Jessica Scharf

Chen und Fica 1 (freundschaft?)

Der Frühlingsduft wehte dem frühen Morgen sanft entgegen , das Haus der Mins war noch sehr still behaust , die Dienerinnen taten leise ihre Pflichten erledigen , wo die Dame des Hauses alles gut besichtigte und der Herr des Hauses sich in der Haus eigenen Bibliothek befand,

Thai Min war ein sehr angesehener Mann , seine dunklen Augen sahen sanft und gütig aus , sein fast immer vorhandenes Lächeln selbst den Dienern gegen über war warmherzig und sein Haupt war stolz und elegant .

Das Fenster weit aufgeschoben wehten ihm einige der Blüten entgegen , die der Kirschblütenbaum ab warf , ein schönes Bild wie Thai immer fand, als junger Knabe war er schon von der Schönheit dieser Blüten gefesselt worden , er wünschte sich immer eine Frau  dessen Gesicht genau so zart und schön wie die Farbe der Blüten sei und genau so rein im Herzen .
Er würde nie sagen , behaupten das seine Frau nicht schön sei oder rein , nein Mai-lin war äußerst schön , ihr süßes rundliches Gesicht, diese Zerbrechlichkeit ihres schlanken Körpers und ihre dunklen attraktiven Augen , Mr. Min liebte seine Frau wirklich , sie war klug , wenn auch verbissen und pingelig , doch er lernte sie schnell lieben .

Als sein Vater ihm damals mitteilte das er nun alt genug sei um die Tochter des Hauses Fo zu Frau zu nehmen , hatte er versucht sich gegen zu wären , seine Hartnäckigkeit war so stark das nur ein einziger Ausweg zu sehen war, er musste sich selbst von der Schönheit der Tochter der Fos vergewissern um ohne Zweifel und Angst in die Vermählung rein gehen zu können .

Ein ungewisses Lächeln umspielte sein Gesicht , er sah es noch genau vor sich , wie verschüchtert sie dort neben ihrer Mutter stand, doch war sie ebend keine Kirschblüte, trotzdem die Herrin seines Herzens .

"Jun, lass meine Frau bitte rufen , ich habe mit ihr etwas wichtiges zu besprechen " wand sich Mr. Min dem Diener zu , der abwartend auf Befehle im Raum stand , dieser einmal kurz zu nickte, leicht sich verbeugte und auf leisen Füßen raus lief um dem aufgetragenem nach zu kommen .

"das Essen muss pünktlich fertig sein , wir erwarten hohem Besuch " hob Mrs. Min ihren Kopf streng an , sie war eigentlich ne warmblütige Frau , doch wenn es um das Häusliche ging konnte sie regelrecht streng sein

"Mrs. Min ihr Mann lässt nach ihnen rufen , es sei was wichtiges zu bereden sagte er " Jun schaute der Herrin nicht direkt in die Augen , es gehörte sich für einen Sklaven nicht seiner Herrin oder Herr direkt in die Augen zu blicken , da sie nicht auf gleicher Höhe sind, sie steht über ihm und dies war einer dieser Regeln die deutlich dran erinnern sollten

"ist ok , ich danke dir Jun " gab sie lächelnd von sich , der ältere Mann verneigte sich und zog sich wieder zurück .

Kurz lies Mrs. min noch einen blick durch die Küche gehen , die Nuddeln waren am braten , wo alles andere auch seinen rechten Weg ging , ein kurzer Verschnaufer verlies ihre Kehle, es war anstrengend alles immer genaustes im Auge zu haben , dafür zu sorgen das alles seine rechten Wege geht, wo ihr geliebtes Kind doch so sehr anspruchsvoll war und oftmals mehr Zeit brauchte als übrig war.

Dessen hatte ihr Mann versprochen Linderung zu beschaffen , wo das Lächelnd sich auf ihre Lippen noch mehr hervorhob , sicher würde er darüber mit ihr reden wollen .

 

"hier bin ich Geliebter" betrat Mrs. Min die Bibliothek , wo ihr Mann mit einem Scotch in der Hand am Fenster stand, seine tiefen Augen blickten sie bedenklich an , wo sie nun langsam auf ihn zu schritt.

Ein paar Kirchblüten umwehten ihren Gatten immer noch  , wo ein Herzwärmendes Gefühl ihren Körper beschlich , er war im besten alters eines Mannes, die Mitte des Lebens und wirklich ein attraktiver Anblick

"ich habe mir das mit unserem Sohn noch mal durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Endschluss gekommen einen Sklaven für ihn als Spielkameraden zu kaufen " bedrückt blickte Mai-lin ihren Mann an , einen Sklaven ? war er nicht noch zu jung dafür? überhaupt er musste ihn mögen um ihn als Spielgefährten zu sehen !

"wieso so betrübt den Blick meine Liebe?" strich Thai zärtlich über ihre weichen Wangen, schwer atmend schaute die Frau zu ihm hoch , ihre dunklen Augen sahen so bitter und doch hoffnungsvoll aus

"ich hatte eigentlich an einen Erzieher gedacht mein Geliebter " sprach sie ohne irgendwelche Bedenken , Mr. Min grinste

"meine sie meine Liebe das dies ausreichen würde? nein er braucht einen Freund " schlug er kurz die Augen zu um sie wieder zu öffnen

"aber einen Freund muss man mögen um ihn als Freund an zu sehen " warf sie ein weiteres Argument dagegen in den Raum

"dann lassen wir ihn selber jemanden wählen  , im Haus der Kear , sie haben acht Knaben , soll er sich einen von ihnen aussuchen , es handelt sich dabei um ein Bauernhaus , meine Liebe " erklärte er mit wenigen Worten , Mrs. Min senkte bedenklich den Blick , einen Freund , sicher er währe auch für das Wohlfühlen ihres Sohnes verantwortlich und wer könnte so etwas besser als ein Freund !

"OK mein Geliebter " zog Mrs Min sich wieder zurück , wobei ihre Augen strahlten , das zeigte ihren Mann das sie damit vollkommen einverstanden war , doch das Gesicht von Thai war immer noch zweifelhaft , er wusste nicht ob es wirklich richtig sei , der Hausname Kear war ein Deckname, den dieses Haus annahm um sich an zu passen , den eigentlich handelte es sich dabei um Deutsche und Thai wusste nicht ob es gut sei sich Ausländer ins Haus zu hohlen , aber er wollte einfach die Zeit zeigen lassen was wird, das Geld würde dieser Familie helfen und ihm ein Knabe bringen , also was sollte dagegen sprechen , wenn man die Nationalität einfach mal außer tracht nimmt .

 

Verwundert blickte der junger Herr seinen Vater an , Thai hielt es für richtig es sofort hinter sich zu bringen , er hatte vorher dem haus Kear schon einen Besucht abgestattet um es zu klären und nun wollte er mit seinem Sohn dort hin

"aber wie kann man einen Freund kaufen ?" seine dunklen Augen schauten neugierig in die seines Vaters, Chen war für seine dreizehn Jahren sehr Klever , ein angehender Mann , wo sein Vater einfach aufrichtig die Wahrheit sagen musste

"es wird mehr ein Sklave sein , für dich alleine " lächelte Mr. Min , Chen hob leicht den Kopf an , der Wind wehte Scharf durch sein Haar, was von einem schwarzen Seidenband gebunden war

"Vater ihr sagt ein Sklave ? , kann ich selber wählen ?" Mr. Min blickte seinen Sohn überrascht an , mal war er einfach nur Kind , wirkte neugierig und noch unschuldig und auf der anderen Seite war ein angehender Mann , dessen ein kluger und scharfer Geist innewohnte

"du willst selber wählen Chen ?" der Knabe nickte fest Entschlossen , es ging um seinen Sklaven wieso sollte er da nicht selber entscheiden .

Thai hatte gegen die bitte seines Sohnes nichts ein zu wenden , wieso sollte er nicht selber wählen ? , dies würde die Chance auf eine Freundschaft , auch wenn sie klein war , größer machen und hatte er sowieso schon längst in betracht gezogen gehabt .

 

Leicht betrübt blickte Chen über die Felder hinweg , ein nicht sehr großes Bauernhaus stand dort , wo sich mehrere Tiere drum tummelten , es roch nach gedüngten Feldern und stickenden Mist , nie würde er hier leben können

"komm Sohn " ging Mr. Min voraus , wo Chen ihm stumm folgte , den groben Weg bis hin zum Haus , noch immer wehte zart der Wind , der Himmel lag in schwachen Blautönen und kaum Wolken waren zu sehen und wenn dann in einem leichten Weiß .

Mr. Min pflegte es auch mit den Bauern eine privilegierte Unterhaltung zu führen , er war der tiefgründigen Meinung , das man von jeden Menschen etwas über das Leben lernen kann , wenn man nur die richtigen Fragen , die richtige Unterhaltung führt, wo die Überraschung drüber das sein Sohn es nicht sonderbar fand , das dies keine Japaner waren ihn auch etwas beschäftigte  ,

Wehrendessen sollte Chen sich umschauen , ob er die Kinder findet , sie alle sollten auf dem Hoff sein und sich entscheiden welches von ihnen am sympathischsten erscheint , es war ein bisschen wie als ob man in einem Laden geht und sich das schönste raus sucht, aber anders auch wie Ostereier suchen , einfach eine wirklich komische Situation , vor allem da er der Meinung ist zu alt für einen Spielkameraden zu sein .

Er würde nächsten Monat vierzehn werden , da spielte man nicht mehr , doch einen Sklaven wollte er doch , jemanden der seinen Befehlen , nur seinen nicht denen von Mutter oder Vater , sondern seinen untersteht .

Über den großen Hoff hinweg , war er schon einigen begegnet, jeder von ihnen war freundlich , doch weckte noch keines sein Interesse, sicherlich er könnte sich jeden als Sklave vorstellen , schließlich war es fast schon egal wer es sein sollte, doch er war neugierig und da er die Wahl hatte , wollte er gut wählen , wer weiß wofür dies gut sein kann !

An einem großen Stall angekommen , kam ihm der Geruch von Pferdemist sofort entgegen , eigentlich wollte wieder umdrehen , doch eine leise zart erklingende Stimme drang an seinem Ohr , eine die zu einem Mädchen gehören musste , von der Neugier getrieben betrat er den Stall.

Heu war übereinander gestapelt und der Rest auf dem Boden verteilt , wo eine weiße Stute ihm entgegen wirrte.

Den Kopf nach ihm ausgestreckt, ohne irgendwelche Vorbehalte strich er mit seiner kräftigen Hand über den Rücken des Pferdes, wo ihm plötzlich zwei klare blaue Augen über den Rücken des Pferdes entgegen schauten und das Summen erstarb , überrascht blickte Chen in diese blauen Augen , eine Farbe die dem Himmel glich , schön und klar.

Neugierig ging er um das Pferd herum , blonde gelockte Haare die das Gesicht lieblich umspielten und lang den Rücken herunter reichten kamen zum vorschein

"hi ich bin Fica" streckte sie fröhlich ihre Hand nach ihm aus , dessen Chen sofort nach kam , seinen Blick von der Hand aber auch gleich wieder in ihr Gesicht gehen lies und ein schallendes Gelache ausbrach , verdutzt verengten sich Ficas Augen

"warum lachst du ?" fragte sie sauer werdend , Chen musste noch lauter lachen , zeigte immer wieder mit den Finger von ihrem Kopf runter zum Boden und wieder hoch

"was willst du bei Pferden , hast du keine Angst platt getreten zu werden ?" konnte er noch immer nicht auf hören zu lachen , das kleine Mädchen verschränkte die Arme in einander

"du bist ein arroganter Flegel " brummte sie , worauf das Lachen von Chen abgrubt verstummte

"wie alt bist du ?" fragte er mit Teils ernster und Teils lachenden Ausdruck noch

"geht dich gar nichts an " brummte sie

"sag ! , los" wurde Chen ungeduldig , wenn er etwas nicht mochte dann keine Antwort zu bekommen , er wunderte sich was so eine kleine Person bei solchen großen Pferden zu suchen hatte und wollte nun sicher gehen sie innerlich nicht zu unrecht zu verurteilen

"nein " machte sie einen Schritt zurück und streckte ihm die Zunge raus und war bevor er wirklich reagieren konnte schon weg , um das Pferd herum gerannt und aus dem Stall heraus .

Sauer blickte Chen dem kleinen Mädchen hinter her , das war doch lächerlich , er ärgerte sich über ein kleines Mädchen , weil es unerlaubt einfach davon rannte, den die Diener durften sich so was nicht erlauben , wodurch er dieses nicht kannte , enttäuscht ging er wieder zurück zu seinen Vater, das ganze war ihm zu blöd, soll sein Vater doch wählen , den er hatte keine Lust mehr darauf .

"da Papa er war das, er hat mich geärgert " hörte Chen plötzlich nur noch diese frech klingende Stimme, wo sein Blick an seinem Vater und dem Bauer vorbei zu dem kleinen Mädchen ging , die sich hinter ihren Vater versteckte

"verzeiht bitte her, meine Tochter ist erst acht und weiß noch nicht was sie tut " entschuldigte der Bauer sich , sein Haupt beugend , doch Mr. Min lächelte nur vergnügt .

"sie!, ich will sie " zeigte nun Chen mit einen mal , wie aus einer Pistole geschossen auf das kleine Mädchen , die ihn nun entrüstet an schaute, ihre großen kuller Augen blickten fragend und ihr Mund verzog sich

"ein Mädchen?" fragte Mr. Min leicht verwirrt , sein Sohn hatte sich gerade für ein freches Mädchen entschieden , trotz der Tatsache nickte Thai einfach nur zu , er fand es zwar recht komisch , doch er hatte seinen Sohn gesagt er könne wählen und so würde er nichts gegen seine Wahl tun .

"ihr wollt meine Tochter Herr?" fragte der Bauer entsetzt , das war das einzige was er nicht erwartet und auch nicht erhofft hatte , so viele Buben wurde ihm geschenkt und nur ein Mädchen und nun sollte er seine Tochter abgeben , doch abgemacht war abgemacht, er hatte dem zu gestimmt , das der kleine frei wählen dürfe .

"Papa?" schaute Fica mit ihren großen Kulleraugen fragend hoch

"Fica du wirst nun mit dem Herrn mit gehen , arbeiten verstehst du , du wirst diesen kleinen Herrn dort jeden Wunsch und jeden Befehl gehorchen "versuchte der bauer seiner kleinen Tochter zu erklären , doch wie sollte man so was einem kleinen Mädchen erklären?

„papa?“ schaute sie ihn unwissend an , es war zu viel für sie und zu unverständlich erklärt, aber ihr Vater wusste einfach nicht wie er es sonst erklären sollte

„los komm jetzt „ forderte Chen , fragend sah Fica ihren Vater an , der zustimmend nickte und ihre großen Augen sich auf dem Boden richten lies , sie hatte verstanden und würde niemals Schande über ihren Vater bringen , deswegen , nur deswegen wollte sie tapfer sein , gehorchen und vor allem nicht weinen .

Fortsetzung folgt morgen ^^.....

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.03.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Nickname Sonnenschein von Feli März



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