Jessica Scharf

Chen und Fica 2 (!!!doppelt)

 

 

 

 

 

Der Abendwind war kühl geworden und Mrs. Min hatte noch immer nichts zu dem kleinen Mädchen gesagt was nun in den Gemächern von Chen eingezogen war, das einzige was sie veranlasst hatte war, das sie ihr eigenes Zimmer bekommen hatte , den jungen und Mädchen sollten nicht das gleiche Schlafgemach teilen .

"Liebes ihr habt noch immer nichts zu Chens Wahl gesagt , mögt ihr die kleine Fica nicht ?" Mai-lin schaute ihren Gatten beschämt an , der gerade die Decke über seine Beine zog

„ich kann zu der kleinen nicht viel sagen , doch war nicht die rede von einem Knabe, mein geliebter?“ ihre dunklen Augen schauten ihn erbarmungslos verurteilend an

„aber Liebes , es war seine Wahl und sein recht zu wählen was er für richtig hält „ räusperte er sich im sanften gewohnten Ton , Mai-lin verzog unzufrieden das Gesicht

„viele haben weibliche Dienerin , sogar im Überfluss , meine Liebe „ fügte er noch als Argument hinzu

„ja nach dem sie verheiratet sind und keine Kinder mehr sind „ bot sie entgegen, Thai rümpfte die Nase, er hatte ihre Reaktion ja eigentlich so schon erwartet gehabt, dennoch überraschte es ihn , so wie sie ihn so oft immer wieder überraschte .

 

Die kleine Fica schaute mit großen Augen von ihrem Bett auf zum Fenster hin , alles hier war so anders, sah so edel aus und sie vermisste doch ihre Brüder, ihren Vater und die Mutter so sehr !, was sie mit tränen irgendwann einschlafen lies .

 

Der Morgen lachte früh durch das Zimmer und eine alte Männer Stimme holte sie aus dem Schlaf

„kleines aufwachen „ langsam schlug Fica die Augen auf , für den Moment verwirrt , weil sie vergaß wo sie war

„bringe den jungen Herrn seinen morgendlichen Tee und mache ihn vorsichtig wach „sprach Jun, wobei er ihr eine kleine verzierte Tasse mit dazu gehörigen Unterteller hin hielt

„äh ja, mach ich „ sprang sie auf

„ziehe dich aber vorher an, ich habe dir dort auf dem Stuhl etwas zum anziehen hin gelegt „ stellte er lächelnd den Tee auf den kleinen Tisch neben das bett , wonach er das Zimmer wieder verlies .

Neugierig schaute Fica sich die Sachen an , ein weißes mit vielen spitzen verziertes Kleid , was gar nicht nach den Sachen der anderen Dienerinnen aussah , Fica wusste natürlich was es hieß eine Dienerin zu sein und ihr Herz wollte es einfach noch nicht akzeptieren .

 

Vorsichtig öffnete das kleine Mädchen die Tür, sein Zimmer lag genau gegen über von ihrem , wo es erst hieß, sie solle eines seiner Nebenräume nehmen .

Die Gardinen waren noch immer zum schlummern zu gezogen, nur ein wenig Licht durch die offene Tür drang herein und war ein Schein über das schlafende Buben Gesicht

-vorsichtig wach machen !!- ermahnte sie sich selber

„du ! Auf wachen !“ versuchte sie es mit leiser Stimme, in dem sie genau vor seinem Bett stehen blieb und den heißen Tee fest umklammerte , keine Regung , sauer stampfte Fica mit den Füßen auf

„bist du wach?“ fragte sie vorsichtig, als er auf ihr Stampfen hin sich leicht bewegte , doch wieder erreichte sie keine Antwort

„BIST DU TAUB ??“ schrie sie darauf mit funkelndem Zorn in den Augen

„kannst du auch leiser schreien? Ich will schlafen!“ sprach er mit ruhiger Stimme, ohne die Augen zu öffnen

„ich habe dein tee hier „ war ihre stimme wieder leise zu hören, sie musste sich anstrengen um nicht noch lauter zu werden , ihrem Temperament nicht nach zu geben

„das rieche ich „ gab er als Antwort

„stelle ihn auf den kleinen Tisch , dort auf dem Teppich , mache mir meine Sachen für den tag fertig und dann gehe wieder raus „

Unsicher schaute Fica sich um , das Zimmer war sehr groß , ein silberner Tisch mit einer Schüssel und anderen diversen dingen zum waschen stand links neben dem Fenster, in der Mitte des Zimmers war ein großer verzierter Teppich , wo noch ein ebenso verzierter Tisch drauf stand , mit zwei Stühlen .
Doch so was wie einen Schrank konnte sie nicht finden !

„wo sind den deine Anziehsachen ?“ fragte sie schüchtern , langsam und genau so seufzend setzte Chen sich aufrecht hin

„siehst du dort die Tür?“

Fica nickte, die musste zu einem weiterem Zimmer führen , dachte sie sich

„da wirst du , denke ich mal in dem Anziheraum Sachen für mich finden , mir ist heute nach etwas blauen , also mache mir etwas zu recht „

„kannst du das etwa nicht selber? Das jemand anderes für dich machen muss?“ blieb sie trotzig stehen , die Arme fest in einander verschlangen

„hm..doch..aber was meinst du wofür Sklaven da sind? „ grinste er übers ganze Gesicht, diese Genugtuung war es wert sich ihre frechen Kommentare an zu hören  .

Finster verdunkelten sich ihre sonst immer so klaren blauen Augen , zu einem dunklen Blau was verletzt den jungen Herr böse anfunkelte

„ich warte „ machte er grinsend Nachdruck , beleidig zog Fica den Mund kleiner , wäre am liebsten laut angefangen zu schreien , lief jedoch nur in das Nebenzimmer hinein um seine Sachen fertig zu machen .

 

Mit geschlossenen Augen stand Mai-lin in dem großen prächtigen garten , es war die zeit der Kirschblüten , die zeit in der sie im Wind zu tanzen begonnen und ein es warm ums Herz werden lies, wie jeden Morgen stand sie deswegen einfach nur still unter einer der prächtigen Kirchblütenbäume ,um den Geruch der frischen Blüten war zu nehmen . Thai ihr Mann , er liebte diese kleinen zerbrechlichen Wunder der Natur , er hatte sein Herz zum Teil ihnen ganz und gar verschrieben gehabt .

Mit leichten und scwebenden Schritten ging sie wieder zurück ins Haus , der Gedanke an das was ihr Mann eins mal zu ihr sagte , kam wieder wie der neue Windhauch der durch die Bäume flatterte , zurück in ihr Gedächtnis .

Er wahr am Tag ihrer ersten Begegnung ehrlich gewesen , er bedachte sie mit einem liebe vollen Lächeln und schenkte ihr sein Herz , dennoch sagte er ihr , das sie keine Kirchblüte sei .

Zu dieser Zeit hatte sie nicht viele Gedanken an diese Aussage verschwendet , Kirschblüte , was sollte er damit schon großartig gemeint haben , doch nun , nach so vielen Jahren der Liebe und der Treue kam die bittere Erkenntnis , nun wo sie von ihm hatte gelernt diese kleinen zerbrechlichen Wunder mit anderen Augen zu sehen , nun sah sie auch was sie nicht für ihn war !

Einen Augenblick beschaute sie einfach nur die kleine Blüte auf den Boden , der Wind hatte sie herein getragen und vor ihren Füßen nieder gelassen , dieses zarte Rosa und diese anmutige und doch zerbrechliche Form

- wie reine Unschuld - senkte sie traurig die Augen und trat über die Blüte hinweg ,

Ihr Sohn war nun zwar erst 13 Jahre, doch es war schon fast zu spät um über seine Zukunft zu Endschließen , eine Ehefrau muss gefunden werden , dachte Mai-lin sich betrübt , wo sie mit ihren Mann für diese Wahl wohl den größten Pflichtteil überlassen würde .

 

Nervös stand Fica im Umkleidezimmer, überall an den Wänden waren monströse Kleiderschränke und in der Mitte des Raumes eine Art gepolsterte Bank ohne lehne

„etwas blaues „ murmelte sie in Gedanken vergebens die suche schon fast aufgegeben .

Vorsichtig öffnete sie den ersten Schrank , eine Schiebetür links neben ihr

„so viele Sachen , aber nichts blaues „ seufzte sie und ging zum anderen Schrank direkt daneben , ohne die Schiebetür wieder zu zu schieben

„oh gleich so viel blaues „ wusste sie überhaupt nicht welches sie als erstes begutachten sollte

„eins , zwei , drei!!“ griff sie das drei betitelte heraus .

 

„ah du hast also etwas blaue gefunden „ grinste Chen , als Fica mit über den Arm gehangenes Kleiedungstück wieder heraus kam

„ja „ brummte sie , wobei Chen sich erhob und mit einem Blick in das Kleidungszimmer sah das beide Schranktüren noch offen standen

„meinst du die gehen von alleine wieder zu ?“ fragte er mit höhnischen Blick , die Arme auf den Rücken verschränkt

„nein aber mit deiner Hilfe sicherlich „

Es war ein witziger Anblick , wie dieses kleine Mädchen sauer und brummig ihn böse anfunkelte und die du Form die ganze zeit verwendete , was den Sklaven nicht erlaubt war

„lege es mir auf den Bett , schließe die Türen wieder und lasse mich allein „ drehte er sich dem Fenster zu

„mach sie selber zu „ trotzte sie , lies das Kleidunkstück auf den Boden fallen und rannte raus

„was?“ schaute er böse hinter her , die hatte es tatsächlich gewagt noch einmal weg zu laufen und dazu noch ungehorsam zu sein !

Seufzend hob er die Kleidung auf , nicht wissend ob er jetzt drüber belustigt oder sauer sein sollte , was würde seine Mutter dazu sagen wenn sie dies gesehen hätte?

Wahrscheinlich hätte sie gleich das ganze Haus zusammen geschrieen oder noch viel schlimmer , eine Strafe folgen lassen .

Chen entschied dem bezüglich nichts zu sagen , er hatte sie sich ausgesucht und würde auch dafür sorgen das sie gehorsam lernen würde, nicht von seinem Vater , nicht von seiner Mutter, sondern von ihm selbst .

 

Das Abendessen würde angerichtet , wie es sich gehörte waren alle Leibdiener auch vorhanden , standen ordentlich gereiht an der Wand und warteten nur darauf einen Befehl entgegen zu nehmen und für das persönliche wohl empfinden ihres Herrn sorge zu tragen

"Chen wo ist deine Leibeigene?" fragte die Mutter mit dunkler Stimme , den von der kleinen war nirgends was zu sehen

"Jun kannst du bitte nach dem Mädchen schauen? " räusperte Mrs. Min sich ungeduldig , es war wieder etwas was gegen diesem Mädchen sprach , eine Sklavin hatte gehorsam zu sein und dieses Mädchen schien nicht viel von Gehorsam zu verstehen

"nein Mutter ist schon gut , ich werde selber nach ihr schauen !" erhob Chen sich schnell

"Chen , dies ist keine Aufgabe für dich !" wollte Mrs . Min seinem tun einhalt gebieten, es schickte sich einfach nicht für einen jungen Hausherren einen Sklaven zu belehren , dafür waren andere Sklaven da

"bitte Mutter, sie ist meine Sklavin und dies ist meine Aufgabe !" nickte er ohne wirklich eine Antwort haben zu wollen seiner Mutter zu und verlies das Zimmer .

Chen konnte sich eigenartigerweise sofort denken wo er sie finden könnte, sein Weg führte ihn ohne Umwegen direkt zu den Stall der Pferde hin , irgendetwas sagte ihm einfach deutlich das sie Pferde vernaht sein musste und er sie deswegen auch dort finden würde.

nach wenigen Schritten hatte der Knabe Fica auch gleich entdeckt, sie saß auf einen der Heuballen , die säuberlich zu einer merkwürdig aussehenden Form gestapelt waren und seltsamerweise irgendwie an Ruinen erinnerten.

„so was schickt sich für eine Sklavin nicht „ sprach Chen streng, er hatte zwar die geduldige Sanftheit seines Vaters geerbt, aber auch die Strenge wenn es drauf an kam , von seiner Mutter.

Wehmütig sahen die blauen großen Augen zu Chen auf , sie hatte gar nicht vor in diesem Moment irgendeine Frechheit von sich zu geben , Heimweh plagte sie , sie vermisste ihre Eltern , ihre Brüder , einfach das Bauernleben .

„wenn du nicht willst das meine Mutter sauer wird, dann lass uns gehen „ forderte der junge Herr, beide Arme auf den Rücken in einander gelegt , in aller ruhe noch immer dort stehend

„bitte nicht „ flehte Fica, sie hatte das Gefühl nicht von der Herrin des Hauses gemocht zu werden und konnte sich keinen Grund dafür nennen

„wieso?“ fragte Chen kühl , dennoch mitfühlend

„ich hab angst „ gab sie leise von sich , wusste nicht ob es jetzt ein Fehler war oder richtig

„Angst?“ Chen lachte diesmal nicht , auch wenn es für ihn so sinnlos erscheinen mag

„wovor?“ ergänzte er seine Frage

„vor deiner Mama „ sprach sie widerwillig , Chen rümpfte die Nase, sie sprach noch immer in der du Form , aber vor erst wollte er einfach mal drüber hinweg sehen , in der Hoffnung es ihr so etwas leichter zu machen ( er wollte sich selber nicht eingestehen das sie ihm leid tat )

Chen überlegte kurz , ja es klang logisch , seine Mutter konnte sehr energisch sein , darüber brauchte man nicht diskutieren , es war Fakt

„das wird schon und jetzt lass uns wieder rein gehen , sonst wird sie wirklich böse und zwar mit uns beiden „ lächelte er neckisch , Fica sah ihn lächelnd und dankbar an , es war für den Moment so als ob sie ihn mögen würde und er einer ihrer Brüder sei , dachte Chen und schüttelte vergnügt den Kopf .

 

Wie die anderen leibeigenen stand nun auch Fica dort an der Wand, den Rücken gerade und die Hände vor den bauch in einander geschränkt .

„so sagen sie doch endlich mal was ! sie haben unseren Sohn erlaubt dieses Mädchen mit zu bringen „ forderte Mai-lin ihren geliebten auf , Thai sah seine Frau gemütlich an , er sah noch überhaupt gar keinen Anlass dieses Mädchen zu tadeln oder zu verurteilen , sie war noch sehr jung und dies alles hier neu für sie , einige Tage müssten ihr erst die Regeln und Bräuche zeigen , bis da hin würde Thai sich auf keines dieser Gespräche ein lassen .

„so sagt doch endlich was „ forderte Mai-lin weiter, ihr weißes Gesicht wurde zu einer empörten Miene und die Wangen färbten sich leicht rosig

„meine liebe , dies ist noch nicht die Zeit um näher drüber nach zu denken oder gar zu debattieren „ schnitt Thai seiner Frau jedes weitere Wort ab und hinterließ dabei auf ihren Gesicht ein demütigen Blick

„ja ihr habt recht „ beendete sie nun auch das Thema und sah flüchtig einmal zu der kleinen Fica herüber, die zusammen gezuckt erst wieder weg rennen wollte .

„keine angst „ flüsterte Jun , der alte Mann konnte sich gut vorstellen wie die kleine Fica sich fühlen musste , es war wahrscheinlich nicht nur angst , sondern auch ein gefühl von unerwünscht sein , was in vielen dingen noch viel schlimmer sein konnte .

„danke „ murmelte sie leise und sah den alten Mann mit ihren großen blauen Augen unschuldig an , sie war für eine nicht Japanerin eine wirklich schöne Erscheinung dachte Jun sich , er hatte zwar noch nicht viele Deutsche gesehen , aber an diesem kleinen Goldlöckchen konnte er nicht hässliches finden .

„Tee“ sprach Chen deutlich und Fica zuckte hilflos zusammen

„du musst bloß seine Tasse neu füllen „ erklärte Jun leise und Fica nickte .

Abwartend ließ Chen es geschehen , Fica stand nun direkt neben ihm und suchte nach einen Behälter in dem Tee sein konnte

-ah eine Kanne – wurde sie schnell fündig und beugte sich nach vorne um an sie ran zu kommen , das lange blonde Haar viel dabei über die Schulter und berührte die weiße Tischdecke

„Mädchen kannst du nicht aufpassen , dein haar hat nichts auf dem Tisch verloren „ schimpfte Mrs. Min und Fica stellte sich abgrubt wieder gerade hin , wobei sie etwas aus der Kanne verschüttelte und verzweifelt die einzelnen Tropfen auf der weißen Tischdecke ansah , die sich langsam rötlich färbten

„schon in Ordnung „ beruhigte Chen sie , als er das zittern ihrer Hand bemerkte

„bis zur helfe bitte „ deutete er auf seine kleine Tasse und sah ziellos nach vorne , Fica nickte wortlos und füllte die Tasse, es viel ihr unglaublich schwer nichts daneben zu schütten oder die Tasse überlaufen zu lassen , so sehr zitterte ihre Hand .

„nun kannst du dich wieder zu den anderen stellen „ sprach Mrs. Min streng und sah Fica dabei strafend an .

„das wird schon „ munterte Jun die kleine gleich wieder auf , was ihr Herz noch etwas tiefer sinken lies .

 

 

Fica wusste nicht ob sie glücklich oder verzweifelt sein sollte, das Essen war endlich vorbei und sie irrte ziellos in diesem großen haus herum , auf der suche nach Jun , um ihn fragen zu können was sie nun als nächstes machen soll .

Vorsichtig wollte sie gerade die Küchentür öffnen , als sie schon die Stimme von Mrs. Min dort raus dröhnen hörte

„wie oft soll ich noch sagen das Bambussprossen nicht ganz durch sein sollen wenn ihr sie raus holt,. Sie sollen danach weiter garen „ schrie sie hysterisch und Fica wollte sich erst gar nicht vorstellen welches arme Menschlein diesmal als ihre Zielscheibe her halten musste , immer mehr entwickelte sich eine Unsympathie , die Fica noch gut unterdrücken konnte .

„Junnnn?“ rief sie hoffnungsvoll nach den alten Mann im Garten , wo ein imposanter Kirschblütenbaum stand.

„Jun ist nicht hier „ kam Thai der Hausherr auf die kleine Fica zu , die ihn unfassbar ansah , er hatte so eine sanfte Art und seine Stimme war so gütig wirkend

„ich…“ Fica wusste nicht was sie sagen sollte

„vielleicht kann ich dir ja weiter helfen kleine Miss „ lächelte Thai und sah verträumt zu den Blüten hoch

„können sie mir sagen was ich jetzt tun soll?“  aufmerksam sah Thai sie an , er hatte sich immer eine Tochter gewünscht und dieses Mädchen wäre die perfekte Tochter gewesen !

„das einzige um das du dich kümmern musst sind die wünsche meines Sohnes, sei ihm ein guter Freund und passe auf ihn auf „

„OK „ lachte Fica , das sollte sie wohl hinbekommen und mit ihrem kleinen glücklichem OK gab sie den alten Mann ihr versprechen

„wenn du Chen suchen solltest , er befindet sich auch irgendwo hier im Garten „ lächelte Thai viel sagend , es war ein kleiner Tipp in die richtige Richtung, was Fica sofort verstand , zu nickte und los rannte um den jungen Herrn zu suchen .

„Cheeeeennn“ rief sie in alle Richtungen und rannte an den vielen Bäumen entlang und dort vor den rosigen Pampasgräsern , die mit ihren langen Stilen hoch gewachsen wie Zuckerwatte aussahen und den roten Fächerahorn stand er nun , den lieblichen duft der Pflanzen gewidmet , die jedes andere Kind wahrscheinlich nicht einmal wahrgenommen hätte

„hallo“ ging Fica unbekümmert mit einem breiten Lachen auf den jungen Herrn zu , der nun überrascht das Mädchen nun erst wahr nahm und fragend ansah

„hast du nicht Lust mit mir fangen zu spielen ? oder verstecken? „ es waren die spiele die sie am auch liebsten mit ihren Brüdern immer gespielt hatte und nun hoffte mit dem jungen Herrn auch spielen zu können , sein Vater hatte ja gesagt das sie auch ein Freund sein sollte und so etwas tun freunde !

„verstecken?“ sah Chen sie ratlos an , er kannte das Spiel nicht und viel drunter vorstellen konnte er sich auch nicht , obwohl das Wort selbst schon für sich sprach .

fassungslos sah Fica den jungen Herrn an

„du kennst kein verstecken spielen ? auch kein fangen spielen ?“

„nein diese Spiele kenne ich nicht „

Fica fing an zu lachen , noch nie hatte sie gehört das jemand diese Spiele nicht kannte (sie kannte ja nur ihre Brüder!) und fand es wirklich schade

„soll ich dir zeigen wie es geht?“ sah sie ihn begeistert von ihrer Idee an , Chen nickte, was hatte er schon zu verlieren? Und neugierig war er auch .

„verstecken oder fangen?“ sah sie ihn fragend an , verstecken oder fangen , weder das eine noch das andere sagte ihm was

„verstecken „ entschied er

„ok , du musst die Augen schließen und nicht mogeln , und bis zwanzig zählen , in der Zeit verstecke ich mich und wenn du fertig gezählt hast musst du mich suchen „

„gewiss ein merkwürdiges spiel“

„nun mach schon , Augen zu „

„na gut , dann verstecke dich mal „ schloss Chen die Augen , prüfend machte Fica einen Schritt auf ihn zu und winkte mit der hand vor seinen Augen , doch keine Reaktion , er zählte ruhig weiter (war schon bei sechs ) .

„ich suche dich jetzt „ rief Chen laut , als er endlich die Zahl zwanzig erreicht hatte und sah erst einmal mit prüfenden Blick über alles hinweg .
Der Garten war groß , eine unendliche Vielzahl von Blüten und Pflanzen, Bäumen und Hecken .

Seine Mutter liebte den Garten , obwohl sein Vater ihn gestaltetet und für sorgten (die Gärtner ausgenommen)

Über die symmetrischen Kieseflächen hinweg (vereinzelte flache Steine, die weit auseinander gereiht Wege ergeben und sich wie Schmuckstücke in den Garten integrieren.

Blieb Chen nach einigen Schritten wieder stehen als er ein leises Gekicher hörte , suchend sah er an den Magnolien vorbei , wo ein blonder Kopf hinter dem Kirschblütenbaum zum Vorschein kam

„du hast gemogelt „ schrie sie und verschränkte sauer die Arme in einander

„was habe ich?“ sah er sie entrüstet hat

„du hast gemogelt , sonst hättest du mich so schnell nicht gefunden „

„ich hab dich gefunden weil du am kichern warst „ belehrte Chen sie

„gar nicht war „ schrie Fica und die blauen Augen blitzen drohend auf

„aber sicher „ beharrte Chen auf die Wahrheit , noch wütender wurde Ficas Blick, sie schien fast vor Wut und Empörtheit zu platzen , als ihr Gesicht plötzlich wieder fröhlich und unbeschwert wurde

„wirklich? Oh hab ich gar nicht gemerkt „ wurde sie rot , lauthals musste Chen anfangen zu lachen , es war nun das zweite mal das sie ihn zum lachen brachte und es tat wirklich gut , ab diesen Moment schwor Chen sich sie wie eine kleine Schwester zu behandeln und zu beschützen , so wie sie ihn wie einen ihrer Brüder behandelte und nicht wie ihren Herrn .

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.03.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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