Das Fernsehen produziert Bilder und Töne dem Betrachter entgegen, ob der diese
nun hören will oder nicht. Der Betrachter kann genau hinsehen und hinhören, oder
er kann sich einfach nur berieseln lassen -so wie es ihm beliebt. Je nach seinem Ge-
schmack müßte irgend etwas im Fernsehen für ihn zu finden sein. Zum Beispiel
die diversen Doku-Soaps, die über Liebe, gleichwohl über Intrigen handeln. Aber
auch die zahlreichen Game-Shows, hier allen voran genannt“ Wer wird Millionär?“,
mit Günther Jauch. Der Kandidat kann sich bis auf eine Millionen Euro hochraten,
welches jede Menge Spannung beim Zuschauer erzeugt. Gleiches versucht Jörg Pi-
lawa(ARD), sogar mit zwei Kandidaten, reicht aber an das Original: „Wer wird Mi-
llionär?“ bei weitem nicht heran. Auch viele James Bond Filme, ältere wie jüngeren
Datums, werden heute oft im Fernsehen gezeigt.Wer lieber lachen- oder besser ge-
sagt- ablachen will, der kann vor allem auf den privaten Sendern sein Vergnügen in
der „Comedey“ suchen. Dieser ganze Comedey-Quatsch, der meistens unter die
Gürtellinie geht und einer Show nach der anderen folgt, wird nicht jedermanns Ge-
schmack sein, doch die Einschaltquoten zeigen, das diese Sendungen tatsächlich ge-
sehen werden -auch wenn man es kaum glauben kann. Da fehlt eigentlich nur noch
eine Tüte ungarischen Chips, um sich über 1000kcal in den Magen zu pumpen und
am folgenden Tag, um einige Pfunde dicker zu sein. Beschäftigten uns damals die
all-nachmittag-täglichen Talkshows auf den privaten Kanälen, in denen fast jeglicher
Blödsinn und Schabernack getrieben wurde, gibt es nun eine Anzahl von Gerichts-
shows, die uns das Leben schwer machen. Wurde in den Talk-Shows des öfteren
wild Herumgeschrieen, ist es mit den Gerichtsshows ähnlich, nur das diese jenen
Part professionelle Schauspieler übernehmen. Um der Sache den Höhepunkt auf-
zusetzen, wird beispielsweise von einer Schauspielerin, eine Prostituierte gespielt,
um dem Zuschauer mehr Vergnügen an der Sendung zu bereiten. Somit kann das
Fazit gezogen werden, das dem Fernsehkonsumenten, für alles etwas geboten wird,
vom größten Nonsens(private Anbieter), bis hin zum Intellektuellen, auf den Sendern
3sat und Arte.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.07.2009.
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