Hella Schümann

Geräusche

 

 

„Musik wird störend oft empfunden...“ dieses Zitat kennt wohl fast jeder.

In der Musikschule unterrichtete ich musikalische Grundausbildung für vier-sechsjährige Kinder. Ein Opa, der sein Enkelkind in den Unterricht brachte fragte mich: „Wann lernt Jonas denn endlich Geige?“ Wie sollte ich dem Mann beibringen, dass sein zukünftiger Paganini im Moment etwas anderes im Unterricht lernte als Geige. Normalerweise hätte ich den Opa jetzt eingeladen, an der Stunde teilzunehmen, doch ausgerechnet diesmal hätte der gute Mann sicherlich an meiner Kompetenz als Musiklehrerin gezweifelt. Es ging nämlich um Geräusche, Geräusche mit dem Körper, mit dem Mund und mit verschiedenen Materialien.

Erst wurden Geräusche ausprobiert, dann eine Geschichte erzählt, bei der die Kinder mit ihren ausgedachten Geräuschen reagieren sollten und zum Schluss, der Höhepunkt war eine Geräuscheimprovisation mit Tönen gemischt.

Das Schönste für mich war das Abspielen der Aufnahme mit dem Kassettenrekorder, denn immer, wenn die Kinder sich selbst hörten, ahmten sie die Geräusche nach. Doch als der echte Pups von Jens zu hören war, lachten sie so lange, dass dabei der Schluss  unserer Komposition unterging.

Geräusche sind eben eine tolle Sache.

 

 

 

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