Paul Rudolf Uhl

Der Heilige Krieg


Die Mullas und fanatische Islamisten rufen zum Heiligen Krieg gegen den Westen auf…

 

 

…Das ist aber keine Erfindung der Muslime des 20. und 21. Jahrhunderts: Schon am 27. November 1095 rief Papst Urban II. auf der Synode von Clemont in Südfrankreich mit glühenden Worten zum heiligen Krieg, zum Kreuzzug gegen die Seldschuken auf, die seit 1071 Jerusalem besetzt hielten.

Er beschwor: „Tretet den Weg zum hl. Grab an! Nehmt das Land dem gottlosen Volk, macht es euch untertan! Gott gab dieses Land in den Besitz der Söhne Israels; die Bibel sagt, dass dort Milch und Honig fließen. Jerusalem ist der Mittelpunkt der Erde, das fruchtbarste aller Länder, (!) als wäre es ein zweites Paradies der Wonne…

Schlagt also diesen Weg ein zur Vergebung Eurer Sünden: Nie welkender Ruhm im Himmel ist Euch gewiss!“

Sein Kernsatz „Gott will es!“ verbreitet sich wie ein Lauffeuer in den europäischen Adelshäusern und wird zum Schlachtruf der Kreuzfahrer.  Im päpstlichen Auftrag werben Prediger vor allem in Frankreich, Burgund, im Rheinland und in Flandern für den Kreuzzug. Tausende Ritter nehmen in den folgenden Wochen das rote, aufgenähte Kreuz.

 

Vielleicht nicht beabsichtigt, aber geschehen: Noch ehe die Truppen das Abendland verlassen, kommt es in Rouen und besonders im Rheinland durch Kreuzritter zu Ausschreitungen gegen Juden, weil diese ja „Feinde Jesu“ sind, die bestraft werden müssen…

 

Im Sommer 1096 bricht das erste, ca. 70.000 Mann starke Heer nach Jerusalem auf. Urban sichert den Teilnehmern absoluten Sündenerlass zu und unterstellt sie und ihren daheim hinterlassenen Besitz dem Schutz des „Gottesfriedens“, was bedeutet, dass jeder, der die verlassenen Adelssitze berauben oder den Familien etwas antun würde, dem Kirchenbann verfiele…

 

Sicher waren es nicht nur religiöse Gründe, welche die Menschen veranlassten, teilzunehmen: In Deutschland und Frankreich herrschten damals Krankheit und Hungersnöte. Leibeigene entflohen damit ihrer Knechtschaft und die Aussicht auf reiche, goldene Beute bewog zusätzlich, teilzunehmen…

 

Zügellos wälzt sich der Heerzug Richtung Orient. Und er wird im Oktober 1096 von den Seldschuken vernichtend geschlagen! Ein weiteres Heer französischer, lothringischer und normannischer Ritter zieht unter Führung von Herzog Gottfried v. Bouillon nach Jerusalem

Dabei veranstaltet dieser - zum Beschützer des hl. Grabes ernannte - Adelige am 15. Juli 1099 in Jerusalem ein Massaker, bei dem 70.000 Menschen, Moslems und Juden, abgeschlachtet werden.

 

 

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