Jessica Scharf

Das Geheimnis der Wasserfeen 8

Immer noch stand Darin in mitten auf dem Flur, die Augen ins  Leere gerichtet und die Panik tief in sich verankert

„die Liebe?“, wollte sie weiter gehen und doch auch umdrehen, zu Readen hin ! sie wusste das sie etwas für ihn fühlte und doch kam es ihr vor wie ein schlechter Traum, in dem sie die Hauptrolle spielte

„Reaiden?!“, wurden Darins Augen groß, als sich die Tür vom Klassenzimmer öffnete.

Starr sahen beide sich an , die Türklinke noch immer in Readens Hand und Darin mitten auf dem Flur.

So viele Worte steckten in Readen drin, er wollte so vieles sagen und so vieles fragen , doch es ging nicht , er wusste ja nicht einmal womit er anfangen sollte !

„Readen! “, sagte Darin verletzt , doch Readen senkten nur den Kopf und ging Wortlos an ihr vorbei .

 

Mit wütender Gewalt verkrampften sich seine Hände um das Lenkrad, die Strasse wurde zu einem Opfer seines Zorns , auf dem er die Reifen quietschen ließ , ohne Rücksicht auf sich , oder auf irgend etwas anderes.

„KEENNNRIIIIIIIIIIIIIK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“, durchflutete Readens Stimme bebend das ganze Haus

„Kenrik woooo bist DUUU ?“, jeder Schritt der ihn bis hin zum Essraum führte , trat fest auf dem alten Stein und hinterließ ein tiefes Echo

„hast du etwas auf dem herzen Readen?“, stand Kenrik am Fenster, beide Hände auf dem Rücken verschränkt , sah er friedlich in die Ferne .

Readen musste schwer schlucken, bevor er weiter reden konnte, bis er überhaupt zu reden anfangen konnte
“Du hast mein Schicksal versprochen ?“, nun war es draußen , doch war es auch das was Readen wirklich wollte? Was wenn er sich all dies nur eingebildet hatte?, anders gesehen wollte er es nicht einmal wirklich wissen , zu lähmend war die Angst das es wirklich so war , den im ungewissen zu sein , ist oft leichter, als etwas schlimmes zu wissen , den dann konnte man noch daran glauben das es nicht so ist , oder es sich zumindest einreden

„es ist Jahrzehnte her und zu jener Zeit gab es dich nicht einmal „, hauchte Kenrik und doch war der Knotenpunkt in seiner Stimme vollkommen gelassen

„was willst du von mir hören, Readen?“, drehte Kenrik sich langsam um , seine Augen waren gesenkt und seine Erscheinung gab den Eindruck von aufgeben wieder

„wie wäre es mit der Wahrheit?“, Der ganze Raum wirkte plötzlich so dunkel und erdrückend, der ernorme Platz war mit einer Leere ausgefüllt, die alles für sich beanspruchte und kein Platz mehr für Wohl fühlen ließ  

„was war das für eine Frau? Und was zum Teufel ist Darin? Verdammt was ist hier überhaupt los?“, Gestikulierte Readen seine Wut mit den Händen , die banal jedes Wort unterstrichen

„was für eine Frau meinst du , Readen?“

„ich weiß doch auch nicht, Mensch noch mal , sie sagte sie sei das Oberhaupt der Elfen oder irgend etwas mit Elfen…!!! „

„nein !“ stockte Kenrik der Atem

„es ist an der Zeit Kenrik das ihr Antwort gibt , ihr könnt nicht ewig davor weg rennen „, stach Grüne Vegetation , wie ein Grüner Pfeil durch den ganzen Raum und versetzte ihn mit der Lebendigkeit der Wälder.

Nickend musste Kenrik erst ein mal tief ein und aus Atmen . Wie lange hatte er diesen Tag entgegen gefiebert , es versucht zu verdrängen und zu vergessen , doch egal was er auch tat , die Vergangenheit lässt sich einfach nicht aus löschen , es hollt einen in der Zukunft schon ein , um dort auf einen , mit der Gewissheit , das es auch so ist , zu warten

„Readen! , mein Bruder und ich hatten vor vielen Jahren einen Unfall gehabt , du musst wissen das..“ ,
“nein , es ist besser wenn ich es tu „ , unterbrach Sandra ihn und ging mit weichen Schritten auf Readen zu , wie eine Gazelle die graziös durch das Geäst des Dschungels sich bewegt.

Vor Readen kam sie wieder zum stehen , ein Lächeln was er nicht einschätzen konnte umspielte ihre Mundwinkel und die Augen sahen ihn dunkel an

„ihr sollt selbst sehen was geschehen ist „, langsam legte sie einen Finger auf seine Stirn ab und bevor Readen auch nur agieren konnte , zog sich eine eiserner Schleier über seine Augen hinweg und spielte das Vergangene wie einen alten Tonfilm vor seinen Augen ab .

 

„Kenriiiik!!!“ , entsetzt hatte Gregor die Augen weit auf gerissen , die Leitplanke war durchbrochen , sie konnten nur noch den Abgrund näher kommen sehen , wo der LKW mit den beiden in die Schlucht raste

„N…“ verhauchte das Wort in Kenriks Kehle, als Wasser die beiden umschloss .

Erdrückende Stille und unendliches Wasser hatten die beiden in ihre Eisernen Hände geschlossen.

Die Oberfläche wurde immer dunkler und der LKW sang immer tiefer in die Dunkelheit des Meeres hinein…

- nein , oh bitte , so darf es nicht enden – schloss Kenrik die Augen , er hatte keine Luft mehr , weinen ? er hätte weinen können, wenn die Angst um seinen Bruder ihn nicht hätte weiter getrieben.

Ja , dann wäre er in verzweifelter Panik zusammen gebrochen und hätte sich wohl dem gefügt

„Gregor ! GREGOR?“ versuchte er stattdessen an dem Gurt seines Bruder zu ziehen  , in aus den Fängen des LKW zu befreien ,wenigstens er sollte überleben !, er war noch so jung ! er durfte nicht sterben !

„du musst auf..auf wa-wachen !“ , presste sich das Wasser bei jedem Wort drohend in die Kehle von Kenrik hinein und die Wahrnehmung wurde immer schwacher

„Kenrik ?“,öffneten Gregor seine Augen etwas , er fühlte sich so schwummrig , das Wasser drückte seinen ganzen Körper zusammen und die kraft die Luft an zu halten , ohne das Wasser endgültig in die Lunge zu lassen war kaum noch vor handen, es nagte mit unaufhörlicher Qual an seinen verstand

„du musst wach bleiben „,  der Drang nach oben zu gehen , Luft hohlen zu wollen , war immens. Doch nie würde Kenrik seinen Bruder dort zurück lassen , so schwer dieser Kampf auch gegen den Drang  Luft zu wollen war, er war immer noch sein Bruder!

„Gregoor “ riss er an seinen Armen , wollte ihn raus ziehen , doch der Gurt klemmte und die Tiefe war schon so unendlich nah! .

Sekunden der Hilflosigkeit , die Kenriks ganze Kraft einforderten waren verstrichen , Sekunden in denen Kenrik gegen die Zeit kämpfen musste ,die ihn nun erschöpf resignieren ließ und er das Bewusstsein verlor.

Kraftlos ließ sich Kenrik sein Körper auf dem Sitz nieder, an dem Arm seines kleinen Bruders gekrallt

„willst du schon sterben ? Gregor?“ , erklang eine ganz leise und doch genau so deutliche Kinderstimme in seinen Ohren , so weit entfernt !

Mit letzter Kraft versuchte er die Augen zu öffnen , der Gurt drückte und alles an Luft was noch in seiner Kehle war, hatte er verbraucht

-nein ! bitte hilf uns – flehte er , zu schwach um den Mund zu öffnen

„dafür werde ich dir eins etwas anderes ebenso kostbares nehmen, Gregor! „ , konnte er ganz ebend nur eine kleine Hand auf seinem Gesicht spüren , bevor das Bewusstsein ganz verschwand.

Japsend nach Luft ringend , schlug Gregor die Augen wieder auf , er befand sich in mitten eines Teiches, der gerade mal nur so Tief zu sein schien , das es die Zehe beim stehen umringen würde .

Seine Augen gingen suchend an alles vorbei , was war dies für ein Ort? Glitt sein Blick links neben sich , wo der Schreck wie ein Höllentrip ihn erfasste

„Kenrik!“, ging er schreiend zu seinem Bruder runter, er lag Regungslos im Wasser neben ihm , das Gesicht völlig erblasst und die Augen ruhig geschlossen 

„nein „, verspürte er wieder diese kleine Hand auf der Schulter, die ihn sachte nach hinten weg zog und ihr >nein< sachte wiederholte

„er muss selbst entscheiden ob er leben will , nur er selbst kann sich jetzt noch helfen „ , zwei große Blauen Augen sprachen eindeutig was ihre Worte auch wiedergaben ,

„aber..?“ wollte er einschreiten , als eine junge Dame und ein ebenso junger Mann auf seinen Bruder zu kamen und beide sachte ihre Hände auf Kenriks Stirn ablegten .

Um sie herum wirkte die Vegetation viel prächtiger und lebendiger , viel ihm die Vielfalt der Pflanzen auf , die ihre Ranken um alles herum gehen ließen

-wir können euch helfen Kenrik , wollt ihr Leben Kenrik?- es waren zwei Stimmen , die synchron gesprochen waren , eine Männliche und eine Weibliche, die dröhnend und doch so verlockend durch seine Gedanken gingen

-wer seid ihr?- fragte sein Bewusstsein

-es ist nicht wichtig wer wir sind, oder was wir sind , nennt es Fügung des Schicksals , den wir sind eure letzte Chance auf Rettung, Kenrik , doch sei gewarnt, nichts im Leben bleibt ungebüßt , für eurer Leben müsst ihr irgendwann etwas anderes her geben –

-etwas anderes? -

 

„Schluss „ kniff Readen fest die Augen zu , er wollte es nicht mehr hören und auch nicht mehr sehen

„Readen !“, wollte Kenrik auf ihn zu , doch der Blick von Readen war so voller Zorn und unbändigen Hass in alle Richtungen , das Kenrik sich selber in seiner Handlung stoppen musste

„was für einen packt?“, bebte Readens Stimme und doch war sie innerlich ganz ruhig , eine Eigenschaft die Readen schon immer besaß , stilles Wasser, was so tief war , das jedes Problem drin versank

„der Packt war , das Schicksal der Kinder , für das Leben der beiden „, antwortete Sandra ohne Reue in der Stimme , für sie war es richtig !

„ich bin aber nicht sein wirklicher Sohn „ so groß auch die Angst in Readen war , Kenrik mit diesen Worten zu verletzen , es war nun mal die Wahrheit

„ich liebe dich aber so wie einen eigenen Sohn „ , war Kenriks Stimme bedrückt, als ob er sich dafür entschuldigen wolle

„was genau wird jetzt geschehen?“, sah Readen die junge Elfin an , ein zufriedenes Lächeln war auf ihren Gesicht , Readen hatte sich mit abgefunden , wenn es bedeuten solle das dies der Preis für die väterliche Liebe von Kenrik war, dann würde er ihn auch gerne Zahlen , den er liebte Kenrik auch so , wie ein Sohn seinen Vater liebt

„nein Sandra! Die Dinge liegen nun etwas anders !“ trat nun Stean aus der Vegetation heraus, die Schatten über alles legten und sein erscheinen wie aus dem Nichts heraus wirken ließ , das Gelb seine Augen funkelte seiner Sache sicher und seine Haltung war die Präsens der Überlegenheit selbst

„was sagt ihr da Bruder?“ sah Sandra ihn verwirrt an

„die beiden sind nicht das wofür wir sie halten, sie tragen eine Uhralte Bürde die Mächtiger ist als das Schicksal , wir haben eine der möglichen Weggablungen gelegt , doch die andere hat schon immer bestanden  .

Nun wird sich erst zeigen müssen, welches der beiden Weggablungen das Schicksal der beiden bestimmt „, beendete er die Erklärung und ging auf Readen zu

 

Darin hatte es immer noch nicht geschafft den Flur zu verlassen , noch nie in ihren ganzen Leben hatte sie sich so einsam gefühlt, was war das für ein Leben was sie führte?

Eine Kindheit die keine Liebe kannte.

Verlassen von den Eltern ! ihr Schicksal wurde versprochen und nun stellte sich auch noch heraus , das Stean kein Mensch war, wo es unwiederuflich auch Sandra mit einschloss

-ich dachte sie wäre meine beste Freundin?- viel das atmen schwer, ihr Hals füllte sich an , wie in Watte eingehüllt und mit einer dicken schnur feste zu gedrückt

„egal, sie sind mir alle egal“ maschierte sie raus , die Sonne lachte herlich und der Himmel war in einem Babyblau , sanfter Wind erfrischte von der Hitze .

Darin begann sich langsam zu fragen , ws readen ihr gesagt hätte, wenn Stean sie nicht gestörrt hätte, aber kreisten ihre Gedanken auch um die Frage , was für ein magisches wesen gemeint war, was ihre Person da stellt.  

 

Mit einem vertrauungswürdigen Lächeln sah Stean Readen an , er wollte wenigstens versuchen ihn etwas Klarheit zu geben „habt keine Angst, in diesem Packt liegt nicht schlimmes.

Meine Schwester und ich, sind das Oberhaupt des Waldes , wir hüten die Geheimnisse der Natur und ihrer Magie.

Doch auch wir werden mit den Jahrzehnten schwächer und der Uhrsprung jedes Waldelfes ist die Menschheit , deswegen waren wir gezwungen zu handeln .

Die Seelen von Kenrik und Gregor sind rein und wir wussten das ihre Liebe nur bedingungslos an ebbend so reine Seelen weiter gegeben werden kann .

Es war die Hoffnung unseres Volkes, das eine Gerechte und ebenso Gütige Hand ihre Führung übernimmt, so wie es auch die Hoffnung der Undine war „

„ich verstehe nicht ? wieso wir? Warum auf diesen Weg?“ wenn Readen schon wie eine Marionette in dieses Stück hinein gelegt wurde, dann wollte er wenigstens verstehen

„unser Volk hat den Rechten Fad verloren , Intrigen und Machtkämpfe sind ausgebrochen , jeder weiß das Alle Hundert Jahre ein neues Oberhaupt gewellt werden muss, jemand der dem ebenwürdig ist .

Doch ist niemand aus unserem Volk dazu in der Lage , den nur jemand der Mitleid und Liebe kennt , kann diese Aufgabe auf seinen Schultern tragen , ohne der Verlockung dieser Macht zu unterliegen und sie zu Missbrauchen „, es war schwer einen unwissenden die Bedeutung dessen nahe zu legen , doch Stean glaubte fest daran , das Readen es versteht , mit einer leichten Bewegung, in der Sandra ihren Bruder mit der Hand berührte, ergriff sie nun das Wort

„wir wussten schon von euch , bevor es euch auch gab , wir wussten von eurer Liebe und der Reinheit eurer Selbst , es sollte nicht nur unserer Volk den rechten Weg weisen , sondern den Jahrhundert lang währenden Krieg zwischen dem Volk der Undinen und Waldelfen zerbrechen , den nur Menschen die Magie in sich tragen , können auch zu einem Magischen Wesen werden „, wand sich Sandra mit verzweifelten Augen Readen zu , in seinen Augen konnte sie nun endlich zwar ihre Wälder sehen , doch seine Aura war nun für sie auch präsent

„ich war so blind, so sehr von meiner Hoffnung und dem Ziel eingenommen , das ich meine Augen vor dem wesentlichen verschloss und diese Kraft nicht wahr nahm !“ sahen ihre Gelben Augen nun den Magischen Schleier um Readen herum

„von was für eine Bürde habt ihr gesprochen?“, fragte Kenrik mit besorgter Stimme  

„wir haben schon viel zu viel verraten „ sah Stean Kenrik an,

„nein ihr habt nicht zu viel verraten , aber ihr solltet langsam mal alles verraten !“, schrie Readen laut , so einfach wollte er sie nicht davon kommen lassen , es ging um sein Leben und um das von Darin und Readen hatte noch immer keinen wirklichen Durchblick was all dies anging

„nein Readen , fürs erste ist es wirklich schon viel zu viel , es ist zu deinem eigenen Schutz, den zu viele Informationen könnten eine zu große bürde , für viel zu kurzer Zeit sein „, umfasste Sandras Hand und Ließ den Raum in seine vorige gestallt zurück, womit die beiden verschwanden  .

„ich muss Gregor anrufen „ wand Kenrik ein , all dies war ihm über den Kopf gewachsen , so lange hatten die beiden versucht es zu verhindern , gegen zu kämpfen , gedacht es sei etwas schlimmes was die beide ereilen würde und nun stand alles auf dem Kopf , Oberhaupt der Waldelfen ? Krieg zwischen Undinen und Elfen ? eine andere Bürde? Magie? Schrieen seine Gedanken .

Geistesabwesend , goss Readen sich Konjak in ein kleines Glas ein und hielt es gegen das Licht

„sie wussten das ich Darin lieben würde?“ trank er es mit einen kräftigen Schluck und hoffte genug trinken zu können um alles zu vergessen

„Readen!“ legte Kenrik den Hörer wieder auf

„was?, ich musste gerade erfahren das ich ein Volk aus dem Märchen anführen soll , meine Liebe zu Darin einen Krieg verhindern soll und noch etwas ganz anderes Vorhanden ist , von dem ich überhaupt nichts weiß „setzte er das neu gefüllte Glas wieder an und sprach bevor er es aus trank „oder ich habe es einfach nur nicht verstanden !“

„es tut mir leid , Readen !“ sah Kenrik ihn demütig an , er hatte nie gewollt das so etwas geschieht !

„nein , nein , es ist nicht deine Schuld Kenrik , sie wussten ja von uns , unseret wegen haben sie euch überhaupt ausgewählt , es war ein in jedes Detail geplanter Plan „ stellte er das Glas feste auf dem kleinen runden Eichentisch ab , wobei es fast unter seiner Hand zersprungen wäre

„es ist also war, du liebst Darin?“ schlug Kenrik ein anderes Thema ein . erschrocken von Kenriks Worten sah Readen ihn an , bis her war dies schon so oft ausgesprochen worden, von Katrin , von dieser Elfe , ja selbst seine eigenen Gedanken hatten es einmal in Erwägung gezogen , doch nun erst , wo Kenrik es so direkt fragte ,kam es wie eine Erkenntnis an sein Herz heran

„ich muss mehr trinken „ wollte er das Glas gerade wieder füllen , als Kenrik es ihm aus der Hand schlug

„es reicht , Readen! „ wurde sein Blick streng

„was reicht? Das trinken ? nein , das reicht noch lange nicht „ es war purer Frust der aus Readen sprach

„wo ist Darin?, weiß sie auch etwas?“

„Darin?“ kam Readen mit einen schlag wieder zu sich !

„ja …verdammt, er hatte ihr auch etwas verraten „

 

 

Ziellos irrte Darin über den Schulhof , Readen konnte sie nirgends finden und von Stean war auch weit und breit keine Spur

„wenn Stean der Bruder von Sandra ist und er kein…“, ihre Stimme versiegte , den es konnte nur eins heißen , dann war Sandra auch kein Mensch !

„es ist alles ein Abgekartetes Spiel !“ floss Rauer Hass auf all die Lügen , und all die Heuchelei in Darin auf .

Auch wenn sie von all dem noch immer nichts wirklich verstand!

„Darin?“, es war für Darin eine alte bekannte Stimme, die sie auf unheimlicher Art und Weise erschaudern ließ

„Mama?“, sie flüsterte es ganz leise, ohne sich um zu drehen. Mit dem Rücken stand sie ihrer Mutter zu gedreht auf dem Schulhof und musste mit schier unmöglich auf zu bringender Kraft gegen ihre Tränen ankämpfen .

All die Zeit war sie so stark gewesen, hatte all das Leid nicht an sich ran gelassen und nun brach ihr eigen erbautet Kartenhaus über sie zusammen und hinterließ ein Trümmerfeld ihrer Gefühle

„Darin es tut mir leid „

-es tut dir leid?, was ? das du nie für mich da warst? Das ihr mich verstoßen habt? Oder das ich nie eine zu hause hatte? - ein Karussell der Wut, der Trauer und der Einsamkeit, drehte sich mit zu schneller Geschwindigkeit , als das Darin sich drin hätte fest halten können

„bitte komm nach Hause Darin !“ …

 

Readen ging die ganze Fahrt gar nicht schnell genug , das Limit der Strasse war viel zu niedrig, jedes Stoppschild, jede Kreuzung an der er keine Vorfahrt hatte , machte ihn wahnsinnig

„Darin !“, wiederholte er immer wieder ihren Namen

-du hast getrunken Readen ! du kannst so kein Auto fahren – hatte Kenrik gesagt , er hatte Recht und das wusste auch Readen , doch in diesen Moment war es wichtiger Darin zu finden , sein Herz hatte Angst um sie , Angst vor das was vielleicht geschehen könnte, vor dem was er nicht kannte

- Undinen und Waldelfen sind feinde! Wenn sie bei ihnen ist, bevor sie weiß das ich sie liebe !-

„ROT!!!“ drückte er mit voller Kraft auf die Bremse um noch früh genug stehen zu bleiben , als er das Auto vor sich bremsen sah

„MANN , VERDAMMMMMT“ fluchte er auf und schlug gegen das Lenkrad.

 

„bitte Darin , du bist mein einziges Kind , ich weiß das ich viel falsch gemacht habe und es tut mir Leid „ sprach Darins Mutter weiter, alles ist genau so wie Darin es sich immer gewünscht hatte , ihre Mutter bekannte sich endlich zu ihr und holte sie aus diesen Alptraum heraus . Endlich ein geliebtes Kind sein!

„komm Darin „, legte ihre Mutter eine Hand auf ihre Schulter , ein eigenartiges Gefühl , es fühlte sich einfach anders an als sonst, es war nicht das selbe . Die Hand ihrer Mutter war kalt und doch unendlich beruhigend

-so ruhig wie das Meer , wenn kein Wind weht – dachte Darin sich und lächelte schwach, ihre Lippen hatten sich nur ganz schwach bewegt und nicht geschafft einen wirklichen Ausdruck in dem Lächeln hinein zu legen .

Schleichend drehte Darin sich um, stechend war ihr Blick und fest nun das Lächeln

„wer bist du wirklich Mama?“ einige Sekunden vergingen, bis sich endlich eine Regung darauf in das Gesicht ihrer Mutter zeigte , grinsend schnaubte die Mutter aus

„dann kommt diese Frage wohl doch ehr als ich es dachte!“ , noch nie hatte Darin so einen Blick an ihrer Mutter gesehen .

Bis her war sie immer irgendwie hilflos, stand bloß im Schatten ihres Vaters .

Doch diese Frau , die nun vor Darin stand , war eine selbstsichere und starke Person , mit einer eigenartigen Ausstrahlung, Darin war sich sogar nicht mehr zu Hundertprozent sicher ob es wirklich ihre Mutter war, mittlerweile überraschte sie fast gar nichts mehr!  

„DAARIIN“

„Readen?“, drehte Darin sich erschrocken um , das grau ihrer Augen strahlte richtig , aber nur für einen Moment , bis die Erinnerungen zurück kamen und damit auch das Bild wie Readen stur und ignorierend an ihr vorbei gegangen war

„was willst du?“, verschwand ihr Lächeln und die geraden noch so leuchtenden Augen , wurden fad

„ich muss dir etwas sagen , es ist wichtig , Darin !“, unsicher sah Darin ihre Mutter an , sie hatte sie nun endlich so weit und die Hoffnung endlich Licht im Dunkeln zu bringen war noch nie so groß gewesen , sie wollte es nicht riskieren, dies nun kaputt zu machen

„ja meine liebe Tochter, beides was du erfahren kannst, ist vielleicht von Wichtigkeit, das eine mehr und das andere weniger, entscheide dich! „ , erschrocken öffnete Darin ihren Mund , wollte was sagen , ließ ihren Mund sich aber wieder langsam schließen

- beides könnte wichtig sein? -

„ich will endlich Antwort, Mutter !“, sprach sie das Mutter mit kalten nach Druck aus

„dann komm mit mir !“, hielt Scharlin ihrer Tochter die Hand hin

„Darin !“, wollte Readen sie aufhalten , wollte auf sie zu laufen, in die Arme schließen und vor allem und jeden einfach schützen , doch bevor er auch nur dazu kam , sich zu bewegen , hatte Darin ihre Hand schon in die ihrer Mutter gelegt.

Ein heftiger Windstoß ließ alle Bäume erzittern , und dunkles Licht brachte die beiden an einen fernen Ort, wo nicht anders, als dieses dunkle Licht war, was trotz seiner Dunkelheit noch immer irgendwie hell war

„ich bin eines der Schicksalskinder , wir knüpfen die Verbindungen der Menschen , ich bin das Schicksal über die Liebe , Darin , meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen , das sich die Wege der Liebenden sich kreuzen  

„was bist du! „ , sollte Darin jetzt ihre Mutter auslachen?, sich selbst auslachen? Oder sauer werden?.

Langsam hob Scharlin ihre linke Hand, ihre Finger spielten in der Luft, als ob sie an etwas Zupfen würde

„kannst du es sehen?“, grinste sie nüchternd

„was sehen?“, befiel Darin ein unangenehmes Gefühl von Unbehagen, dem gegenüber

„dort siehe nur“ zog sie etwas mit den Fingern weiter hoch , ein Glänzendes .

Hauchdünne Linie glänzte in der Lichtspieglung auf, was wie das Netzt einer Spinne , hauch dünn und doch fast unzerstörbar war

„das ist das Schicksal von Readen „ zog sie es gefährlich weit nach unten , ein quietschendes Geräusch wies auf eine Überstrapazierung schon hin

„wenn ich es zerstöre , was meinst du was dann geschieht?“, verhöhnte ihre Mutter sie , es war eine dunkle spöttische art die aus Darins Mutter sprach .

„Mama Bitte!“ , erfasste Darins blick , genau den Punkt des Netzes, den ihre Mutter zu zerstören drohte

„weißt du Darin , eigentlich ist es uns nicht einmal erlaubt zu lieben , deinen Vater würde, als Strafe für mich , die Liebe zu mir genommen „

 

„ihre Mutter ist ein Kind des Schicksals „ trat Stean aus der Menge heraus , einige Minuten hatte er das ganze Geschehen beobachtet gehabt und gesehen das Readen den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen hatte

„Kind des Schicksals?“

 „das Schicksal selbst in sich kann niemand beeinflussen , jeder hat eine Aufgabe im Leben , die man nicht ablegen kann .

Doch die Kinder der Zeit , sie ziehen die feinen Fäden des Schicksals in einander, womit Liebe , Hass und all das was ein Leben aus macht entsteht , den hätte Darins Mutter die Fäden eurer beiden Schicksale nicht im rechten Moment überkreuzt , wäre sie nie zu ihren Onkel gekommen und ihr hättet sie nie kennen gelernt .

Aber anders gesehen ,hätte die strippen Zieherrin des Leides, nicht vorher ihres niemals mit den ihrer Eltern überkreuzt , hätte Darins Mutter niemals eurer Schicksal mit einander verbinden können .

Versteht ihr , nichts ist Zufall , nur der Inhalt ist vorbestimmt ….“

„also hätte Darins Mutter Darin auch jeden anderen lieben lassen können ?“ , Stean fing an zu lachen

„nein , Readen , das hätte sie nicht , früher oder später hätte sie eure Wege kreuzen müssen , doch es ist die Kunst der Schicksal Spinnerei , es im richtigen Augenblick zu tun „

„verdammt was soll das ganze? Schicksals Spinnerei , Elfen ! Undinen? , ja genau ich träume bloß, genau ja , ich träume nur und gleich wache ich ganz bestimmt auf „, wollte Readen das ganze nicht mehr .

Er wollte doch bloß glücklich sein , seinem Herzen folgen und das Leben so leben wie er es für richtig hält, zusammen mit Kenrik , Darin und den Rest der Welt.

„wieso hat niemand das verschwinden der beiden bemerkt gehabt?“, viel Readen erst jetzt auf , das das plötzliche verschwinden von Darin und ihrer Mutter niemand realisiert hatte

„Readen! Darin ist in Gefahr „, unterbrach Stean die alles durchdringenden Gedanken von Readen

„ihre Mutter?“, begriff Readen endlich , Stean nickte , die Zeit rannte davon und irgendwer musste den beiden doch helfen ! wenn man Stean fragen würde wieso er das tut , würde er lächeln , doch würde man es wirklich hinterfragen und auf eine Antwort bestehen , würde Stean sagen das es eine kleine Geste war , etwas was in an Darin bewegt hatte , jeder dort aus der Klasse hatte ihn nieder gemacht ! doch sie , nein Darin hatte dies nicht getan , sie hatte für jeden ein Lächeln übrig und dies selbst für ihn .

„wieso habe ich das nicht ehr gesehen , Scheiße noch mal , ich hätte es sehen müssen , dieses unheilvolle Grinsen ,VERDAMMMMT“

„es gibt jetzt nur noch eine Person die eure Darin helfen kann „ sprach Stean es bekümmert, verwundert und fragend sah Readen ihn an

„denkt nach Readen , wer hat noch ein Anrecht auf das Schicksal von Darin , manchmal ist das Meer mehr als man auf den ersten Blick sehen kann , wenn man durch die Augen der Liebe blickt „, lächelte Stean sanft, drehte sich um und ging wieder auf das Gebäude zu

„anrecht auf ihr Schicksal? Das Meer?“

 

Kenrik war am Boden zerstört , weder Readen noch Darin hatten sich bei ihm gemeldet und eine leise Ahnung eines unguten Gefühles schlicht sich immer weiter in seine Gedanken hinein

„ja?“ verstummte nach einigen Momenten des Wartens endlich das Tuten

„Gregor, wir müssen reden „.

Eigentlich müsste Kenrik nun Arbeiten , er hatte sich ein leben auf gebaut , war bekannt wie ein bunter Hund in der Geschäfswelt, was ihn sehr große Macht verlieh und die richtigen Kontackte mit den Jahren verschaffte .

Er war sich sicher, er würde über Leichen gehen um die beiden zu beschützen , es war nicht ihre Suppe , sondern die seine und die von Gregor und er hat geschworen das auch er mit Gregor diese auslöffeln wird, egal wie Gregor sich entscheidet !

-

Fortsetzung folgt...^^

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.04.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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