Andreas Rüdig

Schmuck aus Paderborn

"Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein Museum zur Geschichte des Schmucks. Rund 2.0000 Exponate zeigen die Vielfalt der Schmuckkunst aus fünf Jahrtausenden. Darüber hinaus beleuchten Sonderausstellungen verschiedene Seiten des Themas. Schwerpunkte der Dauerausstellung bilden Kostbarkeiten der Antike, Renaissance und Jugendstil, eine Ringsammlung sowie zeitgenössischen Schmuck. Das Museum zeigt auch die Geschichte der Schmuckindustrie in der "Goldstadt" Pforzhein.

Seit dem Umbau und der Wiedereröffnung des Museums im Frühjar 2008 sind weitere Bereiche zu sehen: Ethnographischer Schmuck gibt Einblick in die schmückenden Ausdrucksformen außereuropäischer, nichtwestlicher Gesellschaften - beispielsweise in die Inselwelt Ozeaniens, des indischen Nagalands oder des Vorderen Orients.

Kunstvolle Taschenuhren aus der Sammlung der Pforzheimer Uhrenfabrikanten Philipp Weber dokumentieren Uhrmacher- und Goldschmiedekunst von 17. bis ins 19. Jahrhundert und zeigen den technischen Fortschritt der Mechanik genauso wie die wechselnden Moden und die unterschiedlichen nationalen Stile," stellt sich das Schmuckmuseum Pforzheim in einem Faltblatt selbst vor.

 

Du, Edzard?

Ja, Edelbert?

Du hast doch morgen Hochzeitstag. Weißt du schon, was du deiner Frau schenken wirst?

Gut, daß du fragst, Edelbert. Ich war dermaßen mit dem Korrigieren der Klassenarbeiten und der Klassenfahrt morgen beschäftigt, daß ich den Hochzeitstag total vergessen habe. Was meinst du: Reichen Blumen und Konfekt.

Wo denkst du hin, Edzard? Ihr seid morgen 10 Jahre verheiratet. Da wirst du dir schon was anderes einfallen lassen müssen, was du auf die Schnelle besorgen kannst. Sachen wie eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer, ein Theaterbesuch oder ein perfekt geplanter Ausflug fallen also aus.

Du hast recht. Ein wenig dezenter dürfte es schon sein. Ein gemütlicher Abend vor dem Fernseher wird also reichen müssen.

Edzard, Edzard, ich kann nur über dich staunen. Wie unsensibel.

Na gut. Ich werde mir was einfallen lassen.

 

(Pforzheimer Bote)

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde gestern unserer Pforzheimer Polizei gerufen. Sie mußte zum Schmuckmuseum kommen. Dort war eine ganze Schulklasse, 12 Mädchen und genauso viele Jungen, mit gestohlenem Schmuck in den Taschen angetroffen worden. "Daran ist nur unser Lehrer Edelbert schuld. Er hat uns dazu angestiftet," behaupt Florian Ahu, der Klassensprecher. "Edelbert behauptete, wir würden den Plunder für den Kunstunterricht brauchen. Einer von uns mußte den Museumswärter ablenken. Wir anderen bekamen dann gezeigt, wie man unauffällig die Vitrinen öffnet und sich bedient."

Die Brosche "Tintenfisch und Schmetterling" von Wilhelm Lukas von Cranach und Louis Werner stammt aus dem Jahre 1900. Sie wurde in Berlin angefertigt. Sie wurde auch unter den gestohlenen Schmuckstücken gefunden. "Die sollten wir gezielt für Edelberg klauen. Die wollte er nämlich seiner Frau zum Hochzeitstag schenken.".

"Alles Quatsch," hält Edelbert dagegen. Ich habe schon ein Hochzeitsgeschenk für meine Frau. Es ist zwar nur ein Zeitschriftenabo, aber immerhin."

Edelbert verbrachte den privaten Feiertag im Museum. Er durfte den Schmuck. von Kaugummis, Schokoresten und Colaflecken befreien.



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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