Helmut Greier

Hannes und Björn Teil 2

Hannes und Björn  Teil 2

 

Björn und Hannes liebten es, an kuriose Orte Party zu machen, einmal waren sie mit Erich in Bibersbach, dort gab es eine verlassene Wollfabrik. Draußen wurde es schon bald dunkel, also bastelten sie sich aus Leinentücher und Wachs eine Fackel. Als sie den Keller erkundeten fanden sie bald den Heizraum, dort standen noch alte Fässer mit Öl, und in einer Ecke lagen Putz Lumpen, wo sie dann weitere Fackeln raus bauten. Wie sie den Raum genauer untersuchten, sahen sie, das an der Tür zum Heizraum ein Schlüssel hing, damit konnten sie jetzt von innen zu schließen und in ruhe Party machen. Nach einer Weile wurde die Luft im Heizraum immer stickiger, so dass die drei Panik bekommen haben und fluchtartig den Raum verlassen wollten. Aber das war gar nicht so einfach, denn die Tür klemmte nämlich, Björn wollte mit seiner Schulter die Tür auf stemmen, aber das klappte auch nicht. Erich probierte es mit dem Fuß, aber die Tür ging einfach nicht auf. Alle drei waren schon am keuchen,  man  konnten auch vor lauter Qualm nichts mehr sehen. Als der Hannes schon sein Leben an sich vorbei rauchen sah, viel im plötzlich der Schlüssel ein, mit dem er zuvor den Heizraum abgeschlossen hatte, er kramte in seiner Tasche, und da war er auch schon. Als er die Tür aufgeschlossen hatte, liefen alle nach oben, wo der Hannes erstmal ein Fenster auf machen wollte, hätte Erich ihm nicht rechtzeitig weggezogen, währe er von dem Fenster erschlagen worden. Und so verließen sie diesen furchtbaren Ort, und gingen lieber in die nächst beste Kneipe, wo sie sich erstmal den schmierigen Ruß aus dem Gesicht wuschen. Im Sommer wollten die Kirows nach Altenthann kommen, sie wollten mit Björns Familie einen Ausflug nach Berchtesgaden machen. Aus diesem Grund musste die Dora auf Vordermann gebracht werden, denn es waren schon lange neue Bremsbeläge fällig. Für eine teure Reparatur hatte Björn aber kein Geld, also musste er selbst Hand anlegen. Er hatte zwar keine Ahnung wie man Bremsbeläge wechselt, aber er hatte ja noch den Hannes. Also fuhren sie zum Bremsencenter und kauften frische Bremsbeläge, dann fuhren sie auf einen abgelegenen Parkplatz, wo sie loslegten. Zuerst wurde Dora hoch gebockt, dann schraubten sie die Räder ab, und nahmen dann die alten Bremsbeläge raus. Und genau so wie die alten Bremsbelege drin waren, bauten sie die neuen ein. Das dauerte zwar eine Weile, aber es hat funktioniert. Die beiden waren Stolz auf ihre Arbeit, und wollten von nun an alles selber machen. Aber schließlich mussten sie doch noch mal in die Werkstatt zum entlüften, aber das war nicht so teuer. Für die Entlüftung hatte er bloß 10 DM bezahlt, hätte er alles machen lassen, hätte er mindesten 250 DM hin blättern müssen. Am nächsten Tag kamen die Kirows, mit ihrem Fiat Fiorino in Altenthann an. Anuschka war sehr geschafft von der langen Reise, und wollte eine Nacht in Altenthann übernachten. Am nächsten Morgen fuhren sie schon um 9 Uhr los, und mittags waren sie schon da. Die Kirows und Björns Familie quartierten sich in einer Jugendherberge ein, der Hannes hätte dort auch ein Bett kriegen können aber er wollte lieber in der Dora schlafen. Er fand es romantischer wenn er nachts die Tiere im Wald beobachten konnte. Aber es war ja noch mitten am Tag, da dachte noch niemand ans schlafen, sie aßen erstmal anständig Mittag, es gab für jeden Schweinshaxen mit Knödel. Und nach dem Essen fuhren sie alle zur Hexe, das ist ein Berg nahe beim Königssee, wo sie mit der Seilbahn rauf fuhren. Nachmittags machten sie einen Stadtbummel in Berchtesgaden, und der endete am Königssee, wo sie sich ein Ruderboot gemietet hatten. Als sie mitten auf dem See waren, meinte der Hannes, das lass ich mir nicht nehmen, einmal meinen Arsch in den Königssee zu setzen. schnell zog er seine Klamotten aus und machte einen Kopfsprung aus dem Boot, er schwamm eine runde ums Boot und stieg dann wieder ein. Sie ruderten noch ein Stückchen übern Königssee, und machten am Fuße des Watzmanns halt, dort gab es eine Gaststätte, wo sie erstmal ein Bier getrunken hatten. Danach ruderten sie wieder zurück zur Anlegestelle, von dort aus liefen sie wieder durch die Stadt, bis zu den Parkplatz, wo sie die Autos abgestellt hatten. Inzwischen war es schon 17.45 Uhr, und um 18.00 Uhr gab es in der Jugendherberge Abendbrot. Sie mussten nun, einen Zahn zulegen, damit sie noch rechtzeitig dort ankamen, wie sie dort ankamen, gab es Wurstsalat mit Brot. Nach dem sich Björn den Wanst voll geschlagen hatte, schmuggelte er, noch eine Scheibe Brot für den Hannes mit raus. So lange wie es noch hell war, saßen Björn und Hannes zusammen in der Dora, und hörten sich das Lied vom Watzmann an.

 

Die Sage besagt das, vor langer, langer Zeit herrschte im Berchtesgadener Land König Watzmann mit seiner Frau und sieben Kindern. Wegen seiner Grausamkeit gegen Mensch und Tier, war er bei seinem Volke sehr gefürchtet. Gott geriet über dieses frevelhafte tun so im Zorn, das er die Königliche Familie in starres Gestein verwandelte. Seit dem überragt der mächtige Watzmann für immer das schöne Berchtesgadener Land.

 

Auf einmal kam ein Gewitter auf, und der Hannes musste dringend seinen Darm entleeren, wie er grade so zu Gange war, wollte Björn einen Schnappschuss machen, er fand das ziemlich lustig wie er mitten in der Pampa saß und kackte, als der Hannes das sah, wie Björn ihm beim scheißen fotografieren wollte, sagte er zur Björn, der Blitz soll dich beim Scheißen treffen. In diesen Moment schlug der Blitz genau neben seinen nackten Arsch ein. So schnell wie er die Hose am diesen Abend hoch zog, hatte er noch nie zuvor seine Hose hoch gezogen. Vor der Jugendherberge war ein Biergarten, da saßen die Kirows und Björns Familie noch am selben Abend gemütlich zusammen. Am nächsten Morgen gab es um 8 Uhr Frühstück, und Mama schmuggelte den Hannes noch ein paar Wecken mit raus. Und dann gingen alle noch ein bisschen wandern, bevor sie nach Altenthann zurück fuhren. Die Kirows blieben noch eine Woche in Altenthann, und unternahmen noch viel mit Björns Familie. Einmal waren sie auf der Brennberg und grillten dort. Und ein andermal waren sie auf Schloss Karlstein, dort kam Erich auch mit, also fuhren sie in drei Autos dorthin, und besichtigten das Schloss. Björn, Hannes und Erich fanden es hier so geil, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt, noch mal her kommen wollten um hier eine Party zu machen. Als die Kirows wieder in Leipzig waren, wollten Björn und Hannes mit Kevin, Bei der Burgruine Sockenfels Zelten. Papa und Mama fuhren die drei dann hoch, wie sie oben alles aufgebaut hatten, fragte der Hannes, Mama und Papa ob sie nicht auch oben bleiben wollten? Papa wollte aber nicht, er müsste ja am nächsten Tag arbeiten, aber Mama wollte gerne oben bleiben, darum fuhr Papa allein nachhause. was Papa und Björn nicht wussten war, dass Mama sich inzwischen in den Hannes verliebt hatte, der erinnerte sie an ihre Jugendliebe, sie liebte seine blonden langen Haare, und der Hannes witterte schon eine Chance, die Tatsache das Björns Mutter 15 Jahre älter war als er juckte ihm nicht. Abends kamen noch ein paar Leute die auch da oben grillten, das waren bekante von Björn und Hannes, die sich hin und wieder in einer Kneipe trafen. Als sie dann später wieder abzogen, hatte einer von ihnen seinen Geldbeutel verloren, da waren etwa 100 DM drin, der Hannes freute sich über diesen Fund, denn er war auch grade pleite. Als sie wieder zurück zum Zelt gingen, machten sie noch ein eigenes Feuer, mit dem Holz was sie zuvor gesammelt hatten. Sie saßen dann noch ein bisschen zusammen und Mama erzählte aus ihrem Leben, Kevin war schon am schlafen, und Björn kannte Mamas Leben schon und wurde dann auch bald müde. Am nächsten Morgen gingen sie zur einer Gaststätte, dort gab der Hannes erst mal großzügig ein aus. Mittags gab es dann gerillte Würstchen und Kartoffelsalat, und um 17 Uhr kam Papa und holte sie ab. Abends saßen alle zusammen im Wohnzimmer und spielten Karten, und wie Mama und Papa ins Bett gingen, wollte der Hannes mit Björn zur Brennberg.

 

Fortsetzung folgt

Helmut Greier

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.05.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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