Karl-Heinz Fricke

Eine Lanze für drei Polen

 

Eine Lanze für drei Polen

Noch niemals ist es einem Menschen gelungen seine Herkunft selbst zu bestimmen. Sogar in einem Palast geboren und somit Nutznießer vieler Privilegien ist ein jeder Mensch ein Kind seiner Scholle. Die Kehrseite eines solchen Lebens ist das arme hungrige und von Insekten geplagte Kind in einem afrikanischen Kral.

Obwohl seit dem Zweiten Weltkrieg der jungen Generation noch eine Kollektivschuld auferlegt wird, Generationen, die völlig unschuldig an den verwerflichen Taten der Nationalsozialisten sind, unterliegen sie dieser Schuld einer für sie längst vergangenen Zeit. Auch sie konnten das Land ihrer Geburt nicht bestimmen, wie es auch ein umjubeltes Königskind nicht kann.

Die Mehrzahl der Menschen in allen Ländern der Erde ist gut. So ist es auch bei den östlichen Nachbarn, den Polen. Ein Volk, mit einer Geschichte, das viel Unbill vom Westen und vom Osten erdulden musste. Auf dem amerikanischen Kontinent leben viele Menschen, die andere Länder als Heimatland bezeichnen, und es bestätigt sich immer wieder, dass Menschen verschiedener Herkunft friedlich zusammen leben können.

Ich möchte in diesem Zusammenhang von drei Menschen polnischer Herkunft

berichten, die im höchsten Grade dafür verantwortlich sind, dass ich noch am Leben bin. Mit meiner Kardiologin Dr.Danuta Ksiazek fing alles an. Da ich seit mehreren Jahren unter Angina Pectoris litt, war es Dr. Ksiazek, die mich von Test zu Test sandte. Nach dem Ergebnis des Angiograms wurde es offenbar, dass meine Überlebens Chance ohne eine sofortige Operation auf schwachen Füßen stand. Sie arrangierte 0hne Aufschub, dass ich am nächsten Tage via Air Ambulance nach Victoria, B.C. geflogen wurde. Dreißig Stunden später fand die Operation statt, die ein tüchtiger junger Chirurg polnischer Herkunft Dr. Javal Bozinowski ausführte, bei der ich eine Herzklappe und drei Bi-Pässe erhielt. Ich erfuhr später, dass ich den besten der dort tätigen Herz Chigurgen bekommen hatte. Die dritte Person aus Polen, Henry, umsorgte mich in menschlicher und überaus professioneller Weise während meines Aufenthaltes in der Intensiv Station.

Diese Erfahrung bestätigte meine Erkenntnis, dass man Menschen niemals wegen ihrer Nationalität, Rasse oder Religion beurteilen darf, und es ist mir eine Bedürfnis

eine Lanze für diese drei Menschen zu brechen.

Karl-Heinz Fricke 15.12.2009

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