Kurt Herchenbach

Glaubenswissen

Kurt Herchenbach

 

 

Glaubenswissen & Wissensglauben

 

 

 

Wenn Sie glauben, die Überschrift sei unsinnig, dann stimmt das irgendwie. Denn die Lehrmeinung sagt, glauben heißt nicht wissen. Doch Wissenschaftler und Theologen, die wissen schon was ich meine. Die einen glauben was sie meinen zu wissen, und die anderen denken zu wissen was sie glauben.

Als Kind glaubt ja jeder – und dann meistens für immer - was seine Eltern geglaubt haben. Und was schlussfolgern wir daraus? Richtig. Der Glaube meiner Vorväter ist automatisch auch meiner. Was bedeutet, dass Zugehörigkeit und Hinwendung zu einer bestimmten Religion primär ein Produkt elterlicher Erziehung sind. Erst mit der Einwirkung außen Stehender baut sich beim Individuum Wissen auf. So es denn will und/oder auch kann.

 

Doch wie komme ich jetzt ins eigentliche Thema? Wissen Sie was? Ich glaube, ich fange mal einfach so an und plaudere mit Ihnen zunächst ein wenig über die

 

Christliche Vielfalt

 

Weil ich in Wuppertal geboren und teils aufgewachsen bin, wo fast jeder glaubte, Katholiken wären eine Art Menschen vom anderen Stern, erinnere ich mich noch heute an einen Spottvers, den wir auf der Straße jemandem nachriefen, den wir in Verdacht hatten, er sei katholisch: „Katholische Ratten, mit Zucker gebacken, mit Scheiße beschmiert, zum Teufel geführt.“ Soviel hier über herzerfrischend toleranten Humor im Protestantismus. Sollten Sie sich mit dem Aspekt protestantischer Lebensfreude intensiver beschäftigen wollen, so empfehle ich Ihnen die Themen Pietismus und/oder Calvinismus.

 

Wo wir grad in Wuppertal sind. Kürzlich hörte ich im WDR 5 einen Bericht über die dortigen Freikirchen. Ein Doktorand verbreitete sich über dieses Thema, das er für seine Dissertation erforschte. Auf die Frage, wie viele Freikirchen es denn in dieser Stadt gäbe, antwortete dieser: „Das weiß ich nicht so ganz genau; es können täglich mehr werden.“

Wenn also einem dieser bergischen Dickköpfe die ganze Richtung nicht mehr passt, oder er hat sich über den Pastor geärgert, oder er hat prophetisch geträumt – was tut er dann? Richtig, er ruft eine neue Sekte ins Leben.

Da können Sie mal sehen, wohin protestierender freigeistiger Protestantismus führen kann, der keine Oberste Heeresleitung hat und auch keine anerkennen mag.

 

Da sind die Katholen besser dran. Was deren Chef vom Stuhl Petri herab verkündet, das gilt – und nichts anderes. Deren Einheit bleibt gewahrt. Wenn man einmal von der Zeit absieht, als die Päpste sich nicht einig werden konnten, ob der in Rom, in Byzanz oder in Avignon der Boss sein sollte.

Ja gut – die Orthodoxen russischer, armenischer, griechischer oder syrischer Prägung weichen auch heute noch leicht vom wahren Glauben ab, beugen sich nicht der Autorität der römischen Kurie. Auch feiern sie beispielsweise das Fest der Geburt Jesu genau dann, wenn die vatikangebundenen Katholen ihre Drei Könige hoch leben lassen. Dennoch die werden die Orthodoxen von Rom immerhin als Kirchen toleriert, was man den Evangelen seit kurzem nicht mehr zugestehen mag. Das sind nur noch kirchliche Vereinigungen. – Was immer das bedeuten mag.

 

Als ich später in Köln lebte, da musste ich lernen: „Wat, du bisene Protestant? Dann wäste Fasteleer nie verston künne!  Äwwer mach disch nix edruss – jede Jeck is ewwe anners.“ Für diejenigen unter Ihnen, die des Kölschen nicht mächtig sind, hier die freie Übersetzung - auch rheinischer Mentalität: Als Evangelischer wirst du den tieferen Sinn des Karnevals nie begreifen können! Das nehmen wir dir aber nicht besonders übel, denn von uns aus kannst du glauben was du willst. Hauptsache, du lässt uns mit deinem Unsinn zufrieden.

Da wusste ich nun gar nicht mehr was ich glauben sollte, denn gerade für den jungen Menschen hat der Karneval ja auch was Prickelndes! Zumal für den katholischen Glaubens. Der kann es während der Tollen Tage so toll treiben wie er will; der will glauben zu wissen: Mit dem Aschenkreuz am Aschermittwoch ist ihm alles vergeben. Punkt.

 

Mitte der 60er Jahre bezogen die frisch Vermählten in Paderborn ihre erste Wohnung im Haus einer wirklich netten Bäckersfrau. Als die zu ihrer Verwunderung feststellen musste, dass ihre Mieter evangelisch sind, nahm sie etwas verschämt meine Frau zur Seite: „Sie müssen ja nicht unbedingt sagen, dass sie evangelisch sind. Das ist nicht so gut für unser Geschäft.“ Als ich das vernahm, da glaubte ich, wir wären versehentlich nach Asien verzogen. Obwohl – ich glaube zu wissen, daß die dort heimischen Religionen allesamt höchst tolerant sind.

 

Soviel also darüber, was wir hierzulande glauben zu wissen, wissen zu glauben, oder glauben zu haben.

 

 Doch anderswo glauben andere, anderes zu wissen, als das, was wir glauben wollen. Als bei uns hier die Moscheen mehr und mehr wurden, und in den Nachrichten immer häufiger von Sunniten und  Schiiten berichtet wurde, da wollte ich so nach und nach doch wissen, was die Andersgläubigen so zu wissen glauben. Denn ich bin von Natur aus recht neugierig.

 So machte es sich gut, dass ich eine Reise in den Vorderen Orient machen konnte. Und von dem, was ich dort lernte – oder zumindest vertiefen konnte -  will ich nun erzählen und beginne einmal mit dem

 

Alten Testament

 

Wenn man einmal die in Ostasien entstandenen Religionen ausschließt, fußen die drei großen Religionen miteinander auf dem monotheistischen Alten Testament. Diese heute archaisch anmutende Urschrift stammt bekanntlich aus den Wüstenregionen des Vorderen Orients. Und das Leben in der Wüste war nun einmal hart; Auge um Auge, Zahn um Zahn!

Würden auch nur Teile der darin geschilderten Begebenheiten einem heutigen Staatsanwalt in die Hände fallen, dann „wäre der Teufel im Busch“, wie der Volksmund so treffend spricht. Das beginnt schon gleich zu Beginn mit dem Paukenschlag des Mordes von Kain an seinem Bruder Abel. Doch auch bei weiter Lektüre des Buches der Bücher wird das kaum anders.

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Jehova des Alten Testamentes nicht der „Liebe Gott“ unserer Kindertage war, sondern ein kompromisslos harter, strenger Richter. Aus diesem uralten Testament folgern

 

die Juden

 

 dass Gott ihnen als Einzigen das Gelobte Land zugesprochen hat, also Israel. Doch wo die Grenzen „ihres“ Israels verlaufen, bestimmt die heutige jüdische Orthodoxie. Und mit dem Anspruch, Jehovas einzig auserwähltes Volk zu sein, auch ein absolutes Ausschließlich-keitsrecht.

Wie alt das Alte Testament wirklich ist, weiß niemand zu sagen. So kann es nicht ausbleiben, dass sich die Strukturen des Judentums im Laufe der Jahrtausende enorm verkrustet haben. Zumal deshalb, weil die jüdische Orthodoxie jede religiöse Veränderung als Verun-glimpfung ihres zementierten Glaubens ablehnt.

 

Jedes Buch ist interpretierbar. Das wissen Sie ja noch aus Ihrem Deutschunterricht. Und wie das Alte Testament zu interpretieren ist, bestimmen im Judentum ausschließlich die Schwarzen Männer mit den schwarzen Hüten und den Schläfenlöckchen. Das sind die, die es als ihre religiöse Pflicht ansehen, möglichst viele Nachkommen mosa-ischen Glaubens zu zeugen, und die jedwede Arbeit für sich selbst ablehnen. Für deren Lebensunterhalt muss ausschließlich der israelitische Staat aufkommen.

Doch jede Religion ginge ohne Dogmen schnell zugrunde. Mag das Judentum deshalb über die Jahrtausende hinweg Bestand haben, weil die Schwarzen an ihren Dogmen stets buchstabengetreu - doch niemals missionierend - so gleichermaßen unbeugsam wie aggressiv festgehalten haben?

 

Bei einem Besuch Israels meinte ich das Glück haben zu können, mit einem dieser Hüter des wahren Glaubens ins Gespräch kommen zu dürfen. Grad hatte die Schule aus (von wegen: Krach wie in einer Judenschule!). und der Lehrer schloss ab. Und weil der die Kinder auf jiddisch verabschiedet hatte, dachte ich, der kann sicher auch deutsch. So sprach ich den Glaubenshüter an: „Darf ich Ihnen mal ein paar Fragen stellen?“ – „Mit Ihnen rede ich nicht!“, drehte sich um und ließ mich wie einen dummen Jungen stehen.

Das war der erste Bruch in meiner Gutmenschideologie, die ich bis dahin für die Juden gepflegt hatte.

 

Vor 2008 Jahren heutiger Zeitrechnung betrat ein Mann die Bühne der Geschichte, der die Welt verändern sollte, wie vor und nach ihm kein anderer. Es war

 

Jesus von Nazareth

 

oder kann auch sein aus Bethlehem, zwei kleine Orte in der römischen Provinz Galiläa. Jeschua, den sein erster Jünger Petrus später als erster Meschiasch, den Gesalbten, nennen sollte. Der Messias, den die Griechen später Christos nannten, und auf den die Juden seit Jahrtausenden warteten. Auf den sie noch heute warten. Das ist Glaubenswissen.

Sollte dieser Jesus des Auserwählten Volkes Erlöser sein? Ein Wanderprediger, der statt Auge um Auge zu predigen, riet, man solle auch die linke Wange hinhalten, würde man auf die rechte geschlagen? Einer, der sich von der römischen Besatzungsmacht widerstandslos ans Kreuz nageln ließ? Einer, der nicht wie von den Hohen Priestern prophezeit, mit güldenen Gewändern hoch zu Ross, sondern auf einem mickrigen Esel daherkam und sich zum König der Juden erklärte?

Mal ganz ehrlich – wären Sie als seinerzeitiger Jude den Jüngern der neuen Verkündung gefolgt? Den Nachfolgern eines Mannes, der nicht nur von den Besatzern nach damaligem Recht zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde? Hätten Sie wohl damals gewusst, was Sie glauben sollten?

 

Als die Jünger Jesu merkten, dass ihre Verkündung daheim auf keinen fruchtbaren Boden fiel, trugen sie die Botschaft ihres Herrn auftragsgemäß in die damalig als zivilisiert geltende Welt. Zunächst nach Kleinasien und Griechenland, später im Gefolge der Besatzer in das übrige Römische Reich.

Wissen Sie nun, woher das Sprichwort stammt:  Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande.“?

Und was aus dem Geschehen in Jerusalem erwuchs, das wissen wir heute alle. Die Botschaft von Liebe und Vergebung eroberte die Welt.

 

Wo wir grad in Jerusalem sind. – Ich betrat die Grabeskirche und sah mich ehrfurchtsvoll um. Doch nicht lange. Denn da zupfte ein Mönch an meinem Ärmel und versuchte mich in eine Nische zu ziehen, in der er geweihte Kerzen feilhielt. Doch folgen konnte ich ihm nicht; am anderen Arm zog ein Mönch einer anderen orthodoxen Glaubens-richtung und wollte mich in seine Ecke zerren, wo der seinerseits Devotionalien verscherbeln wollte.

Angewidert verließ ich diese heilige Stätte der Christenheit. Ich glaube zu wissen: Käme Jesus heute in seine Grabeskirche – dann wäre dessen Vertreibung der Händler und Geldwechsler aus dem Tempel dagegen der reinste Kindergottesdienst gewesen! Glauben Sie das nicht auch?

 

Nun ist Lieben und Verzeihen – also auch rechte Backe, linke Backe - nicht jedermanns Sache. Wüstenvölker, deren Existenz allzu oft von ihrer kriegerischen Stärke abhing, mochte diese Art von frühem Humanismus wohl zu weit gehen.

So nimmt es nicht wunder, dass sich in dieser Region etwa 570 Jahre nach dem Tode des Jesus von Nazareth eine neue Religion ausbreitete, deren Begründer ein gewisser

 

Mohammed

 

war, der in Mekka höchstwahrscheinlich am 25. April 571 geboren wurde. Schon dessen Name ist Ehrfurcht einflößend: Mohammed ibn `Abd Allah ibn `Abd al-Muttalib ibn Haschim ibn Manaf al-Quraschi. Das ist der vollständige Name des Begründers des Islam. Toll – nicht?

Der war für die Völker der Wüsten aus ganz anderem Holz geschnitzt als sein Vorgänger Jesus. Er hatte einen Beruf erlernt, den des Schäfers. Dann hatte er eine reiche ältere Frau geehelicht, nach deren Tod eine zweite und dazu hielt er sich eine Konkubine. Ferner tat er sich als Kriegsherr hervor, war mal mehr, mal minder bei seinen zumeist der Beute dienenden Feldzügen erfolgreich. Wie Jesus war er zwar auch gen Himmel gefahren, doch im Gegensatz zu diesem in Begleitung seines Weggefährten - dem Erzengel Gabriel - wieder zur Erde zurückgekehrt. Auch sitzt er nicht zur Rechten Gottes, sondern ist für immer und ewig der letzte in der Reihe der Propheten vor ihm, zu denen auch Jesus und Johannes gehören.

Der Lebenslauf des Mohammed ist wesentlich besser belegt als der Jesu, zumindest was beider Jugendzeit angeht. - Das ist übrigens Glaubenswissen.

 

Mögen diese höchst unterschiedlichen Biographien der beiden Religionsstifter die Militanz des Islam erklären? Obwohl – wir wollen sowohl den Dreißigjährigen Krieg nicht vergessen, auch nicht die Kreuzzüge und die Ausrottung der amerikanischen Völker. Alles im Namen des Christentums, der Lehre der Liebe.

 

Jesus gilt den Mohammedanern im Kreise ihrer Propheten noch höherrangig als Prophet, wie auch Johannes. Doch der wird im

 

Islam

 

noch mehr verehrt als dieser. Der Grund: Johannes war, ist und bleibt der einzige Mensch, der Jesus getauft hat.

 

Der Islam wird offener gelebt wird als das Christentum. In Aleppo führte mich ein freundlicher Syrer durch die dortige Omajaden-moschee. Ich lernte, dass in einer Moschee „immer was los“ ist.

In einer Ecke lesen Gläubige gestrengen Schriftgelehrten aus dem Koran vor, von denen oft fast bösartig korrigiert. Andere murmeln, sich gen Mekka beugend, ihre Gebete. Wieder andere meditieren still vor sich hin, einige vom Schlaf übermannt. Vor einem Schrein, in dem sich nachweislich das Haupt des Zacharias befindet, des Vaters von Johannes dem Täufer, schluchzen von Tränen überströmte Frauen hemmungslos vor sich hin. In der gleichnamigen Moschee in Damaskus erzählte mir ein afghanischer Wächter, dass eine Moschee ja dazu da sei, dort mit Allah nicht nur während der Gebetszeiten sprechen zu können. Allah sei dort immer für seine Gläubigen da.

Stellen Sie sich mal vor, Sie wollten speziell in einer evangelischen Kirche allein mit Gott sprechen - aber die ist ja meistens verschlossen.

 

Der Islam kennt nicht die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Er ist direkter: Vom Propheten gleich zu Gott. Verwun-dert nehmen daher gebildete Muslime wahr, wie für sie offensichtlich, im Katholizismus die Marienverehrung anscheinend immer mehr den Blick auf deren Sohn verstellt.

Damit wir uns recht verstehen: Ich rede hier keinesfalls dem Islam das Wort! Denn der

Koran

 

stellt neben seinen vielen durchaus humanen Regeln vieles in einen krassen Gegensatz zum Neuen Testament, dessen Grundlage ja die Liebe unter den Menschen ist.

Denn ich weiß sehr wohl, dass die vielen friedlichen Koranverse bei Bedarf durch den Schwertvers in der Sure 9,5 aufgehoben werden können. Auch daß man um der Sache Allahs willen die Wahrheit verschleiern darf, also lügen. So geschrieben in der Sure 16,106. Ich weiß auch von der Scharia, auf die sich militante Muslime aus ihrer Koransicht zurecht berufen können. Die Sure 4,3 erlaubt es den Muslimen zudem, bei Ungehorsam ihre Frauen  zu verprügeln, auch, wenn sie ihnen nicht bereitliegen mögen – Sure 2,223.

Sollte der Korangläubige also nach diesen Suren handeln, so tut er aus seiner Sicht nichts anderes, als der Christ, der nach seinem Neuen Testament lebt. Sie sehen also, Glauben ist die Frucht der Erziehung und des Umfeldes des Gläubigen. Etwa auch die der Religionskriege, deren Auswüchse wir just im Irak, im Iran, in Afghanistan, Pakistan und auf den Philippinen erleben?

 

Ähnlich dem Christentum gibt es im Islam zwei hauptsächliche Glaubensrichtungen. Etwa 90% gehören zu den gemäßigten

 

Sunniten

 

von denen die Kalifen als rechtmäßige Nachfolger des Propheten Mohammed angesehen werden. Solche Kalifen sind in der Regel Schriftgelehrte, die ihr geglaubtes Wissen am populistischsten unters Volk bringen können. Also eine Art ungewählter Bischöfe.

Die Sunna ist die Überlieferung über Leben, Wirken und Sprüche des Propheten. Also so eine Art Geschichts- wie auch Geschichtenbuch, das die Inhalte des Korans abrunden und ergänzen soll. Modernisierer unter den Sunniten wenden sich zunehmend der Bida zu, die jedoch auch von der Minderheit orthodoxer Wahabiten bekämpft wird. Die Bida und auch die sunnitische Sunna werden wiederum von den

 

Schiiten

 

bekämpft. Denn die haben ihre eigene Sunna, die ihrerseits wieder von den Sunniten nicht anerkannt wird. Auch glauben die Schiiten nicht den sunnitischen Kalifen, denn sie haben ihre Mullahs, die stets direkte Nachkommen von Ali aus dessen Ehe mit der Tochter Moham-meds – Fatima - sein sollten. Diese Mullahs glauben zu wissen, dass am Jüngsten Tag vom Mahdi – das soll der letzte Prophet sein – die Durchsetzung dessen, was sie zu wissen glauben, umgesetzt wird.

Auch die Schiiten sind wiederum in verschiedene Glaubens-richtungen zerfallen; darunter die Drusen, die Ghulat oder auch die Zwölfer-Schiiten.

Doch um diese feinen Unterschiede zu beschreiben, müsste man gleichermaßen ein Wissenschaftler sein, zumindest ähnlich dem, der die Anzahl evangelischer Sekten in Wuppertal erforschen wollte.

 

Es fällt nicht leicht zu glauben, dass all die, die glauben zu wissen, das einzig richtige zu glauben, alle an den richtigen Glauben glauben. Doch tröstlich zu wissen, dass alle zumindest an Einen glauben – mag der nun Jehova, Gott oder Allah heißen.

Wie sagt doch der nur selten irrende Volksmund? „Irren ist menschlich.“ Und eingangs der philosophische angehauchte Kölner? „Ene jede Jeck is anners“ aber auch „Et is noch emmer jot jejange!

 

Glauben Sie nun zu wissen, was das Alte Testament so alles an Glaubenswissen und Wissensglauben hervorgebracht hat?

Ich glaube, das nicht zu wissen.

Doch ich weiß allemal, dass ohne das Christentum und den Islam unsere Kultur niemals den Höchststand erreicht hätte, von dem sie sich nun so ganz allmählich verabschiedet.

 

 

 

 

05/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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