In der Ferne des Himmels an einem sonnigen Tag(der Himmel dann so blau wie
das Meer), durchfluten die Sonnenstrahlen die Einöde des blauen Rubins der At-
mosphäre mit harter Hand und die Engel mit blonden Haaren aus göttlichen Ge-
filden, umschmeicheln zwar den Himmel zärtlich erhabend, werden aber von der
Macht der blanken Sonne verschmolzen, zu einem „Ganzen“, ja, zu einer Einheit
blinder Vertrautheit.
Der Mensch, der Herrscher der Natur(so versteht er sich), der durch glänzende Au-
genpaare leuchtet, im lauen Duft des menschlichen Triebes, der kommunizierend,
weniger aber dem Schwefel des Instinktes folgend, errötet, wenn die Enge ihn
schmälert, ihn den „Großartigen“ die Blüte der Vernunft zu rauben scheint, wird
aus ihm nun der „Universalmensch“ geboren.
Das Universum wird unendlich sein, dass nackt blickend, nicht die Güte des Ab-
lebens kennt, dem Menschen konträr in die Seele tragend, seine Geringfügigkeit
bewusster werden lässt, die belehrend im Raume steht und die ihn umfassend ver-
hüllt, bis zur Unkenntlichkeit.
Die wärmende Sonne, sollte sie im Zenit von oben herab auf uns strahlen, ver-
birgt hinter ihrer Kraft und Anmut, die globale Verfinsterung.
Die Finsternis in tiefer Nacht schleicht der Katze voraus, im Nebel des Dunkles
und bellt nach innen hinein, den Schrei der Fledermäuse. Sollten wir etwas da-
gegen haben? Der Universalmensch wird herzlich lachen, sollte er dies erkennen,
denn sein Blick ergibt einen Weitwinkel, der beinahe grenzenlos die Steppe ab-
sucht(mit erweiterten Radius sozusagen, die gute Laune heraufbeschwört) um den
Mensch der Moderne todesmutig zu umzingeln, der sich nun seiner Freiheit beraubt
fühlt und vom Geflecht der globalen Verschwörer aufgesogen wird, die auch schwa-
rze Tinte im Nu verschwinden lässt.
Der Aussatz des Globalen, der Träger der allumfassenden Meinungsphilister, jen-
seits von Gut und Böse; ihr die Fackelträger unter gleicher Fackel, ihr Brüder un-
ter Brüdern, ihr Schwestern unter Schwestern, seit das Dreigestirn einfältiger
Schwermut, eingetaucht in ein farbloses Einerlei, bitter schmeckend mit den ka-
lten Augen des Haies und ledern wie eine Schlange, die giftig den Zorn der Engel
im Teufelskleid untreu verkündet, strandet ihr am Tor der Gefühle im Einheitsge-
wandt, um darin endgültig zu versinken. Das Tor zur Hölle habt ihr aufgestoßen,
seht und dass ihr nicht darin hinabtaucht wie schwarze Pest, die zähflüssig an euch
haftet und einen unansehnlichen Klumpen bildet, der an Umfang schnell gewinnt
und euch die Luft zum Atmen nimmt.
Vorheriger TitelNächster Titel
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Westerkamp).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Westerkamp auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.08.2009.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
netcologne.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)Wilhelm Westerkamp als Lieblingsautor markieren

Lyrische Kurzreisen
von Monika Wilhelm
Ein Buch des gefühlten "Seins" der Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft - dargestellt in Haikus, Tankas und Kurzgedichten.
Eine lyrische Reise, mit Worten gemalter Bilder -
eine Reise, die man nicht so schnell vergessen wird ...
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: