Yvonne Asch

Küsse wie Eis Kapitel 4

 

Ein großes Chaos hatte sich in der Wohnung breit gemacht, überall wo man hin trat, waren junge Leute und jeder hatte etwas zu trinken mit gebracht, dazu noch eine Menge Musik die nun wie ein lautes Gewitter die Wände zum beben brachte. Zivo stand recht unsicher da und beobachtete das Treiben, sie musste daran denken was wohl ihre Eltern dazu sagen würden, wenn sie das mit erleben würden, sie wären wahrscheinlich außer sich vor Wut. Aber warum dachte sie überhaupt darüber nach? Ihre Eltern waren weg und hatten sie alleine gelassen, jetzt sollte sie wenigstens die Party genießen selbst wenn eins, zwei Sachen dabei drauf gehen würden, das konnte ihr doch egal sein, denn jetzt brauchte sie sich niemanden mehr gegenüber zu rechtfertigen!
Sie kämpfte sich ihren Weg durch die Menge, wurde ab und an mal darauf angesprochen wie cool doch diese Party wäre und sie nickte immer nur, denn was sollte sie mit diesen Fremden Menschen schon besprechen? Die meisten kannte sie nicht einmal und wenige von ihnen hatte sie schon mal in ihrer Schule gesehen, dort hatten sie ja schließlich auch nicht mit ihr gesprochen, also warum sollte sie jetzt mit ihnen sprechen? Sie kam endlich in der Küche an, zu ihrer Verwunderung war dieser Raum lehr, schnell zog sie die Tür hinter sich zu und Atmete tief durch. Was zu trinken…. Schoss es durch ihren Kopf und sie öffnete den einen Küchensch rank wo sie wusste dass ihre Mutter dort immer den teuren Wein aufbewahrte. Mit einen leichten Grinsen auf den Gesicht öffnete sie die Flasche, jetzt war es ihr ein riesiger Genuss diese Flasche zu lehren, vielleicht eine kleine Rache dafür das sie einfach ohne sie ins Ausland abgehauen sind.
So öffnete sie den Korken geschickt, nahm sich ein stink normales Glas und goss den roten, gut riechenden Wein hin ein, sie spülte ihn wie Wasser hin unter und genoss trotzdem seinen leicht süßlichen Geschmack, nach dem sie das Glas fast in einen Zug gelehrt hatte goss sie sich wieder was ein und spülte es hinab. langsam setzte sie sich an den Küchentisch, mit der Flasche und den Glaswein in der Hand, ihre Augen waren schon richtig Glasig.

Plötzlich ging die Tür auf und Rico schaute verwundert zu den jungen Mädchen hin über die da saß wie so eine Alkoholikerin. „Sag mal was machst du da?“, fragte er sie vorsichtig und setzte sich ihr gegenüber, die Tür hatte er natürlich wieder zu gemacht.
Zivo zuckte mit den Schultern und schaute ihn mit ihren glasigen, hellen Augen an. „Ich trink ein Glas Wein, wieso?“, mittlerweile war sie schon gut angetrunken und in ihren Kopf drehte es sich, es war ein schreckliches ekelhaftes Gefühl. Sie stellte die Flasche auf den Tisch ab und stützte ihren Kopf mit der einen Hand. „Du solltest nicht alles durch einander trinken!“, sagte er leicht besorgt und musterte sie. doch sie lächelte nur und winkte seine Besorgnis mit einer Handbewegung ab „Keine Sorge bei mir ist alles super, Sommer, Sonne, Sonnenschein…“ er glaubte es ihr aber nicht so Recht, denn sie hatte schon ganz rote Wangen. „Rico mein Schatz!“, stürmte ein wirklich hübsches Mädchen hinein, dessen welliges Haar, wie ein Schleier aus brauner Seide über ihre Schultern viel, die großen blauen Augen waren perfekt geschminkt und ihre langen schlanken Beine, kaum bedeckt, alles was sie trug war ein kurzer Jeansrock, hohe High Heels und eine blaue Bluse, die perfekt zu ihren Augen passte, Zivo brauchte nicht lange um zu bemerken, das dieses Mädchen wohl enger zu Rico stand, als nur eine Freundin. Denn sie setzte sich sofort auf seinen Schoss und drückte ihre sinnlichen Lippen auf die seine, während ihre Hand durch sein Haar fuhr. Irgendwie schmerzte es Zivo dies zu sehen, hatte er nicht vor kurzen noch sie an geflirtet? Und nun knutschte er mit diesem Weib vor ihren Augen rum? Leicht geknickt griff sie wieder automatisch nach der Weinflasche um sich noch etwas ein zu schenken.
„komm mein Schatz, ich möchte dir etwas zeigen!“, sagte die Brünette aufgeregt und erhob sich von seinen Schoss, umfasste seine Hand und zog ihn vom Stuhl hoch. Rico schaute mit einem merkwürdigen Blick zu Zivo hinüber die grade einen Schluck von der roten Köstlichkeit nahm und ihn jedoch keine Beachtung mehr schenkte.
„Was denn?“, fragte er dann seine Freundin und riss seinen Blick von der strahlenden Schönheit weg. „Komm einfach mit mein Süßer!“, und schon zog sie ihn aus der Küche hinaus und dabei hatte sie der Gastgeberin keinerlei Beachtung geschenkt. „So ne blöde Idee, hatte ich wohl noch nie!“, säuselte Zivo in ihr Glas hinein und dachte dabei an diese Party. Die Töne von Technomusik drangen zu ihr und sie mochte kein Techno, für sie war es keine Musik.

Plötzlich lösten sich ihre Hände vom Glas und es viel mit einen lauten Knall auf den weißen gefliesten Boden, vor ihren Augen erschien ein blauer Strahl der hell leuchtete und der immer größer wurde, so etwas hatte sie noch nie gesehen und instinktiv rutschte sie mit ihren Stuhl weiter zurück. Schenkte dem Glas auf dem Boden keine Beachtung.
Die blaue Lichter Kugel verschwand so schnell sie gekommen war auch wieder, aber was sie zurück ließ, war unbeschreiblich und ließ Zivo staunen, sie konnte nicht anders als nur noch zu starren und das mit offenen Mund. So viel kann ich doch noch gar nicht getrunken haben? Wurde ihr deutlich klar dass sie sich dieses Fantasiewesen nicht einbildete.
Die kleine Elfe schaute mit wunderschönen, großen, kindlichen Augen auf den Menschen nieder, irgendwie schien die Elfe mit ihren strahlenden Flügeln genauso verwundert zu sein wie Zivo. Das goldene Haar, welches frech geschnitten war und bis zu ihren Knie reichte, viel wie pure Seide über ihren Körper, die Bernstein Farbenden Augen musterten Zivo ausführlich. Sie trug nicht viel aus ein knappes hell blaues Kleid und sie wirkte so zerbrechlich wie ein Schmetterling. Genau das schoss Zivo auch durch den Kopf, diese Elfe, sicherlich war es keine Elfe, sondern ein wunderschöner Schmetterling, der sich hier rein verirrt hatte und nun hatte sie so viel getrunken das sie sich einbildete es sei eine Elfe, eine wirklich hübsche Elfe, dessen Flügel einen blauen Nebelschleier in der Luft hinter ließ, bei jeden Flügel schlag.
„Endlich, Prinzessin…“, brach nun endlich das Fabelwesen die Stille. Zivo dachte sie höre nicht recht, nun redete der Schmetterling auch noch. Wie versteinert saß sie auf ihren Stuhl.
„Hör auf mit mir zu reden!“, giftete Zivo und sah das Wesen wütend an, diese schüttelte mit ihren kleinen Kopf. „Kein Benehmen haste mehr, her je, was haben sie nur mit dir gemacht und wie du aussiehst, unmöglich… wenn das deine Mutter sehen würde, trinkst dir die Birne dicht…“, plötzlich wurde es Zivo zu viel, sie sprang vom Stuhl auf, dieser flog mit einen Knall zu Boden, Zivo starrte die Elfe hasserfüllt an. „Verschwinde! Verschwinde du dummes Ding und komm nie wieder ich bin nicht verrückt!“, ihre Stimme schien zu Beben, so laut schrie sie. Die Elfin schüttelte wieder mit dem Kopf. „Hör auf Zivo, das macht keinen Sinn, wir brauchen dich und du kannst davor nicht weg laufen.“
„Natürlich kann ich! Verschwinde!“, völlig in Rage packte sie nach der Flasche die auf den Tisch stand und warf dieser mit aller Kraft der Elfe entgegen, diese bekam noch größer Augen wollte noch los schreien, da traf die Flasche sie auch schon und das Wesen segelte wie eine Feder zu Boden, landete jedoch auf den Tisch.

Die Küchentür wurde aufgerissen und Gelächter ertönte, Zivo schaute mit zittrigen Lippen zur Tür hin über, wo sie die Freundin von Rico sah, die sie scheinbar auslachte. Dann erschienen noch drei weitere im Türrahmen auch diese lachten. „Selbstgespräche, helfen gegen Einsamkeit was?“, sagte ein junger Mann und die anderen gaben auch noch ihren Mist dazu, doch Zivo nahm es gar nicht war, sie nahm nur war, wie sich in ihren Augen, Tränwasser sammelte, wieso war sie nur auf diese blöde Idee mit der Party gekommen. Wie ein Roboter der einfach nur arbeitete weil man ihn so programmiert hatte, drängte sie sich an den Leuten vorbei und ging auf die Haustür zu, Rico sah ihr Verwunderung hinterher.

 

Christel rappelte sich nur schwerfällig auf, sie hatte genau gehört was die anderen zu Zivo gesagt hatten und sie machte sich Sorgen, was die Prinzessin nun machen würde, sie schien nicht sehr gut drauf gewesen zu sein, sie einfach mit einer Weinflasche zu bewerfen so eine Frechheit! Ein Glück war sie so zäh, durch ihr magisches Schutzschild, so das sie nur Kopfschmerzen davon trug, hatte auch anders enden können. so hatte sie es sich jedoch nicht gedacht, sie war hier um eine Kriegerin mehr oder weniger auszubilden und nicht um Baby zu
sitten. Aber vielleicht sollte sie, sie suchen gehen und versuchen in Ruhe mit ihr zu reden?

 

Rico sah den Treiben zu, Zivo war also einfach aus den Haus verschwunden, oh man, und sie sah ziemlich durch einander aus, wieso machte er sich nur solche Sorgen um sie, konnte sie ihn nicht eigentlich egal sein?
Er sah wies die Anderen gar nicht kümmerte, die feierten einfach in IHRER Wohnung weiter, er wurde sauer. Ging zum CD Player rüber, der noch immer Lauthals Techno spielte und zog den Stecker. Alle schauten sofort zu ihm, die ganzen Augen waren auf ihn gerichtet, doch es machte ihn nicht verlegen, er war es gewohnt im Mittelpunkt zu stehen. „Die Party ist vorbei!“, sagte er völlig ernst. Gemurmel brach aus und seiner süßen schien dies auch nicht zu passen, sie drängte sich durch die Menge zu ihm und lächelte ihn richtig niedlich an. „Schatzi sei doch kein Spielverderber. Steck den Stecker wieder rein“. Rico warf ihr einen gereizten Blick. „Ich mein das Ernst Leute, hier ist nun nichts mehr mit feiern an gesagt, also verpisselt euch nach Hause!“, man hörte deutlich her raus das er nicht zum verhandeln da war.  Die ersten von ihnen gaben auf und verließen wirklich das Haus, mit deutlich schlechter Laune.
„Was soll denn das?!“, sagte sie sauer und sah ihn strafend an, wobei sie schon gar nicht mehr so hübsch aussah, wenn sie so schaute. „Ich hab nur das Richtige getan!“
Als auch der letzte Gast verschwunden war und Rico das Chaos sah, seufzte er mitleidig, das sie das alles alleine aufräumen müsste passte ihn nicht, also suchte er einen Stift und einen Zettel, immer gefolgt von Lydia die ihn genau beobachtet, er ignorierte die Frage einfach was er da tat.

 

Hey Zivo,

keine Panik, das Chaos musste nicht alleine bewältigen,
lass das einfach liegen, ich komm um 16 Uhr vorbei und dann räumen wir zusammen auf,
nur schade dass du einfach abgehauen bist, hab sie alle raus geworfen.

Bis Morgen!

 

„Sag mal, was soll das denn?“; Lydia war ganz und gar nicht davon angetan.
„Ich bin nur gerecht!“, verteidigte er sich. „Nein, du bist nicht gerecht, wie würdest du es finden, wenn ich mich mit einen anderen zum –aufräumen- treffe?“, das Wort aufräumen betonte sie richtig deutlich. „Hör auf so eifersüchtig zu sein!“, gab er nur zurück.
„Wieso? Damit du  dich in ruhe mit ihr treffen kannst?“, zischte sie und zeigte fast ihr Zähne wie eine Raubkatze, doch Rico streichelte ihr, zur ihrer Verwunderung nur über ihre Wange.
„Lass und bitte nicht streiten und jetzt einfach nur nach Hause gehen, ich bin müde.“
Und obwohl sie sonst immer eine kleine angriffslustige Katze war, fuhr sie jetzt ihre Krallen ein und gab sich geschlagen. „Okay, schläfst du bei mir?“, fragte sie wieder Zucker süß.
„Ich denke doch!“

 

Zivo hatte sich auf den Spielplatz verirrt, sich auf eine Schaukel gesetzt und schwenkte nun hin und her, ihr Kopf war zum Boden geneigt. Bald halten sie mich noch alle für verrückt…. obwohl sie den Tränen nahe war, weinte sie nicht, sie gab sich ihnen nicht hin, diese Bloße brauchte sie sich nicht auch noch geben. Stattdessen schwenkte sie lieber mit der Schaukel hin und her. Hatte sie sich die Elfe nur eingebildet? Oder war sie wirklich real? In Moment passierte doch eh schon so eine Menge komischen Sachen, ihre Lippen waren blau und das war doch auch nicht normal? Vielleicht sollte sie einfach anfangen, an mehr zu glauben, als nur an das was sie sich erklären konnte.
Aber alle Anderen hatten nur ihre Stimme gehört und nicht die von der Elfin, also schien sie ja doch nicht zu exzestieren   , sonst hätte sie ja nicht gesagt, dass sie selbst Gespräche führte.
Es war verwirrend und verrückt, da saß sie nun und dachte über ein Fabelwesen nach, dann redete  sie auch noch ein blöder Typ, den sie nicht kannte, voll damit das sie von einen anderen Planeten käme, was sollte sie denn noch glauben? War sie vielleicht wirklich kurz davor verrückt zu werden?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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