Hella S.

3 Tage Dresden, eine Fotoreise (2. Tag)

 

 

2. Tag

Am nächsten Morgen der Run auf die Toiletten, man trifft sich im Schlafanzug auf dem Flur. Gut, das ich kein sexy Nachthemd mitgenommen habe. Es gibt 3 Toiletten mit zwei Waschbecken. Richtig gerechnet, denn jeder Dritte? wäscht sich nach dem Toilettengang nicht die Hände. Eine Behindertentoilette gibt es auch, doch als ich schlau sein wollte und sie betrat, wurde ich direkt aus den Hochhäusern angeglotzt, von dort konnte jeder die Toilette einsehen. Den Sinn der Einsicht verstehe ich nicht so ganz, oder ist das zum Schutz der Behinderten, falls jemand Hilfe braucht? Kaum sind wir im Zimmer, greife ich schon nach meiner Kamera und ziele damit auf die Skaterbahn. Erster!

Wir treffen uns vor der Tür, und nach ein paar Metern Dresden bietet uns eine Frau vergiftetes Popkorn mit Schokolade an. Irgendjemand sagt: „ Die Dresdener sind so nett.“ Dann kann es ja nicht vergiftet sein, denke ich und greife zu. Nun fühle ich vorsichtshalber der Dame noch auf den Zahn, sie ist tatsächlich Dresdenerin. Vielleicht war das ein Fehler von mir, oder Leute? Sie begleitet uns über die erste Dresdenkreuzung und dann kommen wir mindestens eine halbe Stunde nicht weiter, weil Dresden-Birgit uns in die Geheimnisse der Dresdener Kultur einweiht. „Dort drüben am Rathaus steht eine Figur, da reiben die Dresdener immer den Zeh, man kann sich dann was wünschen und das bringt Glück.“ erzählt sie. Ich höre gebannt zu, denn sie erklärt  sehr gut. Von den geritzten Kacheln vom Fürstenzug z.B., das hätten wir nie erfahren. Irgendwann überfällt mich dann mal der Gedanke, „hört sie nie wieder auf?“ Ich sehe Unruhe bei den anderen. Endlich lässt sie uns gehen, aber nur, weil sie zum Konzert will. Trotz allem Danke an Birgit, es was großartig. In der Stadt, nachdem wir natürlich alle den hochglänzenden Messingzeh gerieben haben, werde ich erschlagen von der barocken Pracht. Man weiß nicht, wo man überall hinsehen soll und die arme Angelika hat so viel Not mit uns, denn wir haben einen Termin in der Reisekneipe. Aber wie das bei Fotografen so ist, sie schauen und fotografieren, sind mal hier und mal da, wenn man denkt, sie sind noch da, sind sie schon längst woanders. Der Termin in der Kneipe ist ein Rendezvous  mit dem einzigen Dresden- Fcler(Fotoclub), der nach Renates Aufruf in der Fotocommunity wirklich kommt. Er heißt Johannes und wir haben einen guten Fang mit ihm gemacht, denn er passt prima in unsere Gruppe.
Aber erst müssen wir uns beeilen und die Straße suchen wo sich die Kneipe befindet. Wieder muss Angelika uns antreiben, wie eine Herde Schafe, die vom Hütehund zusammengehalten wird, aber Hütehunde haben es nur mit dummen Schafen zu tun, nicht mit intelligenten, wachen, interessierten Fotografen/und -innen. Wenn 10 Leute da sind, ist immer ein 11. irgendwo. In der Reisekneipe ist es sehr gemütlich Lothar, Edeltraut und Gabi sind inzwischen auch angekommen. Ich kann endlich mal einen schönen Cocktail trinken, Cocosnussmilch mit Ananassaft, Sahne und Orangensaft, lecker. Zu Hause fällt mir ein, ich hatte mal wieder den Alkohol vergessen. Immer wenn ich nicht Autofahren muss, kann ich doch mal ein bisschen Alkohol trinken oder nicht? Trotz allem sind wir eine lustige Gesellschaft. Lothar bestellt sich 3 mal hintereinander Erdbeerbowle. Nach dem zweiten Glas fängt sie bereits an zu wirken. Vielleicht hätte er Edeltraut (seiner Frau) mal die Erdbeeren geben sollen, nein, er war so lustig und wir hatten auch deshalb schon sehr viel Spaß. Ich weiß nicht mehr, wann das Thema mit der Behaarung der Asiaten aufkam, ob an diesem Abend oder später. Niemand wusste es ganz genau, ob Asiaten Körperbehaarung haben und wie man sich denken kann, schaukelte sich das Thema ganz schön hoch, der Höhepunkt war dann die Behauptung, wenn überhaupt Haare, dann glatt. Das war ein Brüller.

Fortsetzung 3. Tag

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.06.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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