Klaus Lutz

Göttlich!!!


Für die Ärzte ist es ein Rätsel, dass ich noch
lebe.
Sie sprechen nicht von Wunder. Denn die
Tatsache das ich noch bin, ist mehr als das.

Es ist etwas göttliches. Und es hat etwas gött-
liches.
Ich wache Morgens auf. Sehe das Zimmer.
Und weiß, es gibt mich noch. Dann verlasse ich
das Bett.
An guten Tagen habe ich da keine Pro-
bleme.
Und ich sitze nach 30 min. im Rollstuhl.
An anderen Tagen, wo ich länger benötige, sage
ich mir einfach:
"Bleibe gelassen!" Dann fahre ich
in die Küche.
Und koche mir einen Tee. Darauf
freue ich mich.
Und das so sehr, dass mir die
Zeit nicht bewußt ist.
Die ich für diese paar
Meter brauche. Es ist dann unwichtig:
Eine halbe
Stunde.
Oder eine Stunde!" Aber ich bin in der
Küche.
Sitze am Fenster und schöpfe neue Kraft.
Für die Fahrt ins Büro. Oder zurück ins Bett.
Ich geniesse die Sonne. Trinke den Tee. Und alles
in mir ist konzentriert für dieses Ziel.
Das Büro. Oder das Bett. Meistens ist es das
Büro.
Ich schalte den Computer ein. Lege meine
Hände auf die Tastatur.
Und kann dann tippen.
Ohne eine große Anstrengung. Und das Göttliche
mit dem ich noch lebe
. Und das mich noch am
Leben erhält, ist dann neben mir.
Immer bei mir.
Mit Kraft! Mit Ideen! Mit Phantasie! Und zaubert,
ein paar Sätze auf das Papier.
Mit dem Leben, dass
ich nicht mehr habe.
Mit der Kraft die mehr ist.
Die über alles Wissen hinaus geht. Und dann wird
es mir bewußt.
Ich habe Stunden am Computer ver-
bracht.
Ich komme irgendwie wieder ins Bett. Liege
dann da.
Und sehe zur Decke. Stunde um Stunde. Und
bin voller Leben.
Voller Magie. Sie läßt mich noch
atmen.
Sie läßt mich noch hoffen. Und gibt mir Er-
innerungen.
Ich sehe dann andere Tage. Mit Lachen.
Mit Festen. Mit Freunden. Und schliesse die Augen.
Für Welten und Menschen die ich geliebt habe. Für
all die Liebe die es gab.
Und für all die Träume
die es gab.
In Tagen, wo ich mir die Träume noch
erfüllen konnte. 


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.07.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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