Chriss Niyazi

Claudia

 

Claudia!

Ich weiß das du gekämpft hast,  du wolltest auch siegen für uns aber vor allem für unsere Kinder. Aber die Krankheit war stärker und hat dich mir genommen, was bleibt ist Trauer und Schmerz.  

Liebste ich habe dir versprochen das ich stark bleiben werde schon allein Unser drei kleinen Söhne wegen, es fällt mir aber so Schwer. da ich nun allein da stehe, in die kleinen traurigen Augen sehen muss, die nicht mehr leuchten sondern mich nur noch unter Tränen anschauen, um mich immer zu fragen „ Wo ist Mama, kommt sie bald wieder“ dann nehme ich sie ganz Fest in den Armen und Erzähl ihnen Das du oben auf einer Wolke sitzt und immer ein Auge auf sie hast.  Das du immer in ihren Herzen sein wirst. Bis sie sich dann in den Schlaf geweint haben.

Hinterher frage ich mich, dann warum ich ihnen sowas erzähle, denn ich merke nichts davon für mich ist jeder Tag auf neuen dunkel und einsam. Nachts, drücke ich mein Gesicht ganz fest in dein Kissen und Heule so lange bis ich ebenfalls schlafe. Dann komme ich aber  noch nicht zur Ruhe, denn ich sehe dich immer in meinen Träumen. Du entfernst dich immer weiter von mir und rufst dabei meinen Namen in die Dunkelheit. Es ist ein immer wiederkehrender Traum, der mich am Nächsten Morgen  weinend aufwachen lässt.

 

Deine Eltern schauen des Öfteren nach uns, reden auf mich ein das ich stark bleiben muss wegen den Kindern und das die Wunden bald heilen werden. Dabei merke ich dass deine Mami wie du sie immer genannt hast sich die Tränen zurückhalten muss. Schatz ich weiß das hast du nie gerne gehört hast,  ich hab das nie wirklich ernst gemeint, aber jetzt ist es die Wirklichkeit deine Eltern nerven mich! Klar weiß ich das sie es gut meinen aber ich vertrag das ganze umher trollen und bemuttern nicht.

Ich weiß, dass  die wunden irgendwann mal wieder heilen werden aber im jetzigen Zeitpunkt möchte ich das auch nicht, denn das Trauern um dich ist das einzige was mir von dir bleibt. Klar habe ich Fotos die ich mir in den Letzten Wochen immer wieder angeschaut habe aber sie bringen mich nicht dir wirklich näher.

 

Weißt du noch? Du wolltest immer mit mir in den Harz ziehen, in der Nähe meiner Eltern. Du wolltest das die Kinder auf dem Land Groß werden, und liebtest den Harzer Winter der jedes Jahr auf neuen  eine Menge Schnee gebracht hat. Nun werde ich dir deinen Wunsch erfüllen ich werde mit den Drei kleinen zu meinen Eltern auf den Hof ziehen, wo sie behutsam aufwachsen werden. Du brauchst auch keine Angst haben, deine Eltern können uns jederzeit besuchen kommen und wir werden sie auch regelmäßig besuchen, da ich ja weiß wie sehr sie die Kinder lieben. Aber für uns heißt das einen Neuanfang, wo wir endlich wieder zu Ruhe kommen können.

So  kann ich weiter an meinen Geschichten und Gedichten arbeiten die du immer gerne gelesen hast. Du hast immer hinter mir gestanden und hast meine Geschichten immer für gut befunden obwohl sie  Grotten schlecht waren. Du hast mir aber nie das Gefühl übermittelt das meine Geschichten nix taugen.

 

So meine Kleine Schnuffel Maus nun ist es schon sehr spät bestimmt auch bei dir wo du auch immer sein magst. Es mag zwar lächerlich sein das ich hier weit nach Mitternacht sitze und diesen Brief schreibe den du sowieso nie lesen wirst, aber es tat mir gut  ihn zu schreiben so warst du mir ein wenig nah.

Ich werde dich immer Lieben

 

Dein Schnuffel Bär

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