Hella Schümann

Schneewittchen und der Frosch

„ Hör mal“, sagte Schneewittchen zu dem Frosch, „Du bist im falschen Märchen.“ „Ja, das weiß ich, aber Dornröschen wollte mich ja nicht küssen, die kniff nur die Augen zu.“ „Da verwechselst Du was, Dornröschen wurde doch vom Prinzen wach geküsst,  aber erst hat sie hundert Jahre geschlafen.“

„Ja genau“, quakte der Frosch, „was glaubst Du wohl, warum ich zu Dornröschen gegangen bin? Die lag so schön und schlief, da bin ich auf ihre Nase gesprungen und habe sie mehrmals geküsst, aber sie ist nicht mal aufgewacht. Dann kam der Prinz und der hielt so komisch sein Schwert in der Hand und rief: „ I gitt, ein Frosch!“ Ich dachte, er wollte mich töten, da hüpfte ich fort. Nun bin ich bei Dir und wie wäre es jetzt mit einem ordentlichen Kuss?“

„Du glaubst doch nicht, dass ich einen Frosch küsse, das ist ja ekelhaft, obwohl, ich könnte dich in die Schlossküche bringen, die Königin isst so gerne Froschschenkel.“ „Das ist ja ekelhaft“, schrie der Frosch außer sich, tat den größten Sprung seines Lebens, wobei er auf dem Brunnenrand landete, das Gleichgewicht verlor und in den Brunnen fiel. Dort lebte er viele Jahre, bis sein Märchen begann.

 

 

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Es wurde sehr viel geschrieben über jene Jahre der unseligen Diktatur eines wahnwitzigen Politikers, der glaubte, den Menschen das Heil zu bringen. Das meiste davon beschreibt diese Zeit aus zweiter Hand! Ich war dabei, ungeschminkt und nicht vorher »gecasted«. Es ist ein Lebensabschnitt eines grünen Jahzehnts aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv. Dabei gab es Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflussten, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die mein frühes Jugendleben ausmachten. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.

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