Jessica Scharf

Miyu-a real Life 7

Als Miyu bei Angie ankam, war es kurz nach Fünf und an schlafen gehen war nun wirklich nicht mehr zu denken, zwar mussten die beiden heute(Montag) nicht zur Maßnahme, aber das auch nur weil sie einen Termin bei der Vestischen Arbeit hatten. Helga hatte die beiden nun doch so weit gehabt, das sie ihrer Sachbearbeiterin es offen legen und somit eine Chance haben würden sich helfen zu lassen.
„wie geht es dir?“ sah Miyu Angie verzweifelt in die Augen, die beiden Damen saßen in der Küche an dem kleinen Tisch, jeder mit einer Tasse Tee(mit viel Zucker) vor sich und schwiegen die ganze Zeit, jeder in seinen Gedanken gewesen
„gut?“ versuchte Angie zu lügen, auch wenn sie nicht genau wusste wieso und es mehr wie eine Frage stellte
„das soll ich dir glauben?“ sah Miyu sie ernst an und doch mit einem verzweifeltem lachen, sie wusste einfach nicht mehr wie sie ihr helfen sollte. Mit Jens reden? Würde es etwas bringen?
„kannst du mal mit Jens reden?“ war es in diesem Moment als ob Angie ihre Gedanken hätte lesen können
„meinst du es bringt was?“ sah Miyu sie fragend an, Angie schüttelte den Kopf, nein sie glaubte es nicht, doch es war das einzige was ihr einfiel und sie wollte so sehr dran glauben das es etwas ändern würde
„ich kann es versuchen!“
„rufst du ihn an?“ flehten Angie und wenn sie so schaute hieß es meist das es sofort geschehen sollte!
„ja mach ich gleich okay?“ setzte Miyu die Tasse Tee an und verzog die Schnute, als ihr bewusst wurde wie heiß der Inhalt noch war
„heiß ja?“ lachte Angie und konnte für einen Moment deswegen Jens vergessen, weil Miyu gekuckt hatte, als ob sie laut schreien wollte, ich bring dich um! Und damit den Tee gemeint hatte.
„lass uns das mit Jens aber später machen! Okay? Weil er sicherlich jetzt noch schlafen wird“ schlug Miyu unsicher vor, auch wenn sie am liebsten sofort angerufen hätte
„wann denn?“
„ich würde sagen, nach dem wir beim Arbeitsamt waren“
„ja okay“ lachte Angie wieder, was Miyu so eigenartig in diesem Moment vor kam und deswegen fragend die Augenbraue hoch heben ließ
„und war dieser Noel wieder da?“ fragte Angie neugierig, den Miyu hatte ihr alles über ihn erzählt, jede Kleinlichkeit
„ja!“ knurrte Miyu wie ein kleines Kind was bockig ist
„und?“ grinste Angie neugierig und belustigt wegen Miyus Reaktion  
„ja nix, der meint mich nur die ganze Zeit auf die Palme bringen zu müssen“
„immer noch?“ sah Angie sie verwirrt an, wieso sollte er sie unbedingt ablichten wollen? Das ganze klang regelrecht merkwürdig und Angie hatte die ganze Zeit kein gutes Gefühl bei ihm.

 

Miyu und Angie wurden immer nervöser, sie saßen bei Helga und der Zeiger der Uhr bewegte sich immer näher auf die zehn zu, wo sie den Termin bei ihrer Sachbearbeiterin Frau Jahrkobs hatten
„was sollen wir denn zu ihr sagen?“ fragte Angie ihrer Panik deswegen unterliegend
„ihr schafft das schon, bis her habt ihr doch alles immer auf die reihe bekommen, alleine schon das du Angie da wohnen bleiben darfst, hätte ich nie gedacht!“
Angie war ohne die Erlaubnis des Trägers zu Miyu gezogen, als diese sich von Chris trennte und Angie endlich von diese hässliche Perversion das anscheinend alles in seinem Umfeld zu lieben schien.
Helga hatte den beiden zwar noch einige gute Tipps gegeben, doch dadurch mussten die beiden alleine!
„okay wir schaffen das!“ sah Miyu Angie vor der Vestischen Arbeit noch mal aufmunternd an, bevor sie Angie hinter sich her zog und rein ging.
Sich an der Dame vom Empfang vorbei geschlichen(wo man sich eigentlich anmelden musste) weil die beiden diese Frau einfach nicht abkonnten und dazu die Schlange davor noch zu lang war, huschten die beiden schnellt die Treppen hoch, auch den Augen aus den Sinn, sagte Miyu dazu immer!
Angie und Miyu hatten sich gerade auf die Stuhle vor dem Büro hingesetzt, als die Tür auch schon auf ging und Frau Jahrkobs die beiden grinsend ansah
„hab ich mir doch gedacht, das ich euch beiden gehört hatte, wieder unten vorbei geschlichen ?“ lachte sie vergnügt, den Angie und Miyu waren dort schon bekannt, wie bunte Hunde!
„ehm.. ja?“ sah Angie sie entschuldigend an
„na kommt rein“
Unter strengen Augen saßen die beiden nun in dem Büro, die Stille war erdrückend und der Wille es schon hinter sich zu haben sehr sehr groß!
„also ihr beiden wolltest mir also etwas sagen?“ gingen ihre Augen erst zu Angie und dann zu Miyu, wo sie stehen blieben
„wir… ehm..“ fing Miyu an und suchte noch nach den richtigen Worten
„ja?“
Unsicher sah Miyu Angie an, schüchtern und genauso überfordert mit der Situation. Doch der Schein trügt, nein sie war nicht Schüchtern in diesem Moment und überfordert auch nicht, aber die beiden hatten dort das Bild von sich gegeben unschuldig und Hilflos zu sein, was ihnen in gewissen Situation sehr entgegen kam, ein Bild was die sich dort selber gaben und Angie und Miyu nur dabei belassen hatten.
„Helga hat mir gesagt, das ihr so wie es aussieht eine Krankheit Namens Sozialphobie habt, ist das richtig?“ fragte Frau Jahrkobs ernst, eine kurze Pause trat ein, in der beide ihre Augen aus dem Fenster gehen ließen, bis Miyu endlich an fing zu reden
„es ist schon seit dem wir zurück denken können so, wir schaffen es nicht von einander getrennt unter Leuten zu gehen, sei denn man hat jemanden den man kennt dabei! Und das dann auch nur mit sehr viel Überwindung.
Wissen sie wie es sich anfüllt wenn man nicht alleine raus gehen kann? Nicht einmal zur Bude oder so?
Man versucht die Schule nach zu machen, aber es nicht schafft, weil zu viele Menschen gegenwärtig sind?
Einkaufen alleine überhaupt nicht machbar ist?
Mit den Jahren haben wir es geschafft uns gegenseitig stark zu machen, eine Illusion vielleicht, die zerbricht wenn man alleine ist“ sah Miyu die Frau ernst an, ihre großen braunen Augen sprachen von viel Leid und Ehrlichkeit, aber auch davon das sie bereit waren etwas gegen zu tun, das sie es wollten.
„wieso kommt ihr erst jetzt damit zu mir?“, wieder trat eine Stille ein
„denken sie es fällt uns leicht über so etwas zu reden? Erst recht wenn die eigenen Eltern es nicht einmal wissen?“
„es ist schwer für mich nach zu vollziehen..aber…“
„passen sie auf, stellen sie sich vor sie wären in einem Fahrstuhl eingeschlossen und haben Platzangst „
„sie meinen Klaustrophobie? „ berichtigte frau Jahkobs, Miyu nickte
„das ist eine Krankheit die weit verbreitet ist und unter die sich sicherlich auch etwas vorstellen können.
Wenn sie diese Phobie besitzen würden, und in einen Fahrstuhl eingeschlossen wären, würde sie sicherlich auch innerlich wahnsinnig werden oder? Nur noch daran denken dass sie daraus müssen!
Es ist der gleiche Vorgang, bis auf die Tatsache das wir mit den Jahren gelernt haben mit um zu gehen und man uns von außen nichts mehr anmerkt, doch die Gedanken und die Panik, vor allem die Angst ist gleich.
Und sie ist genau wie bei der Klaustrophobie unbegründet, denn genau so wenig wie die zu nah aneinander stehenden Wände einen nicht fressen können, tun es die Menschen bei der Sozialphobie auch nicht und trotzdem hat man diese Panik, auch wenn sie keinen Nenner besitzt“
„ich habe zwar keine Klaustrophobie aber dafür eine Arachnophobie ..“
„eine was?“ sah Angie Frau Jahrkobs mit großen Augen an
„Spinnenphobie „erklärte Miyu
„ja genau, ich habe unglaubliche Angst vor Spinnen, in sofern kann ich es mir ein wenig vorstellen“ lächelte Frau Jahrkobs sanft
 „und wie lange ist es schon so?“
„so lange wir zurück denken können“ antwortete Angie, es war eine Bürde die schwer zu erklären war und noch viel schwieriger zu durchleben!
„passt auf, ich kann es aus meiner Warte her leider nicht beurteilen, doch ich werde euch einen Termin beim Psychologischen Dienst machen und wenn dieser es bestätigen sollte, werden wir dieses Problem angehen müssen, damit ihr irgendwann auch einmal normal leben und arbeiten könnt“ sah Frau Jahrkobs die beiden ernst an, Miyu und Angie nickten einverstanden zu, eine andere Wahl blieb ihnen auch nicht.
Wonach sie die Notwendigen Informationen in den PC eingab und die beiden noch mal sanft anlächelte.

 

„okay das ist geschafft“ atmete Miyu draußen erst einmal erleichtert durch, sie hatte es sich viel schwerer als es war vorgestellt
„unser Glück war wahrscheinlich dass sie die Arachnophobie hat!“
„Spinnenphobie richtig?“, Miyu nickte
„so konnte sie es nach vollziehen, doch die nächste Hürde wird nun der psychologische Dienst sein“ überlegte Miyu einnehmend, den die beiden hatten sich eine unglaubliche Maske aufgebaut und damit der Psychologe es bestätigen kann, mussten sie diese ablegen, doch wie legt man eine Maske ab, die schon seit ziech Jahren fest genagelt ist?
„rufst du jetzt Jens an?“
„was? Ach so ja sicher, gib Handy“ lachte Miyu (Angie hatte immer die Handtasche bei)
Aufgeregt versuchte Angie sich nicht ganz anmerken zu lassen beim Gehen, das sie nervös war und auf einer Art und Weise Angst vor dem Ergebnis hatte, was das Gespräch ergeben könnte
„geht keiner rann?“ sah Miyu Angie nach einigen Sekunden an
„in der Schule ist er heute nicht und Arbeiten auch nicht!“ wurde Angies Blick nachdenklich, den Jens hatte noch immer einen Krankenschein.
„warte ich versuch noch mal!“ drückte Miyu auf Wahlwiederholung
„der hat mich weg gedrückt!“ sah Miyu Angie geschockt und genau so sauer an
„warte mal gib mal her..“ versuchte sie es noch mal
„dachte ich mir, der hat Handy jetzt ausgeschaltet“
„und das heißt?“ sah Miyu sie mitleidig an
„das er wieder bei ihr ist!“ wurde Angies Stimme dünn.
-wieder bei ihr?!-
„pass auf, dann machen wir es eben so, du weißt wo sie wohnt (eine Straße weiter als die beiden) dann statten wir den beiden jetzt mal einen Besuch ab und eins schwöre ich dir, diese Jenica kann jetzt was erleben!“
 Angie wusste nicht ob sie es nun als gut oder schlecht ein stufen sollte, war es die Angst davor dass sie ihn dort wirklich antreffen könnte, das er es ist? Oder doch mit Jenica konfrontiert zu werden?
„bist du sicher dass du es auch wirklich willst?“ sah Miyu sie mit offenen Karten an, den sie würde es nur tun, wenn Angie es auch will, schließlich ging es hier um ihre Beziehung und nicht die von Miyu, wo sie nicht wusste wie sie dieses Elend los werden sollte!
„ja, ich will es“ fasste Angie mit aller Kraft nach Mut und schellte an.
Sekunden vergingen in denen Angie Angst und Panik überfielen und keiner aufmachte
„noch mal?“ sah Angie Miyu zweifelnd an, Miyu nickte grinsend und bevor Angie auch nur etwas sagen konnte, war ihr Zeigefinger schon auf der Klingel und hielt diese Sturm.
„aha!“ grinste Miyu, als die Tür aufgedrückt würde und sie diese auf gedrückt hatte.
„nein Miyu, nein bitte lass uns wieder gehen“ wurde es Angie plötzlich doch zu viel, aber Miyu wollte es nicht bei belassen, es war schon seltsam das es so lange gedauert hatte bis auf gemacht wurde und den Grund wollte sie sich erst gar nicht denken.
„endlose Treppen führten die beiden hoch zu einer Drei Zimmer Wohnung, wo eine wirklich dürre Person mit einem schiefen und viel zu überspitzen lächelnd den beiden entgegen sah
„Angie!“ wollte Jenica sie umarmen und damit ihre ach so große Freude das Angie vor ihr stand zur Geltung bringen.
Reaktions- los ließ Angie es über sich ergehen und merkte wie ihre Innereien dabei zu Tanzen begannen und eine Übelkeit der Anwiderung sich breit machte.
Aufmerksam sah Miyu sich das alles an, ihre braunen Augen musterten jeden von Jenicas Blicken und Bewegungen. Sie wirkte nervös und irgendwie viel zu Harmlos! Als ob sie nicht besseres zu tun hätte, als darauf zu warten das jemand an schellt und sie fröhlich öffnen kann
-wusste sie das Angie es ist?- runzelte Miyu die Stirn und ließ den Blick ungewollt nachdenklich werden
„das ist Miyu“ ließ Angie ihren Arm andeutungsmäßig zu Miyu gleiten
„hallo!“ reichte Jenica Miyu die Hand, die diese mit einem ernsten Grinsen auch an nahm
„schläft deine kleine?“ drückte Miyu die Hand von Jenica ein wenig fester
„ehm.. ja?“ lachte Jenica und versuchte aufrecht dabei in Miyus Augen zu sehen
„bist du allein?“ , überfordert sah Jenica sie an
„ist Jens bei dir?“ hielt Angie es nicht mehr aus und wollte es endlich wissen, mit gereizten Blick sah Miyu Jenica in die Augen
-wenn du jetzt lügst reiß ich dir die Kartoffelnase ab!-
„nein, er ist nicht hier! Ich bin alleine“
-boor diese gespielte freundliche Stimme. Mann ich reiß dir gleich das Maul lang- giftete Miyu sie Gedanklich an
„JENNNNS“ rief Angie laut, ihr platzte langsam der Kragen, sie wusste das er hier ist und auch das er irgendwann reagieren musste
„Jens ist nicht hier!“ versuchte Jenica es weiter auf freundlicher Art, wobei Miyu ihre Hand weiter zu drückte, die sie immer noch fest hielt und Jenica erschrocken zu ihr hin sah
„du tust mir weh“ funkelten ihre Augen nun das erste Mal böse auf
„und du lügst mich an!“ legte sich auch in Miyus Augen ein Schatten, Jenica antwortete nicht
„wenn Jens wirklich nicht hier ist, macht es dir ja auch nichts aus, wenn Angie mal nach sehen geht oder?“, mit erstarrten Augen sah Jenica Miyu, Angie und dann wieder Miyu an
„das ist meine Wohnung und ich möchte nicht dass ihr rein geht!“ wurde ihre Stimme, trotz der Piepsigkeit rau
„okay!(nickte Miyu ihr zu und blickte danach zu Angie) Jens hat doch noch ein zweites Handy dabei oder? Der hat doch zwei Verträge oder?“ fragte sie leise, damit Jens, falls er da ist, es auch nicht mit bekommt. Angie verstand sofort und auf ihre Lippen legte sich ein Grinsen, was so viel Hass ausdrückte das sie gleich das Handy raus zückte.
„das Handy hatte ich total vergessen gehabt“ lachte Angie leise und wählte die Nummer, es dauerte ein paar Sekunden bis das Tuten erklang.
Ganz leise stellten Angie und Miyu ihre Konzentration aufs Hören ein
„ich höre es!“ schrie Angie plötzlich und Miyu ließ gleich die Hand von Jenica los
„ich denke er ist nicht hier?“
„es ist glaub ich Jens seine Sache ob er hier sein will oder nicht! Oder?“ giftete sie weiter, für sie war es nichts schlimmes, aber für Angie ein Weltuntergang und daran schien sich dieses Mädchen noch zu erfreuen
„ach ja, du hast zur Angie ja mal ganz stolz gesagt, dass du schon total viele Beziehungen kaputt gemacht hast, nicht wahr?“
„ja und?“ konterte Jenica mit Gewissenlosigkeit, das Blau ihrer Augen ließ einen Schimmer von Gelb durch und wirkte in diesen Moment so endlos Arrogant, das Miyu ihr am liebsten alle Zähne raus geschlagen hätte
„Jens komm raus!“ rief Angie laut und ihre Wut stieg ins unermessliche
„was soll der scheiß man?“ kam er nun tatsächlich aus dem langen Flur hervor und kam vor dem Türrahmen zum stehen
„was der scheiß soll? Was soll der Scheiß den du machst? Wieso bist du hier? Macht dein Handy aus und drückst uns vorher weg? Wieso ziehst du mir diese Schlampe vor?“
„das ist keine Schlampe klar! Kuck dich erst mal an!“
„lass es Jens!“ mischte Miyu sich ein, wenn sie etwas nicht abhaben konnte, dann das jemand vor ihren Augen Angie beleidigt und Jens war auf dem besten Weg dort hin
„sag wieso?“ machte Angie weiter, sie wollte nun endlich Antworten haben und diese würde sie sich nun auch hohlen
„es ist meine Sache wo ich bin und was ich mache ja!“ verteidigte Jens sich
„ich denke ihr seid zusammen Jens?“ fragte Miyu ruhig, wobei Jens sie Zornig an sah
„trotzdem kann ich wohl zu einer Freundin gehen oder ist das jetzt auch schon verboten?“seine Stimme wurde immer dunkler und garstiger, wobei es Miyu echt schwer viel sich ruhig zu halten
„mach sie nicht so an klar!“ schrie Angie deswegen laut
„liebst du Angie ?“ fragte Miyu dies nun mit Absicht, den nun war er gezwungen sich vor beiden zu outen, ein ja oder ein nein! Was anderes blieb ihn nicht übrig
„was soll das jetzt?“
„sag doch! Ja oder nein?“ ließ Miyu nicht locker, eine Gedanken zerreißende Stille trat ein.
Angie fühlte sich so sehr verarscht, es tat unglaublich weh zu sehen, das er nicht einfach mit ja antworten konnte, das diese Schlampe es verhindern konnte das er ja sagt, das er es vor ihr nicht einfach so aussprechen konnte
„also nein, ja ist okay, ist gut!“ sprach Angie bitterlich und musste wieder mit den Tränen kämpfen
„lass uns gehen okay?“ sah sie Miyu bittend an, Miyu nickte
„geh schon mal runter, ich komm auch sofort Okay?!“ funkelten Miyus Augen vor Tatendrang, so einfach würde sie Jens und diese Schlampe nicht davon kommen zu lassen.
„ist okay!“ lächelte Angie gequält und ging runter.
Ein paar Sekunden wartete Miyu noch, bis sie hörte das unten die Tür zurück ins Schloss ging, bevor sie wieder zu reden anfing
„Jens geh bitte einmal kurz rein, ich möchte mit Jenica alleine sprechen!“
„nein!“ schlang Jens die Arme ineinander, erkannte Miyu mittlerweile gut genug um zu wissen, wie sie werden konnte und würde Jenica dem nie aussetzen.
Einen Augenblick sah Miyu Jenica ruhig an, es war das erste Mal das die beiden sich gegenüber standen und Miyu sie sah. Jenica hatte eine unheimlich zierliche Körperstatue und vom Äußerlichem her würde man auf dem ersten Blick nie glauben das sie so eiskalt sein kann, doch Miyu wusste ganz genau, das eine Äußerliche Erscheinung täuschen konnte
„ist gut Jens, aber glaube nicht das ich es dir vergessen werde!“ sah Miyu ihn missbilligend an, sie war zwar selten nachtragend, aber wenn, dann richtig.
„darf ich dich mal etwas fragen Jenica?“
„ja mach!“ gab sie knapp von sich und ihre Augen wüteten immer noch
„was hast du davon das du Beziehungen zerstörst?“
„sie zerstört unsere Beziehung nicht!“ verteidigte Jens sie mit aggressiver Art
„Jens, pass auf wie du mit mir redest!“ sah Miyu ihn finster an, ihre Augenlieder hatten sich schon halb gesengt, was nur geschah wenn sie kurz davor war richtig aus zu flippen, etwas was Jens nicht wusste, aber wie sollte er es auch wissen, so hatte er sie bis her noch nie erlebt!
„soll ich die Frage wiederholen Jenica?“ der Flur wirkte plötzlich viel zu eng, als das er die Spannung zwischen den dreien auf fangen könnte, die so voller Zorn, Hass und Leid war
„na gut, dann anders! Wie konntest du so tun, als ob du Interesse an einer Freundschaft mit Angie hast und ihre Beziehung dabei zerstören? Und das mutwillig? Ich finde es ehrlich eigenartig, dass jemand, der selbst eigentlich weiß, wie weh es tut, wenn man hintergangen wird, dies anderen an zu tun! Sind es deine Minderwertigkeitskomplexe die dich leiten, weil dir mal jemand so etwas an getan hat? Willst du dir selber damit beweisen das du besser als die anderen bist? Oder was ist es?“
„kannst du sie nicht einfach in Ruhe lassen?“ fiel es Jens schwer normal zu reden, doch er versuchte es und Miyu hatte es nicht übersehen
„Jens ich dachte du würdest in unsere Welt rein gehören? Ich dachte du würdest Angie lieben und wert an einer Freundschaft mit mir legen! Aber wie ich sehe ist dies nicht mehr der Fall. Erwarte von mir keine Hilfe und erst recht kein Verständnis mehr, wir haben dir in der Not bei gestanden, dir immer wieder Mut zu geredet und du meinst uns nun mit Füßen zu treten „ blickte Miyu nun Jens an, sie wusste wie sie mit Menschen reden musste um Mitleid oder Reue hervor zu rufen, aber genauso wusste sie wie sie andere innerlich zerbricht, es ist eine ganz einfache Rechnung, bring sie dazu dir im Reden unwillkürlich zu vertrauen und benutze jedes ihrer Worte gegen sie
„Jenica wurdest du mal richtig verletzt?“ fragte sie mit sanfter Stimme, getroffen sah Jenica nach unten, ja sie wurde verletzt, von dem Mann wo sie dachte er sei ihr Leben, den Vater ihrer Tochter
„ja wurde ich“ sprach sie leise, ohne Miyu an zu sehen
„dann weißt du wie es sich anfüllt oder?“ Jenica nickte
„wieso tust du dies nun Angie an? Hat sie dir je etwas getan was die rechtfertigen würde?“
„nein, sie hat mir nichts getan“
„nein das hat sie nicht, nein sie hat dir sogar zu gehört wenn du jemanden zum reden brauchtest, wenn du unter der Trennung mit deinem Ex gelitten hast und du brichst dafür nun ihr Herz?“ Jens wollte gerade etwas sagen, doch die Handbewegung von Miyu verbot ihm jedes Wort, sie hatte jenica so weit, sie wollte reden und sie würde es auch
„ich wollte ihr nicht weh tun.. aber…“ kehrte die Sicherheit in ihrer Stimme wieder, womit der Moment der Reue wieder verflog und für Miyu das Zeichen war, das es keine Chance gab mit dem Gewissen von ihr zu reden, nein sie hatte es verdient, was nun folgen sollte und Miyu würde es genießen, den nun war sie sich sicher, dass sie sonst sich danach ein neues Opfer suchen würde, eine andere Frau die schüchtern, zurück haltend und schwach ist
„ich will dir mal etwas sagen Jenica, ich habe noch nie jemanden gesehen der so wie du, anderen Menschen einfach ohne es zu bereuen Leid zu fügt, ich wünsche dir von ganzen Herzen das du auch mal jemanden kennen lernen wirst, der dich so verletzt. Den in meinen Augen bist du wirklich nichts wert.
Aber ich kann mir auch nicht vorstellen das deinen Charakter wirklich jemand lieben kann, nein dazu besitzt du zu wenig Charakter, du bist nur eine Hülle, die von Neid, von Hass und deiner Minderwertigkeitskomplexe gefüllt ist, den so lange du dir selber nur immer wieder beweisen musst das andere dich toll finden, wirst du es niemals wirklich sein“ drehte Miyu um, dies war Phase eins, der erste Schritt sie zu brechen, in dem sie ihr die Wahrheit vor Augen führt.. und es sollten noch viel mehr Schritte folgen.

Fortsetzung folgt^^...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.05.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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