Melina Gittner

Zwiespalt - Liebe oder Leben

Nun stand ich also vor den großen, weißen, mit Efeu bewachsenen Toren. Ich blickte durch sie hindurch und schaute auf ein überdimensionales, weißes Haus. Die Eingangstür war, genau wie die Fensterrahmen, aus massivem, dunklen Holz, dass mit edlen Verzierungen geschmückt war. Plötzlich gingen die Tore auf, wie von Geisterhand und ohne einen Ton. Nicht mal ein leises Quietschen war zu hören. Kurz zögernd, doch dann mit festem Schritte, setzte ich einen Fuß vor den anderen. Ich marschierte über den Kiesweg, an den wundervollen bepflanzten Beeten vorbei, und geradewegs zum Eingang des riesen Gebäudes. Gerade als ich den ersten Schritt auf die starken Stufen der Marmortreppe setzen wollte, öffnete sich die Haustür. Ich schaute auf und blickte einem jungen, gut aussehenden Mann ins Gesicht. Ein liebevolles Lächeln lag auf seinen Lippen. Ein vertrautes Lächeln, wie ich es die ganzen Jahre vermisst hatte. Schließlich ließ ich meine Koffer fallen und rannte stürmisch auf ihn zu, um ihn in den Arm nehmen zu können. Fest drückte ich ihn, und verlor dabei ein paar Tränen der Freude. “Hallo Richard, wie geht es dir? Meine Güte, dreizehn Jahre ist es nun her und du hast dich kaum verändert.” Er lächelte sanft, so wie er es immer getan hatte. “Hallo Rose, jetzt komm erst mal ‘rein. Du bist sicherlich erschöpft von der langen Reise.”
Im Haus zeigte Richard mir zuerst mein Zimmer und ließ mich schon mal anfangen meine Koffer auszupacken. Währenddessen begab er sich in die Küche und bereitete das Abendessen vor. Später saßen wir dann gemeinsam im Esszimmer und verzehrten sein köstliches Mahl.  “Das Kochen hast du jedenfalls nicht verlernt. Du hast Mama ja damals schon viel in der Küche geholfen, aber dass du dich zu einem so guten Koch entwickeln würdest...Respekt!”Er lachte. “Also wenn du das schon als gut bezeichnest, musst du unbedingt meine Leberpastete probieren. Aber sag, was hast du all’ die Jahre über gemacht? Rachel schrieb mir in einem Brief, dass Mama dich in ein Heim geschickt hätte. So begann ich zu erzählen, was in den letzten Jahren vor sich gegangen war. ”Kurz nach dem du mit fünfzehn Jahren zusammen mit Onkel Tom hier nach Amerika gegangen bist, fing Mama an zu trinken. Sie kam mit der Situation nicht klar, fühlte sich überfordert. Rachel, die damals gerade zwölf Jahre alt war, kümmerte sich so gut es ging um sie, doch Mama machte ihr ständig Vorwürfe und schlug manchmal sogar auf sie ein. Schließlich warf sie sie aus dem Haus. Rachel ging dann zu Oma und Opa nach Berlin, somit war ich alleine. Allein mit Mama auf dem Land.  Als ich vierzehn war hatte ich endgültig die Nase voll und ging eigenständig zum Jugendamt und forderte in ein Heim oder eine Ersatzfamilie zu kommen. Das Jugendamt stattete uns mehrere Besuche ab und schließlich kamen sie eines Morgens um mich in ein Heim zu bringen. Der Abschied von Mama viel mir nicht leicht. Sie tat mir leid, ich wollte sie nicht im Stich lassen, doch ich glaubte, dass es für mich besser sei.” Ich stoppte einen kurzen Moment, fing den Blick meines Bruders ein um Kraft zu gewinnen. “ Vor fünf Monaten erhielt ich dann die Nachricht, dass Mama sich in den Tod getrunken hatte. Ach Richard, ich mache mir Vorwürfe. Wenn ich sie damals nicht alleine gelassen hätte, dann...” “Wäre es trotzdem so gekommen,...”, unterbrach er meinen Satz, ”...du kannst nichts dafür. Dass du zum Jugendamt gegangen bist, war das einzig Richtige, was du hättest tun können. Du musstest an dich denken, du warst wichtiger und Mama wusste das.” Richard stand auf und nahm seine Schwester in den Arm.

Am Abend saßen wir beide im Wohnzimmer vor dem Kamin. Wir unterhielten uns ein wenig über Richard, wie er es mit Onkel Tom geschafft hatte sich ein so luxuriöses Leben aufzubauen. “Mein Gott, dreizehn Jahre ist es schon her. Meine kleine Schwester ist zu einer feinen Dame geworden. Mein Gott, einundzwanzig bist du schon. Wie die Zeit vergeht.” Seinen Blick richtete er zum Kamin, dessen helle Flammen, sich in seinen blauen Augen spiegelten. “Damals warst du fünfzehn. Ich habe zu dir aufgeschaut, und wenn ich sehe was du dir hier in Amerika aufgebaut hast, tue ich es immer noch.” Mit einem Mal hörten sie einen Schlüssel in der Tür. “Deine Freundin?”, fragte ich neugierig. “Nein ,ich bin Solo. Das wird Onkel Tom sein.” Er lächelte, stand auf und ging langsam in Richtung Tür.  Als ich meinen Onkel sah, lief ich Freude strahlend auf ihn zu. Er empfing mich mit offenen Armen. Mein Onkel war ein sehr gutmütiger Mann. Nach dem Verschwinden meines Vaters, als ich gerade drei war, hatte er sich all die Jahre um unsere Familie gekümmert.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, fuhr Tom mich in die Stadt. Ich wollte mir die Gegend ein wenig anschauen und er musste eh noch ein paar Einkäufe erledigen. Mit Begeisterung lief ich umher, sammelte neue Eindrücke. Alles war ganz anders als zu Hause, so groß und mächtig. Alles war so fremd. Ich wollte mehr davon. Ich war mir sicher, hier würde ich mich wohl fühlen.
Abends, nachdem wir gegessen hatten, wollte ich noch einmal hinaus, um mir auch unsere Nachbarschaft anzuschauen. Ich wollte Eindrücke von der Umgebung meines neuen Hauses sammeln. “Das Essen war wirklich gut.”, lobte ich meinen Bruder erneut, ”So, jetzt gehe ich eben auf mein Zimmer mich frisch machen und dann werde ich noch mal ein wenig die Gegend erkunden.” “Ich glaube das solltest du lieber auf Morgen verschieben. Es ist ein schweres Unwetter angesagt.” “Ach, Onkelchen, bis dahin bin ich längst zurück.” ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange und lief rasch die Treppen rauf.
Das Viertel in dem ich künftig leben würde, war für meinen Geschmack etwas zu nobel. Die Häuser äußerst elegant, die Gärten zu gepflegt und die Leute schienen sehr reserviert zu sein. Sie grüßten einen noch nicht einmal. Es war ziemlich ruhig, fast schon zu ruhig. Man hörte noch nicht einmal einen bellenden Hund. Schließlich beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. Erst auf dem Rückweg stellte ich fest, wie weit ich schon gelaufen war. Ich schaute auf die Uhr. Schon über zwei Stunden war ich von zu Hause fort. Sicherlich machten Tom und Richard sich schon furchtbare Sorgen um mich. Ich nahm meine Beine in die Hand und lief so schnell es ging den Weg zurück, den ich gekommen war. Nach ca. einer Stunde kam ich endlich zu Hause an. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, ein Sturm zog auf und in der Ferne sah man schon Blitze, die im Sekundentakt den Himmel erhellten. Schnell rannte ich auf die großen Tore zu. Tagsüber sahen sie so romantisch aus, doch jetzt jagten sie einem Angst ein.
Mit einem Mal vernahm ich ein leises wimmern und im nächsten Augenblick entdeckte ich auch schon den kleinen Jungen. Er war dunkelhäutig und hatte kleine schwarze Löckchen. Seine Kleidung war total durchnässt.  Zusammen gekauert saß er vor den Toren. Ich bückte mich zu ihm herunter. “Hey Kleiner, was machst du denn hier so alleine?” Er schaute mich mit seinen großen, dunkelbraunen Augen an. Es war eindeutig Angst, die sich darin spiegelte. “Wie heißt du denn Junge?” versuchte ich es. Doch wieder schaute er mich nur an. Ich nahm ihn an die Hand und forderte ihn auf mit mir zukommen. “Nein!” er zog seine Hand zurück. Ich schaute ihn verwundert an. “Nicht mitnehmen. Nicht weh tun.” Wieder begab ich mich auf seine Höhe und schaute ihm in die Augen. “Ich will dir helfen, Kleiner. Du kannst mir vertrauen.” Ich versuchte auf ihn einzureden. Schließlich folgte er mir ins Haus.

“Richard. Tom. Ich bin wieder zu Hause.” Hastig kam mein Bruder angerannt. Er nahm mich in den Arm und schaute, ob es mir auch gut ging. “Mensch Rose, wo warst du so lange? Wir haben uns fürchterliche Sorgen um dich gemacht. Tom ist mit dem Auto unterwegs, um dich zu suchen.” Ich versuchte mich bei meinem Bruder zu entschuldigen.

 “Es tut mir leid Richard. Ich habe einfach die Zeit vergessen. Es ist so interessant hier. Ich habe mir die ganze Gegend angesehen und...” fassungslos sah ich meinen Bruder an, der mir so eben eine Backpfeife verpasst hatte. Gerade als ich zum Schreien ansetzen wollte, maulte er mich an. “Was soll das, was macht der Junge hier?” Ich wollte etwas dazu sagen, doch er lies mich gar nicht erst zu Wort kommen. “Du bist ja wohl des Wahnsinns so etwas mit in dieses Haus zu bringen. Wer weiß aus welchem Viertel der kommt. Wahrscheinlich tauchen in ein paar Minuten noch mehr von denen auf. Los, raus mit ihm!” Richard öffnete die Haustür. “Du spinnst ja wohl, der Kleine saß total durchnässt und ängstlich vor den Toren. Du kannst ihn nicht einfach vor die Tür setzen.” Erneut verpasste er mir eine. Ich konnte es nicht fassen, erkannte meinen eigenen  Bruder nicht, war den Tränen nahe. “Raus mit ihm. Schwarze haben hier nichts zu suchen.” Ich schaute ihm nicht in die Augen, denn ich war wütend. Ich nahm den Kleinen an die Hand und ging. “Wo willst du hin Rose?” fragte Richard und ohne mich umzudrehen sagte ich, “Wenn du ihn vor die Tür setzt, gehe ich halt mit” So ging ich festen Schrittes mit dem Jungen fort. “Rose!” hörte ich meinen Bruder ein letztes mal hinter mir her schreien. Dann verstummte der Klang, wurde von dem kraftvollen Donner übertönt. Der Kleine schaute mich fragend an. Erneut redete ich gutmütig auf ihn ein und sagte, ich würde ihn nach Hause bringen.
So spazierte ich, mit dem Kind an meiner Hand, die Straßen entlang. Der Junge sagte mir welchen Weg wir gehen mussten. Der Regen wurde immer stärker und das Gewitter war nun direkt über uns. Der Junge zitterte am ganzen Leib und bei jedem Donner zuckte er zusammen und hielt meine Hand fester. “Hier Kleiner!”, ich hing ihm meine Jacke über die Schultern. “Hab keine Angst, wir sind bald Zuhause.” ich versuchte ihn abzulenken und begann leise ein Lied zu summen, dass meine Mom mir als kleines Kind immer vorgesungen hatte, wenn ich ängstlich war. Der Junge schaute mich wieder an und schnell lag ein sanftes Lächeln in  seinem Gesicht.  “Sag, wie heißt du eigentlich?” fragte ich das Kind. “Sheram.” Ich lächelte ihn freundlich an. “Ich bin Rose.”  Wir überquerten die Straße und gingen auf einen Park zu. Jetzt sei es nicht mehr weit, sagte er zu mir. Im Park war es ziemlich dunkel, da dort keine Laternen standen und die Bäume warfen  gruselige Schatten über uns. Plötzlich hörten wir eine Stimme, die laut einen Namen rief. “Das ist mein Bruder!” schrie der Kleine freudig und blickte zu mir auf. Er zog hastig an meiner  Hand und rannte los. Schließlich erblickte ich eine Gestalt, die schnellen Schrittes auf uns zu kam. “Jamal!”, schrie Sheram als die Gestalt näher kam. Der Junge lies meine Hand los und rannte auf die Person zu, die ihn sofort in die Arme schloss. “Sheram. Wo warst du? Ich habe dich überall gesucht. Mum macht sich schreckliche Sorgen um dich.” Mit ernstem Blick schaute er den Kleinen an. “Es tut mir leid. Ich war draußen zum spielen, doch plötzlich fing es an zu donnern und ich bekam Angst.” Sheram traten Tränen in die Augen. “Der Kleine saß  verängstig und durchnässt vor meinem Zuhause. Ich...”, ich stoppte als Jamal mich mit leicht wütendem Blick ansah. “Es ist okay, Jamal. Das ist Rose. Sie hat mich getröstet und anschließend hier her gebracht.” Sheram kam auf mich zu, gab mir meine Jacke und nahm mich in den Arm. “Danke, Rose!” Ich lächelte. Schließlich kam auch sein Bruder, ein junger Mann, auf mich zu und reichte mir die Hand. “Ich bin Jamal! Es tut mir leid, aber es kommt nicht häufig vor, dass Leute wie du in diese Gegend kommen, geschweige denn mit guten Absichten.” Von Nahem versuchte ich sein Gesicht zu betrachten, das mit dem Dunkel der Nacht verschmolz. Lediglich seine braunen Augen, die mich immer noch fixierten, konnte ich deutlich sehen.
 “Es kommt also nicht häufig vor, dass Weisse Schwarzen helfen?” Jamal nickte nur. “Du bist nicht von hier, oder?” fragte er mich. “Nein, ich komme aus Deutschland. Bin gestern hier her gezogen. Ich finde es erschütternd, dass das hier so heftig ist mit....” Ich beendete meinen Satz nicht. Jamal lachte und seine weißen Zähne wurden im Dunkel der Nacht sichtbar. “Willkommen in unserem Leben.”
Er schüttelte meine Hand. “War interessant dich kennen zu lernen.” Ein letztes Lächeln schenkte er mir. Dann nahm er Sheram an die Hand und die zwei verschwanden in der Ferne.

Schließlich machte auch ich mich auf den Heimweg, auch wenn ich ein schlechtes Gefühl dabei hatte meinem Bruder oder Onkel über den Weg zu laufen. Nach langer Zeit war ich endlich wieder Daheim. Leise schloss ich die Tür auf und trat ein. Einen flüchtigen Blick warf ich ins Wohnzimmer, wo mein Bruder und Onkel vorm Kamin saßen. “Ich bin wieder da.”, dann ging ich zurück in den Flur und marschierte die Treppen rauf in mein Zimmer. Ich musste aus meinen nassen Klamotten raus und trocknete meine Haare. Anschließend setzte ich mich auf mein Bett und schaltete das Radio an. Plötzlich klopfte es an der Tür. “Ja?” sprach ich. “Ich bin es, Tom. Kann ich rein kommen?” Ich bejahte. Mein Onkel setzte sich zu mir aufs Bett. “Wir haben uns schreckliche Sorgen um dich gemacht. Du warst sehr lange weg.”  “Es tut mir leid, Onkel.”,  war alles was ich sagen konnte. “Dein Bruder hat das nicht so gemeint. Er hat mir erzählt was vorgefallen ist, aber Schwarze und Weisse haben hier nichts miteinander zu tun. Ich weiß, dass das bei uns, in unserer Heimat anders ist, und ich verlange auch nicht, dass du das verstehst, Rose...Akzeptier es einfach! Das ist das Leben hier.” Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und ging dann wieder. Ich lehnte mich zurück und schaute in die Leere. Ich wusste nicht wie ich mich fühlen sollte. Ich war traurig wenn ich an meinen Bruder und die Worte meines Onkels dachte, doch es lag ein Lächeln auf meinem Gesicht, wenn ich an Sheram und seinen Bruder Jamal dachte.


Am nächsten Morgen am Frühstückstisch herrschte Stille. Mein Bruder und ich wechselten kein Wort miteinander. Wir würdigten uns nicht mal eines Blickes. “Was hast du heute vor?”, fragte mich Onkel Tom. “Ich würde heute Abend gerne kochen und brauche dafür noch ein paar Zutaten.”, sprach ich. “Dein Bruder wollte gleich noch Einkaufen fahren, vielleicht nimmt er dich ja mit.” Tom wandte sich an Richard. Der schaute flüchtig zu mir rüber und nickte dann. “Wollt ihr euch jetzt ewig anschweigen? Ihr seid doch keine kleinen Kinder mehr.” sprach Tom. Ich blickte meinen Bruder an und er schaute mir in die Augen. “Es tut mir leid!”, gab ich schließlich nach. “Nein, mir tut es leid. Ich war nur so sauer auf dich, und...”Ich gab meinem Bruder einen Kuss auf die Wange. “Schon vergessen.” Ich wollte nicht weiter darüber sprechen. Anschließend räumten wir den Tisch ab und zogen uns dann an, um Einkaufen fahren zu können. Als ich mir grad im Flur die Jacke überzog, schaute mich mein Bruder an. “Komm her!” sagte er leise und machte eine Geste mit seinen Händen. Ich ging auf ihn zu und er schloss mich in seine Arme. “Ich hab dich lieb.” flüsterte er.

Einige Tage später saß ich mittags, an einem sonnigen Platz, auf einer Bank und wartete auf meinen Bus, der mich nach Hause bringen sollte.  Ich las gerade ein spannendes Buch und hörte nebenbei mit meinem iPod Musik, als plötzlich eine schnippsende Hand vor meinem Gesicht auftauchte. Ich blickte auf. Als ich die Person erkannte, nahm ich meine Stöpsel aus den Ohren und legte ein freundliches Lächeln auf. “Hey, wie geht es dir?”, fragte ich. Er nickte nur. “Die Frau aus Deutschland.”, er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. “Mein Bruder spricht seit Tagen von nichts anderem mehr.” Jetzt musste ich kurz auflachen. “Im Ernst?” Er nickte erneut. Jamal, Sharem’s großer Bruder.
Ich hatte die letzten Tage oft an ihn gedacht und nun stand er vor mir. Bei Tageslicht konnte ich ihn genauer betrachten. Er war schätzungsweise etwas größer als ich und hatte eine schlanke, sportliche Figur. Sein Gesicht war oval und er hatte weiche, freundliche Gesichtszüge. Ich konnte nicht leugnen, dass er wirklich attraktiv war.
Immer noch lag ein Lächeln auf unser beider Gesichter. Dann bemerkte ich, dass mein Bus kam. Ich stand auf und verabschiedete mich von ihm. Dann wandte ich mich dem Bus zu. “Rose.”, ich drehte mich um. “Hier.”, er drückte mir einen Zettel in die Hand, “Ich würde mich freuen, wenn du dich mal meldest.” Ich schmunzelte und stieg in den Bus.

Als ich Zuhause eintraf war der Mittagstisch bereits gedeckt. “Du kommst gerade richtig.”, sagte  Richard und begrüßte mich. “Wie war es in der Stadt? Hast du schön eingekauft?”, fragte Tom als wir zusammen beim Essen saßen. “Ach ja, ich hab so dieses und jenes gekauft was Frau halt braucht.” Mein Bruder schüttelte spöttisch den Kopf und grinste. Bei dem Gedanken an Jamal lag mir immer noch ein Lächeln auf den Lippen. “Ist dir dein Traumprinz begegnet, oder hast du im Lotto gewonnen?”, wollte Onkel Tom wissen. Ich merkte, dass ich leicht rot wurde vor Verlegenheit. “Ich bin einem sehr netten und attraktiven Mann begegnet”,gab ich zur Antwort. Richard applaudierte. “Und?” Tom war neugierig. “Also er hat mir seine Nummer gegeben. Ich könne mich ja mal bei ihm melden.” Mein Onkel klopfte mir auf die Schulter und meinte sei doch super für mich. Die Zwei wussten ja auch noch nicht, um wen es sich bei diesem Mann handelte. Ich hoffte, es erstmal für mich behalten zu können.
Am Abend hatte ich Schwierigkeiten einzuschlafen. Ich musste die ganze Zeit an ihn denken, an Jamal. Ein strahlendes Lächeln befand sich auf meinem Gesicht und wollte einfach nicht verschwinden. Der Zettel mit seiner Nummer lag neben mir auf dem Nachttisch. Ich wusste nicht, sollte ich ihn anrufen oder lieber nicht. Schließlich entschied ich noch ein paar Tage zu warten. Bei dem Gedanken an Richard und Tom überkam mich ein mulmiges Gefühl. Sie würden es nie verstehen, wenn ich mit einem Schwarzen...Doch dann dachte ich wieder an Jamal und die Sorgen verflogen.

Auch die nächten Tage konnte ich an nichts anderes mehr denken und schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste ihm einfach eine SMS schicken. Hi, ich würde mich gerne mal mit dir treffen. Wie wäre es mit Morgen um zwei im Park? Liebe Grüße die Deutsche Ich legte mein Handy wieder beiseite und lehnte mich zurück in mein Bett. Ich hoffte, dass er meine Nachricht bald lesen würde und es dauerte auch gar nicht lange da vibrierte mein Handy. Ich freu mich  drauf. Jamal In Gedanken stellte ich mir schon das bevorstehende Treffen vor und kurze Zeit später schlief ich dann ein.
Am nächsten Tag nach dem Mittag zog ich mich dann um und machte mich schließlich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Tom und Richard erzählte ich, dass ich in die Stadt gehen würde. Je weniger sie wussten umso besser.
Nach einer halben Stunde kam ich endlich am Park an. Ich war erleichtert, dass ich den Weg auf Anhieb gefunden hatte, da ich ihn ja erst einmal mit Sheram bei Nacht gegangen war. Im nächsten Moment erblickte ich Jamal, der mit Sheram an der Hand auf mich zu kam. Ich war etwas überrascht, dass er Sheram mitbrachte, freute mich aber drüber. Der Kleine stürzte sofort auf mich zu und begrüßte mich mit einer herzlichen Umarmung, als würden wir uns schon Jahre kennen. Jamal gab mir höflich die Hand. “Sheram hat darum gefleht mitzukommen.”, erklärte Jamal. “Kein Problem. Ich freu mich drüber ihn zu sehen.”, sprach ich und lächelte. Nach Kurzem hin und her entschieden wir ein Eis essen zu gehen. Ganz in der Nähe des Parks war eine kleine italienische Eisdiele. Von außen sah sie sehr hübsch aus und auch von innen wirkte sie sehr gemütlich. Wir drei setzten uns an einen kleinen, runden Tisch, in eine Ecke des Eiscafés.

Während wir unser Eis aßen und Sheram Jamals und meine Aufmerksamkeit verlangte, unterhielten wir uns und hatten jede Menge Spaß. Auch später, als wir uns auf den Heimweg machten, hielt die Stimmung an. Jamal erzählte viel aus seinem Leben und brachte mich zum Lachen. Schließlich war es Zeit für mich zu gehen. Sheram hatten wir bei sich Zuhause abgesetzt und Jamal hatte mich noch ein Stück auf meinem Heimweg begleitet. “Es war ein schöner Tag heute.”, sprach er. “Ja.”, ich war leicht verlegen. Sein Lächeln löste so ein Gefühl in mir aus. Ich kann es nicht beschreiben. Es war einfach da. “Ich würde mich freuen, wenn wir mal wieder was zusammen machen könnten.” Er strahlte mich an. “Gerne.”,antwortete ich. Dann trat er ein kleines Stück vor, gab mir einen sanften Kuss auf die Wange und verabschiedete sich.
Einen Monat später, saßen Richard, Tom und ich gemeinsam beim Mittagessen. “Ich wollte gegen Abend noch mal weg. Ein bisschen um die Häuser ziehen und frische Luft atmen.”, sagte ich. “Du bist in letzter Zeit sehr häufig weg gewesen, Rose. Mal ist es ein Stadtbummel, mal ein Spaziergang und jedes Mal wenn du nach Hause kommst bist du wie ausgewechselt und hast gute Laune.”, sprach mein Onkel. Ich unterbrach das Essen und schaute ihn an. “Denkst du denn wir merken das nicht? Ist es denn was ernstes?”fragte Tom. Ich nickte, in meinem Kopf brach leichte Panik aus. “Wer ist denn der Glückliche? Ich würde ihn gerne mal kennen lernen”, mein Bruder schaute mich neugierig an. Er schien es wirklich ernst zu meinen. “Früher oder später wirst du es schon noch erfahren.”, leider, fügte ich in Gedanken hinzu. Ich wandte meinen Blick schnell wieder von ihm ab und aß schweigend auf.
Am frühen Abend machte ich mich dann in meinem Zimmer für mein Date fertig. Jamal hatte mich zum Essen eingeladen, in einem Restaurant in seinem Viertel. Auf einmal klopfte es an der Tür und Tom trat ein. “Kann ich mich kurz mit dir unterhalten?” Am liebsten hätte ich verneint, doch da ich nicht auf Streit aus war bejahte ich. “Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herum reden. Du hast einen Freund, das ist schön, aber es kommt mir doch sehr merkwürdig vor, dass du so drauf aus bist, ihn vor uns zu verstecken. Ich weiß nicht wer er ist und vielleicht ist das auch besser, ich bitte dich nur keine Dummheiten zu machen! Und falls er schwarz sein sollte, lass es deinen Bruder nicht heraus finden, Rose.” Ich konnte meinem Onkel nicht ins Gesicht schauen. Ich wusste, er war nicht dumm, aber dass er mich so schnell durchschauen würde. Ich fühlte mich ertappt und wusste nicht wie ich reagieren sollte, aber das sagte wahrscheinlich auch schon alles. “Wir sind nur Freunde, Tom. Wir haben viel Spaß zusammen. Mehr nicht!”,erklärte ich. “Auch wenn du es selbst noch nicht erkannt hast, tief in deinem Herzen ist mehr. Aber ich misch mich da nicht weiter ein. Du musst selbst wissen was du tust, du bist alt genug. Ich hoffe nur du tust das Richtige.” Er rang sich ein kurzes Lächeln ab und verließ dann meinen Raum.

Am Abend trafen Jamal und ich uns wieder im Park, von wo aus wir zu dem Restaurant gingen. Von außen wirkte es sehr alt und heruntergekommen, doch als wir eintraten war ich überrascht. Es war sehr hübsch und modern eingerichtet. Sogar eine kleine Bühne gab es, auf der eine Band  softe RnB Musik spielte. Jamal nahm mich an die Hand und führte mich zu einem Tisch in einer gemühtlichen Ecke. Die Leute in dem Restaurant waren fast alle dunkelhäutig und ich fühlte mich anfangs etwas unwohl. Einige Leute beobachteten uns und ich blickte mich des öfteren um. “Ist alles okay?” fragte Jamal. Leicht erschrocken blickte ich ihn an und nickte dann. “Das hier ist eines der wenigen Restaurants, in dem sich Weisse und Schwarze zusammen zeigen können. Traurig, aber war.”   “Ich hab das noch nie erlebt, dass es so starken Rassismus gibt.” Er sagte nichts. In dem Moment kam ein anderer dunkelhäutiger Mann auf unseren Tisch zu und begrüßte Jamal freundlich. “Hey Bruder, wie geht es dir?” Als Jamal ihn erblickte, reichten sie sich die Hand und führten einen kurzen Smalltalk, in dem sie einige Neuigkeiten austauschten.

 Anschließend sagte Jamal, “Das ist übrigens Rose, sie lebt erst seit einem Monat hier. Sie kommt aus Deutschland. Rose, das ist mein Kumpel Jerome. Er wohnt in meiner Gegend. Er hat vier Jahre in Deutschland gelebt für sein Studium.” Jerome gab mir die Hand. “Freut mich dich kennenzulernen.”  “Die Freude ist ganz meiner Seits.”, gab ich zur Antwort. Dann verschwand er auch schon wieder.
Jamal und ich machten uns einen schönen Abend. Wir lachten viel und ich erzählte ein bisschen von meinem alten Leben in Deutschland. Jamal schien fasziniert zu sein und folgte aufmerksam jedem meiner Worte. Nach dem Essen forderte er mich schließlich zum Tanzen auf. Die Band spielte im Moment etwas flottere Musik und so stimmte ich zu. Ich war überrascht was für ein guter Tänzer er war und ließ mich von seinen Bewegungen leiten. Die Zeit verging wie im Flug und ich hätte sie am liebsten angehalten, um nicht schon gehen zu müssen.
 Jamal und ich schlenderten die Straße entlang, es war schon dunkel, die Luft war angenehm frisch und es war sehr still. Schließlich, bevor ich es wirklich bemerkte, waren wir schon bei mir Daheim angekommen. Ich stoppte vor den großen Toren. “Hier ist es.”, sprach ich. Jamal schaute durch die Tore hinweg auf das mächtige Haus. “Wow! Beeindruckend.”, gab er von sich. “Das Haus gehört meinem Bruder und meinem Onkel.”, erklärte ich. Einen Moment herrschte Stille, nur unsere Blicke waren eins und ließen nicht voneinander los. Schließlich machte er einen Schritt auf mich zu. Er legte seine Hand sanft unter mein Kinn. Langsam kam er näher, noch immer waren unsere Blicke eins. Dann schloss ich meine Augen. Seine vollen, weichen Lippen berührten die meinen. In meinem Bauch verspürte ich ein leichtes Kribbeln, das mit der Leidenschaft des Kusses stärker wurde. Noch einen letzten Kuss gab er mir, schaute mir intensiv in die Augen, dann verabschiedeten wir uns und er verschwand im Dunkel der Nacht.

“Und, wie war dein Date?”, fragte mich Richard den nächsten Morgen am Frühstückstisch. “Gut.”, gab ich ihm zur Antwort. Ich wollte nicht weiter darauf eingehen. “Nimm es mir nicht übel, Schwester, aber du verhältst dich etwas merkwürdig was deinen neuen Freund betrifft.” Er schob sich den letzten Bissen seines Sandwiches in den Mund und schaute mich dabei fragend an. “Richard, das hat nichts mit dir, Tom oder dem Kerl zu tun. Ich weiß momentan selbst noch nicht, was da zwischen uns läuft. Ich möchte einfach nicht drüber reden, solange ich mir selbst noch nicht über meine Gefühle im Klaren bin. Versteh das bitte! Wenn ich mich entschieden habe und das was festes mit ihm und mir wird, dann steh ich auch dazu.” Mit den Worten stand ich auf und verließ die Küche. Ich ging hinauf in mein Zimmer und schaltete das Radio an. Ich wollte alleine sein, wollte meine Gedanken sammeln und sortieren.
Im Radio lief das Lied, zu dem Jamal und ich am Vortag getanzt hatten. Es war das Lied mit dem wir den Abend im Restaurant hatten ausklingen lassen. Ich erinnerte mich auch an den Kuss, den Ausdruck in seinen Augen und das Kribbeln in meinem Bauch. Sollte ich wirklich auf dem Weg sein mich in Jamal zu verlieben?! Ich dachte an jedes einzelne Treffen zurück, bis zu dem Tag, an dem ich ihm zum ersten Mal begegnet war. Schon in der Nacht, als ich Sheram nach Hause gebracht hatte, war ich von Jamals Lächeln verzaubert gewesen. Mit einem Mal bemerkte ich, dass mir leicht warm ums Herz wurde und erneut lag ein Strahlen auf meinem Gesicht. Hör auf dein Herz, hatte mein Onkel meinem Bruder und mir früher immer gesagt. Hör auf dein Herz! Die Worte klangen noch lange in meinem Kopf nach und ich dachte dabei immerzu an ihn.
Am nächsten Morgen als ich aufwachte, lief das Radio immer noch. Erneut erkannte ich die Musik unseres Liedes. Ich setzte einen Fuß aus dem Bett, dann den anderen. Ich ging auf mein Fenster zu, zog die Gardinen auf und lies kühle Luft herein. Ich atmete den frischen Duft der Natur ein und streckte mein Gesicht den warmen Sonnenstrahlen entgegen. Ich fühlte mich gut, wie neu geboren. Und ich fühlte mich stark. Ich hatte meine Entscheidung getroffen. Ich wollte eine ernste Beziehung, ob meine Familie Verständnis dafür hatte oder nicht.

Mit einem Mal vibrierte mein Handy. Ich hatte eine Nachricht von Jamal erhalten. Er schrieb, dass er seit unserem letzten Treffen an nichts anderes mehr denken konnte, und dass er sich gerne  mit mir treffen würde.

Richard und Tom schliefen noch, so kochte ich Kaffee und deckte den Tisch. Später dann, als die Beiden ebenfalls da waren und wir in Ruhe unseren Kaffee genossen, beschloss ich ihnen meinen Entschluss mitzuteilen. “Ich habe eine Entscheidung getroffen.”,sprach ich. Gleichzeitig hörten Tom und Richard auf zu essen und starrten mich erwartungsvoll an. “Ich empfinde mehr für ihn als nur Freundschaft. Ich möchte eine Beziehung!”, meinem Onkel blieb kurz der Atem weg. “Ja, aber das ist doch groß...” “Er ist schwarz, Richard!”, unterbrach ich meinen Bruder. Richard riss die Augen weit auf und spuckte den Kaffee zurück in die Tasse.
Aus Unglaubwürdigkeit wurde schnell Entsetzen und daraus wurde Wut, die mein Bruder mit seinem Blick signalisierte. Ohne ein Wort zu sagen stand er auf, verließ die Küche und anschließend das Haus. Mit leichtem Schuldgefühl schaute ich meinen Onkel an, der im Gegensatz zu Richard sehr gelassen war, als hätte er es gewusst. “Glaubst du, dass er dich glücklich machen kann?”, fragte Tom mit ruhiger, blasser Stimme. “Ja.”, sagte ich in festem Ton. Mein Onkel schloss für einen Augenblick seine Augen. Er atmete einmal tief ein und wieder aus. Dann lief ihm eine Träne über die Wange. “Geh in dein Zimmer, pack deine wichtigsten Sachen zusammen und dann verlass dieses Haus, bevor dein Bruder nach Hause kommt und seine Wut erneut an dir auslässt.” Schweigend stand ich auf und ging hinauf. Ich tat was mein Onkel sagte, weil ich wusste, dass er mich nur vor Schlimmerem bewahren wollte. An der Haustür nahm Tom mich ein letztes Mal in den Arm. “Hier ist etwas Geld für dich, such dir für die nächste Zeit eine Bleibe. Wenn du noch irgendwas brauchst, kannst du mich auf dem Handy oder bei meiner Arbeit erreichen.” “Ich hab dich lieb, Onkel Tom.”, sagte ich zum Abschied. Ich wusste ich würde erstmal nicht heim kommen können.
Ich machte mich auf den Weg zum Park und rief von unterwegs Jamal an. Ich fragte ihn ob wir uns treffen können. Ich war echt froh ihn zu sehen. Wir setzten uns auf eine schattige Bank unter einer alten Buche. Lange unterhielten wir uns. Er erzählte, dass er in den letzten Tagen oft an mich gedacht hatte, und auch ich sagte, dass er mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Schließlich nahm er meine Hand und blickte mir intensiv in die Augen. “Rose, ich meine es wirklich ernst mit dir. Ich hab mich in dich verliebt und möchte eine feste Beziehung.” Für einen Moment wusste ich nicht was ich sagen oder tun sollte. Mir viel einfach nur ein Stein vom Herzen. Schließlich brachte ich drei Worte raus und küsste ihn lieblich auf seine Lippen. “Ich liebe dich.”, sagte ich erneut. Mein Herz wurde mehr als nur warm, es fing an zu klopfen, pochte wie wild. Und das kribbeln in meinem Bauch wollte gar nicht mehr aufhören.
“Was hast du eigentlich in deiner riesen Tasche?”, fragte Jamal plötzlich und meine Stimmung schlug auf die nächste Sekunde um. “Was ist los? Ist was passiert?” Kurz wandte ich mein Gesicht von ihm ab, um meine aufsteigenden Tränen verbergen zu können. “Meine Familie hat mich vor die Tür gesetzt....”, und so begann ich zu erzählen. “Was? Ich kann nicht glauben, dass sie dich meinetwegen vor die Tür setzten. Ich mein, dass ist doch deine Familie. Ich weiß, dass wir hier viel Rassismus haben, aber gleich ein Familienmitglied ausstoßen. Ich fasse es nicht.” Jamal regte sich darüber auf und gab sich die Schuld dafür. Immerhin war er der Auslöser für das Verhalten meiner Familie. Der Schmerz saß tief und schließlich konnte ich meine Tränen nicht mehr zurück halten. Als Jamal das bemerkte, hörte er abrupt auf sich lauthals aufzuregen und wandte sich zu mir. Er nahm mich in den Arm und tröstete mich. Schließlich fragte er, ob ich denn eine Bleibe für die nächsten Tage hätte. Ich sagte, dass mein Onkel mir Geld gegeben habe, um in einer Herberge unterzukommen.

“Was hältst du davon, wenn du für die nächsten Tage mit zu mir kommst. Meine Mum würde sich freuen, sie möchte dich unbedingt kennen lernen.” Er strich mit seinem Daumen sanft eine Träne von meiner Wange. “Jamal, nimm es mir nicht übel, aber ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist. Ich meine, als Weisse hier in dieser Gegend. Ich will dich nicht auch noch in Schwierigkeiten bringen.” “Mach dir darum keine Sorgen. Einer meiner Kumpel hat ebenfalls eine weisse Freundin und die wurde hier auch akzeptiert. Abgesehen davon würde ich persönlich lieber als Weisse hier her kommen, bevor ich als Schwarzer in dein Viertel gehe.” Ich lächelte. “Das kann ich nachvollziehen!” “Na, dann lass uns mal gehen.” Er nahm meine Hand und schnappte sich mit der anderen meine Tasche.

Es war kein sonderlich langer Weg zu ihm und schon bald gingen wir auf ein riesiges, altes, graues Gemäuer zu. Auf einigen der kleinen Balkone war Wäsche aufgehängt, auf anderen schien sich Müll zu stapeln. Der Putz des Gebäudes war an vielen Stellen schon komplett abgebröckelt, allgemein vermittelte das Haus einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Gegenüber, auf der anderen Seite der Straße, erblickte ich einen Basketballplatz auf dem ein paar dunkelhäutige Jungs spielten. Auch der Platz schien seine besten Tage bereits hinter sich zu haben, der Boden war teilweise aufgerissen und an den Körben hingen nur noch Überreste der Netze.
Jamal öffnete die Tür des Gebäudes und ich ging hinein...sofort kam mir schwüle Luft entgegen und ein merkwürdiger Geruch von dem ich gar nicht wissen wollte was es war. Wir gingen die schmutzigen, steinernen Treppen hinauf und anschließend einen langen, schmalen, dunklen Gang entlang. Schließlich stoppte er vor einer Tür und zog seinen Schlüssel aus der Hosentasche. Als er die Tür öffnete kam mir ein Geruch von Essen entgegen. Jamal ging vor und ich folgte ihm langsam, etwas verunsichert durch die neuen Eindrücke. “Mum, ich bin wieder da. Ich habe Besuch mitgebracht.”rief Jamal seiner Mutter zu. Kurz unterhielten sie sich auf einer anderen Sprache, die ich nicht verstand, dann hörte ich wie mein Name viel. Im nächsten Moment kam Sheram auch schon angerannt und begrüßte mich stürmisch. Ich nahm ihn in den Arm und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann blickte ich wieder auf. Eine junge, attraktive Frau stand vor mir. Ich schätzte sie auf Anfang Vierzig. Sie war relativ kräftig gebaut und schwarze Locken vielen ihr über die Schultern. Ihre fast schwarzen Augen betrachteten mich und kleine Lachgrübchen bildeten sich auf ihren Wangen als sie mich freundlich mit einer Umarmung begrüßte. “Es freut mich dich kennen zu lernen, Rose. Ich bin Maya,” sagte sie mit ihrer leicht rauen Stimme. “Freut mich ebenfalls,” erwiderte ich. Im nächsten Moment erblickte ich drei kleine, mit Rastern beflochtene, Köpfe, die schüchtern um die Ecke blickten. “Hey ihr Süßen, kommt her. Das ist Rose,” Jamal sprach zu den Kindern. Langsam kamen sie hervor und sechs große, braune  Augen schauten mich an. Ich kniete mich auf ihre Höhe nieder. “Hey, wer seid ihr denn?” Maya lächelte, “Die Zwei hier sind Keysha und Virginia. Schwestern von Jamal und Sheram. Und das ist Fly, mein Neffe.” Ich gab den Dreien die Hand und langsam trat auch ein Lachen in ihre Gesichter. “Ihr seid eine große Familie,” sagte ich. Maya lächelte wieder. “Ich hab Essen gekocht, also alle ab in die Küche.” Jamal gab mir einen Kuss auf meine Wange, dann gingen wir mit den anderen in die winzige, aber gemütliche Küche und setzten uns an den Tisch, der für so viele Personen eigentlich zu klein war. Gemeinsam sprachen wir ein Tischgebet und begannen anschließend zu essen.
Danach ging Jamal mit mir in einen anderen Raum. Das Zimmer war klein und dunkel, aber es roch angenehm nach einer leichten Brise von Parfum. Es war ziemlich leer, lediglich ein Bett und zwei kleine Regale standen in dem Raum. Jamal machte leise das Radio an, dann setzte er sich neben mich auf das Bett. Einen Moment herrschte Stille und ich blickte mich um. Er hatte meine Tasche neben eines der Regale gestellt. “Das hier ist anders, als das was du gewohnt bist, nicht?” Er blickte mich von der Seite an. Ich nickte nur.

 “Das hier ist wirklich kein Ort zum Leben. Man wird höchstens krank. Ich wünschte ich könnte meine Familie und mich hier heraus holen, irgendwo an einem anderen Ort ein besseres Leben beginnen. Ein vernünftiges Dach über dem Kopf und einen Job haben. Aber es ist einfach nicht möglich. Wahrscheinlich werde ich mein restliches Leben in diesem Drecksloch verbringen.” Sein Blick ging in die Leere und er spielte mit seinen Händen. Ich richtete mich auf und blickte ihn von der Seite an. “Wieso glaubst du, dass es keinen Ausweg gibt? Es gibt immer Mittel und Wege.” “Vielleicht in deiner Welt, Rose. Schau dich um, das hier ist was anderes.” Ich legte ihm  eine Hand auf die Schulter und drehte mit der anderen sein Gesicht zu mir rum, damit er mich anschaute. “Jamal, man hat immer eine Wahl. Du solltest am besten wissen, dass man einfach nur nicht aufgeben darf. Man muss kämpfen, um etwas zu erreichen.” Ich stoppte für einen Moment. Er warf mir einen skeptischen Blick zu. “Fang an Entscheidungen zu treffen und konkrete Pläne zu entwickeln für deine Zukunft. Sieh zu dass du einen Job findest, um Geld zu verdienen. Du musst es nur wollen. Denk daran, dass du das nicht nur für dich selbst, sondern auch für deine Familie tust. Triff eine Entscheidung. Jetzt, in diesem Augenblick.” Immer noch hielten unsere Blicke aneinander fest und der Ausdruck in seinen Augen hatte sich von Skepsis in Entschlossenheit verwandelt. “Immerhin habe ich mit dir offensichtlich schon eine richtige Entscheidung getroffen.” Ein Lächeln trat in sein Gesicht. “Ich liebe dich dafür, dass du so bist wie du bist!” Ich schmunzelte und gab ihm einen sanften Kuss.
“Wie sieht es mit deiner Schulbildung aus?”, fragte ich ihn. Er runzelte kurz die Stirn. “Ich habe  vor ein paar Jahren meine Schule abgeschlossen und danach eine Lehre als KFZ-Mechaniker angefangen, die ich dann letztes Jahr abgebrochen habe, da meine Mutter schwer krank wurde und ich mich um alles kümmern musste.” “Das ist doch schon einmal eine gute Voraussetzung.”, sprach ich ihm gutmütig zu. “Du meinst es wirklich ernst, was?” Ich umschloss seine Hände mit meinen. “Jamal, wenn es irgendeine Möglichkeit für dich und deine Familie gibt hier heraus zu kommen, dann wirst du sie nutzen. Und wenn du dich wirklich für diesen Weg entscheidest werde ich dir helfen wo ich kann.”

Die nächsten Wochen verbrachten wir damit Stellenangebote zu durchsuchen und Bewerbungen zu schreiben. Maya hatte mir angeboten für zwei bis drei Monate bei ihnen wohnen zu können bis ich eine eigene Bleibe gefunden hatte. Als Gegenleistung bezahlte ich für Einkäufe und half im Haushalt. Maya war absolut erstaunt und begeistert von dem Ehrgeiz der Jamal plötzlich gepackt hatte und Freude stand in ihrem Gesicht bei dem Gedanken, dass die Hoffnung noch nicht verloren war, auf ein neues, besseres Leben.

Zehn Wochen waren nun schon vergangen. Die ganze Familie saß zum Abendbrot am Küchentisch. Jamal hatte am selben Tag ein Vorstellungsgespräch in einer kleinen Werkstatt, ca. eine halbe Stunde von seinem Zuhause entfernt, gehabt. Alle waren nun ganz gespannt was er zu berichten hatte. “Jamal, ich halte es nicht mehr aus. Erzähl schon, wie ist es gelaufen?” fragte Maya neugierig. Jamal hatte ein breites Grinsen im Gesicht. “Ich hab den Job.”, berichtete er stolz. Maya sprang überfreudig auf, rannte einmal um den Tisch und nahm ihren Sohn dann fest in den Arm. Auch ich gratulierte ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Ich war stolz auf ihn, doch mein Herz verkrampfte sich bei dem Gedanken an die schlechten Nachrichten die ich noch zu verkünden hatte. “Rose? Hast du auch schon etwas von dem Hotel gehört in dem du dich vor zwei Wochen vorgestellt hast?” fragte Maya, die immer noch voller Freude strahlte. “Ja, ich habe ebenfalls den Job bekommen.” Ich verstummte kurz und setzte dann neu an. “Es gibt allerdings noch eine viel bessere Nachricht und dafür würde ich gerne eine kleine Tour mit euch unternehmen, nach dem Essen.” Maya fragte nach meinen Neuigkeiten, doch ich lies sie zappeln und sagte, sie müsse sich schon gedulden.
 Nach dem Essen machten wir uns dann mit dem Auto auf den Weg zu einem Nahe gelegenen Dorf, indem sich auch die Werkstatt befand in der Jamal seinen Job bekommen hatte. “Wo fahren wir hin?”, wollte Maya wissen. “Bieg die nächste Straße rechts ab.” wies ich Jamal an. Er folgte meinen Anweisungen und schließlich sagte ich, “Okay, park dort vorne vor dem kleinen weißen Haus.” Alle stiegen gespannt aus dem Auto. “Was machen wir hier?” fragte Maya, die neugierig und ungeduldig war. Wir marschierten über einen kleinen steinernen Pfad zum Eingang des Hauses. Langsam zog ich einen Schlüssel aus meiner Jackentasche hervor und steckte ihn in das Schloss der Eingangstür, dessen Milchglasfenster mit weißem Kunstholz umrahmt war. Als ich die Tür aufschloss kam mir eine kühle Brise entgegen. Ich bat Jamal und Maya einzutreten und führte sie dann auf eine kleine Rundtour. Das Haus hatte vier Zimmer, wovon zwei etwas kleiner und zwei sehr geräumig waren. Es gab zwei Badezimmer. Ein kleines  im Erdgeschoss und ein größeres mit Dusche und Badewanne im Obergeschoss. Außerdem befand sich eine kleine, gemütliche, komplett neu eingerichtete Küche im Erdgeschoss von der aus eine Glastür zum kleinen Garten führte. Das komplette Haus war sehr hell aufgrund der vielen großen Fenster und auch sonst machte es eines sehr freundlichen Eindruck.
Später standen wir Drei gemeinsam in der Küche. “Rose, was soll das hier alles? Was machen wir hier?” “Gefällt euch das Haus?” Ich wandte mich freudig an die Beiden. “Es ist ein absoluter Traum, Rose. Aber ich verstehen noch nicht so ganz.” sprach Jamal in ruhigem Ton, total fasziniert von den neuen Eindrücken. “Ich habe dieses Haus vor zwei Wochen gekauft, von dem Geld das meine Mutter mir vermacht hat und dem was ich in Deutschland zusammen gespart hatte. Ich möchte euch allen Danken für das was ihr in den letzten Monaten für mich getan habt. Ihr seit wie eine Familie für mich und ich möchte euch einfach diese Chance ermöglichen. Ihr habt so hart gekämpft und mit diesem Haus könnten ihr euren Traum verwirklichen.” Maya stiegen allmählich die Tränen in die Augen und auch Jamal war fassungslos. Maya schaute mich mit schüttelndem Kopf an. “Das Haus kann eures sein. Ihr müsst nur ja sagen. Ich habe den ganzen Papierkram hier und ihr könntet schon nächste Woche einziehen.” Die Tränen in ihren Augen stiegen mehr und mehr und schließlich konnte sie sie nicht mehr halten. “Ja!” stieß sie freudig aus und fiel mir anschließend um den Hals. “Wie können wir das jemals wieder gut machen?” sprach Maya, überwältigt von der Tatsache, dass sie nun wirklich die Chance hatten ein neues Leben zu beginnen.

Am Abend saßen Jamal und ich in seinem Zimmer. Ich lag auf dem Bett in seinem Arm. Wir genossen den Augenblick und lauschten der Stille. “Ich kann dir gar nicht genug danken, dass du das alles für meine Familie tust, Rose.” Ich lächelte schwerfällig. Es war der Moment gekommen, dass ich mit meinen schlechten Nachrichten rausrücken musste. “Jamal, es gibt noch etwas anderes was ich dir sagen muss.” Er richtete sich auf und wandte seinen Blick zu mir. “Was ist los? Stimmt was nicht, Rose?” Ich richtete mich ebenfalls auf, mein Blick blieb gesenkt. “Ich habe ja bereits erzählt dass ich den Job in dem Hotel bekommen habe....” Ich stoppte kurz, musste meine Gefühle kontrollieren, meine Tränen zurück halten. “Ja, aber das ist doch super, ich meine das Hotel in dem du dich beworben hast ist ja nur ein paar Minuten von unserem neuen Zuhause entfernt.” Ich schüttelte den Kopf und schenkte ihm einen Blick den ich selbst nicht definieren konnte. “Jamal, der Job den ich bekommen habe ist in einem anderen Hotel. In einem kleinen Ort drei Stunden südlich von hier. Ich werde dort hin gehen und dort bleiben. Ich habe dort eine WG gefunden in der ich wohnen kann.” Jamal schaute mir intensiv in die Augen. “Wie lange weißt du das schon?” Erneut senkte ich meinen Kopf. “Seit eineinhalb Wochen.” Er schnaubte und richte seinen Blick von mir weg. “Und was genau heißt das für uns?” die Frage kam gequält heraus und mit leicht unsicherer Stimme.

 “Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob ich das immer noch will, mit uns. Momentan fühlt es sich an, als wäre es einfach nur meine Aufgabe gewesen euch hier heraus zu holen, euch auf dem Weg zu einem neuen Leben zu helfen. Ich habe meine eigene Familie für meine Liebe aufgegeben und nun denke ich ist es Zeit meine Liebe für mein Leben aufzugeben. Ich muss mein eigenes Leben wieder in den Griff bekommen und ich vermisse meine Familie. Es hat nichts mit dir zu tun, Jamal. Ich habe immer noch die selben Gefühle für dich wie zu Beginn, aber es ist Zeit für mich zu gehen.”

Noch am selben Abend setzte ich mich in ein Taxi und machte mich auf den Weg in mein neues Leben. Der Abschied von Maya, Sheram, Keysha und Virginia war tränenreich gewesen. Mit Jamal hatte ich kein Wort mehr gewechselt. Noch einige Wochen dachte ich an die Fünf, dann begann meine Arbeit und ich hatte keine Zeit mehr mir groß darüber Gedanken zu machen. Ich wohnte in einem kleinen Zimmer des Hotels in dem ich arbeitete. Auf meinem Nachtschrank stand ein Foto von meinem Bruder, Tom und mir. In der Nachttischschublade lag ein Foto von Jamal und mir. Nun saß ich hier, hatte mein eigenes Leben. Doch was war das für ein Leben, ohne Familie, ohne Liebe. Alles hatte ich aufgegeben um hier her zu kommen. Plötzlich klopfte es an der Tür. “Herein.” rief ich. Ich warf einen Blick zur Tür und betrachtete den jungen Mann, der ins Zimmer eintrat. Ein Lächeln lag in seinem Gesicht, dass sich schnell auch auf meines übertrug. Er gestikulierte mit seinen Händen und ohne zu überlegen, sprang ich auf, rannte auf ihn zu und schloss ihn in meine Arme. “Rose, es tut mir alles so leid. Aber ich bringe gute Neuigkeiten.” Für einen Moment trat ich einen Schritt zurück, betrachtete ihn. Ich konnte nicht fassen, dass er wirklich vor mir stand. Ich konnte nicht glauben, dass mein Bruder gekommen war um mich nach Hause zu holen. Er entschuldigte sich wieder und wieder für sein Verhalten und berichtete dass er und Onkel Tom sich lange und ernsthaft unterhalten hatten. Beide wollten sie dass ich wieder nach Hause komme. Sie vermissten mich. Und das beste an allem war, dass der Hotelmanager mich in das Hotel versetzte, indem ich mich anfangs beworben hatte.
Nur einige Tage später waren mein Bruder und ich dann tatsächlich auf dem Weg nach Hause. Meinem richtigen Zuhause, nach dem ich mich all die Zeit gesehnt hatte. Als wir nach langer Fahrt endlich dort ankamen, konnte ich es gar nicht abwarten meinem Onkel um den Hals zu fallen, der in der offenen Tür stand und mich freudigst empfing. Nachdem ich meine Sachen in mein Zimmer gebracht hatte, an den Ort wo sie hingehörten, ging ich wieder hinunter um den Abend mit meiner Familie zu verbringen. Unten angekommen, stand mein Bruder vor der Wohnzimmertür. “Rose, es gibt noch jemanden, der dich gerne zurück begrüßen möchte. Jemand, der uns erzählt hat, wo du bist und dass du uns brauchst. Jemand, der dich braucht und den du auch brauchst.” Verwundert ging ich langsamen Schrittes ins Wohnzimmer. Als ich um die Ecke blickte, entdeckte ich ihn, wie er elegant vor dem Fenster stand. Mein Herz fing augenblicklich an wie wild zu pochen und der Druck auf meine Augen entlockte mir ein paar Tränen. Mit dem Lächeln dass er mir dann zuwarf brachte er das Feuerwerk der Gefühle zum Ausbruch und die Tränen flossen ohne Ende. Langsam und mit leichten Schritten traten wir aufeinander zu und schließlich nahm Jamal mich zärtlich in den Arm. Endlich hatte ich Beides. Ein Leben wie ich es  mir gewünscht hatte mit Liebe und Familie.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.06.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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