Natascha Frantz

Das Versprechen der Prinzessin

Draußen war es dunkel und der Schnee der weiß und weich auf den Dächern der Häuser lag wirkte unwirklich.Die ganze Stadt sah aus wie in einem Wintermärchen.Stephanie saß in ihre Bettdecke gekuschelt am Fenster ihres Zimmers und starrte in Die Nacht hinaus.Seit ihre Mutter ihr Gute Nacht gesagt ihr und  einen Kuss auf die Stirn gedrückt hatte saß Sie so da und schaute in den Nächtliche Sternenhimmel.Sie dachte an letztes Jahr als Sie Weihnachten gefeiert hatten es war sicher das tollste fest das sie je gefeiert hatten.Sie konnte Sich noch genau an jede Einzelheit erinnern an den Duft des Entenbraten und den herrlichen Geschmack der Bratäpfel den sie so liebte das ganze Haus war erfüllt von Glanz und Freude .Überall hatte Mutter Engel aller Größen aufgehängt oder hingestellt und auch wenn sie manchmal dachte es wäre schon fast zu viel klim bim so sah es doch immerwieder schön aus wenn ihre Mutter mit dem schmücken fertig war.Ihr Vater meinte immer Sie hätte eben ein Händchen für solche Dinge. Sie wusste sogar noch welche Farbe Papas Hemd und seine Krawatte gehabt hatten sie hatte noch immer den Geruch seiner Pfeife in der Nase .Mama schimpft dann meistens weil sie diesen Geruch nicht mag aber Stephanie liebte es sich auf Papas schoss zu setzen und seinen Geschichten zu lauschen die er ihr immer wieder erzählte wärent er seine Pfeife schmauchte.Geschichten aller art er war ein wundervoller Geschichtenerzähler sie hing an seinen Lippen wie ein ein ertrinkender an der Hand dessen der ihn aus dem Wasser zog.Mama hatte den Tisch gedeckt und dann waren noch Die Mideltons von gegenüber gekommen mit ihren Zwillingen Simon and Samuel.Eigentlich mochte Stephanie die beiden Nervensägen nicht besonders sie waren ja auch immerhin zwei ganze Jahre jünger als sie und sie spielte eben nicht gern mit Babys aber an diesem Heiligabend hatte sie so gute Laune das selbst das nervtötende Gezanke der beiden sie ihr nicht verderben vermochten.Den Rosenkohl den sie bei aller Liebe nicht runtergekommen hatte hatte sie Papa ! heimlich ohne das Mama es bemerkt hatte auf den Teller geschmuggelt er mochte das Zeug auch nicht besonders aber er lächelte ihr zu und aß die ihm von ihr auferlegte Portion auch noch .er zwinkerte ihr zu und sie zwinkerte zurück wie ein Geheimbund hatte sie gedacht.“Na ihr was habt ihr den schon wider miteinander ausgeheckt „hatte Mama gefragt und Papa hatte mit einem erstauntem Gesicht gesagt“Wer? Wir? -Nichts was sollten wir den schon aushecken .also wirklich Susan was du immer denkst.“Alle hatten gelacht und dann nach dem essen war sie mit Papa in den Keller gegangen er wollte ihr noch ein ganz besonderes Geschenk machen hatte er gesagt ohne die andern.Im Keller war er immer und baute an seinen Modelautos das war seine Leidenschaft sagte Mama immer die Regale im Keller waren voll mit klitzekleinen Ersatz und Bauteilen für Papas Miniflitzer wie er sie manchmal nannte.Stephanie saß oft in dem Autoreifen des alten Chevys den ihr Vater an die Kellerdecke gehängt hatte und sah ihm zu wie er unglaublich geschickt und konzentriert diese kleinen Flitzer zusammen schraubte die Reifen anbrachte und die Karosserie lackierte nur um sich wie ein kleines Kind darüber zu freuen wenn alle arbeit getan war und ein weiteres Miniauto- seinen Platz im Regal einnahm.eigentlich war sie so gut wie immer dabei wenn er da unten seinem Spieltrieb nachging aber in den letzen tagen vor Heiligabend hatte sie das erste Mal feststellen müssen das die Kellertür abgesperrt war wenn Papa unten war .und nun wusste sie auch warum er hatte da unten an ihrem besonderen geschenkt gearbeitet und das sollte sie nicht mitbekommen .er ging mit ihr zu dem großem Tisch und hielt ihr dabei die Augen zu“Nicht blinzeln Prinzessin“
„Mach ich ja nicht“ hatte sie gesagt und als er ihr den Blick auf den Tisch freigab stand dort eine winzigkleine Prinzessinenkutsche wie aus einem Traum so wunderschön .er hatte sie extra für sie gemacht in Rosa und weiß mit großen goldenen rädern und ganz ganz kleinen Schnitzereien an den Seiten er hatte alles in akribischer Feinarbeit von Hand gefertigt und es war die schönste Prinzessinenkutsche die sie jemals gesehen hatte sie fiel ihm um den Hals und küsste ihn „Ohhh wie wundervoll Danke Danke Danke“woher hast du gewusst das ich mir genau so eine gewünscht habe „er zuckte mit den schultern“Ach ist doch nichts besonders Väter wissen so etwas eben sie sehen es in den Augen ihrer Töchter und manchmal bekommen sie diese dinge von dem kleinem Funken zugeflüstert der in jedem Vaterherz wohnt .“
Was ist das für ein Funken Papa?“
Das ist ein kleiner Funken der mir immer sagt was du brauchst und fühlst er sagt mir wann du traurig bist und wann du mit deinem herzen an mich denkst.“
„Cool und wo kommt dieser Funken her?“
„Er war ganz Plötzlich da als ich dich zum ersten Mal im arm gehalten habe Prinzessin da warst du gerade zwei Minuten alt und von diesem Moment an hatte ich diesen Funken in meinem Herz und er wird mit jeden Tag den du wächst heller und heller und selbst wenn wir beiden Meilen von einander entfernt wären würde er mich wissen lassen das du das wundevollste kleine Mädchen bist das ich kenne.Niemals wird dieser Funke in mir aufhören dich zu lieben und auf dich acht zu geben Prinzessin denk immer daran versprichst du mir das?“
Ja ich verspreche es“hatte sie feierlich gesagt und dann waren sie wieder nach oben gegangen.
Zwei Wochen nach diesem Heiligabend war ihr Papa ins Krankenhaus gekommen und und eine Woche später war er gestorben.Ihre Mama hatte ihr erklärt das er eine Krankheit gehabt hatte die man Krebst nennt und das die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten weil Mann es zu spät entdeckt hatte.Auf der Beerdigung saß sie neben ihrer Mama die kleine Kapelle war voll mit Leuten die ihr alle den Kopf tätschelten und solche Sachen sagte wie ach das arme Kind oder du musst deiner Mama jetzt helfen Stephanie.Sie stand einfach nur da und ließ alle an sich vorbei gehen sie hörte ihnen gar nicht zu sie stand nur einfach da und konnte ihren blick nicht von dem Sarg abwenden .Da drin sollte ihr Papa also nun sein .wie schrecklich eng musste es wohl sein und sicher ganz ganz dunkel.Sie hatte immer angst im dunkeln aber Papa hatte immer gesagt die Dunkelheit tut dir nichts Prinzessin .Er war viel mutiger als sie es war .
Nun saß sie da und schaute noch immer in den nächtlichen Sternenhimmel .Ihr blick fiel auf ihr Puppenregal an der anderen wand .da stand die Kutsche und dann konnte sie es auf einmal spüren diesen Funken von dem Papa gesprochen hatte .Ganz ganz tief in ihrem kleinem Herz spürte sie das sie nicht Traurig sein musste oder Angst haben musste sie konnte ihren Papa nicht mehr sehen oder in den arm nehmen .Auch den Geruch seiner Pfeife roch sie nicht mehr aber sie wusste das er da war, immer hatte er gesagt egal wie weit sie voneinander entfernt waren. er würde auf sie acht geben und sie lieben und weil Papa sie nie angelogen hatte wusste sie das es die Wahrheit war und plötzlich lag ein lächeln auf ihrem Gesicht.Als Draußen einen Sternschnuppe zur Erde fiel sah sie ihr nach zwinkerte ihr zu und flüsterte „“Ich werde es nicht vergessen Das verspreche ich“


 
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.03.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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