Elke Lüder

Meine Dezembersonne ! Danke Anita ;)

„Meine kleine Erdensonne“ und ich schreiben gerade per Mail, sie will mich aufmuntern und mir Mut machen, als folgendes passiert und ich es ihr auch so schreibe per Mail.

 

 

 

 

aber weißt Du was gerade passiert ist

Waaaaaaaaahnsinn!

Ich bin noch zur Mittagsruhe ;) oben, unten gibt es ja kein Internet,
ins Fenster scheint eine kleine blasse Sonne verdeckt von grauen Wolken.

Und als ich eben Deine Mail öffnete, waren die Wolken weg und mich strahlt ein großer runder Sonnenball an, voller Sonnenstrahlen, wie wenn Kinder eine Sonne malen.
Sie strahlt genau in mein Gesicht, blendet und wärmt mich!
Ich halte mein Gesicht in die Sonne und empfange diese Wärme.

 

Dann warst auch du der Stern?!!!

Hmmm, lach ja ja ja  ich weiß DU bist die Sonne

leise leise erreicht mich mit einem Sonnenstrahl wieder dieses

Vertrau mir!!!

Aber mein Herz fühlt sich an wie ein Klumpen aus Dreck und Eis, zusammen geschmissen
ein wenig geformt, aber lieblos aufgehört damit.

Und in dem Moment wo ich’s schreibe kommt wieder die Sonne hinter den Wolken hervor und kitzelt mich mit ihren Strahlen im Gesicht, lässt mich die Augen schließen und wieder und wieder die Stimme Vertrau mir!
Aber eine andere Stimme mischt sich ein, ruft Vertrau Dir!
Stärker und stärker wird die Sonne, eine Wolke schiebt sich davor, aber die Sonne gewinnt!
Es ist als wenn eine unsichtbare Hand immer wieder mein Gesicht der Sonne zudreht, damit ich die Wärme in den Augen spüre, das Licht! Die Kraft!

Und ich tu es ... wende mich der Sonne zu! Magisch zieht sie mich an.
Ich schließe die Augen und spüre das es tief in mir tröpfelt, der Klumpen aus Dreck und Eis er bewegt sich, ist spürbar. Pocht ganz leise eine Melodie.

 

Ich sitz hier,

seit gestern dient mir sein Shirt als Tränentrockner

nun weine ich und muss lächeln
über das was hier gerade passiert!
Meine Dezembersonne

Nun geht die Sonne zwischen den Bäumen unter!
Aber sie leuchtet und strahlt zwischen den Kiefernzweigen auf eine ganz eigentümliche Weise hindurch!

Die Wolken sie ziehen, mal langsam dann wieder schneller. Dicke graue Wolken, der Rand ist weißlich, fast durchsichtig. Die Sonne umhüllt diese Wolken.

Sind die Wolken nicht ein Zeichen?

Liebes ich werde runter gehen, ein wenig was erledigen! Hausarbeiten!
Eine Runde mit Mutti mit dem Rollstuhl spazieren gehen. Wobei ich heute lieber die Wärme der Heizung genießen möchte,
gar nicht diesen Ort hier verlassen, so lange die Sonne noch zwischen den Zweigen zu sehen ist.
Aber gleich wird sie von Hausmauern verdeckt sein und ich sehe nur noch die ziehenden Wolken und die machen mich unendlich traurig auch wenn sie von der Sonne ummantelt und eingehüllt sind!
Und eigentümlich leuchten!

 

 

Liebe Anita!

Ich Danke Dir für all die lieben Worte und Zeilen, für die Zeit und all Dein Lächeln in den letzten Wochen! 

Deine Umarmung hat mich heute sehr realistisch erreicht ;) 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.12.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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