Christa Eva Walter

Wenn Schmetterlinge weinen...

 

Wenn Schmetterlinge weinen...

 

ein kleiner Junge der ich damals war, nach der
Kriegszeit, aber eigentlich war
ich schon ein
bisschen Erwachsen mit meinen 7 Jahren.
Wir
hatten immer, ich weiß es genau, Anfang
November Winteranfang, die
ersten
Schneeflocken...  und die Straßen wurden zu
Schlinderbahnen gemacht.

Es war ein Vergnügen  und ich dachte mir,
mir
gehört die Welt. Als dann der Sommer kam,
endlich...  freute ich
mich, wie alle Kinder auf
die ersten Sonnenstrahlen.  Wir konnten
herumtollen
und uns unserer Kindheit
erfreuen. Doch eines Tages, als die ersten
Schmetterlinge
kamen, veränderte sich
etwas in mir, weil eine Laune der Natur mich
traurig
machte.

Ich war immer ein Einzelgänger, lief immer in
den Büschen und in den  Wäldern
allein herum.
Ich liebte es so, wenn ich den Tieren zuhören
konnte und ich mit
ihnen allein war, war es
wunderschön.
Schmetterlinge sagte man mir,
seien Schädlinge, vorallem die Kohlweisslinge,

die mit den Punkten auf den Flügeln.
Ich habe sie gerne fliegen gesehen und war
immer mit meinen Gedanken
bei ihnen...
die Freiheit überall hin zu fliegen, das ist doch
ein Traum den
jedes Kind träumt.

Ich... als Kind träumte vom Fliegen?

Ja,... als Kind darf man das, meine ich.
Leute,...  wenn nicht, lest nicht weiter,

sonst zerstört ihr meinenTraum. Ich wurde
8 Jahre, ich erinnere mich noch
sehr gut.
Als ich mal wieder in meinem kleinen Wald
war, hörte ich etwas, nein
ich vernahm nur
einen Hauch, als wenn ein Vogel auf der
Jagd war.


Es war so ruhig,... doch auf einmal, fiel mir ein
Schmetterling auf meinen
Schoß, er hatte nur
noch einen Flügel. Behutsam hob ich ihn auf,
und nahm
ihn mit nach Hause. Ich wusste nicht,
was sollte ich machen, mit einem

Schmetterling mit einem Flügel. Aus Zucker
machte ich einen Sirup und er
saugte ihn ein.
Zwei Tage war er mein Freund, als er dann
von mir ging, 
hinterlies er auf meiner Hand
einen kleinen Tropfen, wie Tränen gleich.


Viele Jahre später, als junger Mann lag ich
unter einem Baum und schlief.
Ich träumte
von meinem Schmetterling, ich spürte ein
leichtes Kribbeln
über meinem Gesicht, als ich
wach wurde, sah ich fünf Schmetterlinge
die
auf mein Gesicht zuflogen, als wollten sie mich
als Nektarquelle benutzen.
Es war so angenehm,
ich rührte mich kaum, immer wieder hielten sie
inne,
um dann wieder über meinem Gesicht
zu kreisen.
Ich dachte an mein Kindheitserlebnis,
als ich einen von ihnen retten wollte.


Die Tränen in meinem Traum schienen wohl echt
zu sein  und sie labten sich
wohl an der Kühle
meiner Tränen,... wie auch immer,... als sie
wieder
wegflogen, lag ich noch lange einfach
nur so da... und fühlte mich
unbeschreiblich
glücklich.
Ich frage mich heute noch,...
waren es meine Tränen,... oder die Tränen,...
der
Schmetterlinge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Kindheitserlebnis von einem guten Freund :))

das ich so anrührend fand um einmal darüber zu
schreiben.
Christa Eva Walter, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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