Jessica Scharf

Miyu-a real Life 10

Die Nacht war an den beiden schnell vorbei gerauscht wie ein Karussell was mit seiner Geschwindigkeit ihre Herz seid so langer Zeit mal wieder schwerelos werden ließ, die Sorgen unwirksam machte und die Zeit in sich unwichtig werden ließ.
So das die Sonnenstrahlen von dem Gedröhne des kleinen Weckers, der präzise auf dem Tisch platziert war, sie aus ihren Schlaf raus riss.
Müde wollte Miyu gar nicht erst aufstehen, während Angi mit halb geöffneten Augen schon zum Bad hin trottelte.
Untern schon auf Sven getroffen, lächelte er ihnen wie üblich auf seine unreale weise zu. Sven wirkte immer als ob er irgendwie auf angenehmer Weise in seiner eigenen Welt leben würde. War steht’s gut gelaunt, immer mit einem Lächeln bestückt, was anfangs beinahe fast schon gespenstig auf die beiden wirkten, aber mit der Zeit Normalisierung in ihren Gedanken fand.
Über Gott und die Welt unterhaltend hatten sie den Weg vom Buschkamp bis hin zu Kaufland schon hinter sich gebracht, womit die Hälfte des Weges geschafft war, die Zechenhäuser außer Sicht traten und die nächste sich langziehende Straße ihre Pforten vor den dreien ausstreckte.
"Miyu?" sprach Angie sie nun schon zum dritten Mal an, als die junge Dame endlich reagierte und ihre Cousine ansah
"Alles okay?" fragte sie besorgt, Miyu hatte den halben weg schon nichts mehr gesagt gehabt, ihre Augen nur auf das was vor ihnen lag gerichtet gehabt, was dafür sprach das sie tief in ihren Gedanken abgedriftet war, wo sie Angi nun irritiert ansah
"Ich muss das heute mit Sebastian klären!" festigte sich der Endschluss sehbar in ihren Augen
"Du willst Schluss machen?" fragte Sven, wobei seine Stimme von dem Lächeln begleitet wurde und wieder den Eindruck erwecken tat das er so etwas wie Sorgen oder gar Wut überhaupt nicht zu kennen schien.
Miyu nickte, das Graue Ungetüm von Gebäude was eigentlich auch eine Schule darstellte, wie auch das Büro der VHS in sich trug, fast schon erreicht.
"oh Gott!" blieb Miyu unwillkürlich stehen, Sebastian stand schon vorm Eingang und war sich mit Denni und Joenn am unterhalten. Denni war ja noch akzeptabel, er hatte Miyu von Anfang an von Sebastian abgeraten gehabt, ihr sogar fürwörtlich gesagt das er ein Arschloch ist. doch Joenn, die mischte sich immer in alles hinein und doch wusste Miyu wenn sie es jetzt nicht tat, dann würde es noch viel schlimmer werden.
Sie musste daran denken wie sie am Anfang dachte das Sebastian etwas Besonderes sei, wie schön sie seine Augen, sein Gesicht fand und seine kindliche und doch erwachsene Art anziehend fand. Wo war all das nun hin? Von Alkohol und dem was er unter dessen von sich zeigte begraben, ausgelöscht von einer leiernden Stimme und einem wackelnden Blick der so abartig aussah, das man meinen könnte eine vollkommen andere Person vor sich zu haben. Mit diesen Gedanken steuerte Miyu Sebastian zielsicher an, Angie und Sven im Gleichschritt neben sich und das Braun langsam mit dichten Schatten bezogen.
"Schatz!" sah Sebastian sie sauer an
"Ich glaube wir müssen reden!"
"Worüber?"
"Oh ich glaube hier ist irgendwas nicht in Ordnung!" lachte Joenn und sah Miyu interessiert an.
"Soll ich es lieber vor allen sagen?" senkte Miyu die Augen, Wind schlug in den Moment durch die kleine Runde von den sechs Teilnehmern der Maßnahme von Re-inet entlang.
Noch immer sah Sebastian sie unwissend an, mit diesen faden Blick den sie innerlich mit Abscheu fühlte.
"Ich soll es also vor allen sagen?" knirschte Miyu mit den Zähnen, etwas was sie immer tat wenn sie wirklich enttäuscht und wütend zu gleich war.
Aufmerksam sah Denni sich das Ganze an, ein kaum merkbares Grinsen umspielte seine Lippen, was von den Schatten die seine Capy warf weg gewischt wirkte.
Noch immer antwortete Sebastian nicht, sah sie nur irgendwie schielend an
"Okay, wie du möchtest" zischte Miyu, der Zaun um sie herum wirkte mit einem Mal nicht mehr Grün gestrichen sondern schwarz und weit weg.
"Ich wollte nur so fair sein und dir auch die Gründe nennen, die sagen wieso, doch nun habe ich mich anders endschieden und habe dir nur eins zu sagen und zwar das der Zustand den wir als Beziehung führten hiermit endet" lächelte sie kalt, jedoch war ein Stein von ihrem Herzen gefallen der beinahe so groß wie die Welt selbst zu sein schien und ihr Herz nun erleichtert aufatmen ließ.
"Schatz?" wandelte sich nun auch endlich Sebastians Blick, der Eingeschnappte Ausdruck wurde bleich, verzweifelt und Tränen füllten das Braun seiner Augen, seine Unterlippe die breite als die obere war, zitterte und lies ihn in diesen Moment bizarr wirken.
"Nein!" blieb sie hart, der dunkle Schatten in den Augen hatte sie zu gnadenloser Abweisung gesteigert und jegliches Gefühl von Mitleid getilgt.
Mit diesem Blick sah Miyu ein letztes Mal Sebastian an, drehte sich um und betrat das Gebäude, um auf direkten Weg in die Klasse zu gehen.
"Sie meint es ernst oder?" sah Denni Angie prüfend an, Angi nickte und wie ernst sie es meinte, dachte sie sich erleichtert und ging Miyu hinter her, womit Svens Blick ihr lächelnd folgte, als ob er sagen wollte, habt ihr gut gemacht.
Un wie gut wir das gemacht hatten, eine Schande weniger in ihrem Tagebuch der Peinlichkeiten dachte Miyu sich, nun musste nur noch das Problem mit der Aufschrift Jens gelöst werden. Denn so wie sie diese behinderte Persönlichkeit von ihm kannte und wusste das so was wie eine Scharmgrenze bei ihm vergebens zu suchen war, so wusste sie auch das er spätestens heute Abend und das wirklich allerspätestens wenn er von der Arbeit kam, vor der Tür stehen würde. In sein zu Unrecht erlangtes Zuhause rein wollen würde. Was für ein lächerlicher Gedanke, gackerte etwas spottend in ihrem Kopf, wie wildgewordene Hühner die sich lästernd über etwas aus liesen und sich nicht mehr einkriegten vor Lachen.
Aber genau das hoffte Miyu auch und zwar mit einem unheilvollem grinsen auf den Lippen, was Angie, die Miyu endlich eingeholt hatte, einen fragend Blick aufsetzen lies. Noch viel breiter grinsend ging sie die drei niedrigen Stufen zum Gebäude rein, über den gekachelten Boden hinweg, direkt ins Klassenzimmer.
"Ich freu mich nur schon mal etwas vor auf die Begegnung mit Jens!" gab sie endlich Antwort, als Angie sich neben die schon sitzende Miyu hinsetzte.
In dem Klassenzimmer von Re-inet waren die Bänke wie ein U aneinander gereiht, von die Stühlen außen herum platziert wurden und das Pult des Dozenten sich direkt vorne vor der Tafel befand.
Nach und nach kamen auch die anderen alle rein, Joenn, die sich dem Pult direkt vor Kopf setzte, ganz hinten in der Klasse, Denni der am Fenster uns vor Kopf saß und natürlich nichts zu vergessen Sebastian, der ebenso wie Denni am Fenster saß, jedoch ganz vorne, wo nur ein Stuhl ihm vom Pult trennte.
"Sebastian alles in Ordnung?" fragte Herr Feige ihn, ein Mann in Mitte seines Alters, mit angelockten Haaren und viel zu groß geratenen Augen (Die Schwulität seiner Redensart ganz außen vor gelassen)
Sebastian presste die Lippen fester aufeinander, der faden Blick in seinen braunen Augen sah mich direkt an, als ob er Miyu damit versuchen würde zu strafen, aber das tat es nicht, im Gegenteil, es lies nur noch mehr Abscheu in ihr emporsteigen. Denn er war noch immer nicht ganz nüchtern und auch so oftmals während des Unterrichts hier nicht. Wieder fing die Stimme in ihrem Kopf an zu schreien: Wie kann man nur jeden Tag trinken, wie kann man selbst zu so einer Maßnahme betrunken antanzen?
"Sebastian?" fragte Herr Feige erneut, mit sanfter und mittleidiger Stimmlage, Sebastian sah ihn nun auch an, mit dem Gesicht einer Person die erst jetzt bemerkte das man mit ihr sprach und deswegen fragend mit diesem bemitleidenswerten Blick aufsah
"Sebastian ist irgendwas gewesen?" fragte Herr Feige weiter, vorsichtig und mit viel Feingefühl, dabei war das Miyus Meinung genau so resultierend wie einer Ganz die Federn mit ner kleinen Pinzette ausrupfen zu wollen.
"Miyu hat mit ihm Schluss gemacht!" warf Joenn mehr amüsiert als mitfühlend hinein. Für Joenn war das ganze Leben nur eine komplette Liveshow, wie eine dieser Talkshows die einen die absurdesten Dinge zeigt und dennoch es nicht schafft die Gefühle der Zuschauer zu erreichen.
"Stimmt das Miyu?" sah der Dozent nun sie an, Miyu seufzte indessen sie allerdings bestätigend nickte.
"Ich denke da kann man nichts machen, da müssen die beiden jetzt durch!" wollte Herr Feige das Thema beenden, weil Miyus kalter Blick deutliche Worte sprach. Doch Sebastian schien es damit nicht ganz enden lassen zu wollen "Was soll das man?" sah er Miyu mit seinen verweinten Augen an
-und wieder dieses :man- schloss Miyu kurz die Augen, bevor sie zu reden anfangen wollte, doch kam Angie ihr zuvor
"Das mit euch bringt nichts, wirklich! Und Miyu will diese Beziehung auch nicht mehr!" waren ihre Worte zwar hart, aber die Wahrheit
"Was soll das?" sah Sebastian nun sie an
"Das solltest du dich selbst fragen!" blieb sie standhaft, einen Moment sah Miyu Angie an, dessen Blick noch immer auf Sebastian gerichtet war, den sie darauf ebenfalls ansah und daran denken musste wie er Angie fragte, während Miyu an seiner Hand war, ob sie Lust auf einen dreier hätte. Es einfach mal so aus dem Nichts heraus vor dem Vhs Gebäude fragte. Zu jener Zeit dachte Miyu sie höre nicht richtig, entsetzt war ihr Blick direkt zu ihm gegangen, doch Sebastian hatte weiter hin Angie angesehen. An jenen Tag wenn Miyu ehrlich mit sich selbst war, wurde aus noch teilweise vorhandenem Echo von Liebe purer Hass.
"Sebastian verstehst du es nicht? Sie wird schon ihre Gründe haben wieso sie Schluss gemacht hat!" mischte Denni sich ein
"Das würde ich auch mal sagen!" mischte sich eine weiteren Person ein, ein junger Mann der direkt neben Sebastian saß, wo das rote Haar unter einer blauen Capy versteckt war und ein eindeutiges grinsen auf Sebastian gerichtet hielt. Während die blonde junge Dame neben Joenn böse zu Miyu rüber funkelte.
-Der Stein rollt weiter seine Kreise!- dachte Miyu sich deprimiert, weil Andre für sie eintrat und Sabine sie deswegen böse ansah.
"Ich liebe dich, ist dir das egal?" sah Sebastian wieder Miyu an
"Ich würde sagen ja, sonst hätte sie ja nicht Schluss gemacht ne!" mischte sich nun Chris mit ein, der neben Angie saß und gleichzeitig auch der Ex von Miyu war.
"Was geht dich das an?" sah Sebastian ihn mit leeren Augen an, während sein Kopf noch andeutungsweise wie ein verkehrt herum stehender Schaukelstuhl wackelte.
"Würde mich aber auch mal interessieren das warum?" warf Joenn wieder rein
"Ich denke mal weil sie ihn nicht mehr will!" hielt Andre gegen, Denni grinste derweil zufrieden, während Angie Sebastian Ablehnung im Blick entgegen warf und Herr Feige versuchte dem ganzen irgendwie zu folgen.
"Sebastian ich habe Schluss gemacht weil ich auf jemanden der nur am Saufen ist, so was wie Selbstachtung nicht besitzt und vor allem alles hinter her glotzt was zwei Beine hat und weiblich ist, nicht klar komme! Aber der wichtigste Punkt ist, das ich schon lange den ganzen Miest beenden wollte, weil ich schon nach wenigen Tagen bemerkt hatte das ich nur aus Mitleid und wegen deiner überredenden Art mich auf dich eingelassen hatte!" ergriff nun endlich auch Miyu das Wort, wobei jeder sie darauf geschockt ansah, vielleicht war es zu viel von der Bitterkeit ihrer Wahrheit gewesen und die Tatsache das sie das sagte obwohl die beiden sechs Monate zusammen waren. Aber Miyu war der Meinung dass er nur verstehen würde, bzw. aufgeben würde wenn er mit der Gnadenlosigkeit dessen konfrontiert werden würde. Doch sollte sie später noch eines besseren belehrt werden.
Die ganze Situation in dieser Maßnahme war eine völlig bizarre Ansammlung von Absurdigkeit. Andre war mit Sabine zusammen, Sabine zuvor mit Jens und zwischen den beiden kurzzeitig mit Chris, der Mitbewohner und Ex von Miyiu. Denni einer der engeren Freunde von sebastian, jedoch auf Miyus Seite in diesem Moment und das obwohl die beiden sich zu anfangs wohl nicht so ganz verstanden, während seine Freundin, welche Joenns Meinung nach viel zu jung sei (Drei Jahre jünger) zwei Häuser weiter als Miyu wohnte, wo Joenn indirekt der Grund war, wieso Miyu und Denni sich schlussendlich sich doch super verstanden, weil sie ihm gut zu zureden wusste, was seine Freundin anging und mit dem kennen lernen von genau dieser, den beiden oftmals half. Wo Sven wiederrum Miyu, Angie und Chris gegenüber wohnte und auch sehr oft bei ihnen mittlerweile anzutreffen war. Andre und Sabine auch immer wieder mal ihre Streitigkeiten auf Miyus Rücken ausfochten, während sie ihnen helfen sollte und nun all diese Gesichter Miyu fassungslos ansahen, nur weil die eigentlich immer lächelnde und gut gelaunte Miyu plötzlich auch mal eiskalt werden konnte und ein ganz anderes Bild von sich darbot.
Und zu alldem Überfluss fing in diesem Moment auch noch Angies Handy an zu klingeln, welches von ihr entgeistert angesehen wurde und von Miyu direkt aus den Händen gezogen.
"Was ist, willst du jetzt auch noch eine Diskussion führen? Wenn ja, dann musste dich hinten anstellen, hier stehen noch ein paar vor dir in der Schlange!" drückte Miyu ihn nach diesen Worten direkt wieder weg und sah abschätzend durch die Runde.
-Fassungslos... Verheult... Fassungslos... erschrocken... grinsend... arrogante Eifersucht plus Geschocktheit... und und und wanderte ihr Blick an jedes Gesicht vorbei, bevor sie Herr Feige ansah und lächelte "Können wir nun den Unterricht anfangen?"
"Eh... natürlich!" räusperte dieser sich perplex.

Fortsetzung folgt^^...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.06.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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