Er war auf den Weg in den Süden und war dabei schon spät dran. Die Tage waren oftmals schon kalt. Langsam wurde es Nacht und er landete auf einem kleinen Teich, irgendwo zwischen hier und da, nur um kurz auszuruhen, denn er hatte schon einen langen Weg hinter sich.
In der Morgendämmerung erwachte er dann auf einmal durch das Geschrei der Kinder, die vorbei liefen, auf ihrem Weg in die Schule und den Kindergarten. Dann wollte er losfliegen, doch es ging nicht! Der Teich war über Nacht zugefroren, als er durch seine Müdigkeit doch eingeschlafen war. Er schrie so laut, wie er nur konnte und schlug dabei heftig mit seinen Flügeln. Doch es half nichts! Das Eis brach nicht auf! Keine half ihm, obwohl viele Menschen an ihm vorbeigingen. Langsam wurden seine Schreie immer leiser und die Flügelschläge schwächer. Der Tag war kalt und so konnte das Eis des Teiches auch nicht auftauen. Der Schwan stack noch immer fest. Als ihn seine letzten Kräfte verlassen hatten, sank sich sein einst so stolz erhobenes Haupt zu Boden. Noch immer gingen vielen Leute an dem kleinen Teich vorbei und noch immer half ihm keiner.
Am späten Nachmittag jedoch kam ein kleines Mädchen mit ihrem Vater vorbei: "Schau mal Papi!" sagte das Mädchen, wobei es auf den Schwan zeigte. Er nahm seine Tochter zur Seite und erwiderte mit gedämpfter Stimme und einer Träne im Gesicht: "Komm mein Kind! Der Schwan ist tot!", "Er ist tot?", "Ja, er ist tot, weil ihm keiner geholfen hat!"
Vorheriger TitelNächster Titel
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jacqueline Brückner).
Der Beitrag wurde von Jacqueline Brückner auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.03.2009.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
hotmail.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)Jacqueline Brückner als Lieblingsautorin markieren

Der kleine Kobold Mallefitz
von Sabine Kwyas
Nach hundert Jahren unbeschwerter Kindheit bekommt der kleine Kobold Mallefitz von seiner Mutter seine zukünftige Lebensaufgabe erklärt. Da Kobold en Menschen als Schutzengel dienen, bekommt auch Mallefitz einen kleinen Schützling zugewiesen, den er vor den alltäglichen Gefahren bewahren soll. Es ist das kleine Mädchen Lea, dass Mallefitz mit ihrer Ungestümheit und ihrem Temperament ganz schön auf Trab hält. Doch da der fleißige Kobold sich vorgenommen hat, der beste Schutzengel der Welt zu werden, läßt er Lea niemals aus seinen wachsamen Augen und verhindert somit oftmals die kleinen Unglücke des Lebens. Bis zu dem Zeitpunkt als sein Schützling schwer krank wird und sich ihm überstarke Gegner in den Weg stellen, da beginnt für Mallefitz ein Kampf auf Leben und Tod.
Wird es ihm jetzt immer noch gelingen der beste Schutzengel auf der Welt zu werden und seine liebgewonne Lea vor dem schlimmsten Unheil ihres Lebens zu bewahren.?
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: