Andreas Rüdig

Abtei (Duisburg) Hamborn

 

"Den Orden hat der heilige Norbert von Xanten 1120 in Premontre (Frankreich) gegründet. Als `Chorherren´ werden die Prämonstratenser bezeichnet. Das weist auf einen wichtigen Tätigkeitsbereich hin: das gemeinsame Gebet im Chorraum der Kirche. Zu festgesetzten Zeiten wird der Tagesablauf unterbrochen, um mit Psalmen, Hymnen und Liedern Gott zu loben.

Betritt der Besucher den lichtdurchfluteten Raum der Kirche von hinten, steht er drei Monumentalfiguren in den von Anton Wendling 1951 / 1952 gestalteten Chorfenstern gegenüber. Sie zeigen den auferstandenen und verklärten Christus in der Mitte, daneben die beiden Kirchenpatrone Johannes den Täufer und Johannes den Evangelisten, die alle mit Symbolen geziert sind.

Der romanische Taufbrunnen, die barocken Tafelbilder und eine über 500 Jahre alte Anna-Selbdritt-Skulptur haben die Kriege der vergangenen Jahrhunderte überstanden und weisen auf die spirituelle Tradition dieses Ortes hin.

Wer mehr über die Geschichte der Abtei Hamborn entdecken möchte, kann an der Pforte des Klosters nachfragen, ob ein Blick in die Schatzkammer möglich ist. Dort befinden sich Gewänder und liturgisches Gerät aus über 500 Jahren," stellt sich das Gotteshaus aus dem Duisburger Norden selbst.

Welcher architektonischer Stilrichtung das Gebäude zuzuordnen ist, kann ich schlecht beurteilen. Aber allein schon die Kirchfenster sind sehenswert. Das Gebäude ist in weiß und sandfarben gestrichen. Einen Kreuzweg sehe ich hier nicht, dafür aber diverse Ölgemälde mit religiösen Themen. Ansonsten isit der Kirchraum eher schlicht gehalten. Es fehlen also beispielsweise die luxuriöse Pracht von Heiligenstandbildern und anderen dekorativen Elementen, die katholischen Kirchen normlerweise ausmachen.

 

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Rheinische Kunststätten Heft 211 Prämonstratenser-Abtei in Hamborn in Duisburg; Neuss 1978; 20 SeiteN; ISBN: 3-88094-254-4

Friedrich Scheiermann heißt der Autor dieses Heftes. Unterstützt durch diverse Schwarzweißfotos stellt er sehr fachwissenschaftlich Geschichte, Gegenwart und Ausstattung der Abtei im Norden Duisburgs vor. Ich selbst halte die 1. Auflage aus dem Jahre 1978 in den Händen; ob es inzwischen eine neuere Auflage gibt, habe ich nicht kontrolliert. Inzwischen leben ja auch wieder Ordensbrüder in der Abtei. Hätte das Heft deswegen umgeschrieben werden müssen? Nein, ich glaube nicht. Das Heft legt seinen Schwerpunkt nicht so sehr auf die theologische und / oder tagesaktuelle Seite. Die kunstgeschichtlichen und kirchenkünstlerischen Gesichtspunkte stehen deutlich im Vordergrund. Dementsprechend sollte der Leser nicht nur ein Interesse an der Ortsgeschichte, sondern auch ein fachtheoretisches Hintergrundwissen mitbringen.

 

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