, wie Chris im Bett ist. Außer natürlich alle, die schon im Bett mit ihm waren... Shit aber auch!

„Ich hörte davon, dass er nie eine mit zu sich nach Hause nimmt...“ Reginas Blick nimmt etwas neugierig Lauerndes an.

„Ist nicht wahr...“ sagt Irma und tut sehr erstaunt. Sie hält es für besser, nicht zuzugeben, dass sie eben noch bei Chris zu Hause war. Und was redet die da überhaupt? Warum sollte Chris nie eine Frau mit zu sich nach Hause nehmen, das ist doch totaler Quatsch! Und dieses Gespräch behagt ihr sowieso nicht, es ist... unangenehm. Sie mag diese Frau nicht. Vielleicht hat die ja selber schon mit Chris gepennt, so schlau wie sie redet. Irma atmet erleichtert auf, als es voller wird und die Wirtin sich auch um andere Gäste kümmern muss.

 

Irgendein Typ quatscht sie von hinten an, sie reagiert zwar nett, aber unnahbar. Sie will sich heute anständig benehmen, nämlich wie eine Dame, verdammt noch mal!

Wenig später testet sie das Klo an. Heiliger Strohsack, was ist denn das für eine Katakombe, da sollte man besser im Stehen pinkeln...

„Das Damenklo ist unter aller Sau“, sagt sie zu Chris.

„Die Männerklos stehen auch ständig unter Scheiße“, meint der.

„Ach nee, die Männer haben mehrere Klos? Das ist ja echt ’ne Diskriminierung!“

Er lacht und knobelt dann weiter.

Irma gerät in eine gewisse Trance. Es ist schön, das Klacken der Knobelbecher auf der Theke zu hören, es gehört zu der Männerwelt, die sie mag, zumindest ab und zu. Und sie kann dabei so herrlich nachdenken, nur kommt sie im Moment zu keinem Ergebnis. Aber es ist schön, einfach nur hier zu sitzen, in die Kaffeetasse zu schauen und darüber zu rätseln, was sie überhaupt hier tut.

Ab und zu unterhält sie sich mit Chris, es geschieht natürlich nur während der Knobelpausen. Sie reden über die Schule, in der er unterrichtet und wie er mit den Kids klarkommt. Er kommt gut damit klar, und das wundert Irma überhaupt nicht. Er hat ja so eine angeborene Autorität und kann sich bestimmt Respekt verschaffen.

Aber allmählich wird es ihr zu langweilig, was soll das hier? Will er sie testen? Aber warum, wozu? Am liebsten möchte sie gehen, sie tut es nur nicht, weil sie Angst hat, im Dunkeln den Weg nicht mehr zurück zu finden. Kannst ja jemanden fragen, meldet sich ihr Verstand. Ach nee, bist du schlau, zischt sie zurück.

„Komm, wir gehen,“ sagt Chris just in diesem Augenblick zu ihr,

Na endlich! Sie bezahlt schnell ihren Deckel, denn er soll nicht denken, er müsse ihr was ausgeben.

 

Sie schlendern zurück zu Chris’ Wohnung. Irma ist sehr schweigsam, sie fühlt sich verarscht, und sie geht schnurstracks in die Einfahrt, in der ihr Auto steht. „Na dann Tschüss“, sagt sie zu Chris.

„So kommst du mir nicht davon!“ Chris Arm zieht sie weg von ihrem Auto und hin zum Haus.

„HEY!“ protestiert sie.

Er zieht sie trotz ihres Protestes die Treppe hoch, sie glaubt, ihr Protest ist auch nicht ganz ernst gemeint, er schubst sie in das große Zimmer und meint beiläufig zu ihr: „Ich hatte dir bei unserer ersten Begegnung doch was versprochen…“

„Was meinst du?“ Irma schaut ihn erstaunt an. Und dann fällt es ihr schlagartig wieder ein. „Ich werde dich lecken, bis du mich anflehst…’

Aua! Aber eigentlich eine verlockende Vorstellung.

Irgendwie geht es durch eine Tür, und sie landet auf einem breiten Bett. Das ist bestimmt seine Spielwiese.

Er zieht sie unaufhaltsam aus, und sie glaubt, sie hilft ihm dabei, bis sie schließlich nackt auf dem Bett liegt und vage überlegt, wie schnell das gegangen ist.

Auch er ist nackt. Und wieder muss sie seinen Körper bewundern. Aber nicht lange, denn seine Blicke machen sie überaus nervös, und sie starrt ihm atemlos ins Gesicht. Und dann machen seine Hände sie nervös, sie sind auf ihren Brüsten, wie zart und quälend, und dann sind es seine Lippen, die irgendwo... sind, und das verschafft ihr einen ersten Vorgeschmack auf das, was vielleicht kommen mag.

 

Ab da schaltet Irma geistig ab. Auch ihr ach so schlauer Verstand, der sonst bei solchen Gelegenheiten immer lästig dazwischenfunkt, kann sie nicht erreichen. Und das ist gut so!

Sie weiß nur noch, dass Chris sie hinhält, bis sie ihn anfleht, mehr als die Innenseite ihrer Schenkel zu küssen, und sie weiß auch, dass er nachfragt: Willst du das wirklich? Was sagt sie darauf? Irgendwas blödes, wie eigentlich will ich nach Hause, aber sie stöhnt dabei. Und er hält sie spielerisch von sich weg, was sie wieder zum Stöhnen bringt, bis sie verlangt, tu es, tu es doch endlich, du... Idiot!

Und dann tut er es endlich. Und sie windet sich unter ihm. Oh Gott! Er hat es drauf! Irma will näher an seinem Mund sein. Noch näher. Er soll sie verschlingen, dieser wunderbare Mund.

Und später liegt sie atemlos da und kann es nicht glauben. So schnell hat er das geschafft? Ein Wildfremder? Das kann einfach nicht wahr sein! Und sie hat noch nicht genug. Sie will mehr, will ihn spüren...

Willst du immer noch nach Hause? Seine Stimme klingt wie gewohnt leicht spöttisch, aber auch erregt. Nein ich will nicht nach Hause, ich will, ich will...

Oh Gott, er ist so dominierend, und sie findet es herrlich. Also hält sie still, als wäre sie ein Gefäß, das gefüllt wird, und gerade das verschafft ihr großes Vergnügen. Seltsam. Warum? Keine Ahnung.

Und wieder passiert es. Unaufhaltsam driftet sie ab, sie kann es nicht steuern, es passiert einfach. Und sie will sich nicht wehren, nein, sie will es zulassen, Also lässt sie es zu und klammert sich irgendwie irgendwo an ihm fest, während es passiert...

 

Als sie wieder zu sich kommt, macht sie sich ernsthafte Gedanken. Vor drei Wochen meinte sie noch, sie wäre eigentlich schwer erregbar und mit den meisten Männern würde bei ihr gar nichts gehen. Was für ein Irrtum! Aber vorgeschwebt hat es ihr immer schon, die totale Ekstase ohne sentimentale Gefühle. Einfach nur sich fallen lassen und bumsen. Mit Felipe ging es nicht, obwohl er doch viel netter als Chris war, aber Chris scheint genau der Richtige für solche Aktionen zu sein.

Und es ist herrlich, nicht denken zu müssen, nicht agieren zu müssen und ihm die ganze Initiative zu überlassen. Bei Oliver musste sie immer alles alleine machen in den letzten Jahren. Das war nicht sehr befriedigend und hat sie ziemlich angekotzt, aber es war wohl Olivers Art, sie zu demütigen, und genau deshalb findet sie Chris’ Dominanz so wunderbar. Zumindest im Augenblick.

Ob er ihr irgendwann einmal die Kontrolle überlassen wird? Ob sie ihn noch einmal treffen wird? Fragen über Fragen... Mit ihm würde es Spaß machen, obwohl sie ihn doch gar nicht ausstehen kann.

Als er kurz darauf kommt, ächzt er, er gibt auch ein paar hellere Töne von sich wie ein kleiner Junge. Und sie kann ihm endlich dabei ins Gesicht schauen. Er sieht verletzlich und hilflos aus. Aber während sie ihm ins Gesicht starrt, stellt sie fest, dass er irgendwie auch besorgt aussieht, nein das ist untertrieben, er sieht entsetzt aus. Was passiert da mit ihm? Egal, seine übliche Arroganz ist weg, und in diesem Moment mag sie ihn. Das wird sich natürlich wieder ändern, aber jetzt würde sie am liebsten zärtlich seinen Mund küssen und ihm die Locken aus der Stirn streichen. Natürlich tut sie es nicht, sie ist ja schließlich nicht irre. Allein die Vorstellung, wie er sie hämisch angrinsen würde... Nein danke, nicht mit ihr!

 

Am nächsten Morgen nach einer Nacht, in der Irma die letzten fünf Stunden fantastisch erschöpft geschlafen hat, klettert sie unauffällig aus dem Bett. Sie vermeidet es, Chris dabei zu berühren, sie sammelt ihre herumliegenden Sachen ein und zieht sich leise in dem großen Raum an.

Sie erinnert sich an eine andere Nacht bei einem anderen Kerl, dem Freund von ihrem Ex, da war die Haustür abgeschlossen gewesen, peinlich peinlich, sie musste noch mal zurückgehen und anschellen. Und deswegen stellt sie jetzt ein Kissen zwischen Tür und Angel und geht erst einmal gucken... Diese Haustür ist zum Glück nicht abgeschlossen. Sie zieht oben leise die Wohnungstür zu, verlässt das Haus und steigt in ihr Auto.

 

Es ist kalt an diesem Morgen, und sie streift ihr blaues Jeanshemd über, weil sie keine Lust hat, das Verdeck zuzumachen. Während sie den Motor startet, denkt sie nach. Es war so gemütlich in seinem Bett. Warum ist sie eigentlich gegangen?

Antwort: Sie wollte nicht neben ihm aufwachen. Sie wird keinem auf der Pelle hängen, und ihm erst recht nicht. Miteinander schlafen ist okay, Kneipenbesuche auch, und eine Nacht in der Woche sollte reichen. Falls er sich überhaupt noch mal bei ihr meldet. Sie selber hat nämlich nicht vor, ihm nachzulaufen, das ist sie ihrer Ehre schuldig. Ehre? Automatisch muss sie an Felipe denken. Sie schneidet eine Grimasse, während ihre Haare im Fahrtwind flattern und ihre Ohren sich kalt anfühlen. Ausgerechnet sie denkt an Ehre? Sie hat bestimmt genauso wenig Ehre wie Christopher. Da passen sie ja gut zusammen!

Und auf einmal weiß sie, dass er sich wieder bei ihr melden wird. Er ist scharf auf sie, sie hat zwar keine Ahnung warum, aber er ist es. Und er weiß natürlich auch, dass SIE scharf auf ihn ist. Das ist ihm bestimmt nicht verborgen geblieben, Irma muss lächeln. Also unentschieden...

Trotzdem ist es verlockend, an sein gemütliches Bett zu denken, es ist bestimmt viel gemütlicher als das, was an diesem Samstag noch auf sie wartet.

Sie wird bestimmt furchtbar öde und langweilig sein, die bescheuerte Grillparty von einer bescheuerten Freundin an einem bescheuerten Fluss. Öchzzzz...

 

Fortsetzung folgt

 

Alle Irma-Chris Geschichten sind auf meiner Homepage, und zwar dort:
http://ingridgrote.de/html/bucher.html
Ingrid Grote, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.01.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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