Daniel Tillmann

THE CITY, Teil 2: Loyalität

 

Sun City hatte fast zwei Millionen Einwohner, und bestimmt auch so viele Kriminelle, Gangster und Ganoven. An jeder Ecke lauerte entweder ein Dealer, oder ein Taschendieb. Wenn du aber ganz viel Pech hattest dann wurdest du aber auch von irgend so nem Irren grundlos abgestochen und blutend in ner Gasse liegen gelassen. Die Polizei, das Sun Police Department, hatte schon längst die Kontrolle über das ganze verloren. Egal wie gut ausgebildet oder mit welchen Waffen die Bullen unterwegs waren, sie wurden letztendlich doch getötet. Nur der Bürgermeister allein weiß warum dieser neue Hochsicherheitstrakt gebaut wurde. Ein Tag war nun vergangen. Seit einem Tag war ich endlich wieder auf freien Fuß. Schlief in einem weichen Bett und hatte was ordentliches zu Fressen bekommen. Endlich konnte ich mich wieder nach der Seife Bücken ohne Angst zu haben das jemand seinen verdammten Schwanz in mich hinein bohren wollte. Und wenn das passiert wäre, hätte dieser auch keine Eier mehr gehabt. Ich hatte mich an diesem Tag frisch gemacht und mir den Vollbart entfernt, und meine Haare kurz schneiden lassen. Man sah ich geil aus. Ich hatte auch einen von diesen Anzügen bekommen. James Bond wurde neidisch werden. Plötzlich klopfte es an der Tür und einer von diesen Yakuza Handlanger kam hinein: "Mr. Asaku will dich sprechen!" Ich wurde in sein Büro geführt, als ich durch die Tür ging kam ich in ein wahnsinnig großes Zimmer. Komplett mit Teppich ausgelegt. Teure Möbel standen da, Vasen, und Gemälde. Man der musste ja ordentlich Kohle haben. "Hallo, Vince. Wie ich sehe steht dir der Anzug. Gefällt er dir auch?" wollte Asaku wissen und saß hinter seinem Elfenbeinschreibtisch. "Ja, er ist schick. Gefällt mir sehr. Was kann ich für sie tun? Wo ist 8Ball eigentlich?" wollte ich wissen und stellte mich vor dem Schreibtisch. "8Ball hat andere Sachen zu tun. Du musst wissen, wenn es um Sprengstoff und Waffen geht, ist 8Ball ein Meister seines Fachs!" erklärte Asaku. "Tja, deshalb hat er ja auch seine Hände kaputt!" sagte ich darauf. "Wie auch immer. Es freut mich das du uns helfen willst Sun City aus den Klauen des Kartells zu bekommen, aber ich zweifle immer noch an deiner Loyalität. Das darfs du mir nicht übel nehmen, aber in diesen Zeiten muss man vorsichtig sein wenn man vertraut. Aber ein Mann wie du kann das bestimmt nach voll ziehen!" erwiderte Asaku. "Sie können mir vertrauen. Das einzige was mich interessiert ist Silvia. Sie soll zur Hölle fahren, so war mir Gott helfe. Was sie dann mit dem Gebiet machen ist ganz ihre Sache!" sagte ich zu ihm. "Du meinst Sun City. Denn wenn wir es schaffen das Kartell zu zerschlagen werden die Yakuza die Stadt kontrollieren. Es wird Ordnung herrschen. So wie es für uns vorbestimmt ist!" erklärte mir Asaku mit fester Stimme. "Was halten die Mafia, die Traiden und die Diabolos von ihrer Idee? Für sie würde sich anscheinend nichts ändern, nur das ein anderes Syndikat das sagen hat. Aber wie gesagt, das juckt mich recht wenig!" antwortete ich. "Zugegeben, es wird schwer sein den anderen bei zu bringen das wir dann das sagen haben, aber wir haben unsere Methoden. Aber wie du schon sagtest, das juckt dich nicht. Kommen wir zu dem Teil, warum ich dich sprechen wollte. Wir wollen deine Loyalität testen!" fing er an. "Wenn soll ich umlegen?" sprach ich ihm dazwischen und Asaku musste lächeln. "Der Job ist im Grunde genommen total simpel. Es geht um Santa Murella!" sprach er. "Wer ist das?" wollte ich wissen und bekam als Antwort: "Der Bruder von deiner Silvia. Er hat ein kleines Spielcasino am Rande der Stadt. Töte ihn. Dadurch wird Silvia merken das sie ab heute mit Gegenwind zu rechnen hat. Schaffst du es ohne dabei drauf zu gehen hast du mein volles vertrauen!" erklärte er mir. "Bekomme ich Unterstützung?" wollte ich wissen. "Nein, Vince. Diese Aufgabe muss du alleine bestehen. Es ist deine Chance. Und jetzt geh!" antwortete Asaku und ein Handlanger öffnete die Tür und ich ging Wortlos aus dem Büro hinaus. Ich ging hoch auf mein Zimmer, den ich musste etwas anderes anziehen. In diesem Anzug hätte man mich Meilenweit vorher erkannt. Ich zog normale Straßenkleidung ein. Eine halb abgetragene Jeans, einen weißen Pullover mit einem Drachenzeichen vorne drauf. Hinten in meine Jeans steckte ich eine 45iger mit voller Munition. Auf mehr Munition verzichtete ich. Jeder Schuss musste sitzen. Wer weiß wie ich überhaupt mit der Waffe in das Casino hinein kam. Nach dem ich dies erledigt hatte ging ich zu einem kleine Schrank und holte mir eine Tüte mit Heroin hervor. Ich nahm mir ein paar Gramm auf einen großen Löffel und erhitzte diesen mit meinem Feuerzeug bis es ganz flüssig war. Dann nahm ich aus einer kleinen Mappe eine neue Spritze und zog die Flüssigkeit vom Löffel auf. Danach band ich meinen Oberarm ab und suchte mir eine gute Ader voll mit Blut und spritzte mir dann den Glücklichmacher. Denn den hatte ich bitter nötig. Ich zog die Spritze, als sie leer war, heraus und machte die Binde ab. Ich fühlte mich wie in einem Rausch zustand. Es war gut. Ich merkte wie das Zeug durch meine Adern jagte. Ein Wahnsinns Gefühl. Nach ein paar Minuten stand ich dann auf und räumte alles weg und war nun bereit meine Lojalität zu beweisen. Ehrlich gesagt konnte ich es gar nicht abwarten den Kerl eine Kugel ins Gesicht zu jagen. Draußen auf dem Hof stand ein roter Stallion. Ein stink normaler Viertürer für die glückliche Familie. Na ja, es wär ja auch aufgefallen wenn ich mit einem der Hammer dort aufgetaucht wäre. Ich startete die Karre und sofort knallte dieser Rock und Pop Sender Lips 106 aus den Boxen. "Was für einen widerligen Musik geschmack!" sprach ich und suchte sofort einen anderen Sender. Nach längerem suchen fand ich den Techno und Trance Sender Rise FM. Das war genau jetzt das was ich hören wollte. Mit Vollgas preschte ich von dem Yakuza Grundstück davon und hinterlies auf dem Kiss eine kleine Staubwolke. Ich bog direkt links ab. Das Casino war mit dem Auto nicht weit entfernt. Gerade mal zwanzig Minuten dauerte die Fahrt bis zum Rande von Sun City wo sich Santas Casino befand. Während der Fahrt merkte ich immer mehr die Wirkung des Heroins. Was für ein geiles Zeug. Irgendwie schien mir alles Ok zu sein. Keine Probleme. Alles cool. So musste das sein. Gott was würde ich gleich ein Blutbad anrichten. Als ich das Casino erreichte parkte ich auf dessen Parkplatz und stellte den Motor aus. Ich schaute zu dem Casino rüber und nahm meine 45iger in die Hand und kontrollierte den Lauf und das Magazin. "Jeder Schuss muss sitzen Vince. Konzentriere dich!" sprach ich zu mir selbst und stieg aus dem Wagen aus und steckte die Waffe hinten in meine Jeans. Es gab keinen anderen Weg als vorne durch den Haupteingang. Arme Wache. Ruhig ging ich auf den Eingang zu und öffnete die Tür. Ich blieb stehen. Ein Lärm von mehreren hundert Menschen kam mir entgegen. Aber es war keine Spur von einem Metalldetektor zu sehen oder einer Wache am Eingang. Ich schaute mich um und entdeckte Kameras an der Decke. "Mehr nicht?" dachte ich mir. Das war zu einfach. Nun gut beschweren wir uns nicht. Ich kam in einen großen Saal. Einem verdammt sehr großen Saal. Egal ob Einarmigen Banditen, Black Jack, Rollet oder das Glücksrad. Es gab jede menge Gelegenheiten sein Geld schnell los zu werden. Die Leute tummelten sich an den Spieltischen, und tranken ihre Longdrinks, und flatterten mit ihren Dollars. Boah, was für Penner. Aber egal, darüber konnte ich mich auch später aufregen. Es galt nun heraus zu finden wo sich Santa befand. Ich wusste nicht wie er aussah, aber wenn er der Inhaber dieses Ladens war, musste es hier irgendwo ein Chefbüro geben. Und dort würde ich dann auch ihn treffen. Also stürzte ich mich sanft in die Menge und suchte nach einer Treppe oder Tür wo "Betreten Verboten" drauf stand, oder zumindest "Zugang nur für Personal". Es dauerte nicht lange da sah ich zwei von diesem Aufpassern. Das waren Typen die aussahen wie Schränke. Oberarme so breit wie mein Kopf. Ich wusste nicht ob das antrainiert war oder ob sie als Kind in Anabolika gefallen waren. Sie standen vor einer Treppe die anscheinend einen Stock nach oben führte. Hinter den beiden war auch eines von diesen putzigen Roten Seilen die diskret darauf hinwiesen das man hier nicht her durfte. Ich wusste aber schon wie ich diese zwei Gorillas da weg bekommen würde. Aus diesem Grund ging ich zu einem dieser Einarmigen Banditen. Ein Kerl Mitte dreißig saß davor und war völlig in den Gedanken versunken. Ich schnappte mir nen Glas mit Wasser das auf einem der Spieltische stand. Hinter mir hörte ich nur wie jemand schrie: "Ey, das ist mein Wasser du Arsch!" Der Mann der mir das hinter her geschrien hatte war ebenfalls Mitte dreißig. Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, wegen dem Heroin. Irgendwie sahen alle aus wie Mitte dreißig. "Ich rede mit dir!" schrie er weiter und drehte mich ruckartig um, dabei ließ ich, absichtlich, das Wasser auf den Kerl fallen der so abwesend am Einarmigen Banditen saß. Dieser sprang erschrocken auf und sah auf seine nasse Hose, und schaute zu mir und dem wütenden Mann. "Das war er!" sprach ich und zeigte auf den wütenden Mann. "Wie bitte?" fragte dieser, doch bevor er dazu was sagen konnte haute der Mann vom Einarmigen Banditen dem wütenden Mann einen aufs Maul, so das seine Unterlippe blutete. Abgelenkt davon gingen dann beide aufeinander los und prügelten sich windelweich. Dies bekamen auch die anderen Gäste mit und einer schrie: "Hey, Leute eine Schlägerei!" Es vergingen nur ein paar Sekunden da bildete sich eine Menschenmenge um die zwei Typen die sich ohne Grund zum Krüppel hauten. Endlich bekamen auch die beiden Gorillas das mit und gingen dazu um die Meute auseinander zu bringen. Ich nutzte die Chance und schlich mich die Treppe hoch. Nach dem das geschafft war griff ich zu meiner Waffe und ladete sie durch. Langsam ging ich die letzten Treppen hoch bis ich nach links gehen musste. Ich war mir sicher das danach die nächsten Gorillas auf mich warten würden. Schnell sprang ich um die Ecke und sah auch zwei von denen. Die schauten mich nur blöd an. Ich sie auch, bis ich beide mit einer Kugel in den Kopf tötete. Die Schüsse waren laut. "Mensch Vince, schon mal was von einem Schalldämpfer gehört?" dachte ich mir, doch in dieser Sekunde wurde die Tür, wo die zwei toten Gorillas lagen, aufgerissen. "Hi!" sagte ich zu ihm und schoss ihm in den Bauch. Dabei ließ dieser seine Waffe fallen und sackte zu Boden. Schnell ging ich in das Büro und sah wie ein hektischer Kerl, hinter seinem Schreibtisch sitzend, versuchte an seine Waffe zu kommen. "Wer sind sie?" fragte dieser. "Finger weg du kleiner Schwanzlutscher. Bist du Santa Murella?" schrie ich ihn an. Dieser nahm die Hände hoch. "Steh auf und komm hinter deinem Schreibtisch weg. Na los. Beweg dein Arsch!" schrie ich weiter. "Das kann ich nicht mehr, aber ich werde zu ihnen kommen!" erwiderte Santa. Ich war von seinen Worten irritiert, doch als ich sah das er mit einem Rollstuhl von seinem Schreibtisch weg fuhr, wurde mir schlagartig klar das mich Asaku reingelegt hatte. "Dieser miese Wichser. Er wusste das Santa im Rollstuhl saß. Und wenn ich ihn töten würde wäre ich einer von diesen Mistkerlen der gerne Krüppel erschießt. Asaku war sich dafür zu fein. Yakuzas waren schließlich Ehrenvolle Kämpfer. Würde ich ihn nicht töten hätte ich meine Loyalität nicht bewiesen und würde von Asaku ebenfalls erschossen. "Wer schickt sie? Wer will das sie mich töten?" wollte er wissen. Daraufhin stürmte ich auf ihn zu und schupste seinen Rollstuhl gegen seinen Schreibtisch, dann beugte ich mich zu ihm und hielt ihn meine Knarre in den Mund. "Hör mir gut zu. Das du im Rollstuhl sitzt tut mir leid. Ehrlich. Aber deine Schwester hat sich mit dem falschen angelegt. Sie hat mich verraten und dafür wird sie zur Hölle fahren. Jeder den sie liebt wird sterben. Das Kolumbianische Kartell wird sterben. Du, mein lieber Santa, wirst sterben!" flüstere ich ihm drohend ins Ohr und zog den Lauf meiner Waffe aus seinem Mund. "Meine Schwester wird dich bei lebendigen Leib häuten, Vince!" erwiderte Santa und zog plötzlich eine Waffe hinter seinem Rücken hervor und wollte auf mich schießen, aber ich war schneller und schoss Santa eine Kugel in den Kehlkopf. Japsend nach Luft, erstickte er an seinem eigenen Blut. Eine Stunde später trat ich in das Büro von Asaku ein. "Oh, da bist du ja wieder Vince. Ich habe schon gehört wie es gelaufen ist. Ich bin froh das ich mich auf dich verlassen kann!" sprach er und setzte sich hinter seinen Schreibtisch auf seinen Ledersessel. "Woher wissen sie davon?" wollte ich wissen. Daraufhin nickte Asaku kurz und ein weitere Hochglanz Yakuza kam zu uns. "Das ist Rikishi. Ich habe ihn gebeten dich zu beobachten. Ich mein du hättest ja nach einiger Zeit wieder kommen können und sagen das du es vollbracht hättest, obwohl du vielleicht bei einer Nutte oder so gewesen wärst. Aber du hast bewissen das du ein Mann mit Ehre bist. Du hälst dein Wort!" erklärte er mir und nickte zu Rikishi der sich leicht verbeugte und dann das Büro verließ. "Ach so, wo sie gerade von Ehre sprechen. Wissen sie es ist schon ein Unterschied ob sie einen normalen Kerl erschießen oder einen Krüppel!" sagte ich zu ihm und bekam erwidert: "Das ist unwichtig. Unser Deal lautet das du jeden miesen Job erledigen musst den ich dir auftrage, Vince. Das hast du gemacht und hier hast du ein bisschen Geld der deine Schande vergessen lässt. Geh, und ruh dich aus. Ach ja, und Vince. Nimm nicht zuviel Heroin. Ich brauche dich noch!" Ohne ein Wort nahm ich den Bündel mit Dollars und ging aus seinem Büro. "Das bekommst du wieder Asaku!" dachte ich mir während sich hinter mir die Bürotür schloss.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Daniel Tillmann).
Der Beitrag wurde von Daniel Tillmann auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.08.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • gletscherk104550aol.com (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Daniel Tillmann als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Die Wiesenhexe von Elke Anita Dewitt



Menschen zu helfen und in sich Glück zu finden, darin lag und liegt mein Bestreben.
Ich möchte Menschen helfen, die großen Belastungen ausgesetzt sind, innere Stärke zu entwickeln.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Thriller" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Daniel Tillmann

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

THE CITY, Teil 3: Das Straßenrennen von Daniel Tillmann (Thriller)
Der Fall der Berliner Mauer- Berlin Text 2 von Kerstin Köppel (Erinnerungen)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen