Andreas Gritsch

Nachtzug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir gleiten schlafend durch die Nacht und erfinden uns in dieser Bewegung als fremde Einheit. Blicke wandern durch die kalte Dunkelheit, in der Hoffnung einen kurzen Moment der vorüberfliegenden Laternen zu erhaschen, um ansatzweise Konturen von einem anderen dieser Gruppe zu erkennen.
Alles erscheint als endlose Suche, wir vergessen unser Ziel und betrachten die Begleitung aller Wolken. Von nun an ist keine Orientierung mehr möglich, die Welt scheint in unserer Betrachtung zu vergehen und wir befinden uns bewegungslos auf der Reise.
Schienen befördern uns über Felder, durch Wälder, in Berge, vorüber an einem See direkt in einen zarten Traum. Wir befinden uns allein am Ziel, wir atmen frische Luft, die Sonne läßt uns in die Ferne blicken. In diesem Moment durchfährt eine Stimme aus Blech unseren entspannten Körper. Anspannung setzt langsam ein, wir erwachen, betrachten das wahre Ziel und möchten wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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