Helmut Wendelken

Frohe Weihnachten

 

 

Jetzt ist es wieder soweit, das Christkind ward geboren. Mit frohen Gedanken an Weihnachten

Putzte ich meine kleine Wohnung, als gelte es Hoch Herrschaftlichen Besuch zu empfangen.

Im Radio spielen sie dazu Weihnachtliche Lieder, die meiner Stimmung noch zusätzlich

Dienlich waren. Es kam ein schönes Gefühl in mir auf, welches mir die Arbeiten viel leichter von der Hand gehen ließ.

Kerzen wurden im Wohnzimmer verteilt und verziert, Süßigkeiten und Kekse auf den Tisch gestellt, alles wie man es von früher noch kannte, und was man bei den Eltern mitbekommen hatte. Dabei kam so manches mal auch ein Schmunzeln, wenn die Gedanken zurück gingen.

 

Mein Vater hat bei uns jedes Jahr die Kekse zum Fest gebacken, und herrisch darüber gewacht, das wir nicht vorher schon alle aufessen.

Listig war er schon, so hatte er doch schon von vornherein die doppelte Menge gebacken, weil er genau wusste, das sie das Fest nicht überstehen würden.

Einen Teil hat er immer so versteck, das wir sie finden müssten, ohne lange danach zusuchen, und einen anderen Teil so gut weggepackt, das wir sie nie gefunden haben.

Ach ja, ( seufz ) manchmal schon eine schöne Zeitreise. Als Kinder hatten wir doch noch Ideen, auch wenn wir dafür oft schellte bekamen.

Auch beim Spielen gingen sie uns nie aus. Selbst die einfachsten Gegenstände wurden mit eingebracht. Wo sieht man Heute noch Kinder die mit alten Reifen spielen, außer in Dritt Länder.

Heute heißt das Spielzeug  - Handy, I Phone, Computer, Game Boy  und Play Station.

 

Komisch, was einem beim Sauber machen so durch den Kopf geht.

 

Zu guter letzt wird die Küche noch bearbeitet, und das Geschirr vom Vortag weggeräumt.

Spüle noch mal auf Hochglanz Poliert, fürs Auge.

An das Essen noch mal gedacht, ob auch alles vorbereitet ist und nachher nicht irgendetwas fehlt. Alles Perfekt.

 

Da nun noch Zeit genug ist, noch einmal die E – Mails nachschauen und beantworten.

Neu eingestellte Gedichte und Geschichten lesen und Kommentieren.

Immer dabei den Blick auf die Uhr.

 

So vergeht die Zeit doch recht zügig, und ich fange an das Essen zuzubereiten.

Alles geht flott von der Hand, in gewohnter weise.

 

Dose raus, Öffner her, rein in den Topf, Herd ganz beiläufig angestellt und danach schnell gegessen.

Und wieder einmal fragst du dich, wofür die ganze Mühe.

Kommt ja eh wieder keiner.

 

 

Frohe Weihnachten

 

 

© Helmut Wendelken   24.12.2009

 

 

 

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