Andreas Rüdig

Marktkirche Essen

Die Marktkirche liegt mitten in der Essener Fußgängerzone, ganz in der Nähe des Rathauses. Wirkt das Gotteshaus noch ziemlich unscheinbar, ändert sich das Bild im Innern doch schlagartig. Die Orgel auf der linken Seite (von den Sitzbänken aus gesehen) ist relativ klein; eine dekorative Kerze, ein Taufbecken und eine Lesepult aus Holz (anstelle einer Kanzel) gibt es außerdem zu sehen. Der Altartisch ist aus Stein; auf ihm stehen in der Mitte ein Holzkreuz mit Jesusfigur und je 2 Kerzen auf jeder Seite und einer aufgeschlagenen Bibel davor. 4 farbige Glasfenster (drei davon sind sehr dunkel) lassen das Licht in die Kirche kommen.

Bemerkenswert ist der gläserne Westchor. "50 blaue Glaselemente bilden einen Raum aus Glas, der die westliche Wand des Kirchenschiffs durchbricht. Die Fertigung der Glaselemente war kompliziert: Jedes der 50 Elemente besteht aus vier einzelnen Glasscheiben in den Formaten 2,20 x 1,60 Quadratmeter, zwischen denen sich - wie bei normalen Isolierglas - Luft befindet. Das Glas spendete die Firma Pilkington-Glas, deren Verwaltung für Deutschland in Essen sitzt. Die künstlerische Produktion lag in den Händen der Werkstatt Hein Derix in Kevelaer; wegen der nötigen technischen Voraussetzungen ließ Hein Derix die 200 benötigten Glasscheiben in Berlin zuschneiden. Anschließend wurden sie mit blauer Farbe in unterschiedlicher Stärke bestrichen und gebrannt: Auf diese Weise entsteht der typische, changierende Effekt, der jede Glasscheibe in unterschiedlichen Farbnuancen erscheinen läßt und sie zu künstlerischen Unikaten macht. Ebenfalls in Berlin wurden in jede Glasscheibe vier Löchte gebohrt, die für die Montage notwendig waren. Nach Berlin war Kirchberg die nächste Station: Dort verklebte die Hunsrücker Glasveredelung Wagener immer vier Scheiben zu Isolierglas. Insgesamt ist der neue gläserne Westchor rund 200 Tonnen schwer beschreibt ein ausliegendes Merkblatt die künstlerische Installation, die der Kirche schon einen ganz besonderen Reiz verleiht. Die Wand wurde nur durch Spenden finanziert.

Die Kirche ist auch an Wochentagen geöffnet. Wer sich in Essen aufhält und ein bißchen Zeit hat, sollte sich die Kirche ansehen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.07.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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