"Am Fuße des Eichertgebirges in Eiserfeld liegt abseits der Verkehrsstraßen in einem stillen Winkel ein altes Stollenportal.
Am 21. März 1805 wurde der Stollenanhieb in einer feierlichen Weise begangen, wobei der Siegener Pfarrer Dr. Achenbach die Festansprache hielt. Der Stollenanhieb im Jahre 1805 geschah in der Absicht, die Tretenbacher Gänge der Gewerkschaften "Kirschbaum, Christinenglück, Feuer und Flamme, Hirzhorn, Eisenzecher Zug" abzubauen und zutage zu fördern.
Die Gesamthöhe des Stollens einschließlich der Wasserseige beträgt 10 Fuß und 6 Zoll = 3,29 Meter. Die mittlere Breite des Stollens betrug vor der Verbreiterung 4 Fuß und 6 Zoll = 1,40 m. Der Erbstollen liegt 0,47 m über dem höchsten Hochwasserstand der Sieg. Die Gesamtlänge beträgt einschließlich der Flügelörter 4 km . Bis zum Kaiserschacht ist der Stollen 1.900 m lang. Vom Kaiserschacht bis zur Sohle des Stollens beträgt die Tiefe 137 m.
1838 kam der Stollen in staatlichen Besitz, wobei er den Namen "Königlicher Reinhold Forster Erbstollen erhielt. Aber schon 1865 wurde der ertragreiche Stollen wieder an Privatleute verkauft, die ihn bis 1902 in Betrieb hielten. Von da an diente er nur noch der Ein- und Ausfahrt der Bergleute, sowie des Materialtransports zur Grube Eisenzecher Zug. In diesen Stollen sind Generationen von Bergleute ein- und ausgefahren, und für manchen Bergmann war es auch die letzte Fahrt. In den Jahren 1944 / 1945 diente der Stollen auch der Eisenfelder Bevölkerung als Schutz vor Luftangriffen. Am 29.2.1960 wurde die Erzförderung endgültig eingestellt. Sie gilt mit ihrer maximalen Schachttiefe von rund 1350 Metern als tiefste Eisenerzgrube Europas. Bis zur Übernahme desStollens durch den Eisenfelder Heimatverein im Jahre 1977 wurde hier Sprengstoff für gewerbliche Zwecke gelagert. Seitdem nun der Eisenerzbergbau in Eiserfeld erloschen ist, wurde es auch um den Stollen still.
Der Forscher und Geologe Reinhold Forster wurde am 22.10.1729 in Dirschau bei Danzig geboren, und war einer der namhaftesten Naturforscher des 18. Jahrhunderts, der 17 lebende und tote Sprachen sprach.
Er begleitet unter anderem Kapitän Cook auf dessen zweiter Weltreise und erforschte für Kaiserin Katharina II von Rußland das Kolonialwesen im asiatischen Teil Rußlands. Im Jahre 1780 wurde er in Halle / Saale Professor für Naturgeschichte. Forster starb am 9.12.1798 in Halle / Saale," berichtet die Stadtwerbung von Siegen.
(bei der Freiwilligen Feuerwehr)
Hört mal, Kollegen, ihr wißt, daß morgen unsere alljährliche Großübung stattfindet. Sie wird dieses Jahr im Besucherbergwerk Reinhold Forster Erbstollen durchgeführt. Wir werden dort ein paar Schaufensterpuppen abstellen. Dann werden unsere Explosionsfachleute ein paar einfach und komplizierte Einstürze und Brände herbeiführen. Unsere Aufgabe wird darin bestehen, die eingeschlossenen Schaufensterpuppen zu befreien.
(Siegener Tageblatt, 3 Tage später)
Einen ungewöhnlichen Verlauf nahm die Rettungsübung der Freiwilligen Feuerwehr Siegen. Sie sollte Schaufensterpuppen befreien, die nach einem Einsturz im Besucherbergwerk eingeschlossen sind. Die Feuer brannten schon, die Decke war dekorativ eingestürzt - da kam ein wirklicher Notruf aus dem Rathaus: "Das historische Gebäude steht in Flammen!" Selbstverständlich stürzten die Feuerwehrleute zum Ort des Geschehens.
Kaum saßen die Helden des Tages nach dem Einsatz wieder in ihrer Feuerwache beisammen, klopfte es auch schon an der Tür. Eine halb geschmolzene und eingeschrumpfte Schaufensterpuppe trat ein und verpaßte dem Einsatzleiter eine Ohrfeige. "Sie haben uns vergessen! Wir Schaufensterpuppen mußten uns selbst befreien. Jetzt sehen wir total häßlich aus! Wir werden nicht wieder in Schaufenstern glänzen können! Wir werden auf dem Müll landen!" Noch bevor die aufgeregte und wütende Puppe weiteren Schaden anrichten konnte, wurde sie von den Feuerwehrleuten geistesgegenwärtig gepackt und in einen Schrank eingesperrt.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.06.2009.
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