Jessica Scharf

Das geheimnis der Wasserfeen10

Ein glühendes Licht bildete sich in der Mitte der anwesenden, niemand sagte etwas und die Augen mussten mit ansehen wie sich vier weitere Frauen nun aus dem Licht bildeten.

„eurer Schicksal hat seinen Weg eingeschlagen“ sprach eine von ihnen, dessen langes Haar schwarz wie die Nacht war

„ich bin die Spinnerin des Hasses, Urteile nicht über mich Darin, ich tue nur das was meine Aufgabe ist“ hielt sie Darin die Hand hin, doch Darin verneinte die Geste mit einem Kopfschütteln

„ich werde nur unter einer Bedingung die Bürde meiner Mutter antreten“

„was verlangt ihr Darin?“ fragte nun eine Frau mit langen Weißen Haaren, dessen Bürde die Freundschaft war

„ich möchte den Undine helfen und die Schuld meines Vaters tilgen“ ihr Blick war ernst und niemand würde es schaffen sie von ihrer Entscheidung ab zu bringen.

„Darin!“ sahen die Meeresaugen der Undine sie überrascht an, Darin lächelte und nickte der Undine ruhig zu

„ist es möglich dass ich meine Bürde bei den Undinen trage?“

„möglich ist alles, ihr könnt eure Bürde tragen wo ihr wollt Darin, den das Schicksal ist überall gegenwärtig und wird nicht nur von euren Händen geknüpft, sondern auch von eurem Herzen, dies hatte eure Mutter verlernt, die Gabe das Schicksal durch das Herz zu führen, was Unbewusst in jeder Nacht in der ihr schläft geschieht, den eure Träume sind der Weg zu uns „

„Träume?“ fragte Darin unwissend, Die Spinnerin des Hasses nickte

„eure Mutter hatte auch den Weg gewellt ein normales Leben zu führen und in ihren Träumen die Bürde getragen, doch hat sie eine Todsünde begangen, der Wunsch nach einem Kind hat das Band zerrissen und uns zum Handeln gezwungen“

„wieso ist es verboten?“ sah Kenrik nun hoch

„Wir Schicksalskinder sind unsterblich und der Tod des eigenen Kindes würde uns irgendwann zerbrechen“ beantwortete die Spinnerin der Freundschaft die Frage.

Darin wollte das Gespräch nicht mehr weiter führen, sie hatte erfahren was sie wissen wollte und wand sich nun der Undine zu, den die Frage nach Readens Liebe lag ihr brennend auf der Zunge, doch eine Antwort würde sie nicht ertragen.

„lass uns gehen“ blieb sie vor der Undine stehen, dessen Augen immer noch unfassbar auf Darin gerichtet waren

„ihr wollt wirklich zwei Schicksale tragen? Dies sind zwei Bürden die vielleicht zu schwer sind , als das ihr diese auf euren Schultern tragen könnt“

„nein, ich werde es schaffen“, die Undine nickte

„was ist mit der Liebe zwischen den beiden?“ wurde der Blick von Kenrik durch bohrend und zeigte dabei auf Darin und Readen

„es existiert keine Liebe“ sagte Darin verletzt, bevor Readen zum antworten kam

„nein Darin dies ist nicht ganz so richtig“ trat nun das Schicksalskind mit den Feuer roten Haaren an Darin heran

„ich war es die deinem Vater die Liebe nahm, meine Bürde ist die Vergänglichkeit, früher oder später hätte ich das Band deiner Eltern sowieso kreuzen müssen, den die Liebe war vergänglich, wir hatten uns nur dazu entschieden dies deiner Mutter nicht zu sagen, den so konnten wir ihr eine Täuschung vorgaukeln, die sie vor weitere Fehler bewahren sollte“

„einer dieser weiteren Fehler wäre ich gewesen, nicht war?“ fragte Kenrik und erhob sich mit finsteren Ton in der Stimme.

Die Frau mit den roten Haaren nickte „ja, ihr seid sterblich Kenrik, es hätte Scharlin das Herz gebrochen euch eins zu verlieren und nun habt ihr eurer leben auch verwirkt!, das Schwert wird euch Töten, der Prozes ist schon begonnen, könnte ihr schon merken wie eure Lebenskraft dahin schwindet? es tut mir leid kenrik, nun können auch wir euch nicht mehr helfen, nutzt die Zeit weise die ihr noch habt“
-Kenrik?- wurden readens Augen groß
"es ist mir egal, mein leben ist egal, den die Liebe zwischen mir und Scharlin hat nie eine Chance bekommen und nun ist es zu spät!"
"Kenrik, sie wäre dran zerbrochen!" versuchte die Frau es zu verdeutlichen

Denn es war ein Los was jedes der Schicksalskinder ertragen musste, die Verweigerung der Liebe, oder das zerbrechen des eigenen Herzens.

Sie durften lieben und sie durften auch Kinder zu Welt bringen, doch war das Ende immer das selbe, es hieß den geliebten Menschen zu verlieren und der Hand der zeit bei seiner Vergänglichkeit zu zu sehen.

Die Schicksalskinder haben sich dann irgendwann drauf geeinigt diesen Schmerz nie wieder erleiden zu wollen und eine eiserne Regel erschaffen.

Nie wieder der Liebe zu verfallen.

„ja und jetzt ist sie Tod „ sah Kenrik die Frau Vorwürfig an, als ob er sagen wollte, ob dies ihnen besser gefällt, als sie lieben zu lassen!

„was ist eure Bürde?“ fragte nun Stean das letzte Schicksalskind, die im Schatten der anderen noch stand und ihr Antlitz hinter ihnen noch verstecke und dessen Stimme noch nicht erklang. Braunes haar ging bis zum Boden runter und die ebenso braunen Augen wirkten auf seltsamer weise Sanft und ermutigend.

Die ganze Zeit lag ihr Blick schweigend und mit einem glücklichen Lächeln auf Readen und doch trug sie dabei einen tiefen Schmerz in sich, was Stean merkwürdig fand.

Langsam trat sie nun aus den Schatten heraus

„Merry!“ wurden Kenriks Augen groß

„ich bin die Spinnerin der Hoffnung und ich habe eins den selben Fehler wie Scharlin begonnen, meine Liebe war auch vergänglich , doch verliebte ich mich dann eins neu und musste sehen , das die Liebe des Mannes, den ich liebte, einer anderen gehörte“ sah sie Kenrik lächelnd und genau so verzeihend an

„du wusstest es?“ fragte er heiser, Merry nickte, das Lächeln nicht verlierend.

Sie hatte nie einen Mann so sehr geliebt wie Kenrik, doch ihr Herz sah die Wahrheit, es hatte mit der Zeit begriffen das Kenrik nicht sie sondern Scharlin liebte, auch wenn dieser Schmerz nie verklang, hatte dies keinen Hass auf Scharlin gebildet, sondern eine Trauer, die ihr selbst Galt und Scharlin! Den auch Scharlin liebte diesen Mann, war jedoch gefangen in der Aufrichtigkeit ihrem Mann und Merry gegenüber.

„wer ist das?“ sah Readen Kenrik an

„Readen das ist..“ er stoppte

„Readen ich bin die Frau sie sich eins in einen Schamanen verliebte, dessen Kraft so groß war, das seine Träume es schaffen mich zu erreichen und das Leben uns zu einander führte und aus unseren Liebe bist du entstanden“

„was?“ wurde Readen völlig verstört, sollte das heißen das diese Frau seine Mutter war? Die Frau die ihn und Kenrik verlassen hatte als er noch ganz klein war?

„nein du bist nicht meine Mutter!“

„READEN!!!“ wurde Kenrik laut

„doch Readen, aber ich konnte nicht bei euch bleiben, es war mir einfach nicht möglich, ich hoffe du wirst es irgendwann verstehen und mir verzeihen „ ging Merry zu der Leblosen Scharlin runter

„wir hatten uns doch geschworen das Leben unserer Kinder diese Bürde nicht auf zu erlegen, wieso hast du diesen Schwur gebrochen Scharlin?“ Merry wusste das sie nun nie wieder Antwort bekommen würde, den es war nur ihr Herz was dies fragte.

„dein Schicksal ist es nun den Oberhaupt der Elfen zu folgen mein Sohn, ich weiß das du ihnen ein guter Herrscher sein wirst und das Folk der Elfen auf den richtig Pfad führen wirst“, Readen antwortete nicht, er wollte weder zu den Elfen, noch seiner Mutter ins Gesicht schauen!

 

 

Die Sonne kündigte den neuen Tag an , wie Fäden zogen sie sich an den Bäumen entlang und ließen in den Baumdickichten die schönsten Muster entstehen .

Still war der Moment, kein Mucks, nicht einmal ein quengelndes Kind war zu hören.

Gebannt sahen tausende von Gesichter, dessen Augen ein goldenen Gelb waren zu einer hohen Brüstung auf,  die einem Imposanten Weißen Schloss angehörte, mit Grünen Pflanzen umringt und der Sonne des Tages über sich.

„in zwei Tagen sind Hundert Jahre vergangen“ räusperte Sandra sich, wo Stean mit ruhigen Gemüt, die Hände auf dem Rücken über einander gefaltet , neben ihr stand.

Immer noch herrschte Stille, keine erdrückende, sondern eine respektvolle Stille, die dem Oberhaupt der Waldelfen huldigte.

„es waren Hundert Jahre in denen wir versucht haben euch Mitleid, nächsten Liebe und verzeihen bei zu bringen, doch wir haben nun erkannt, das dies nur jemand kann, der selbst diese Dinge erfahren hatte und verkörpert, jemand der Menschlich war und die Welt aus anderen Perspektiven sieht.“ Kündigte Sandra mit der Hand nun Readen an, der langsam vor trat und nun selbst über die Brüstung in all die tausenden goldenen Augen sehen konnte

„Eure Hoffnung war es das ich euch den Frieden zwischen beiden Völkern bringe, dem Elfenvolk und den Undinen“ fing er an zu reden, wo all die Augen ihn mit jubelnder Huldigung entgegen wirkten.

Den all die hatten den Krieg so satt, der seid so vielen Jahren nun schon wütete und einfach kein Ende nahm, egal was Stean und Sandra versuchten, der Hass ließ sich nicht bändigen und das obwohl niemand mehr den Grund dessen kannte.

Readen selbst hatte keine Angst vor dem Volk zu treten und auch nicht zu ihnen zu sprechen, ein Lehrer lebte dieses und tat es jeden Tag (auch wenn eine Klasse doch schon etwas anderes war) nein seine Angst lag wo anders drin, in dem was er ihnen nun sagen musste!

„Doch ich kann euch diese Verbindung leider nicht geben, ich werde zwar in zwei Tagen einer von euch sein, doch ist eure Lebenspanne auch nicht unendlich, nur Hunderte von Jahren! Doch die Person die ich liebe lebt ewig und es ist nicht erlaubt diese Bindung ein zu gehen, nicht wenn es bedeuten müsse, das eins das Herz dieser Frau zerbricht“ kehrte er ohne weiteres Wort nun dem Volk den Rücken zu und ging durch den Riesigen gang zurück, um seinen Gedanken bei einem Spaziergang Einhalt zu gewähren.

„er hat Recht“ sah Sandra ihren Bruder an, das Getuschel des Volkes und die Enttäuschung ihrer ignorierend

„ja , ich weiß Schwester, ein Schicksal was hart ist“ tat Readen ihm leid, den es bedeutete das man die Liebe nicht erleben durfte und für ein ganzes Leben lang, was in diesen Fall unendlich lang ist, einsam sein wird!.

 

„dies ist der Weg zu meinen Volk, ihr werden nun das Meer mit anderen Augen lernen zu sehen, Darin!“ lächelte die Undine und ließ ihre Hand über das weiter Blau schweifen, sie standen an einer Klippe die hoch über das Wasser hinweg ragte.

-andere Augen?- innerlich war Darin ein weinendes Kind, was in der hintersten Ecke unter Schatten saß und hoffte, nein flehte das alles gut werden würde, das jemand sie aus der Einsamkeit der Dunkelheit heraus holt. Doch ihre Stimme wurde einfach von niemanden gehört.

„seid ihr bereit, Darin?“ hielt die Kindlich aussehende Undine Darin die Hand hin.

Einen Moment zögerte Darin, war sie bereit?, ihre Augen ruhten auf das weite Meer, sie vermisste Kenrik und Readen jetzt schon, selbst den Unterricht vermisste sie irgendwie und Angst vor dem was nun kommen sollte, legte Nervosität in ihren Körper hinein.

 „ja ich bin bereit“ legte sie nun ihre Hand in die von der Undine

„dann los“ ließ die Undine sich von der Klippe fallen und zog die davon entsetzte Darin mit sich mit , in die Tiefe des Meeres hinein.

Den Atem unbewusst angehalten, wurde Darins Gesicht immer roter, das Wasser hatte die beiden nun vollkommen umgeben , das Haar wurde wie von starken Sog zurück gezogen und die Tiefe kam immer näher

-ihr müsst Atmen, Darin- sprach die Undine zu ihr

-atmen?- fragte Darin verwirrt, unter Wasser sollte sie atmen?

-ja, vertraut mir!-, Darin hatte gar keine andere Wahl, sie war gezwungen zu atmen, auch wenn die Überwindung schwer war, öffnete sie unsicher den Mund.

Wasser durchflutete ihre Kehle, ein eiserner Schmerz führ durch ihren Körper und Darin dachte gleich zu ersticken.

„nein..“ wollte sie gerade schreien, auch wenn nur Wasserblasen nach oben stiegen, doch schaffte sie genau in diesen Augenblick tief Luft zu hohlen und wollte die Undine überrascht anschauen, hätte beinahe aber nur einen Angstschrei los gelassen

-was ist das?- wurden ihre Augen groß.

Der zierliche Kinderkörper der Undine veränderte sich, die geraden so großen Kinderaugen, wurden zu Tropen ähnlichen Formen, dessen spitzen zu den Seiten hoch gingen und nur die Farbe Scharz in sich trugen und doch auf seltsamer art wie das Meer wirkten.

Der gerade noch kleine Körper wurde größer, erwachsener und Flossen bildeten sich an den Beinen

-habt keine Angst Darin, dies ist meine wahre Gestalt!- erklärte sie lächelnd, ließ Darins Hand los und führ wie ein Pfeil durch das Wasser, im kreis und wieder zu Darin zurück, wie ein Vogel der zeigen wollte wie sehr er das was er tat liebte

-werde ich auch..- die Undine schüttelte den Kopf

-nein dies ist nur das Äußerliche der Undinen! Auch wenn du ein Teil von uns wirst, verändert dein Aussehen sich nicht-, erleichtert ließ Darin ihre Schultern sinken, auch wenn diese Form der Undine schön und anmutig aussah, wollte sie sich nicht ändern, sondern so bleiben wie sie war, so wie Readen sich in sie verliebt hatte, den es war das einzige was sie noch hatte und niemals aufgeben würde.

-habt ihr auch einen Namen?- sah Darin sie lächelnd an, den der Gedanke, nun wo sie tausende von Undinen um sich herum haben wird, sie mit Zahlen zu betiteln war einfach nur absurd.

Die Undine Lächelte – mein Name ist Chia-

 

Allein stand Readen im Wald, hinter fast jedem Baum versteckte sich ein neugieriges Gesicht der Elfen, was das neue Oberhaupt beäugeln wollte.

Readen ließ sich nicht von beirren, weiter führte er seinen Weg durch den Wald hindurch.

Der erste Blick ließ alles normal erscheinen, wie es ein Wald ebend sein sollte, doch wenn man genauer hinsah, zeigten sich Dinge die außergewöhnlich, gar Magisch waren

„ein Einhorn?!“ blieb er verdattert stehen, ein Geschöpf aus dem Märchen, lachten seine Gedanken ihn aus, doch Readen sah das Geschöpf nur ungläubig an.

Dieses Weiß Horn, was bläulich schimmerte , die großen dunklen Augen, die so weise wirkten und dazu der Schneeweiße Körper eines Pferdes, ein wirklich unvergesslicher Anblick

„ihr braucht keine Angst haben“ lachte ein kleiner junge, der ohne irgend eine Scheu Readen an der Hand nahm

„komm, es ist ganz weich und kann dir zeigen was du möchtest“ lachte er weiter und zog Readen mit aller Kraft die dieser kleine Bube aufbringen konnte zu dem Einhorn hin.

Prüfend sah das Pferd ähnliche Geschöpf Readen an, ein Moment wo es entscheiden tat ob es vertraut oder nicht

-ihr leidet, wieso leidet ihr wenn ihr doch liebt?-

„warst du das?“ sah Readen den kleinen Jungen erstaunt an, doch der Bube schüttelte den Kopf

„das war sie!“ zeigte er nun auf das Einhorn

„du?“ fragte Readen unsicher, wieder trat eine kurze Stille ein, in der dieses Geschöpf Raiden einnehmend an sah

-ich kann es eindeutig spüren, eurer Herz, ihr seid unendlich verletzt und das weil ihr liebt?- erklang wieder diese ruhige und zurück haltende Stimme.

„ich sollte langsam zurück gehen“ drehte Readen um, wobei er seine Hand dem kleinen Buben entzog.

„er will nicht mit der Liebe konfrontiert werden“ sah der Bube das Einhorn an, den jeder in der nähe konnte die Gedanken des Einhornes hören, es ist als ob es reden würde, nur durch seine Gedanken!.

 

Die Nacht war eingebrochen und Darin eingeschlafen

„es tut uns leid, Darin“ erklang eine Stimme, schnell öffnete Darin die Augen und sah die vier Schicksalskinder vor sich

„mein Sohn liebt euch über alles, doch es ist wirklich nur zu euren besten wenn ihr euch vergisst“ sprach das Schicksalskind der Hoffnung demütig, sie liebte ihren Sohn, doch war die Liebe der beiden ein unmögliches Unterfangen.

„lasst mich doch einfach ihr RUHE, ihr habt doch was ihr wolltet, wieso quält ihr mich noch weiter?“ sah Darin finster durch die Runde, sie hasste das Schicksal und alles was damit zu tun hatte

„wir wollen euch nicht quälen Darin, das war nie unsere Absicht, ihr werdet es irgendwann verstehen“ strich das Schicksalskind der Freundschaft Darin über das Haar , verletzt sah Darin sie an

„wieso lässt ihr mich dann nicht einfach lieben? Wieso habt ihr ihn die Liebe genommen? Es ist doch meine Entscheidung oder nicht?“ nun wurde Darin fragend angesehen

„wie kommt ihr darauf das wir meinem Sohn die Liebe genommen haben?“ fragte Readens Mutter verletzt, den das hatten sie nie getan, sie hatten bei Scharlin nur das Band der vergänglichen Lieb früher über kreuzt , doch nie die Liebe genommen!

„aber..er…“ stammelte Darin durcheinander

„er hatte selbst so entschieden, ich weiß nicht ob er sich damit schützen wollte, oder doch euch!“

„mich?“

„ja, vor dem Schmerz die Liebe eins zu verlieren!“

„das kann er doch nicht allein entscheiden, wieso entscheiden alle über mein Leben?, wieso lässt niemand mich selbst entscheiden“ schloss sie die Augen, womit das Band des Traumes riss und sie zurück in ihrem Gemach erwachter, tief unter Wasser, in einem steinernen Schloss

„es ist meine Entscheidung!“ funkelten ihre Augen voller Zorn, sie war nicht bereit auf zu geben und erst recht jetzt nicht!

-Darin!!-  knallte die schwere Tür plötzlich auf und Chia kam mit Panischem Blick rein gestürmt

-die Elfen greifen wieder an, ihre Pfeile erreichen unserer Schloss und mein Volk lässt das Wasser sie greifen und in der Tiefe ertrinken, wir müssen handeln –

-Was?- sprang Darin auf und schwamm Chia hinter her, die ohne einmal um zu drehen aus dem Schloss raus schwamm.

-Wasser sie greifen?- hatte sie die Worte noch immer nicht wirklich verstanden, was sollte sie sich darunter vorstellen?

An die Oberfläche gedrungen, musste Darin gleich wieder abtauchen, als eine Fontäne von Pfeilen auf sie zu kamen, die selbst den Wind durch ihre Magie durch brechen konnte und ihre bann bis zum Ende durch gingen.

 

„auf hören! HÖRT AUF!!“ schrie Readen außer sich, als er die Klippen sah und das Geschehen dort realisierte.

Ein unübersehbares Schlachtfeld hatte sich gebildet, Elfen gegen Undinen, dessen Hass aus irgendeinen Grund bis in dem Tod ging

„ihr müsst verdammt noch mal aufhören „ rannte er drauf zu, doch niemand hörte auf ihn, Wasser schlug sich nach oben, Pfeile durchbrachen die Luft und das Meer, Geschrei und Tod umringte ihn, als plotzlich etwas nach ihm griff

„Darin?!“ trafen sich für den Bruchteil einer Sekunde der Blick der beiden, als das Wasser Readen verschluckte

„REAAADEEEEEEEEEN!!!“

Eine hypnotisierende Stimme erklang, ein lieblicher klang der Readen willenlos machte, es war die Macht der Undinen .

Leer wurden seine Augen und betäubt seine Sinne, er konnte nur noch den liebkosenden Gesang der Undinen zu hören , wie sie alle vom Leid und Liebe sangen und davon das der Schmerz ein Ende nehmen wird, wenn er sein Leben dafür geben würde.

Besessen von dem was der klang ihm erzählte, ließ Readen sich immer weiter in die Tiefe Ziehen, eine Hand aus Wasser die sich um seinen Körper gelegt hatte, so zart und doch so Todbringend und Kalt

Reaaaadeeeeen! “ schrie Darin , ihre Füße wurden breiter, Schwimmhäute bildeten sich zwischen den Zähen und den Fingern , die viel länger und robuster wurden .

Readen! “ umfasste sie seine Arme

„Darin?“ konnte er einen kurzen unklaren Blick auf sie richten, bevor sich seine Augen schlossen und das Bewusstsein eine währende schwärze in seinen Kopf hinterließ

sie rettet einen von Ihnen ?” schrie eine Undine aufgebracht .

Darin hatte nicht die Zeit drauf ein zu gehen , ihr zu erklären wieso , Readen hatte nicht mehr viel Zeit und wenn sie ihn nicht schnellsten hoch an die Oberfläche bringen würde, wäre es sein Todesurteil

halte durch “ flüsterte sie Angstvoll , sie schwamm so schnell es ihr gelang , der Weg schien so weit , die blaue Decke wollte einfach nicht näher kommen und die widergespiegelten Sonnenstrahlen lachten sie aus

das werdet ihr büssen “ bewegte eine Undine ihre Arme, wie ein Vogel der mit viel zu langsamen Bewegungen versuchte zu fliegen.

Wellen die langsam anfingen, wuchsen zu tobender Gefahr an und wirbelten Darin zurück in die Tiefe

-nein – kniff sie verstört die Augen zu - er wird sterben wenn ich ihn nicht hoch bringe , er braucht Luft - versuchte sie gegen die Tiefe an zu kämpfen, die Tränen waren ihr schon so nah, die Angst wurde unendlich, nein sie wollte Readen nicht verlieren, sie liebte ihn , doch die Wellen waren zu stark , das Gewässer tobte und der Sog wirbelte sie immer tiefer

Kurz vorm Verzweifelten Weinen ließ sie sich immer weiter in die Tiefe reisen, ihr Griff war fest um Readen geklammert, sein herz schlug nur noch ganz schwach, als sie endlich wieder gegen den Sog halten konnte

nein ich muss es schaffen! NEEIIIIIIIIIN!!! “ öffnete sie wieder die Augen , das Gesicht von Readen war schon völlig blass, die Augen geschlossen sah er so unschuldig und hilflos aus , ihr Herz weinte und die Verzweiflung war wie ein verschluckendes Loch, was die beiden in ihren eisernen Griff gefangen hielt

NEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNN” schrie sie und schaffte es mit letzter Kraft der Tiefe und den Wellen zu entkommen und die Oberfläche zu erreichen .

Tief schnappte sie nach Luft, als ob sie selber kurz vorm ertrinken gewesen wäre, als die Veränderung in ihren Lungen sich vollzog

„Readen wir sind..“ brach sie den Satz ab, als sie Readen ansah und er nicht atmete

wach auf , los wach auf “ schüttelte sie ihn

los verdammt, wacht doch endlich auf, bitte Readen wach doch endlich auf, du darfst mich doch nicht alleine lassen! “ sah sie ihn Hilflos an, innerlich flehte sie das er jeden Moment die Augen aufschlägt und nach Luft schnappen würde.

Sekunden vergingen und die Hoffnung starb immer mehr

„bitte…Bitte..BITTE..READEN!!!“ schrie sie immer lauter und schüttelte in so fest sie konnte, doch Readen bewegte sich nicht, sein Körper ließ sich einfach bewegungslos hin und her rütteln und seine Augen blieben geschlossen!.

Mit verzweifelter Tränen hielt sie ihn kraftlos im Arm , er war so kalt und seine Augen wollten sich einfach nicht öffnen , sie hatte doch um sein Leben gekämpft, ihr Herz schrie vor Leid , doch es war vergebens ,  sie hatte den Kampf gegen die Tiefe verloren!.

Langsam stieg sie aus dem Wasser heraus, die nackten Füße berührten den nassen Sand, wo die Klippe wie eine grausame Todesfestung wirkte.

Still weinend legte sie Readen im Sand nieder und sackte vor ihm auf die Knie

„ich hatte doch gekämpft!!“ wisperte sie leise und wiederholte es immer und immer wieder.

Die schmerzlichen Tränen, die kalt über ihre Wangen liefen, vielen in die unendliche Tiefe um im Sand zu versikern.

„ich liebe dich doch!“ strich sie ihm über die kalten Wangen, die nur noch ganz wenig Wärme besaßen

„wieso lässt du mich allein?“ wurde ihr Blick wütend, als ob sie ihn jeden Moment anscheiren würde

„wenn das ein Witz ist, dann bitte hör jetzt auf! HA HA , siehst du ich lache, du hattest deinen spass, mach die Augen jetzt auf“

„bitte mach die Augen auf“ flüsterte sie leise, mit dem letzten bisschen Hoffnung was sie noch hatte

„Readen? Bitte!, hör auf, das ist nicht mehr Lustig!“ redete sie sich immer weiter ein das er noch leben würde

„Readen „ schwindete die Illosion und Tränen traten erneut in ihren Augen

„nein du darfst einfach nicht tot sein, hörst du? Ich liebe dich! …. Du darfst nicht tod sein…“flossen dicke Tränen ihren Wangen herab , doch egal wie lange sie auf ihn einredete, wie offt sie ihn rüttelte oder im Arm wiegte, er öffnete einfach nicht seine Augen.

„REAAAAAAAAAAAAAADEEEEEEEEEEEEEEEEN“

-Readen!!!- hob Merry krampfhaft den Kopf an und sah mit Leeren erschütterten Blick die Fäden seines Schicksals an, die langsam wie Federn zu Boden gingen.

 

 

Fortsetzung folgt....^^ (aber nur noch ein Teil!)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.04.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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