Auf dem Ucayali
Er kehrt zurück in seine Heimat. Auf dem stampfendem Flussdampfer, wiegt er sich, mit jedem Hin und Her der bunten Hängematte, näher an sein Ziel. Ist er Nachts zu besoffen, sodass ihm schon beim bloßen Gedanken an das Schaukeln der Hängematte ein Grauen befällt, legt er sich auf seinen Schlafsack, den er mit zwei drei Handgriffen am ölig, schmierigen Stahldeck ausbreitet.Am Morgen erwacht er gegen acht Uhr und braucht nur aufzustehen um sich an der Bar der Kombüse zu befinden. Meist bestellt er Kaffee, den er schluckweise zu sich nimmt. Später am Vormittag kann er riechen das die Suppe fertig ist. Die alltäglich sorgsam, fast rituell zubereitete Suppe. Die ihren Geschmack und ihre belebende Kraft einen morgens an Bord geschlachteten Hahn verdankt. Später wenn er biertrinkend an der Theke sitzt beobachtet er wie zwei weibliche Hände den Körper des Geflügels tranchieren. Wie sie die Brust aufreißen. Die Klauen mit dem Messer abhacken. Den Darm aufschlitzen und säubern, damit er zum zusammenschnüren der Schenkel und des Magens verwendet werden kann. Einmal beobachtet er wie eine Hand den Kopf packt und ihn im Kreis dreht, als ziehe sie langsam eine Uhr auf. Während die andere den schwach zuckenden Leib des Hahns festhält. Dies alles geschieht recht beiläufig. Er ist, einschließlich der Köchin der einzige an Bord der sein Interesse an diesem Vorgang hat.
Autor : Klemens Czechner
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.11.2009.
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Was uns Katzen auf ihre Art sagen
von Ernst Dr. Woll
Ernstes und Freudiges erlebte ich mit Hauskatzen, das mich immer stark beeindruckte. In sechs Geschichten wird dargestellt: Hauskatzen sind einerseits sehr anhänglich, sie drücken aber auf ihre Art aus, was ihnen gefällt oder nicht behagt und wem sie zugetan sind und wen sie nicht mögen. Großes Leid müssen alle Lebewesen im Krieg erdulden; über die Schmerzen der Menschen wird dabei oft ausführlich berichtet, viel weniger und seltener aber über die Qualen unserer Mitgeschöpfe als Mitbetroffene und tatsächlich unschuldige Opfer.
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