Siglinde Bickl

Die Weihnachtsgeschichte im Jahre 2009

Und es begab sich aber zu der Zeit, dass große Unruhen in Westafrika herrschten. Verfolgung und Hunger der Menschen kannte keine Grenzen .Die Bevölkerung floh vor einer menschenunwürdigen Regentschaft.


Da machten sich auch auf Machunga aus Kamerun mit seinem ihm angetrauten Weibe Azmera, die war schwanger. Ihr Ziel war das gelobte Land Europas, Gran Canaria.

Mit vierzig anderen Flüchtlingen erkauften sie sich zwei Plätze auf einem maroden Boot. Nach zwei Nächten und Tagen in einer wild gewordenen See ertranken fast alle Insassen.

Am späten Abend des 24. Dezember erreichten sie aus gehungert und vor Durst fast wahnsinnig das rettende Ufer. Sie torkelten an Land und küssten die Erde.

Es war die Zeit, dass Azmera gebären sollte, und sie gebar ihren ersten Sohn. Sie wickelte ihn in einen Fetzen ihres Rockes, und legte ihn in den warmen Sand, denn sie hatten sonst keinen Raum in den Dünen von Maspalomas.

Der Mond erhob sich in majestätischer Pracht, fast rot, aus dem Meer. Er wanderte immer höher. Mit seinem inzwischen silbernen Schein beleuchtete er die Landschaft und das Wasser. Ein hellen Strahl traf die Szene.

Damit lockte er die streunenden Straßenköter, Katzen und alles Getier der Insel zu dem Ort.

"Seht, hier ist wieder ein Kindlein geboren."

Sie schlichen leise herbei, und ließen sich bei der kleine Familie nieder.

Es war ein Wunder geschehen. Die See rollte leise an Land, der Wind hielt seinen Atem an. Zögernd kamen die verfolgten Menschen herbei und knieten nieder„Hoffnung schöpfend sprachen sie;

„Gott hat uns ein Zeichen geschickt. Noch sind wir nicht verloren.“

Und es war eine Patrouille am Strand unterwegs, sie sahen nach dem Rechten. Die Lichtfülle und des Kindes Wimmern zeigten ihnen den Weg. Stumm standen sie davor und verneigten sich. Mit ihrem Handy forderten sie die Ambulancia an.

Behutsam nahm man der Mutter das Kindlein ab und brachte beide in die Klinik nach Las Palmas.
Die Zurückgebliebenen aber dankten und priesen Gott für seine Gnade.

Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.

Schnell sprach sich die Kunde herum, unter den Einwohnern von Las Palmas bis Porto Mogan, von Agarte bis in die Berge San Bartholomä.

"Heute am Heiligen Abend kam ein Kind zur Welt, just in dieser Stunde als Christus vor 2008 Jahren geboren ward. Und das habt zum Zeichen, mit Güte, Hilfsbereitschaft und Liebe wird es in der Klinik zusammen mit seiner Mutter versorgt.

Seid fröhlich, denn mit jedem neuen Erdenbürger wird uns der Heiland neu geschenkt."





Dieses anschließende Gebet fand ich im Google

Es ist ein Auszug aus einem Gruß der "Weißen Väter" Köln an Alois Blatz und seine Brüder in Tansania



Unsere Liebe Frau von Afrika,
Königin des Friedens,
erflehe Eintracht und
gerechten Frieden
für die Völker
die durch Hass
und Zwietracht zerstritten sind.



 

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