Evelyn Goßmann

Weihnachten und die Liebe

 

Kürzlich erst war die Oma verstorben und alle fürchten sich etwas vor dem Heiligen Abend,

der sonst immer ganz besonders glücklich gewesen war.

Alle versuchten die Traurigkeit und Tränen vor dem anderen zu verbergen, damit der kleine Dreijährige ein glückliches, unbeschwertes Fest erleben sollte.

Bekanntermaßen haben aber Kinder besondere Antennen für außergewöhnliche Situationen und Stimmungen. So sehr er sich auch über die Geschenke freute, gebannt in die schimmernden, mild flackernden Kerzen schaute, die sich in seinen strahlenden Augen spiegelten, so deutlich spürte er trotzdem dass etwas anders war.

Jeder drückte ihn, schaute ihn mit etwas verschleiertem Blick an und versuchte die heimliche Traurigkeit zu überspielen, ja zu verbergen.

 

Der Kleine ging von der Mama zum Papa, drückte ihnen seine feuchten Küsschen auf die Wangen, kletterte dann dem Opa auf den Schoß, schaute ihn lang an und schmiegte sich eng an ihn. Ein wenig scheu blickte er auf zu ihm - schaute ihm lange in die geröteten Augen, schlang dann spontan die Ärmchen um seinen Hals und blieb so, sein kleines Gesicht nahe an dem rauen Bart und Ohr des Großvaters.

 

Als er später zu Bett gebracht wurde und die Mama fragte was er dem Opa gesagt habe, sagte er nur: " Opi hatte Tränen. Sonny hat das ´Traurig` weggeküsst, gesagt dass Omi jetzt doch bei den Engeln da oben ist, wo das Christkind auch wohnt und alles so schön ist.

Jetzt lacht er wieder."

Das ist praktizierte Liebe. 

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